Archiv

Archiv für September, 2010

20 Jahre wieder

30. September 2010 lweser Keine Kommentare

Samstag, 02. Oktober 2010, 20.00 Uhr, atelier zeitgleich, Franziskanerplatz, Regensburg
Mal wieder was los bei Isolde und Guido: ein Atelierfest unter dem Motto Fassung und Waschung mit special guest Anna Heibl und inklusive Wellnessprogramm. Hingehen!
www.kunst-in-ostbayern.de | www.flickr.com

Donnerstag, 07. Oktober 2010, 20.00 Uhr, W1, Weingasse, Regensburg
Kopfkino-Soundtrack - so etikettieren sich die nürnberger Sutcliffe selbst. Als Support gibt’s Vonga mal ohne Ich.
www.sutcliffe.de | www.myspace.com/w1_regensburg

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RAM / RSGI / S|U|B|L|I|M|E / USW

23. September 2010 ffranc Keine Kommentare

Freitag, 24. September 2010, 19.30 Uhr, Spitalgarten, Regensburg
Zünftiger Wochenendauftakt mit einem Bayerisch-Schottischen Tanzabend. Es spielen auf die Halo Ceilidh Band aus Schottland, sowie die Bayern Die Aufdraht’n, Die Blaskapelle Regensburg “Stamm” und der Familiengesang Schmid. Warum? 55 Jahre Partnerschaft Regensburg-Aberdeen.
www.spitalgarten.de

Freitag, 24. September 2010, 19.30 Uhr, Kunstverein GRAZ, Schäffnerstr., Regensburg
RAM: Das Vorspiel Das Spiel lesen. So lautet der Titel der Fussballlesung mit den beiden SZ-Autoren Ludger Schulze und Philipp Selldorf. Morgen findet die RAM am Weinweg statt.
www.kunstvereingraz.de

Freitag, 24. September 2010, 20.00 Uhr, W1, Weingasse, Regensburg
Aus der Asche der münchner Indie-Rocker Cosmic Casino ist etwas Neues entstanden. Es heißt Instrument. Wie es klingt ist heute zu hören im W1 - Zentrum für junge Kultur. Eintritt ist 5,- Euro.
www.theinstrumentvillage.com | www.myspace.com/w1_regensburg

Samstag, 25. September 2010, ab 09.00 Uhr, städt. Sportanlage am Weinweg, Regensburg
RAM (Regensburger Alternative Meisterschaft. Bolzen bis zum Umfallen, egal wie das Wetter wird. Vielleicht auch mit dem Spitzenspiel FKK Piranhas (deutscher Amateurmeister) gegen Taktor Bukowski (Titelverdeitiger und seit diesem Sommer Bolz-Weltmeister!!!). Und die Kosmos-Ost-Damen werden dritte. Um 20.00 Uhr ist After Show Party in der Neuen Filmbühne am Bismarckplatz mit den Gebrüdern May/ir.
www.filmbuehne.com

Samstag, 25. September 2010, 14.30 Uhr, Naturkundemuseum, Prebrunntor, Regensburg
Die RSGI (Regensburger SchriftstellerGruppe International) feiert 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass findet diese Woche täglich eine besondere Veranstaltung. Heute z.B. die Endausscheidungslesung 20. Internationaler Jungautorenwettbewerb mit anschließender Preisverleihung. Das komplette Programm finden Sie auf der RSGI-Homepage.
Wir gartulieren diesem einzigartigen Verein und seinem Vorsitzenden Stefan Rimek.
www.rsgi.de

Samstag, 25. September 2010, ab 18.00 Uhr, Altstadt, Regensburg
Der Regensburger Galerienabend bietet wieder die Möglichkeit, sich entspannt mit Musik, Wein und Small Talk, einen Überblick über die Kunstszene der Stadt zu verschaffen. Mit dabei sind: Kunstkontor Westnerwacht, Kunst- und Gewerbeverein, Galerie Hammer, Kunstkabinett, brigitte berndt SCHMUCK, Kleine Galerie, Ostwestkunst Brigitte Knyrim, Galerie Peter Bäumler, KunstvereinGRAZ, galerie konstantin b., Dr. Erdel Verlag und, auch wenn man sie nie wirklich mitmachen lässt, die Galerie ArtAffair.
www.regensburger-galerienabend.de

Samstag, 25. September 2010, 19.00 Uhr, Galeriekonstantin b., Am Brixener Hof, Regensburg
Ausstellungeröffnung im Rahmen des Regensburger Galerienabends: Unortungen - mit Modellen und Entwürfen von Notburga Karl (Das Wochenblatt berichtete). Prominente Unterstützung gibt’s von Dr. Andrea Madesta (Direktorin KOG) als Laudatorin und musikalisch von Hannes Ringlstetter (Bruder Barnabas).

