Archiv

Archiv für November, 2011

30 Jahre AKF

24. November 2011 lweser Keine Kommentare

Freitag, 25. November 2011, 19.30 Uhr, Theater am Bismarckplatz, Regensburg
Theater-Premiere: Ladies Night, Komödie von Stephen Sinclair und Antony McCarten in Bearbeitung von Gunnar Dressler, Inszenierung: Michael Lerchenberg
weitere Termine 2011: 01./03./11./20./21./29. Dezember, jeweils 19.30 Uhr
www.theaterregensburg.de

Freitag, 25. November 2011, 19.00 Uhr, Galerie Lesmeister, Obermünsterstr., Regensburg
Ausstellungseröffnung: GRAFIK&DESIGN mit Anne Lück, Daniel Becker, Madeleine Schollerer, Marta Fermín & Oliver Montesinos, Nicole Müller, Silja Götz und Stephan Gervers
www.galerie-lesmeister.de

Samstag, 26. November 2011, 19.00 Uhr, Filmgalerie, Leerer Beutel, Regensburg
weiter mit den Feierlichkeiten zum 30. Geburtstag des AKF,
19.00 Uhr Kurzfilme aus Regensburg: Play Harlekin von Wendl Sorgend von 1966, Es war spät abends als K. ankam (2010) von Weser & Kasbauer, Das Wunder von Regensburg (2007) von Peter Kollross und Geschichten aus Kanada (2002) von Erik Grun
20.00 Uhr Filmquiz
21.00 Uhr Regensburg denkt über Arbeit nach (Doku 2007, AKF)
22.30 Uhr Tatis Schützenfest (F 1949, Jacques Tati)
Der Eintritt ist frei
www.filmgalerie.de

Samstag, 26. November 2011, 22.00 Uhr, Akademiesalon Kino, Andreasstadel, Regensburg
Trash: Hard Line Suprise, zum 2. Geburtstag Zutritt nur mit Einladung. Siehe:
hardline.blog.de | www.kinos-im-andreasstadel.de

Dienstag, 29. November 2011, 19.30 Uhr, Brandl-Bräu, Ostengasse, Regensburg
Buchpräsentation: Regensburg Sammelsurium von Philipp Starzinger mit Sepp Frank und Andrea Haydn, die lesen, Sepp Frank und Uli Dirschl, die musizieren und Philip Starzinger, der sein (druck-)frisches und optisch ansprechendes Buch über kleine und große Regensburger Kuiositäten signiert. Übrigens an diesem Tag gibt es das Buch zum Vorzugspreis von 12,95 statt 14,95 €
www.phista.de | www.brandl-braeu.de

1.-8. Dezember 2011, Filmgalerie, Regensburg
Erste Israelische Film- und Kulturwoche. Noch eine Filmwoche! Mit Vorträgen am Donnerstag, Freitag und Sonntag (mit freiem Eintritt) und drei Dokumentar- und drei Spielfilmen ab 2004 aus oder über Israel, bzw. den jüdischen Glauben. Darunter sind zwei rein israelische Produktionen, eine deutsche und drei israelisch-deutsch-französische Koproduktionen. Am interessantesten klingt der Dokumentarfilm „The Cemetery Club“, der einen Seniorenclub in Jerusalem begleitet, die sich jeden Samstag am Rande des Friedhofs treffen und über Gott und die Welt diskutieren. 3. und 7. Dezember, je 18.45 Uhr
www.filmgalerie.de

Categories: Filippo Franco, Lysann Weser Tags:

Sehnsuchtskalender Bayern 2012

23. November 2011 sgruen Keine Kommentare

Sehnsucht nach Bayern

(Sigrid Grün)

Warum in die Ferne schweifen? Der Harenberg Kalender Verlag weckt mit diesem Postkartenkalender die Sehnsucht nach Bayern. 53 abwechslungsreiche Motive zeigen, wie vielfältig Bayern ist. Atemberaubende Naturaufnahmen und eindrucksvolle Zeugnisse der Kultur unseres Bundeslandes zeigen die vielen Facetten, die Bayern zu bieten hat: Mal idyllisch, mal wild, mal verträumt, mal glänzend oder prächtig und mal zurückhaltend.
Neben wunderschönen Alpenansichten, den oberbayerischen Seen, München, Schwaben und Franken sind auch einige ostbayerische Motive vertreten. Der bayerische Wald natürlich und das berühmte Regensburger Dom-Steinerne-Brücke-Ensemble. Auch das Wasserschloss Schönau in Niederbayern findet man auf einer hochwertigen Postkarte.
Jede Woche kann man hier ein Stück Bayern kennen lernen. Vielleicht eine bekannte - möglicherweise aber auch eine (noch) unbekannte Ecke des Freistaates. Und sicherlich wecken die Bilder tatsächlich in vielen Betrachtern die Sehnsucht, einfach mal hinzufahren - mitten ins schöne Bayern!
Und dann kann man ja den Zuhausegebliebenen die Karte schicken ;) - um ihnen auch Lust auf Bayern zu machen.
Die Harenberg Sehnsuchtskalender sind alle sehr gut verarbeitet, die Postkarten sind stabil, die Motive wunderschön. Den Kalender kann man sowohl aufstellen als auch an die Wand hängen. Mehr kann man von einem Kalender wirklich nicht erwarten!

newimagephp

Harenberg Kalender Verlag (Herausgeber)
Sehnsuchtskalender Bayern 2012
www.harenberg-kalender.de
53 Postkarten

Categories: Sigrid Grün Tags: , ,

Buchtipp: Kein schönes Land in dieser Zeit von Mehmet Gürcan Daimagüler

21. November 2011 sgruen Keine Kommentare

Ein sehr persönliches Buch - gut so!