Samstag, 25. September 2010, 22.00 Uhr, Akademiesalon Kino, Andreasstadel, Regensburg
TSUKAMOTO DOUBLE FEATURE mit den Filmen Tetsuo und Haze des japanischen Cyberpunk-Pabstes. Innerhalb der Film-Reihe von Florian Scheuerer Hard Line - Kino Extrem. Zutritt: ab 18 Jahren.
hardline.blog.de | www.kinos-im-andreasstadel.de

sublime0910Samstag, 25. September 2010, 23.00 Uhr, Club Heimat, Taubengässchen, Regensburg
S|U|B|L|I|M|E Under-Cover. Ein Abend voller oder ausschließlich mit Cover-Versionen. Es legen auf Miss Shapes, Markus Guentner und Ayli. Mein Wunsch: What’s Love Got To Do With It von Tina Turner in der Version von The Chap oder Dans La Rue von Michel Polnareff in der Afro-Burgalat-Version von Nouvelle Génération De La République Démocratique Du Congo.
www.sublime-music.de

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Regensburger Leben im 19. Jahrhundert

22. September 2010 lweser Keine Kommentare

Klemens Unger, Julia Weigl: Regensburg - Leben im 19. Jahrhundert

Der Kulturreferent der Stadt Regensburg Klemens Unger und die Kulturwissenschaftlerin und PR Beraterin Julia Weigl, gaben 2003 ein kleines Buch mit dem Titel Regensburg - Leben im 19. Jahrhundert heraus.

Darin werden knapp Gebäude, Personen, Vereine und Unternehmen vorgestellt, die das 19. Jahrhundert in Regensburg prägten. Das ist zum Teil recht interessant und aufschlussreich. Viele der darin vorgestellten (Vereine und Unternehmen) Institutionen haben Beiträge selbst geschrieben oder Archivmaterial zugänglich gemacht. Es scheint schwer die Vielfalt der Themen und der Artikel in eine eindeutige Gliederung zu bringen. Der Band beginnt mit einem Kapitel, welches die Errungenschaften Carl von Dalbergs zusammenfasst. Darunter fällen das Stadt-Theater, das Palais der französischen Gesandten und das Thon-Dittmer-Palais. Der Beitrag der letzteres behandelt, steht unter der Überschrift “Geld wie Salz” und ist eher ein kurzer Abriss der Familiengeschichte der Kaufmannsfamilie Thon-Dittmer. Das Sternbergsche Gartenpalais, welches man ebenfalls in das Dahlberg-Kapitel unterbringen könnte, findet man in einem anderen Artikel “..ins Grüne”, das auch den Dörnbergpark und das Peterstor behandelt. Einfacher wird es wenn Vereine im Bereich Kultur, Bildung und Bewegung vorgestellt werden. Ihnen gegenüber stehen einige Vereine, die sich “um die soziale Frage” kümmerten. Das Lebens im 19. Jahrhundert in Regensburg war weit und vielfältig. Es sollen hier stellvertretend nur noch einige Kapitel genannt werden: “Verkehr. Das Leben wird schneller”, “Reise”, “Hotels”, “Zwischen Handwerk und Industrie” oder “Industrie des Schönen und Wahren”.

Das Buch gibt es noch immer im Buchhandel, für eine geringe Schutzgebühr. Das liegt daran, dass die darin vorgestellten Vereine und Unternehmen, welche es noch heute gibt, Werbung zwischen die einzelnen Beiträge geschalten haben. Viele dieser Unternehmen und Vereine haben sich bemüht, ihre Werbung entweder dem Thema anzupassen (besonders gelungen ist die der “Fotografische Gesellschaft Regensburg.ev” oder der “Druck und Verlagsanstalt Fr. Ant. Niedermayer“) oder zumindest so einzufügen, dass sie die Beiträge nicht dominieren (gut gelungen z.B. dem Bischofshof oder dem Café Goldenes Kreuz). Einige wenige haben jedoch kläglich versagt und stören mit ihrer uninspiriert gestalteten und/oder offensiven Werbung die Form der Publikation und behindern unangenehm die Lesbarkeit (z.B. Rewag, Kneitinger und Roter Hahn).

Der schmale Band bietet schnell und knapp einen ersten Einblick in das Leben im 19. Jahrhundert in Regensburg und liefert zu vielen Gebäuden, Namen, Vereinen oder Unternehmen, die noch heute zum Bild von Regensburg gehören, eine kurze Geschichte. Wenn auf die Werbung nicht völlig verzichtet werden kann, sollte sie jedoch strengeren Kriterien unterliegen.

lebenim19jahrhundert
Regensburg - Leben im 19. Jahrhundert

von Klemens Unger, Julia Weigl (Hg.)

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Kulturreferat der Stadt Regensburg, 2003
144 Seiten
Schutzgebühr: 5,00 €

www.regensburg.de

Dalai Lama in Ostbayern

21. September 2010 lweser Keine Kommentare

Der Dalai Lama nahm heute am 21. September 2010 in Passau den „Menschen-in-Europa“-Award entgegen

Der vierzehnte Dalai Lama, Tenzin Gyatso, das geistliche Oberhaupt der Tibeter, wurde heute in Passau mit dem „Menschen-in-Europa“-Award geehrt. Der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch hielt die Laudatio und hob dabei besonders die Gewaltlosigkeit hervor, der sich der Dalai Lama und die Tibeter verpflichtet fühlen. Die Verlegerin Angelika Diekmann überreichte den Preis, der von der Verlagsgruppe Passaa gestiftet wird. Er wird seit 2005 an Menschen verliehen, die sich um die Völkerverständigung verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem der frühere Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der israelische Staatspräsident Shimon Peres.

www.menschen-in-europa.de

Armenien und Regensburg

21. September 2010 lweser Keine Kommentare

DVD-Vorstellung: Meine Mutter, mein Bruder und Ich! R: Nuran D. Çalış, D 2008, mit Erhan Emre, Kurt Onur Ipekkaya, Lida Zakaryan, Mira Bartuscheck, Corina Harfouch

Areg (Erhan Emre), dessen kleiner Bruder Garnik (Kurt Onur Ipekkaya) und ihre Mutter (Lida Zakaryan) stammen aus Armenien, leben jedoch seit über zehn Jahren in Deutschland. Areg ist voll integriert, hat eine deutsche Freundin, einen deutschen Mitbewohner, er studiert Jura in München, möchte jedoch viel lieber auf die Filmhochschule. Seine Mutter wünscht sich nur eines: sie will in ihre Heimat zurück und ihre Kinder sollen mit. Deshalb sucht sie eine armenische Braut für Areg. Auch Garnik möchte nichts lieber als nach Armenien, um in dem Dorf seiner Familie einen Goldschatz zu suchen.

Soweit, so vorprogrammiert die Konflikte und so offen die Möglichkeiten des Umgangs mit ihnen und ihrer Darstellung. Doch da sind wir bereits beim ersten Problem: das Drehbuch. Hier wird nicht gespart mit Klischees, die Dialoge strotzen vor Plattitüden und leeren Phrasen. Die Handlung verliert sich ins Tausendstel und bleibt trotzdem oberflächlich und langweilig. Einige der Details sind zudem widersprüchlich oder schlecht recherchiert. Der Regisseur Nuran D. Calis, Sohn türkisch armenischer Juden und arrivierter Spielleiter am Theater, zeichnet auch verantwortlich für das Drehbuch und hätte gut daran getan, sich dabei professionelle Hilfe zu nehmen.
Auch die beiden Hauptdarsteller überzeugen nicht. Einzig authentisch ist vielleicht Lida Zakaryan, was daran liegen mag, dass man sie nicht versteht, da sie im Film nur armenisch spricht. Doch auch die besten Schauspieler hätten sich wohl schwer getan, so flach gezeichnete Charaktere Leben einzuhauchen und Tiefe zu verleihen.
Die gesamte Inszenierung trieft vor schlecht gezeichneter Sentimentalität, die einen so peinlich berührt zurücklässt, dass man nicht einmal mehr darüber lachen kann.

Das “Prädikat besonders wertvoll”, das dem Film von der deutschen Film- und Medienbewertungsstelle verliehen wurde, lässt an der Kompetenz und Sinnhaftigkeit dieser Institution zweifeln. Und warum so namenhafte und normalerweise für Qualität stehende Anstalten wie arte, BR, FFF und FFA diesen Film finanziert haben, bleibt eine Frage, der ich lieber nicht all zu sehr nachgehen möchte.

Ach ja, warum wir diesen Film auf Kultur-Ostbayern besprechen: neben Armenien und München, spielt der Film in Regensburg. Im Spätsommer 2006 wurde hier gedreht.