(Sigrid Grün)

Was bedeutet es für einen “nicht-deutschstämmigen” Menschen, in Deutschland aufzuwachsen und zu leben? Wie fühlt es sich an, wenn der Ort, den man selbst als seine Heimat wahrnimmt keinerlei Heimatgefühle aufkommen lässt, weil man ganz offensichtlich nicht erwünscht ist? Warum wird so vielen Menschen mit Migrationshintergrund eine erfolgreiche Integration verwehrt? Integration bedeutet nämlich nicht einfach, dass man alles gut findet, was “im eigenen Viertel” oder eben im Land, in dem man lebt, passiert. Zur Integration gehören immer zwei Seiten. Man kann nicht sagen: “So! Jetzt integriert euch doch bitte mal! Aber flott!” Man muss bereit sein, Menschen auch willkommen zu heißen und nicht nur das Schlechteste von ihnen zu erwarten.

Mehmet Gürcan Daimagüler, promovierter Jurist, “World Fellow” der Yale University und “Littauer Fellow” der Harvard University erzählt in diesem Buch von seinem Leben als türkischstämmiger Mann in Deutschland. Er berichtet offen von Problemen und nimmt sich selbst aus seiner Kritik nicht heraus. Eindrucksvoll schlägt er einen Bogen von seiner ganz persönlichen Geschichte zur gesellschaftspolitischen Debatte, die in Deutschland immer aktuell ist und von einem deutschen Volkswirt und Bestsellerautor besonders angeheizt wurde.
In einem streckenweise recht polemischen Vorwort geht der Autor auf die üblichen Vorwürfe ein und zeigt auf, wie inkonsequent hier vorgegangen wird. Verlangt man von Migranten möglicherweise automatisch sehr viel mehr, als man von einem deutschstämmigen Menschen erwarten würde? Die Polemik geht mir hier stellenweise allerdings ein bisschen zu weit - sicher ist sie ein Stilmittel, das immer zieht - aber ob es sinnvoll ist, auf Rassismus mit Rassismus zu antworten, bezweifele ich sehr. Beispielsweise: “Ihr beschwert euch doch gerne über manche unserer Jungs, die manche eurer Mädchen für Schlampen halten. Aber wisst ihr was? Manche eurer Mädchen benehmen sich wie Schlampen. In manchen Ländern der Welt wartet man bis zur Ehe, bevor man zum ersten Mal Sex hat.” (S. 13) Ok, die konservative Keule mag in Deutschland oft gut ankommen, besser wird sie dadurch aber auch nicht. Und Rassismus ist es eben auch zu sagen “deutsche Mädchen benehmen sich wie Schlampen” - auch wenn es durch ein “manche” etwas entkräftet wird. Und die deutschen Jungs, die mit dem Prädikat “Schlappschwanz” versehen werden, kommen auch nicht gut davon. Hier werden kulturelle Unterschiede einfach bewertet - und die deutsche Seite abgewertet. Klar ist es oft schwer - eigentlich nahezu unmöglich - hier objektiv zu bleiben. Trotzdem hätte man es versuchen können. Vor dem Hintergrund seiner persönlichen Geschichte erschließt sich einem die Einleitung eher. Verletzen können nur Verletzte…

Welche Verletzungen hat Daimagüler erfahren? Viele! Von Kindesbeinen an (und das ist die größte Grausamkeit, die mich am meisten erschüttert!) erlebt er die Ausgrenzung. In der Schule wird er aufgrund seiner Schüchternheit fast in die Sonderschule gesteckt. Eine nette alte Dame, die zum Glück im gleichen Haus wie die Daimagülers wohnt, greift jedoch ein und verhindert dies. Sie wird der Familie noch öfter helfen - und diese Botschaft ist einfach schön: Es gibt auch Menschen, die den Glauben an das Gute im Menschen nicht verloren haben. In jeder Altersgruppe. Und man merkt, wie wichtig das für die Entwicklung des Autors als Kind war. Von Anfang an erlebt Daimagüler also die Schikanen, die Hürden im Alltag, die kleineren und größeren Gemeinheiten - bis zum heutigen Tag. Er schreibt offen über eigene Fehler, Probleme, Zeiten der Depression - kein Wunder: keiner kann glücklich sein, wenn er sich nicht willkommen fühlt. Und er berichtet von seinen beruflichen Erfolgen, die er trotz - oder gerade aufgrund - der erschwerten Bedingungen, erzielen konnte.