Eine Szene soll dennoch herausgegriffen werden, die Potential besäße. Aregs und Garniks Vater ist seit über einem Jahr tot. Nun soll er einen Grabstein bekommen, den die beiden Brüder selbst behauen haben. Wer das deutsche Friedhofssystem kennt, weiß um seine institutionalisierten, mafiösen Strukturen und kennt den Ärger, der also aus dieser Situation resultieren muss. Wären Dialoge, Spiel und Regie besser, wäre mit dieser einfachen Szene die Konflikte der beiden Kulturen treffend skizziert.

mmmbuiMeine Mutter, mein Bruder und Ich!

Regie und Drehbuch: Nuran David Çalış.

Darsteller: Erhan Emre, Lida Zakaryan, Kurt Onur Ipekkaya, Mira Bartuscheck, Corinna Harfouch.

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98 min, D 2008.
ahoi Filmverleih
VÖ: 01.04.2010

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weitere Informationen unter:
www.ahoifilmverleih.de | www.amazon.de

Ungarn, Scotland, Winter-Preview, Weinfest und sonst allerhand

16. September 2010 lweser Keine Kommentare

Freitag, 17. September 2010, 14.00 Uhr, Dominikanerkirche, Albertus-Magnus-Platz, Rgbg
Eröffnung der Ausstellung Crossroads. Der Kunstler Erik Mátrai zeigt mit seiner Videoinstallation eine äußert spannende und zeitgenössische Adaption des Kreuzweges. Natürlich im Rahmen der Donumenta 2010 - Ungarn.
www.donumenta.de

Freitag, 17. September 2010, 19.00 Uhr, Kunst- und Gewerbeverein, Ludwigstr., Regensb.
Feierlicher Beginn der 84. Jahresschau 2010. Die oberpfälzer und niederbayerischen Künstler und Kunsthandwerker zeigen was bei uns so angesagt ist, momentan.
www.kunst-und-gewerbeverein.de

Freitag, 17. September 2010, 20.00 Uhr, Kunstverein GRAZ, Schäffnerstr., Regensburg
Vernissage der Ausstellung Strassenkunst Zwanzigzehn, Street Art und Graffiti unter der leitung von Rayk Amelang. Die anwesenden Künstler werden unkenntlich sein. Das Ganze geht noch bis zum 09.10.2010. Und wer ist der Sponsor? Natürlich ein Bekannter, der Maler Rebl!
www.kunstvereingraz.de

Freitag, 17. September 2010, 20.00 Uhr, Jazzclub im Leeren Beutel, Regensburg
Im Rahmen der donumenta 2010 - Ungarn spielt der ausgezeichnete Pianist Gergely Földváry Eigenkompositionen zwischen Jazz und Klassik. Eintritt: 9 - 15 €
www.jazzclub-regensburg.de | www.donumenta.de

Fr. + Sa., 18. - 19. September 2010, ab 13.00 Uhr, Stadtamhof, Regensburg
Das 12. Stadtamhofer Weinfest hat hoffentlich wieder Glück mit dem Wetter. Neben Essen und Trinken gibt’s natürlich auch Darbietungen unterschiedlicher Couleur u.a. mit den regensburger Akustik-Folkies Lawaschkiri (am Sonntag). Das restliche Programm scheint eher top secret zu sein.
www.lawaschkiri.org

Samstag, 18. September 2010, 19.00 Uhr, Galerie Art Affair, Neue-Waag-G., Regensburg
Auch unter dem Titel Liberation Formula zeigen im Rahmen der donumenta 2010 - Ungarn die Künstler Péter Appelshoffer, Mária Chilf, Balázs Kicsiny, Tamás Komlovsky-Szvet & Kamilla Szij zeitgenössische Kunst aus Ungarn.
www.art-affair.net | www.donumenta.de

Sonntag, 19. September 2010, ab 11.00 Uhr, Stadttheater, Bismarckplatz, Regensburg
Theaterfest: Künstlerinnen und Künstler aller Sparten präsentieren Kost­proben aus den ersten Produktionen, um einen Vorgeschmack auf den Spielzeitbeginn zu geben. Rahmenprogramm und ein Blick hinter den Kulissen gibt’s auch noch.
www.theaterregensburg.de

Sonntag, 19. September 2010, 11.00 Uhr, Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg
Weil die donumenta 2010 - Ungarn nicht kleckert sondern klotzt eröffnet die dritte Ausstellung unter dem Titel Liberation Formula - zeitgenössische Kunst aus Ungarn.
www.kunstforum.net | www.donumenta.de