Mich persönlich hat das Buch sehr beeindruckt, wird hier doch eine Geschichte erzählt, die auf den ersten Blick vielleicht als große Ausnahme erscheint, aber eben nur auf den ersten Blick! Die meisten anderen Menschen mit Migrationshintergrund haben wahrscheinlich nicht das Glück eine so nette Nachbarin zu haben, die sich für sie einsetzt oder es fehlen andere Faktoren. Aber im Grunde genommen wünschen sich alle Menschen das Gleiche: Liebe, Anerkennung, Respekt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

023_06694_111109_xl

Mehmet Gürcan Daimagüler (Autor)
Kein schönes Land in dieser Zeit. Das Märchen von der gescheiterten Integration
www.guetersloherverlagshaus.de
239 Seiten

Veranstaltungen

17. November 2011 lweser Keine Kommentare

Freitag, 18. November 2011, 19.00 Uhr, Kunst- und Gewerbeverein, Regensburg
Ausstellungseröffnung: drifting edges. Zeitgenössische Formen, Skulpturen und Bildhauerei, Einführung: Rainer R. Schmidt, bis 08.01. 2012

Freitag, 18. November 2011, 20.00 Uhr, Stadtbücherei, Haidplatz, Regensburg
Hörbuchvorstellung: Die neue Produktion aus dem Hause Lohrbär: Eine Zierde für den Verein von Marie Luise Fleißer mit Eva Sixt und Norbert Vollath

Sonntag, 20. November 2011, 11.00 Uhr, Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg
Ausstellungseröffnung: Schattenseiten von und mit August und Kathrin Brömse, bis 5. Februar 2012

20. November 2011 - bis 19. Februar 2012, Leerer Beutel, Regensburg
Ausstellungseröffnung: „Lebensthemen“, Lithographien und Radierungen von Pablo Picasso;

Donnerstag, 24. November 2011, 20.00 Uhr, Wintergarten Kino, Andreasstadel, Regensburg
Pecha Kucha Vol.6, Eintritt: 2 €

Categories: Filippo Franco, Lysann Weser Tags:

Dem Rolf Shimon Eden ein Denkmal

17. November 2011 lweser Keine Kommentare

Heimspiel: einziger Dokumentarfilm The big Eden Regie Peter Dörfler

Insgeheim und mit einem Schmunzeln wurde die Berlinale 2011 das Festival der über-80-Jährigen genannt. Zwei vielbeachtete Dokumentarfilme widmeten sich jeweils einem älteren Herren, welche jedoch unterschiedlicher nicht sein könnten. Susanne Rostocks Film Sing your Songs porträtiert den Sänger, Schauspieler und Unicef-Botschaftler Harry Belafonte. Peter Dörfler setzte mit The big Eden dem Playboy, Geschäfts- und Lebemann Rolf Shimon Eden ein Denkmal.

the-big-eden

Aber wir sind hier nicht auf der Berlinale, sondern beim Heimspiel. Zum Heimspiel werden kaum Filme eingereicht, sondern das kleine Team, allesamt Studenten um den Medienwissenschaftler Sascha Keilholz, fordern gezielt Filme an. Wie bei der Einleitung zur Projektion von The Big Eden verraten wurde, sind 75% aller angeforderten Filme Dokumentarfilme. Vermutlich ist der Publikumszuspruch bei Dokumentarfilmen nicht sehr hoch. Jedenfalls fand sich im Programm diesmal nur eine Doku, eben jener The Big Eden. Leider war das Kino diesmal recht schwach besucht, was aber vielleicht in der undankbaren Uhrzeit begründet liegt.
Peter Dörfler nähert sich Rolf Eden auf fast zurückhaltende Weise. Ein solch extrovertierter Mensch muss nicht gebeten werden etwas von sich preiszugeben. Dörfler lässt also erzählen. Unterstützung erhält er von Edens derzeitiger Freundin Brigitte und Uschi, einer Ex. Interviewt werden neben einigen seine Exfrauen, Kinder, Enkel, auch sein Bruder oder ehemalige Kameraden aus Jerusalem. Denn eins wird schnell klar, trotz aller Zentrierung auf Party, Geld und Frauen, gab es auch einen anderen Eden: Shimon. Den will er aber lieber beiseite wischen. 1933 wanderte die jüdische Familie Eden aus Deutschland nach Palästina aus. So fällt ganz beiläufig in einer Runde mit alten Kameraden (darunter der Publizist Avi Primor und der Filmproduzent Menachem Golan), dass Herr Shimon, seiner Rolle im Unabhängigkeitskriegs wegen, als Held galt. „Ich war 18 und habe nicht nachgedacht, als ich als erster nach vorn stürmte. Heute würde ich als erster nach hinten stürmen.“ kommentiert das Eden es nur. Sein Freund der Schriftsteller Yoram Kaniuk verrät, Eden habe ihm das Leben gerettet. Er wollte zwar nichts von seiner Krebserkrankung wissen, aber zwei Tage später schickte er ihm jede Menge Geld. Nach dem Krieg reiste er nach Paris und verdiente als Musiker sein Geld. 1957 kehrte er, einer Rückkehrpämie von 6000 Mark wegen, nach Berlin zurück, was keiner seiner Freunde und Bekannten in Israel verstand. Mit dem Geld kaufte er sich seinen ersten Nachtclub den „Old Eden“. Es folgten „The new Eden“ und „The big Eden“. Auf den alten Fotos erkennt man David Niven oder Roman Polanski unter den Gästen. Auch die Rolling Stones waren da, oder Liza Minelli, Ella Fitzgerald oder Louis Armstrong. Und wärenddessen Frauen, Frauen, und nochmals Frauen. Seine jetzige Freundin ist jünger als der eine oder andere Enkel. Ein Enkel sagt, es war normal, dass Opa am Abend eine andere Frau hatte als am Morgen und am Morgen darauf wieder eine andere. Immerhin hat er es so auf sieben Kinder von sieben Frauen gebraucht. Nur wenige dieser Frauen sprechen in Bitterkeit von ihm, obwohl sie jeweils mit der Schwangerschaft abgeschrieben waren. Seine Parties, Reisen und Frauen hat er selbst mit Super8-Ton-Film dokumentiert. Auf 200 Stunden Material konnte Peter Dörfler zurückgreifen. Die alten Fotos werden durch 3-D-Technik lebendig. Hier flackert der Schatten eins Baumes im Wind, dort fällt Konfetti. So werden die alten Fotos fast zu bewegten Bildern.
Am Ende ist man doch ein bisschen ermüdet und glaubt, dass es Rolf Eden ebenso geht. Er spricht sogar vom Tod, obwohl er Tod und Krankheit immer verdängt hat. Aber sein letzter Satz ist wieder so provokativ und beweist, dass man sich getäuscht hat. Eden ist noch nicht müde.

The big Eden ist es auf jeden Fall wert im Kino gesehen zu werden. Wer es beim Heimspiel verpasst hat, hat vielleicht noch die Möglichkeit dazu. Der offizielle Kinostart ist erst im Dezember 2011.

The big Eden D 2011, 90 min
Regie, Buch und Kamera: Peter Dörfler
Mit Rolf Eden, Brigitte, Ursula Buchfellner, Joram Kaniuk

ab 08. Dezember 2011 im Kino.
www.thebigeden-film.com | heimspiel-filmfest.de

Mehlreisende Frieda Geier - ein Hörbuch über Dominanz, Abhängigkeit, Diskriminierung und Bevormundung

15. November 2011 lweser Keine Kommentare

Hörbuch-Tipp: Eine Zierde für den Verein. Roman von Rauchen, Sporteln, Lieben und Verkaufen von Marieluise Fleißer, gelesen von Eva Sixt, Musik von Norbert Vollath, Lohrbärverlag

Marieluise Fleißer wurde am 23. November 1901 in Ingolstadt als Tochter eines Eisenwarenhändlers geboren. Sie wurde im Klosterinternat in Gnadenthal, später bei den „Englischen Fräulein“ in Regenburg erzogen. In München studierte sie Germanistik. Zeitlebens verband sie ein sehr zwiespältiges Verhältnis zu ihrer Heimatstadt. Doch mehr als unter Ort ihrer Herkunft müsste sie unter den sie umgebenden und sie vereinnahmenden Männern gelitten haben. Ihr erster Mentor, Lion Feuchtwanger (der sie sogar dazu brachte, alles bis dahin Geschriebene zu vernichten) bevormundete sie während ihrer Zeit München ebenso, wie später Brecht oder ihr Lebensgefährte in Berlin und ihr Ehemann in Ingolstadt. Sie wurde von Brecht, mit dem sie auch eine Liebesbeziehung verband, protegiert und gleichzeitig ausgenutzt. Ihr Theaterstück Fegefeuer in Ingolstadt wurde 1926 unter Brechts Vermittlung an der Jungen Bühne uraufgeführt. Das Nachfolgestück Pioniere in Ingolstadt, führte Brecht selbst 1929 (nachdem es 1928 in Dresden durchfiel) am Theater am Schiffbauerdamm auf. Es kam zum Skandal und brachte die Ingolstädter aufgrund seiner drastischen Schilderung des Provinzalltags, gegen Fleißer auf. Brecht hatte das Stück eigenmächtig radikalisiert. Es kam zum Bruch mit Brecht. Sie lebte, reiste, schrieb und stritt drei Jahre mit dem äußerst schwierigen Egozentriker Hellmut Draws-Tychsen. 1932 kehrt sie nach Ingolstadt zurück. Ihr Jugendfreund und Ex-Verlobter Bepp Haindl wurde ihr Ankerpunkt im kleinbürgerlichen Milieus Ingolstadts. Als seine Tabak- und Spirituosenhändlersgattin wurde sie aufs Heimchen reduziert. Literarisch war sie nicht mehr aktiv. Die Nazi-Zeit überstand sie weitgehend unbehelligt.
Erst spät wurde sie wieder entdeckt. Brecht brachte ihr Nachkriegsstück Der starke Stamm auf die Bühne. Rainer Werner Fassbinder verfilmte 1971 Pioniere in Ingolstadt und sorgte damit für eine Wiederentdeckung. Anfangs verweigerte Marieluise Fleißer ihr Einverständnis zur Verfilmung, an die schlechten Erfahrungen mit Brecht denkend, wurde aber von den jungen Filmemachern überzeugt und daraufhin sogar zur großen Fürsprecherin und Mentorin einer neuen Generation und des neuen deutschen Films. Marieluise Fleißer starb 1974 in Ingolstadt.