Sonntag, 19. September 2010, 21.00 Uhr, Club Heimat, Taubengässchen, Regensburg
Der Hamburger Geschichtenerzäler und Anti-Christ mit großem Herz Olli Schulz, ohne Hund Marie, dafür mit Walter Schreifels. 12,5/16 €
www.ollischulz.com | www.myspace.com/walterschreifelsmusic | www.heimat-regensburg.de

Mittwoch, 22. September 2010, 21.00 Uhr, Garbo Kino, Weißgerbergraben, Regensburg
Vorpremiere des Films Snowman’s Land von Regisseur Tomasz Thomson. Der Produzent Boris Michalski und die Hauptdarstellerin Eva-Katrin Hermann werden anwesend sein, auch für Gespräche im Anschluß der Vorführung.
www.altstadtkinos.de | www.snowmansland-film.de

Donnerstag, 23. September 2010, 19.30 Uhr, Stadtbücherei, Haidplatz, Regensburg
Vernissage der Fotoausstellung Aberdeen Insight. Anlass ist der 55. Geburtstag der Städtepartnerschaft mit der schottischen Metropole. Eröffnen tun Wolli und Lord Provost Peter Stephen, beide im Kilt. Die Ausstellung geht bis 22. Oktober.
www.regensburg.de | www.aberdeencity.gov.uk

Donnerstag, 23. September 2010, 20.00 Uhr, Kunst- und Gewerbeverein, Regensburg
Jahreslesung des Schriftstellerverbandes Ostbayern, mit dabei sind u.A. Friedrich Brandl, Barbara Krohn, Florian Sendtner, Rolf Stemmle, Eintritt: frei
www.vs-ostbayern.de | www.kunst-und-gewerbeverein.de

Donnerstag, 23. September 2010, 20.30 Uhr, hidden Location, in der Nähe von Nürnberg
Konzert von und mit Manuela Barzewski. again live in your living room.
www.myspace.com/manuelabarczewski

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Donumenta, Denkmaltag und Dirschl & Starzinger

9. September 2010 ffranc Keine Kommentare

Freitag, 10. September 2010, 22.30 Uhr, Suite 15, St. Petersweg, Regensburg
Wer sich heute abend ein paar harte Elektro-Beats geben möchte, feiert mit der Suite elften Geburtstag. Gast Nr. 1 ist der olle Geier Sepp aus’m Chiemgau, besser bekannt als Dj HELL. BTW Alles Gute!
www.myspace.com/djhell | www.suite15.de

Samstag, 11. September 2010, 20.00 Uhr, Kunstverein GRAZ, Schäffnerstr., Regensburg
Finissage der Ausstellung FREUNDSCHAFT 2010 mit einer Lesung (Eva Karl liest aus Alp-Wirtschaft) und einem Konzert (melancholischer Indie-Pop von Sullen…Silence).
www.kunstvereingraz.de | www.myspace.com/sullensilence

Sonntag, 12. September 2010, ab 10.00 Uhr, diverse Orte, Regensburg
Tag des offenen Denkmals heuer unter dem Motto Kultur in Bewegung – Reisen, Handel, Verkehr. Die zentrale Anlaufstelle ist wieder der ehemalige Ratskeller im Alten Rathaus. Das vollständige Programm gibt’ unter:
www.regensburg.de | tag-des-offenen-denkmals.de

Montag, 13. September 2010, 19.00 Uhr, Restaurant Leerer Beutel, Regensburg
Ein Quasi-Warm-Up zur Donumenta ist die Eröffnung der Ausstellung innerhalb - außerhalb der Grenzen mit Fotografien des Ungarn Gábor Tamási. Die Einführung hält passenderweise der regensburger Fotograf Stefan Hanke, dazu spielt Josef Laszlo Klarinette.
www.leerer-beutel.de | www.gabortamasi.hu

Donnerstag, 16. September 2010, 19.00 Uhr, Minoritenkirche, Dachauplatz, Regensburg
Feierliche Eröffnung der Donumenta 2010 - Ungarn mit vielen wichtigen Gästen. Anschließend wird um 21.00 Uhr an gleicher Stelle die Installation Temporary Resurrection von Balázs Kicsiny eingeweiht. Um 21.30 Uhr wird nebenan im der Städtischen Galerie „Leerer Beutel“ die Ausstellung Liberation Formula eröffnet, die einen Querschnitt zeitgenössischer ungarischer Kunst vorstellt. Die Donumenta bietet noch bis zum 31. Oktober allerlei interessantes Programm. Alle Infos hierzu unter:
www.donumenta.de