Ihr einziger Roman Mehlreisende Frieda Geier (1931 erschienen) verdankt seine Wiederauflage 1972 – von Fleißer leicht überarbeitet und unter dem Titel Eine Zierde für den Verein – unter anderem auch Rainer Werner Fassbinder. Er bewirkte gemeinsam mit Franz Xaver Kroetz und Martin Sperr eine Gesamtausgabe beim Suhrkamp-Verlag.
Dieter Lohr wiederum sorgte 2011 für eine Hörbuchausgabe des Romans um jene Frieda Geier, die als selbstständige Vertreterin für ihren eigenen Lebensunterhalt und den ihrer Schwester Linchen sorgt, welche in einem höheren, katholischen Mädcheninternat (unter Zuständen wie Jane Eyre in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts) aufwächst. Gustl Gillich, ein Zigarrenladenbesitzersohn (!) ist Friedas Verlobter. Frieda, die für die damalige Zeit eine eigenständige und selbstbewusste Frau ist, lässt sich jedoch nicht von ihm vereinnahmen und löst die Verbindung, womit sie ihn in seinem selbstverständlichen, männlichen Überlegenheitsgefühl zutiefst kränkt. Leider nutzt Friedas Aufopferung, um ihrer Schwester ein besseres Leben zu ermöglichen, nicht. Sie wollte diese vor der Welt schützen, hat ihr damit aber auch alle Möglichkeiten sich gegen diese zu wehren entzogen. Weltfremd erzogen, mit aufoktroyiertem Schuldgefühl und übertriebener Demut, ohne das Selbstbewusstsein Friedas, muss sie bei ihrem ersten Kontakt mit dieser Welt zu Grunde gehen. Die Beziehung von Frieda und Gustl, sowie die Figur des Gustl beruht teilweise auf Bepp Haindl und Fleißers Beziehung zu ihm.

Titel (der sich auf Gustl bezieht) und Untertitel finden keinem Halt im stark gekürzten Text und suggerieren eine glücklicherweise nicht vorhandene Belanglosigkeit oder auch Leichtigkeit. Vielleicht wäre der ursprüngliche Titel (allerdings ohne den Titelzusatz) treffender und origineller gewesen. Frieda ist unzweifelhaft die Hauptfigur des Hörbuchs. Ihr Streben nach Unabhängigkeit, für Frauen heute eine Selbstverständlichkeit, war ein harter, ständiger Kampf. Das Hörbuch vermittelt uns eine Zeit, in der Frauen (trotz Wahlrecht und Zugang zu Universitäten) kaum Rechte und Chancen hatten. Das zentrale Thema ist das alltägliche Netz von Abhängigkeiten, in dem sich sowohl die unverheiratete, wie die verheiratete Frau befand. Ergreifend und erschütternd wirken diese fast beiläufigen Alltagsschilderungen. Den ZuhörerInnen wird bewusst, dass das alles gar nicht so entfernt ist, bedenkt man, dass z.B. im Kanton Appenzell-Innerrhoden erst 1990 das Komunalwahlrecht für Frauen eingeführt wurde oder Vergewaltigung in der Ehe in Deutschland erst seit 1997 strafbar ist. Neben der emanzipatorischen, bietet der Text auch einer biographische Interpretation viel Nahrung.

Gelesen wird der Roman mit dezentem bairischen Einschlag von Eva Sixt, die auch die Textauswahl vornahm. Musikalisch begleitet sie Norbert Vollath. Das Hörbuch befindet sich auf Platz 3 der HR2-Besten-Liste.
Die Vorstellung des Hörbuchs mit Eva Sixt und Norbert Vollath findet am Freitag, den 18. November 2011 um 20.00 Uhr in der Stadtbücherei Regensburg statt.

eine-zierde-fuer-den-verein-cd
Eine Zierde für den Verein.
Roman von Rauchen, Sporteln, Lieben und Verkaufen

von Marie Luise Fleißer.

…………………………………………………………………….

Gekürzte Lesung von Eva Sixt
mit Musik von Norbert Vollath
2 CDs, 120 min, 17,90 €
LohrBär-Verlag

…………………………………………………………………….

www.lohrbaerverlag.de

Roland Klick - Filmgeschichte beim Heimspiel-Filmfest

13. November 2011 ffranc Keine Kommentare

Nach den zwei Regie-Großkalibern Christian Petzold und Dominik Graf steht heuer die Werkschau Simone Bärs im Mittelpunkt des Heimspiel-Filmfestes. Simone wer? Simone Bär, eine der renommiertesten Casterinen Deutschlands. Caster oder Casting-Directors sind im Film diejenigen, die dem Regisseur Vorschläge für die Besetzung der Rollen unterbreiten und ihn mit den entsprechenden Akteuren versorgt. Und eine schwerlich missachtete und schlecht bezahlte Branche innerhalb des Filmgeschäftes, wie Frau Bär meint. Andererseits sind in der allgemeinen medialen Rezeption sogenannte Casting-Shows der große Renner, und wer noch kein Casting (wofür auch immer) absolviert und erfolgreich bestanden hat eine Null. Doch das war hier nicht das Thema.
Gab es jemals ein Filmfestival, bei dem diesem Berufsstand eine eigene Werkschau zugedacht wurde? Dieses Wagnis ging das Heimspiel-Team um Sascha Keilholz ein. Birgt es doch einerseits die Möglichkeit ein breitgefächertes Programm anzubieten und das Geschehen im Filmbiz aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Auf der anderen Seite ist eine prominente Casterin sicher kein so großes Zugpferd wie ein bekannter Regisseur. Dennoch war die Gesprächsrunde mit Simone Bär unter der Leitung des souveränen Festivalleiters wie üblich gut besucht, auch wenn die Diskussion eher nüchtern ablief und Frau Bär hauptsächlich darauf bedacht war, die Wichtigkeit ihrer Tätigkeit hervorzuheben. Wer will es ihr verübeln?

Weitere begrüßenswerte Neuerungen beim Heimspiel-Filmfest sind neben der Konzentration der Spielstätten im Andreasstadel, die Einführung von Filmhistorischen Aspekten. Mit dem Klassiker Es geschah am hellichten Tag mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe und der Roland-Klick-Retrospektive werden jetzt auch ältere Filme gezeigt. Zwar bilden aktuelle Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum nach wie vor das Kernstück des Festivals, und so sollte es auch bleiben, doch bereichert die Ergänzung des Programmes mit Klassikern ungemein. So kriegen die vornehmlich jungen Besucher überhaupt mit, dass es ein Kino auch schon vor 1990 gegeben hat, und zum Anderen bietet es doch die Möglichkeit aktuelle Filmproduktionen auch unter einem filmhistorischen Aspekt zu betrachten und natürlich auch umgekehrt, “alte Schinken“ mit heutigen Augen zu bewerten.

deadlock

Diese Möglichkeit bot sich heute an mit Roland Klicks Deadlock aus dem Jahre 1970 an. Und gleich mal vorneweg: es ist schon ein tolles Ding einen solchen Streifen als echte Leinwandprojektion von Film zu erleben, selbst wenn die Kopie weiß Gott nicht die beste war.
1970 setzte der “Neue Deusche Film” um Rainer Werner Fassbinder gerade zu seinem Höhenflug an. Dieses Autoren-Kino sollte maßgeblich die deutsche Filmszene der siebziger Jahre beeinflussen, mit starkem Fokus auf politische und gesellschaftskritische Themen. Dass einer wie Roland Klick, der sich eher an amerikanische Vorbilder orientierte einen schweren Stand hatte, man ihm gar Publikumsanbiederung vorwarf, ist schlüssig. Doch auch in seinen Filmen lebt der Geist jener Zeit, der Flair eines jungen Kinos mit neuen Themen und experimentellen Sichtweisen. Nicht nur die Kölner Kraut-Rocker von Can, die sich noch The Can nannten und den Soundtrack lieferten, sind psychedelisch, auch Deadlock beginnt und endet verstörend und verfremdet. Das Dazwischen ist Italo-Western im besten Leone/Corbucci-Stil und -Look: Nahaufnahmen von fiesen Visagen und Totale auf weite Wüstenlandschaften. Der allgegenwärtige Müll, Dreck und Staub und die sengende Sonne sind die Eigentlichen Hauptdarsteller dieses Filmes. Nicht nur die Ortschaft samt ihrer Infrastruktur, die Behausungen und die Fahrzeuge sind kaputt, die Charaktere sind es natürlich auch. Eine abgetakelte Hure, ihre taubstumme, leicht debile und nymphomanische Tochter, Mario Adorf als fiese und feige “Ratte”, Marquard Bohm als jungen, guten Killer und der schotte Anthony Dawson (nicht zu verwechseln mit dem italienischen Sandalenfilm-Helden Anthony M. Dawson) als alten, chicen, aber schwer sadistischen Killer, sind neben einer weiteren Nebenfigur, die einzigen Protagonisten in Deadlock. Insgesamt ist Klicks erster Kinofilm durchschnittlich. Die Story ist ziemlich banal, ein Bißchen Katz-und-Maus-Spiel hier, etwas Psycho-Geplänkel da. Der Film lebt von der gelungenen Atmosphäre und der prägenden Photographie (Kamera: Robert van Ackeren). Für den Regisseur mag vielleicht die Option, neben dem Spaghetti-Western, den Keim für einen noch schmutzigeren und psychologischen Kraut-Western zu setzen, verführerisch geklungen haben.

Leider können wir dies nicht in Erfahrung bringen, da Roland Klick nicht persönlich anwesend sein konnte. Sehr schade, denn ich hätte zu gerne gewußt, ob, und wenn ja, welche Bedeutung der rosafarbene Schnurfetzen hat, der aus Mario Adorfs Loch im Pullunder hervorlugt, genau an der Stelle wo das Herz sitzt. Und für die Idee, dem Koffer mit einer Million Dollar noch eine Schallplatte beizulegen, hätte ich ihn beglückwünscht.

Deadlock, D 1970, 88 min
Regie & Buch: Roland Klick, Kamera: Robert van Ackeren, Musik: Can
Darsteller: Anthony Dawson, Marquard Bohm, Mario Adorf, u.a.

läuft noch am Mi. den 16.11. im Akademiesalon-Kino !
www.rolandklick.de | heimspiel-filmfest.de | www.kinos-im-andreasstadel.de

Nach „Unter dir die Stadt“ „Über uns das All“

12. November 2011 lweser Keine Kommentare

Heimspiel-Filmfest: Eröffnungsfilm Über uns das All, in Anwesenheit des Regisseurs Jan Schomburg

Wahnsinn! Lange habe ich keinen so guten aktuellen Film gesehen, habe nicht mit einem solchen Glücksgefühl, einer solchen Gewissheit etwas wirklich Großes gesehen zu haben, das Kino verlassen. Dass dieser Film ein Langfilm-Regiedebut ist, sei nur am Rande erwähnt. Über uns das All von Jan Schomburg erinnert ein bisschen am Maren Ades Alle Anderen – ist nur noch besser! Besser aus zwei Gründen: der Story und der Ästhetik wegen. Zu ersteren später. Letzteres begründet sich darauf, dass Schomburg auf Handkamera verzichtet und mit digitaler Spiegelreflexkamera und Stativ arbeitet. Alles andere schreibt er seinem Kameramann Marc Comes zu. Über uns das All ist sehr formal und „gradlinig“ in der Bildkomposition. Viele Diagonalen, Senkrechen und Wagerechten strukturieren das Bild.