Freitag, 17. September 2010, 21.00 Uhr, L.E.D.E.R.E.R., Lederergasse, Regensburg
Nach Fritz Langs Metropolis die zweite Sensation des Post-Sommers: Regensburgs weltbeste Musikcombo Dirschl und Starzinger steht wieder live auf der Bühne. Mit dabei im Kellergewölbe des L.E.D.E.R.E.R. sind auch noch Tin Spoken Ear. ACHTUNG: ENTFÄLLT oder war schon immmer eine Ente
www.dirschlundstarzinger.de | www.lederer-ev.de

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Buchtipp: Erzähl mir von der Liebe - von Beate Teresa Hanika

5. September 2010 sgruen Keine Kommentare

Leni sucht die Liebe

(Sigrid Grün)

Die 1976 in Regensburg geborene Autorin und Fotografin Beate Teresa Hanika legt mit “Erzähl mir von der Liebe” nun schon ihr zweites Jugendbuch vor. Ihr Debüt, “Rotkäppchen muss weinen”, erhielt einige der renommiertesten Jugendbuchpreise und steht in diesem Jahr auf der Auswahlliste für den Deutschen Jugendliteraturpreis.

Hanika schreibt in ihrem neuen Buch über ein Thema, das ihr aufgrund persönlicher Erfahrungen sehr vertraut ist: Das Leben als Model. Wie glanzlos, kalt und ernüchternd die Welt der Modemädchen ist, wird schnell klar.

Leni ist Mitte zwanzig und lebt gemeinsam mit Hannah und Kennedy in einer Model-WG in Berlin. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Leni erzählt, die gemeinsam mit ihren Mitbewohnerinnen auf einer dekadenten Party ist, die ein reicher Bulgare veranstaltet. Lenis Booker hat sie hingeschickt, weil Vivienne Westwood auch eingeladen sein soll und der Job als „Staffage“ Geld bringt. Auf der Party fühlt sich Leni aber verloren und sie lässt ihr Leben Revue passieren. Ihre Jugend auf einem Bauernhof. Ihren Werdegang als Model, der anders gelaufen ist, als sie es geplant hatte. Ihre Suche nach dem Glück und nach der Liebe. Hier wird die Mär vom vermeintlich glamourösen Modelleben, das so viele junge Frauen sich wünschen, dekonstruiert. Leni lässt ihre Gedanken schweifen und als Leser begibt man sich mit ihr auf die Suche nach – ja nach was eigentlich? Vielleicht nach der Liebe, der ganz großen. Aber auch nach Emotionen in der eigenen Familie und nach einem Platz im Leben. Als Leni auf der Party den Bulgaren Levi kennenlernt, findet sie so etwas wie Liebe. Levi ist ebenfalls Model und er spricht kaum deutsch, doch trotzdem klappt die Verständigung. Leni malt sich aus, wie Levis’ Leben wohl ausgesehen haben mag. Wie er zu dem wurde, was er ist. Und sie erkennt bald, dass es nicht so einfach ist, aus dem eigenen Leben zu fliehen. Für Levi nicht und für sie selbst auch nicht. Am Schluss bleibt die Hoffnung, dass es vielleicht aber doch geht.

Beate Teresa Hanika erzählt eine ungeheuer dichte Geschichte vom Leben als Suche. Sie webt dabei ein eindrucksvolles Netz, das den Leser gefangen nimmt und ihn in das Leben der jungen Heldin hineinzieht. Ihre Sprache ist poetisch und atmosphärisch verdichtet. Hanika ist eine Autorin, von der man sich noch viele weitere Bücher wünscht, denn sie schafft es, Fassaden niederzureißen und den bröckelnden Putz unter der Oberfläche freizulegen. Unbedingt lesen!

Beate Teresa Hanika (Autorin)
Erzähl mir von der Liebe
www.fischerverlage.de
160 Seiten

Was bisher im Frisiersalon geschah…

2. September 2010 lweser Keine Kommentare

Donnerstag, 02. September 2010, 19.30 Uhr, Akademiesalon, Andreasstadel, Regensburg
Seltsames Zeugs: Unter der Lupe, Vortrag von Dr. med A. Michelson u.a. und Tanz mit Nylea Mata Castilla, Video von Blink and Remove, weitere Vorstellungen: 9., 16. und 23. September, jeweils 19.30 Uhr
www.kinos-im-andreasstadel.de | blinkandremove.net

Freitag, 03. September 2010, 16.00-21.00 Uhr, Galerie konstantin b., Am Brixener Hof, Rgbg
Metamorphosen familiärer Katastrophen - drei großformatige Leinwandarbeiten und ein Siebdruck in Regensburgs kleinster Galerie. Der Künstler ist anwesend. Der Künstler ist übrigens Erich Gohl. Die Ausstellung geht noch bis zum 17. September.

Freitag, 03. September 2010, 22.00 Uhr, Boiler Room, Vilshofener Str. 5, Regensburg
Der Lostclub hat wieder ein Zuhause gefunden, den Boiler Room. Ist zwar noch in Regensburg, aber ganz weit draußen… New Wave, Minimal, Disco- und Postpunk incl. interkultureller Szeneverständigung mit den DJs Marc Zimmermann und Ayli & Bally.
www.lostclub.de | www.myspace.com/boilerroom_regensburg

Samstag, 04. September 2010, 18.30 Uhr, LaufSteg36, Obere Bachgasse 15, Regensburg
Haarige Zeiten. Die Regensburger Autoren Angela Kreuz, Dieter Lohr und Rolf Stemmle haben sich mit dem Liedermacher Fredman Lill verabredet, um gegen alte Zöpfe, lange Bärte und Haarspaltereien anzulesen und anzusingen. Präsentiert werden tierische Gedichte, Short-Shorts, experimentelle Texte sowie Lieder gegen den Jammerwahnsinn auf Designer-Friseursesseln und unter der Trockenhaube (Originaltext). Eintritt 5 €, incl. Getränk & Spaß
www.dieterlohr.de | www.angelakreuzinfo.de | www.rolf-stemmle.de

Dienstag, 07. September 2010, 19.30 Uhr, Sigismundkapelle (Thon-Dittmer-Palais), Rgbg
Ausstellungseröffnung Florian Topernpong: Was bisher geschah - eine Archivöffnung. Spannend, spannend… läuft bis zum 30.09.2010, die Ausstellung. Und die Sigismundkapelle ist noch kleiner als konstantin b.
www.sigismundkapelle.de | www.derhundertsteaffe.de

Mittwoch 08. September 2010, 20.00 Uhr, hidden Location, in der Nähe von Nürnberg
Konzert von und mit Stanley Brinks & Freschard. live in your living room.
www.myspace.com/therealstanleybrinks | www.myspace.com/freschard

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Der Mann mit der Kamera und die Frau mit der Schere

1. September 2010 lweser Keine Kommentare

Freitag, 27. August 2010, 20.30 Uhr, 28. Regensburger Stummfilmwoche: Der Mann mit der Kamera (Tschelowek s kinoapparatom) von Dsiga Wertow (UdSSR 1929), musikalisch begleitet von Rainer J. Hofmann und Christoph Becker, Filmgalerie Leerer Beutel

Bei der Stummfilmwoche ist neben Film und Musik ein Drittes nicht wegzudenken: das Geräusch des Projektors. “DssssssDssssss…” raunt es durch die Nacht. Nach jenem Geräusch soll sich der bedeutende Dokumentarfilmregisseur und Filmtheoretiker benannt haben: Dsiga Wertow (Dziga Vertov). Sein bekanntester Film Der Mann mit der Kamera ist am Freitag vermutlich erstmals bei der Regensburger Stummfilmwoche zu sehen gewesen.

Tsiga Wertow - Der Mann mit der Kamera ist sein Bruder Michail Kaufmann

Tsiga Wertow - Der Mann mit der Kamera ist sein Bruder Michail Kaufman

Nach einem verregneten Vormittag riss am Spätnachmittag der Himmel auf und so wurde der Museumshof für die abendliche Veranstaltung vorbereitet. Dass jedoch eine halbe Stunde vor dem geplantem Vorstellungsbeginn der Himmel erneut seine Pforten öffnen würde, war nicht vorhersehbar. Unvorbereitet traf das Gewitter, gepaart mit einem ordentlichen Sturm, Veranstalter und Musiker. Gemeinsam mit den ersten Zuschauern wurde mit vereinten Kräften das Equipment gerettet und zur Filmgalerie geschleppt. Barfuss und mit durchnässten Kleidern spielten Rainer Hofmann und Christoph Becker, sein Kompagnon aus Heidelberg.

Dsiga Wertow geboren als Denis Arkadjewitsch Kaufman 1896 in Białystok, sah sich ganz im Geiste der Oktoberrevolution dazu verpflichtet, sein filmisches Schaffen in den Dienst des Aufbaus eines sowjetisch-sozialistischen Staates zu stellen. In diesem Sinne lehnte es jegliche Inszenierung und somit den Spielfilm an sich ab. Er sah im Dokumentarfilm ein “revolutionäres Potential”. Einzig Schnitt und Montage sah er als legitimes filmisches Mittel an. Selbst auf den Einsatz von Zwischentiteln verzichtete er ganz.

Der Film ist seiner Zeit alleine deswegen weit voraus, weil Wertow darin die Entstehung des Filmes offen legt und somit dem Filmhandwerk an sich huldigt. Der Mann mit der Kamera ist Wertows Bruder, der Kameramann Michail Kaufman, die Frau mit der Schere ist seine Frau, die Cutterin Jelisaweta Swilowa. (Ein dritter Bruder, Boris Kaufman war Kameramann und Oscar-Preisträger in Hollywood.) So kann der Zuschauer die Entstehung des Filmes miterleben vom Dreh, über den Scheideraum bis hin zum fertigen Film.

Der Film besitzt auch eine gewisse Ähnlichkeiten mit Berlin - Symphonie einer Großstadt (D 1927). Die Stadt steht im Mittelpunkt, sowie ihre Bewegung, ihre Schnelligkeit durch Motorisierung und Mechanisierung. Gedreht wurde in Odessa, Kiew und Moskau. Auch der Mensch in dieser Stadt kommt vor. Dabei wird der Unterschied zwischen den Klassen deutlich sichtbar: Zum einem ist da der Arbeiter, der in der Fabrik oder im Bergbau sein Leben und seine Gesundheit riskiert. Auf der anderen Seite die feinen Damen, die mit schönen Hüten und Juwelen in Kutschen spazieren fahren. Das wirkt nun ganz und gar nicht, als sei es mit der sozialistischen Führung abgesprochen. Gut, die meisten Menschen lachen, so als seinen sie voller Hoffnung, aber jene Wahrheit dahinter können sie nicht verbergen. Weiterhin sind Freizeitbeschäftigungen, wie Rummel, Bierhallen und sportliche Betätigung zu sehen. Da wundert man sich schon über so einiges. Zum Beispiel, dass in der Sowjetunion der 20er Jahre Basketball gespielt wurde, oder man auf dem Jahrmarkt auf Schießscheiben in Form alter Frauen mit einem Hakenkreuz auf dem Kopftuch schießen konnte. Auch gab es schon Bauch-Weg-Geräte und freizügige Bademode. Ja, sogar Bikinis waren am Strand weit verbreitet! Manchmal sieht man auch, dass Wertow heimlich gefilmt hat, und dass ihm ziemlich egal war, ob er damit die Intimsphäre der abgebildeten Menschen verletzte. Zwar war das Medium Film zu diesem Zeitpunkt schon dreißig Jahre alt, aber ein Recht auf Persönlichkeitsschutz lag noch in weiter Ferne.

Der Film ist beeindruckend, ohne Frage, doch manchmal gehen mit Wertow ein bisschen die Pferde durch. Dann wirkt Der Mann mit der Kamera zerfahren und hektisch. Eine gute Musik könnte dem entgegenwirken. Viele namhafte Komponisten und Musiker haben sich schon an der Vertonung dieses Werkes versucht, darunter so illustre Namen wie Pierre Henry, Michael Nyman und The Cinematic Orchestra. Der Multiinstrumentalist Rainer J. Hofmann ist in Sachen Film-Scores schon lange bei der Stummfilmwoche dabei, und damit ein alter Hase in dem Metier. Für den heutigen Abend hatte er sich eine Filmmusik aus Samples und E-Piano ausgedacht - einfach und stringent. Soweit, so gut. Die meist aus Maschinengeräuschen erzeugten Loops passten wirklich ganz gut zum Film, ebenso wie die schlichten Klavierakkorde. Die eingestreuten “Störgeräusche” in Freejazz-Manier seines Kollegen Christoph Becker (an diversen Saxofonen und Cajón) waren dagegen ebenso uninspiriert wie störend, leider. Manchmal ist halt weniger doch tatsächlich mehr.

Schön, dass uns das Stummfilmwochen-Team um Nicole Litzel wieder solche Perlen der Filmgeschichte aus den Archiven geholt hat. Man merkt wie wichtig es ist, den Stummfilm als eigenständige Kunstform zu präsentieren. Mit Live-Musikbegleitung, ist das sogar ein doppeltes Vergnügen und ein wahres Kunsterlebnis der besonderen Art. Wir freuen uns auf die 29. Ausgabe.

www.filmgalerie.de | www.musiker-hofmann.de