ueber-uns-das-all

Zur Geschichte: Martha (Sandra Hüller) und Paul (Felix Knopp) führen eine glückliche Beziehung. Nach Pauls Promotion und einem Jobangebot, planen sie ihr Leben in Marseille. Paul fährt voraus um vorzubereiten, Martha soll in einer Woche nach kommen und derweil die Wohnung in Köln auflösen. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes. Die Polizei steht vor Marthas Tür und bringt ihr die Botschaft von Pauls Selbstmord in Marseille. So weit so viel Stoff für einen jener Betroffenheits- oder Deprofilm, die es zu Hauf im deutschen Film gibt. Doch bei Schomburg ist alles anders. Trotz dieser tragischen Ausgangssituation, gelingt es ihm Spannung und Achtung: Leichtigkeit, ja sogar Humor in seinem Film zu transportieren. Das sind übrigens zwei Ansätze die auch Alle Anderen in Teilen auszeichnen. Die zentrale Frage ‚was war mit Paul`, die Martha und den Zuschauer in weite Strecken des Filmes beschäftigt, wird irgendwann fallen gelassen. Viel wichtiger wird die Frage wie Martha mit dem Verlust, auch den eines grundsätzlichen Vertrauens, umgeht. Alex (Georg Friedrich) übernimmt fast lückenlos die Rolle Pauls, allerdings ohne es zu wissen.

Ebenso wie Handlung und Kamera, überzeugend Dialoge und Schauspieler - allen voran eine großartige Sandra Hüller. Martha wirkt in ihrer frischen, witzigen Art so natürlich, als wäre jeder Satz und jeder Blick spontan. Schomburg verrät, dass nur ein einziger Satz (einer Nebenfigur) nicht im Drehbuch stand. Er habe die Dialoge Sandra Hüller noch nicht mal auf den Leib geschrieben, denn die Besetzung der Martha stand erst relativ spät fest. An ihrer Seite überzeugen aber auch Felix Knopp und Georg Friedrich auf ganzer Linie. Silberne Bären wie für Birgit Minichmayr und Alle Anderen 2010, hätten Sandra Hütter und Über uns das All 2011 mindestens ebenso verdient. Leider lief der Film jedoch nicht im regulären Wettbewerb, sondern nur im Nebenprogramm „Panorama“.

Jan Schomburg - Regisseur von Über uns das All, neben ihm der Mond

Jan Schomburg - Regisseur von Über uns das All, neben ihm der Mond

Auch wenn der Eröffnungsfilm, im Gegensatz zu den letzten zwei Jahren, nicht aus Österreich stammte, gab Darsteller Georg Friedrich mit seinem starken Wiener Dialekt dem Abend einen österreichischen Akzent. Und auch Regisseur Jan Schonburg sorgte mit seiner unprätenziösen und äußerst sympathischen Art für den bisher stärksten Heimspiel-Auftakt.

Über uns das All, D 2011, 88 min
Regie & Buch: Jan Schomburg, Kamera: Marc Comes
Darsteller: Sandra Hüller, Felix Knopp, Georg Friedrich

läuft leider nicht mehr bei uns!
ueber-uns-das-all.realfictionfilme.de | heimspiel-filmfest.de

Die Farbe des Vergessens

11. November 2011 lweser Keine Kommentare

Ballett-Premiere: Der Nussknacker - Erinnerungen an das Vergessen, Velodrom, Regensburg

E.T.A. Hoffmann, der Meister des Phantastischen in der Romantik, inspirierte mit seinem Kunstmärchen Nussknacker und Mausekönig Tschaikowskis zu dem Ballett Der Nussknacker. Nach Dornröschen und Schwanensee beendet Olaf Schmidt mit dieser Ballett-Inszenierung seine Tschaikowski-Triologie am Theater Regensburg.

nussknacker-regensburg-olaf-schmidt

Schmidt versucht das Märchenhafte des Stoffes zu verdeutlichen und gleichzeitig aktuelle Bezüge herzustellen. Er öffnete mit seiner Interpretation des Stücks eine neue Ebene: Altern, Demenz und Tod. Ihm gelingt es das schwere Thema mit einem solchen Feingefühl, mit Anmut und Schönheit zu integrieren, dass man zwar gerührt aber nicht niedergeschlagen in die Nacht entlassen wird. Neben dem Ballettensemble hat Schmidt für seinen Nussknacker 17 ältere Laien verpflichtet. Diese sind nicht Staffage, sondern gleichrangig neben den Tänzern, die ihrerseits die Erinnerungen der Alten verkörpern. Die Choreographie wechselt zwischen den Motiven und Zeitebenen, eben so wie zwischen klassischen und modernen Tanzelementen. Tänzer und Alte tragen Weiß, die Farbe des Vergessens, wie Schmidt betont. Anfangs kämpfen sich die Tänzer noch ungelenk in Filzpantoffeln über die Bühne, doch bald werden sie abgestreift. Die Erinnerung ist zwar ebenso gebrechlich, wie der Körper, doch in der Erinnerung ist der Körper ungebrochen.
Das ausdrucksstarke Schlussbild entlehnte Schmidt einer Verfilmung von Shichiro Fukazawas Buch Narayama bushiko. Ein junger Mann trägt eine alte Frau im Schneefall zum Sterben auf einen Berg.

Neben den weihnachtlichen Motiven, auch den musikalischen, passt Olaf Schmidts stimmungsvoll intelligente Inszenierung wunderbar in die Adventszeit und ist eine echte Alternative zum Christlkindlmarkt, nicht nur weil es im Velodrom mollig warm ist, sondern weil dort die Weihnacht garantiert weiß ist.

Der Nussknacker, Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Velodrom, Regensburg
Choreographie und Inszenierung: Olaf Schmidt, Bühne: Manuela Müller, Kostüme: Heide Schiffer-El Fouly;
mit: Mana Miyagawa, Rutsuki Kanazawa, Tu Ngoc Hoang, Fabian Moreira Costa, Brendon Feeney, Jonatan Salgado, Silke Woschnjak, Giselle Poncet, Natalia Palshina, Audrey van Herck, Andrea Bibolotti, Mattia Cambiaghi, Rosalinde Koch, u.a.
Weitere Aufführungen: 12./13./14./22./23./24. Nov., 10./11./12. (11 Uhr)/23./25./26.(15 Uhr)/28./29. Dez. 2011, 27./31. Jan. 2012, jeweils 19.30 Uhr
www.theater-regensburg.de

Veranstaltungen vom 11. - 17. November 2011

10. November 2011 lweser Keine Kommentare

heimspiel-filmfest-2011-logo
10. - 16. November 2011, Kinos im Andreasstadel, Regensburg
Heimspiel-Filmfestival;
diesmal widmet sich die Werkschau der deutschen Casting-Direktorin Simone Bär, die so bekannte Filme wie Das weiße Band, Das Leben der Anderen, sämtliche Christian-Petzold- oder Hans-Christian Schmid-Filme, Wer ist Hanna oder Unkown Identity gecastet hat. Es gibt eine Hommage an Roland Klick und wie gewohnt den Film-Highlights 2011, sowie zwei Filme für Kinder und ein Kurzfilmprogramm. Außerdem läuft der deutsch-schweizerische Film-Klassiker Es geschah am helllichten Tag von Ladislao Vajda aus dem Jahr 1958, zu dem Friedrich Dürenmatt das Drehbuch schrieb.
Natürlich kommen wieder zahlreiche Gäste. Neben Simone Bär, z.B. die Schauspielerin Ursina Lardi, die gleich in drei Filme mitspielte (Der Brand, Das weiße Band, Der Kammeramörder), die Regisseure Tim Fehlbaum (Hell), Jan Schonburg (Über uns das All) und Rudolf Thome (Das rote Zimmer), der Drehbuchautor Michael Gulmann (Lichter) und Andere. Roland Klicks Kommen ist wegen gesundheitlicher Probleme noch unsicher, ebenso wie das Kommen von Regisseur Sven Tadiken (Emmas Glück) und Christian Petzold (Yella).
Donnerstag: 20.00 Uhr Eröffnung mit dem Regisseur Jan Schomburg und seinem Film Über uns das All. Anschließend um 22.00 Uhr Eröffnungsparty im Akademiesalon.
heimspiel-filmfest.de | www.rolandklick.de | www.castingstudio.de

noch bis 27. November 2011
REGENSBURGER TANZTAGE
www.regensburger-tanztage.de

Donnerstag, 10. November 2011, 20.30 Uhr, Bücher Pustet, Regensburg
Lesung: Andreas Altmann liest aus seinem Roman Das Scheißleben meiner Mutter, das Scheißleben meines Vaters und meine eigenen Scheißjugend, Eintritt: 8/6 € leider ausverkauft!
www.andreas-altmann.com | www.pustet.de

11.11.2011 - 29.01.2012, Städtische Galerie Leerer Beutel, Regensburg
Ausstellung: Benno Hurt - der Fotograf, ab Januar 2012 dann weiter im Donaueinkaufszentrum
www.regensburg.de

Freitag, 11. November 2011, 23.00 Uhr, Leerer Beutel, Regensburg
Party: Sublime im November, besser geht’s nicht! Mit den DJs Marc Zimmermann und Pacult, Eintritt: 5 €
www.sublime-music.de

Freitag, 11. November 2011, 20.00 Uhr, Kunstverein Graz, Schäffnerstr., Regensburg
Ausstellung: 2x jung, 2x Kunst, 2x Nürnberg, Skulptur und Malerei aus unserer Lieblings-westlich-gelegenen-Großstadt von Anna Handing und Roman Mayer, bis 3. Dezember
www.kunstvereingraz.de

Sonntag, 13. November 2011, 11.00 Uhr, Runtingersaal, Keplerstr., Regensburg
Herzenslandschaften - Krajiny našich srdcí, Lesung in deutscher und tschechischer Sprache mit musikalischer Umrahmung zum 20-Jährigen der Kooperation des ostbayerischen und des westböhmischen Schriftstellerverbandes.
www.vs-ostbayern.de

Mittwoch, 16. November 2011, 20.30 Uhr, Bücher Pustet, Regensburg
Lesung: Maja Haderlap, die diesjährige Ingeborg Bachmannpreisträgerin liest aus ihren Roman Engel des Vergessens, Eintritt: 8/6 €
www.haderlap.at | www.pustet.de

Categories: Filippo Franco, Lysann Weser Tags: