Archiv

Archiv für Januar, 2012

Buchtipp: Tatar mit Veilchen von Jaromir Konecny

29. Januar 2012 sgruen Keine Kommentare

Schwejk reloaded

(Sigrid Grün)

In manche Männer muss man sich unweigerlich verlieben. Jozef – mit Kosenamen Pepa genannt - ist so ein Mann. Er ist der lächelnde Held von Jaromir Konecnys jüngstem Roman, der den schönen Titel „Tatar mit Veilchen“ trägt.
Pepa ist dreißig, passionierter Alltagsphilosoph und lebt seit seiner Kindheit mit seiner Oma im schönen Hultschiner Ländchen. Eigentlich ist er Tscheche, aber weil er einen Großvater hat, der nicht nur Deutscher war, sondern auch noch Angehöriger der SS, halten ihn seine tschechischen Kneipenkumpels eher für einen Deutschen. Sein Leibgericht ist Tatar mit Topinky und dazu trinkt er natürlich am liebsten Bier. Seine Freundin Hanka träumt davon in dem verschlafenen nordmährischen Städtchen eine Boutique zu eröffnen und drägt Pepa deshalb dazu, nach Deutschland zu fahren und sich eine satte Entschädigung zu holen, die sie sich von dem toten SS-Opa verspricht. Auch Pepas Großmutter sähe es gerne, wenn ihr Enkel sich in das Heimatland ihres verstorbenen Mannes begeben würde. Zunächst zögert er, doch schließlich lässt er sich doch auf die Deutschlandreise ein. Er bekommt von der stolzen Großmutter 300 Euro und den SS-Ausweis des Großvaters in die Hand gedrückt und fährt mit dem Bus nach München. Dort erlebt er natürlich einen Kulturschock und lernt eine Menge dazu. In Deutschland befinden sich Klo und Bad in einem Raum, Kartoffelpuffer werden mit Apfelmus gegessen und nicht mit Knoblauch oder “Wurscht”, es gibt bettelnde Taoisten und Pimmelkatholiken, ausbeuterische Wirtinnen und Paula, eine Malerin, deren Haar nach Veilchen duftet und bei der Pepa schließlich als Au-pair-Mädchen unterkommt. Natürlich sorgt der ewig lächelnde Tscheche, dem der Schelm im Nacken sitzt, für eine Menge Veränderungen.

Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem ich so oft laut lachen musste, wie hier. Jaromir Konecny, der bekannte und mehrfach preisgekrönte Autor aus der Bühnenliteraturszene, hat mit „Tatar mit Veilchen“ nicht nur eine äußerst komische Culture Clash Comedy geschrieben, sondern auch eine poetische und „schöntraurige“ Geschichte, die einen zum Nachdenken über das Leben in Deutschland und in unserem Nachbarland anregt. Den Schelm Pepa und seine Bier trinkenden Kumpels, die sich so ihre Gedanken zu allen möglichen Dingen machen, muss man einfach lieben. Der Humor ist derb, befreiend und nicht selten zutiefst weise – eine wunderbare Alternative zum platten Comedian-Gedussel, das man in Deutschland als „Humor“ vorgesetzt bekommt.
Zusätzlich zum Buch erhält man hier eine Cd, auf der Jaromir Konecny mit seinem zauberhaften tschechischen Akzent einige Kapitel aus dem Buch in gekürzter Fassung vorliest.
Unbedingt lesen und anhören!

038457879

Jaromir Konecny (Autor)
Tatar mit Veilchen
www.voland-quist.de
192 Seiten und 42 Minuten auf Cd

Sag ja zum Anachronismus

28. Januar 2012 lweser Keine Kommentare

Kino: Michel Hazanavicius: The Artist, F/B 2011, Garbo Kino, Regensburg

Der 1967 in Paris geborene Regisseur Michel Hazanavicius war bisher hauptsächlich durch seine James Bond Persiflagen OSS 017 bekannt. Die Gemeinsamkeiten zu seinem neusten, jüngst mit zehn Oscars nominierten und mit drei Golden Globes ausgezeichneten Werkes The Artist, sind sowohl der Hauptdarsteller Jean Dujardin und die Nebendarstellerin Bérénice Bejo (die Ehefrau des Regisseurs), als auch der Retro-Charakter. Während OSS 017 noch in den 50er Jahren angesiedelt ist, spielt The Artist zwischen 1927 und 1932, dem Übergang von der Stummfilm- zur Tonfilmära. Das Besondere daran ist, dass Hazanavicius die Geschichte mit den Mitteln des Stummfilms erzählt. Angefangen vom Format 1,37:1 bis zu den Zwischentafeln und der symphonischen Filmmusik, die freilich nicht vom Orchester vor der Leinwand, sondern vom Film kommt, erinnert alles an einen Stummfilm. Nur die all zu theatralischen Gesten und das starke Make-Up des Stummfilms nahm Hazanavicius etwas zurück. Allzu befremdlich würde das wohl heute wirken. Vom Spiel erinnert The Artist deshalb eher an Hollywood-Filme der 30er/40er Jahre wie z.B. den Dünnen Mann denn an archetypische Stummfilme des Expressionismus à la Murnau oder Slapstick-Streifen im Stile der “Klamottenkiste”-Reihe.

Der erfolgreiche Stummfilmstar George Valentin (Jean Dujardin) wird von der neuen Technik des Tonfilms überrollt. Er verschuldet sich und es kommt zum rasanten Abstieg. Das Starlet Peppy Miller, das anfangs von Valentin protegiert wurde, ist im Gegenzug die Gewinnerin der neuen Technik. Sie wird zum gefeierten Star. Aber Valentin und seine Hilfe hat sie nie vergessen. Nach einem tragischen und dramatischen Mittelstück kommt es schließlich zum Happy End, bei dem Hazanavicius eine schöne Möglichkeit eingefallen ist, wie Stumm- und Tonfilm doch gemeinsam bestehen können. Die ansonsten recht einfache Story entschuldigt der Zuschauer gern, wird er doch mit Jean Dujardins umwerfendem Charme und seinem einnehmenden Grinsen entschädigt. Ganz so wie einst beim großen Errol Flynn, der jedoch auch sprechen konnte.

The Artist F/B 2011, 100 min
Regie & Buch: Michel Hazanavicius,
Musik: Ludovic Bource, Kamera: Guillaume Schiffman
Darsteller: Jean Dujardin, Bérénice Bejo, John Goodman, James Cromwell, Penelope Ann Miller, Malcolm McDowell, u.v.m.

ab Donnerstag, den 26. januar 2012 im Garbo-Kino, Weißgerbergraben
theartist-derfilm.de | www.altstadtkinos.de

Sublime-Konzerte und Oberhausen-Besuch

26. Januar 2012 lweser Keine Kommentare

Samstag, 28. Januar 2012, 18.00 Uhr, Kanzlei, Maximillianstr., Regensburg
Kunst in der Kanzlei Vol. 3 mit hyperreallistischen Industriegemälden von Stefan Bircheneder, anschließend Party im 6 Delight mit Herr Bogner (DJ) + Blink And Remove (VJs).
www.bircheneder.de

Samstag, 28. Januar 2012, 20.00 Uhr, W1, Weingasse, Regensburg
SUBLIME präsentiert zwei Bands, die sich voll und ganz dem Schwimmen im Sound verschrieben haben! Velochrome aus Köln und Mortimer aus Regensburg.
www.sublime-music.de | jungekultur-regensburg.de
www.velochrome.net | www.mortimertunes.de

Samstag, 28. Januar 2012, 22.00 Uhr, Akademiesalon Kino, Andreasstadel, Regensburg
Meat Grinder (Tiwa Moeithaisong, Thailand 2006) innerhalb der Film-Reihe von Florian Scheuerer Hard:Line - Kino Extrem. Zutritt: ab 18 Jahren. Weitere Infos zur Reihe:
hardline.blog.de

Dienstag, 31. Januar 2012, 20.45 Uhr, Filmgalerie, Leerer Beutel, Regensburg
Kurzfilmprogramm Surreal/Political vom Festival in Oberhausen u.A. mit Jan Švankmajers The Death of Stalinism in Bohemia und Walerian Borowczyks Les Jeux des anges.
www.filmgalerie.de | www.kurzfilmwoche.de

Buchtipp: Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten von Neil MacGregor

23. Januar 2012 sgruen Keine Kommentare

Zwei Millionen Jahre Menschheitsgeschichte

(Sigrid Grün)

Dieses Buch ist ein großer Glücksfall. Es erzählt die Geschichte der Menschen so, dass jeder, aber auch wirklich jeder, der sich auch nur einen Deut für gut erzählte Geschichten interessiert, gepackt wird. Man kann wirklich kaum aufhören zu lesen und ist plötzlich schon halb durch mit dem Werk im Ziegelsteinformat (und in der Ziegelsteingewichtsklasse).
In einer Einleitung erklärt der Autor zunächst, worum es geht und welche Besonderheiten diese Art Geschichte zu erzählen mit sich bringt.
Und schon geht es los…
100 Gegenstände erzählen von 2.000.000 Jahren. Den Auftakt macht ein Mumiensarkophag, der noch gar nicht so alt ist (naja, im Verhältnis gesehen) - aber anhand dessen der Autor sehr schön illustriert, was uns Objekte heutzutage alles erzählen können. Was vor einigen Jahrzehnten noch keine so ergiebige Quelle war, ist nun ein Objekt geworden, das uns sehr viel erzählt - etwa wenn man die Mumie (die man ja auf keinen Fall auswickeln sollte) in einem Londoner Krankenhaus in die Röhre schiebt und ein CT macht… Plötzlich erfährt man, wie alt der Verstorbene zum Zeitpunkt seines Todes war, wie gut seine Zähne erhalten sind, dass er sehr starke Rückenschmerzen gehabt haben muss u.v.m.
Und dann taucht Neil MacGregor beim zweiten Objekt ein in die Frühzeit des Menschen. Ein steinernes Schneidewerkzeug, das in der Olduvai-Schlucht in Tansania gefunden wurde erzählt uns von unseren frühesten Vorfahren. Die Menschheitsentwicklung setzt sich fort - vom Faustkeil, über erste Kunstgegenstände und die ersten Zeugnisse von Landwirtschaft, einen Streitwagen, den Hedwigsbecher (in dem die heilige Hedwig regelmäßig Wasser in Wein verwandelt haben soll) und ein frühviktorianisches Teeservice bis hin zur Solarlampe wird die Geschichte unserer Spezies auf sämtlichen Kontinenten erzählt.
Spannend, unterhaltsam und voller interessanter Querverweise. Als Leser erfährt man auch einiges über Museologie und über die Besonderheiten, anhand von Objekten Geschichte zu erzählen. Gegenstände wurden über verschiedenen Zeiten hinweg ja oft umgewandelt, “modernisiert” und angepasst, sie haben nicht selten lange Reisen über ganze Kontinente gemacht, bis sie schließlich im Britischen Museum in London gelandet sind. Auch diese Problematik wird diskutiert: Ist es in Ordnung, wenn etwa zahlreiche ägyptische Kunstgegenstände in London ausgestellt sind - und nicht am Ort ihres Ursprungs?
Neil MacGregor schreibt ungeheuer lebendig - hier ist Geschichte kein bisschen trocken! Er ermöglicht es dem Leser tief in die verschiedenen Epochen einzutauchen, indem er die Zeit ganz lebendig vor unseren Augen heraufbeschwört.
Er lässt auch viele Fachleute zu Wort kommen, die sich zu den verschiedenen Gegenständen äußern. Auch die Zitate greifen stets interessante Facetten auf. Es wird einfach niemals langweilig. Jedes Objekt ist natürlich auch jeweils mindestens auf einem ganzseitigen Bild zu sehen.
Das Buch eignet sich für alle, die sich für Geschichte interessieren (oder auch solche, die Geschichte eigentlich langweilig finden und hier eines Besseren belehrt werden wollen :). Es ist eine andere Herangehensweise, die sich z.B. auch schon für Jugendliche oder für Menschen, die bisher (noch) nicht über ein breites historisches Vorwissen verfügen, eignet. Aber auch historisch Vorgebildete können hier noch viel lernen!

Fazit: Genau so sollte ein Geschichtsbuch aussehen. Spannend und unterhaltsam von der ersten bis zur letzten Seite - man kann überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen. Ich bin sehr begeistert von dieser Art, Geschichte zu erzählen. Unbedingt lesen und staunen!


9783406621475

Neil MacGregor (Autor)
Eine Geschichte der Welt in 100 Objekten
www.chbeck.de
816 Seiten

Die Buddenbrooks aus Eisenstein

22. Januar 2012 lweser Keine Kommentare

Premiere/Schauspiel: Christoph Nußbaumeder: Eisenstein, Inszenierung: Jochen Schölch, Velodrom, Regensburg

Der 1978 im niederbayrischen Eggenfelden geborene, im Weiler Schornberg aufgewachsene Christoph Nußbaumeder gehört zu den angesagtesten jungen Dramatikern Deutschlands. Sein gleichnamiges in Bayerisch Eisenstein spielendes Familiendrama wurde 2010 in Bochum uraufgeführt. Am Samstag feierte das Stück sowohl in Ingolstadt, als auch Regensburg Premiere.

Der Münchner Regisseur und Intendant Jochen Schölchs inszenierte als Gastregisseur Eisenstein für das Theater Regensburg. Die fünfzehn Charaktere, die bis auf eine Ausnahme alle im weiteren oder engeren Sinne zur Familie Hufnagel angehören, werden von neun Schauspielern gespielt. Auch in Bochum und Ingolstadt gab bzw. gibt es Doppelbesetzungen. Neun Hocker stehen im Hindergrund der dezenten, nur mit zwei breiten, leicht nach vorn geneigten Holzstegen ausgestatteten Bühne. Auf den Hockern sitzen wie auf der Auswechselbank, die gerade nicht in Aktion befindlichen Schauspieler und sorgen für akustische Untermalung. Meist im Stile einer Human Beatbox, aber auch mit kleinen Hilfsmitteln wie die Geräuschemacher im Film. Es gibt ein paar wenige Requisiten wie Sense, Heugabel oder Geschirr, aber keine Möbel. Diese Reduktion ermöglicht die völlige Konzentration auf Charaktere und Spiel.

eisenstein

Die Handlung beginnt mit einer doppelten Lüge, die sich über drei Generationen hin auswirkt. Die aus Böhmen geflohene Erna (Anna Dörnte) bekommt ein Kind, dass sie Sägewerkbesitzer Josef Hufnagel (Michael Heuberger) unterschiebt, der öffentlich nicht zu seiner Vaterschaft steht, aber für seinen „Sohn“ sorgt, indem er Erna mit seinem Bruder Vinzenz, dem einstigen Nazi, verheirate und seinen vermeintlichen „Sohn“ Georg (Hubert Schedlbauer) protegiert. Als dieser sich jedoch in Josefs eheliche Tochter Gerlinde (Nikola Norgauer) verliebt, die von Georg schwanger ist, sieht er sich verpflichtet ihr alles zu erzählen.
Ab der Pause kommt ein zweiter, etwas konstruiert wirkender Strang hinzu. Hier fällt der Fluss des Stücks etwas ab. Nach dem letzten der vielen Toten kommen einige Rückblicke, die es eigentlich nicht bedurft hätte.

Sieben Menschen sterben in den 2 ¾ Stunden Spielzeit. Einige Tote im Vorfeld der Handlung werden angedeutet. Jedes Mal stellt der Jenige seine Schuhe an den vorderen Bühnenrand. In der Bochumer Inszenierung, waren es Kleidungsstücke, die dort abgelegt wurden. So wie die Anfangslüge die Handlung beeinflusst, sind auch die Verstorbenen Teil des Familienschicksals. Inszenatorisch arbeitet Schölch weiterhin mit dem Einfrieren von Bewegungen, wenn andere Personen die Handlung an anderem Ort fortführen. Die Zeiten und Orte werden im Hintergrund projiziert, ebenfalls wie einige alte Fotos. Letzere hätte es wohl ebenfalls nicht bedurft. Und am Ende flimmert ein Abspann wie im Film über den Bühnenhindergrund.

Nußbaumeder hat eine komplexe deutsche Familientragödie von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart geschrieben, die man einem 1978 Geborenen nicht zugetraut hätte. Kein Postdrama oder Selbstreflexion, sondern eine eher klassische Tragödie. Ein neues Stück, klassisch erzählt und modern inszeniert, ohne jemals das Wichtigste: die Personen und ihre Geschichte aus den Augen zu verlieren. Das Regensburger Publikum war jedenfalls so begeistert, dass es sogar in der Pause minutenlangen Applaus gab.

Eisenstein, Drama von Christoph Nußbaumeder
Inszenierung: Jochen Schölch,
mit: Hubert Schedlbauer, Edith Konrath, Anna Dörnte, Michael Heuberger, Miko Greza, Nikola Norgauer, Ina Meling, Oliver Severin und Thomas Birnstiel
Velodrom, Regensburg
weitere Termine: 23. Januar, 01./02./03./04./05.(15 Uhr) Februar, 07./08./09./11./13./14./15./28./29. März, 21./22./23. April 2012, jeweils 19.30 Uhr.
www.theaterregensburg.de

Buch-Tipp: “Und bitte für uns Sünder” von Susanne Hanika

21. Januar 2012 sgruen Keine Kommentare

Wehe, wenn sie losgelassen

(Sigrid Grün)

Mittlerweile werden schon alle möglichen Bücher als “Krimi” bezeichnet, die eigentlich Thriller sind - grausame Geschichten voller Gewaltexzesse, die ich abends eigentlich nicht lesen möchte, vielleicht auch generell nicht lesen möchte…
Wie schön war es da, mal einen “klassischen” Krimi zu lesen, einen, bei dem man auch lachen kann, weil ein guter Krimi immer auch ein bisschen Gesellschaftskritik, ein bisschen Satire sein sollte und vor allem gute Unterhaltung. Bei diesem neuen Niederbayernkrimi von der in Regensburg lebenden Autorin Susanne Hanika kann man genau dies finden!
“Und bitte für uns Sünder” ist der zweite Lisa-Wild-Krimi. Aber auch ohne den ersten Band zu kennen, versteht man schnell, worum es geht. Bald sind einem alle Figuren bekannt - Lisa und ihre Großmutter, Lisas Freund, der Kriminalkommissar Max Sander, ein “Zuagroaster”, der des Bayerischen noch nicht mächtig ist, sich mittlerweile aber gern darin versucht - sehr zum Missfallen von Lisa, die sich stark fremdschämt, und natürlich die ganze Dorfmenagerie, bestehend aus mehr oder weniger knorzeligen Originalen und Rosenkranzweiberln.
Gleich zu Beginn der Geschichte findet Lisa - wieder einmal - eine Leiche. Zumindest menschliche Knochen in einem Knochenkistl. Wilde Spekulationen geistern bald durchs Dorf. Sollte es sich bei den Knochen etwa um die Überreste des heiligen Ignaz handeln? Als dann auch noch ein Dorfbewohner verschwindet und Lisa einen Drohbrief in der Post findet, fängt die Sache langsam an, aus dem Ruder zu laufen…

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Lisa Wild erzählt. Die junge Volontärin, die sich zusätzlich zu ihrem mageren Gehalt noch ein Zeilengeld von 10 Cent/Zeile dazuverdienen kann, arbeitet bei der Lokalpostille und muss sich um ihre zwar noch recht robuste, aber zusehends vergessliche Großmutter kümmern, die sich alle Naslang ein neues Anti-Strahlungs-Tool ins Haus holt. In ihrer Freizeit findet Lisa Leichen und kümmert sich gleich auch um die Ermittlungen. Dass dabei einiges anders läuft als gedacht, versteht sich von selbst. Als Leser lernt man ein Dorforiginal nach dem anderen kennen, ihre Nöte, wie zum Beispiel den neuen Kreisel, der so schief ist, dass es den Dorfsäufer regelmäßig aus der Kurve haut und man erfährt auch einiges über die Vergangenheit.
Ganz unbefangen erzählt Lisa ganz normale “Dorfgschichterln”, wie z.B. die Sache mit dem Pfarrer mit dem “Börnout”, dessen Ursache jeder woanders vermutet und man lernt den neuen Pastoralrefereten kennen, der seine Unterwäsche tatsächlich im Internet bestellt! Das Übliche eben - und gerade weil diese Geschichten in ihrer Abgefahrenheit so authentisch sind, ist dieses Buch so eine herrliche Lektüre.

Fazit: Ein klassischer Krimi mit viel Lokalkolorit. So stelle ich mir eine unterhaltsame Lektüre vor! Man kann sich auf alle Fälle schon auf die nächsten Leichen freuen, die Lisa Wild finden wird.

035460285

Susanne Hanika (Autorin)
Und bitte für uns Sünder
www.piper-verlag.de
304 Seiten, gebunden

Ein russischer Faust

20. Januar 2012 lweser Keine Kommentare

Vorpremiere/Kino: Alexander Sukorow: Faust, RUS 2011, Wintergarten. Kino im Andeasstadel, Regensburg

Der russische Regisseur Alexander Sukorow, den die europäische Filmakademie zu einen der besten 100 Regisseure der Welt gewählt hat, widmete sich mit seinem neusten Film einem urdeutschen Stoff: Faust von Johann Wolfgang Goethe, diente ihm als frei interpretierbare Vorlage. Der Film ist nach Sonne (Hiroito), Stier (Lenin) und Moloch (Hitler) der letzte Teil seiner Tetralogie über Mythen und Mechanismen der Macht. Das Besondere: Sukorow, der selbst kein Deutsch spricht, drehte den Film auf Deutsch, zumeist mit deutschen und österreichischen Schauspielern. Dennoch wurde der Film (vom Berliner Synchron-Regisseur Stephan Hoffmann) nachsynchronisiert, wenngleich in der Regel von den Schauspielern selbst. Nur der russischstämmige, seit Mitte der 90er Jahre in Deutschland lebende Schauspieler, Tänzer und Theaterbetreiber Anton Adassinsky, der den Mephisto spielt und der isländischer Schauspieler Sigurdur Skulasson, der Fausts Vater mimte, wurden von Fremdschauspielern nachsynchronisiert. 2011 gewann Faust in Venedig den Goldenen Löwen.

faust

Am Mittwoch feierte der Film im restlos ausverkauften Regensburger Wintergarten seine Vorpremiere. Grund dafür dürfte sein, dass der deutsche Verleih des Films seinen Sitz in Regensburger hat. Doch nicht Christian Meinke vom MFA+-Verleih, sondern Kinobetreiber Medard Kammermeier, fasste den Film am treffensten mit zwei Sätzen zusammen: „1. Vergessen Sie alles, was Sie über Faust wissen. 2. Erinnern sie sich an alles was Sie über Faust wissen - um es im Film wieder zu erkennen.“

Sukorows interpretiert Goethes Vorlage sehr frei. Selbst die spärlich eingestreuten Textzitate sind verändert, dem Original-Kontext entrissen und verkürzt. Damit, wie mit seinem ganzen Film, stürzt er Goethes Faust von seinem Thron und baut ihm gleichzeitig einen Neuen, der ab nun mit Sukorows Namen verknüpft ist. Das wiederum erinnert an Goethes berühmte Rede von „Prometheus“ an Zeus, das bekannteste Gedicht des Sturm und Drangs. Sukorows Faust ist weniger von Wissensdurst getrieben, denn von sexueller Begierde und physischem Hunger. Der eigentliche Pakt kommt erst recht spät und nebenbei zustande und wird von Faust erst einmal orthographisch korrigiert. Fausts Welt ist in erster Linie eine stinkende. Mephisto ist bei Sukorow ein Pfandleiher, ein Wucherer. Das Geld übernimmt, wenn man Faust in die Jetztzeit überträgt, die Rolle des Teufels. Das überzeugt sofort.

Visuell und akustisch ist Sukorows Faust verstörend. Das Format 1,37:1, das klassische Stummfilmformat, das heute längst aus dem aktuellen Kino verschwunden ist, ist vielleicht als Referenz an Friedrich Murnaus Faust-Verfilmung (1,33:1) aus dem Jahr 1926 zu betrachten. Interessanterweise kommt das antike Format diesen Monat gleich bei einem weitern Film in den deutschen Kinos zum Einsatz: in der französischen Stummfilmhommage The Artist. Der überfrachtete Ton, eine Mischung aus Athmo, Musik, innerem Monolog, Dialogen und Hindergrundsgespräche plättet den Zuschauer im Zusammenspiel mit der unruhigen Kamera doppelt. Für die Kamera zeichnet Amelie-Kammeramann Bruno Delbonnel verantwortlich. Einmal sind die Bilder verzerrt, mal grünlich oder gelblich mit Weichzeichner, mal überbelichtet, dann wieder mit reduzierter Sättigung und hohem Kontrast. Das mag manchmal ganz hübsch aussehen, wirkt aber willkürlich und kann beim ersten Sehen nicht in einen logischen Zusammenhang gebracht werden. Motivisch dringt Sukorow ein bisschen ins Phantastisch-, Märchenhafte. Da wimmelt es von Homunkuli, Gedärmen und Geistern, Toten und Tieren. Nichtsdestotrotz besitzt Sukorows Faust eine der schönsten Liebesakte der Filmgeschichte: Gretchen steht auf einem Fels im Wasser. Denkt sie an Selbstmord, an ihres Bruders Tod oder an Faust? Faust umfasst sie von hinten. Ihr Gesicht spiegelt Entzücken. Beide kippen nach vorn ins Wasser und verschwinden in seiner schwarzen Tiefe.

Letztlich ist die visuelle, akustische und motivische Überfrachtung vielleicht System, sicher fordert sie den Zuschauer, zuweilen überfordert sie aber auch. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei Sukorows Faust vermutlich um die einzig relevante Verfilmung dieses Stoffes neben der Murnaus und der Švankmajers.

FAUST RUS 2011, 130 min
Regie: Aleksandr Sukorov,
Buch: Aleksandr Sukorov, Marina Koreneva, Yuri Arabov, Nach Johann Wolfgang von Goethe
Musik: Andrey Sigle, Kamera: Bruno Delbonnel
Darsteller: Johannes Zeiler, Anton Adassinsky, Isolda Dychauk, Georg Friedrich, Hanna Schygulla, Antje Lewald, Florian Brückner, Sigurður Skúlason, Andreas Schmidt, u.v.m.

ab Donnerstag, den 19. januar 2012 im Wintergarten-Kino, Andreasstadel
www.mfa-film.de | www.kinos-im-andreasstadel.de

Buchtipp: Magdalenas Blau - von Ulla Lachauer

20. Januar 2012 sgruen Keine Kommentare

Ein Buch über das Leben mit einem “Sehrest”

(Sigrid Grün)

Ulla Lachauer hat bereits mehrere Bücher über Menschen geschrieben, die nicht berühmt sind, aber deren Leben auf alle Fälle erzählenswert ist. Auch dieses Mal kann man eintauchen in die Lebensgeschichte einer Frau, deren Leben zwar nicht ganz einfach, aber doch voller glücklicher Momente verlaufen ist: Magdalena Eglin (nach der Hochzeit Weingartner) - die Namen sind übrigens geändert - wird 1933 mit einem vererblichen Sehfehler geboren. Der Star führt dazu, dass sie von Beginn an lediglich über einen Sehrrest von 2% verfügt. Doch Magdalena meistert ihr Leben auch so. Nur die Umwelt sorgt sich immer um das Mädchen mit den kaputten “Äugle” und von einigen werden sie sogar als Strafe Gottes bezeichnet. Das Mädchen hat eine starke Beziehung zum Großvater, der ihr als Malermeister die Farben nahe bringt. Von ihm lernt sie eine Menge über das Leben und nur sie hat einen so guten Zugang zu diesem sonst eher verschlossenen Menschen. Freunde findet sie unter gleichaltrigen Kindern nur sehr schwer und so wird z.B. eine Freiburger Klofrau ihre beste Freundin. Sie besucht sie jeden Tag und möchte am liebsten selbst auch Klofrau werden - aber ohne Kloputzen und so - nur um jeden Tag einen schönen Blumenstrauß hinstellen und sich mit Leuten unterhalten zu können. Solche kleinen Geschichten sind immer wieder eingestreut und lassen einen jedes Mal aufs Neue schmunzeln.
Als der Krieg ausbricht, verändert sich vieles. Der Vater muss in den Krieg - zunächst nach Frankreich, später auch nach Russland. Magdalena soll an eine Blindenschule, was die Mutter glücklicherweise verhindern kann. Das Mädchen ist klug und kann lesen und schreiben. Sie verschlingt ein Buch nach dem anderen und hat davon eine schwarze Nase von der Druckerschwärze. Die Mutter weiß oder ahnt, dass an den Blindeninternaten schlimme Dinge mit den Internatszöglingen geschehen… Magdalena zieht mit der Mutter und den Geschwistern zwischenzeitlich aufs Land zu einer Bekannten. Sie ist Russin, heißt Galina und hat oft Gäste wie Alexander Mitscherlich zu Gast. Und sie liebt den Garten und bringt ihn Magdalena nahe. Aus Sicherheitsgründen verlässt die Familie die Bekannte wieder und zieht zurück nach Freiburg, von dem man vermutet, dass es sicher ist. Doch am Montag, den 27. November 1944 wird Freiburg zerbombt. Die Familie verliert wie die meisten Freiburger ihr Haus und muss sehen, wie es weitergeht. Nach dem Krieg kehrt der Vater zurück. Seelisch völlig zerrüttet lässt er seine Aggressionen fortan an der Familie aus. Magdalena kommt schließlich doch noch ins Blindeninternat ins ferne Marburg und erfährt dort, was mit den Blinden und Sehbehinderten zur Zeit des Naziregimes passiert ist. Sie können keine Kinder mehr kriegen…
Schließlich erlernt Magdalena an der höheren Handelsschule alles was wichtig ist, um einen Bürojob zu machen. Sie lernt z.B. mit einer speziellen Maschine zu stenografieren. Obwohl sie schnell und qualifiziert ist, findet sie zunächst lange Zeit keinen Job. Sie zieht zu den Eltern zurück, die mittlerweile wieder im einigermaßen bewohnbaren Haus leben. Irgendwann kommt sie doch noch bei der Post unter. Doch dieser Job erfüllt sie nicht. Sie besucht Vorlesungen und versucht sich zu bilden. Und an der Uni lernt sie schließlich auch Konrad kennen, ihren späteren Mann, der aus dem Schwarzwald kommt und der eigentlich Pfarrer werden sollte. Die beiden werden entgegen der Ratschläge von Kirche und Eltern ein Paar und bleiben es. Konrad wird Lehrer und die beiden ziehen in ein abgelegenes Schwarzwalddorf. Dort wird auch der gemeinsame Sohn Lukas geboren…
Schließlich ziehen sie nach Sonnenmatt (auch das ein fiktiver Name) im Markgräflerland. Magdalena schreibt und kümmert sich gemeinsam mit Konrad um den Garten. Als Leser erlebt man mit, wie Lukas groß wird und Magdalena und Konrad gemeinsam alt.
Zwischen den langen Erzählpassagen, in denen in der Rückschau von Magdalenas Leben berichtet wird, findet man immer kurze Monatskapitel (Januar bis Oktober), in denen Magdalena aus der heutigen Sicht berichtet. Was muss im Garten getan werden? Wie geht es ihr aktuell? Im Oktober findet die Operation an der Herzklappe statt, die sie glücklicherweise gut übersteht.

Das Buch zeigt eindrucksvoll auf, wie lebenswert und erfüllt ein Leben mit einem so geringen Sehrest (2%) sein kann. Doch diese 2%, die für Magdalena von Beginn an 100% entsprechen sind eine ganze Menge - und als sie im Alter auch noch diesen Sehrrest einbüßt, ist es für sie sehr schlimm. Sie kann die Farben nicht mehr sehen, das Licht, sie kann keine Bücher mehr lesen - alles Dinge, die sie früher konnte. Vielleicht nicht so gut wie andere, aber doch so gut, dass sie die Welt auch ein Stück weit sehend erfahren konnte.
Auch die kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Instanzen wird nicht gescheut: Kirche und Ärzteschaft, Lehrer und Behörden, aber auch Verwandte und Bekannte, die immer nur auf das Defizit schauen und ihren Blick abwenden von der Möglichkeit, dass man auch mit einem Sehrest oder blind ein gutes Leben führen kann.
Ulla Lachauer ist es hier wieder einmal gelungen das Leben einer beeindruckenden Person darzustellen - mit zahlreichen Facetten, bunt schillernd, wie das Farbspektrum des Großvaters. Wer sich für Lebensgeschichten und Zeitgeschichte aus der Perspektive eines ganz normalen Menschen interessiert, ist hier goldrichtig!

33379848n

Ulla Lachauer (Autorin)
Magdalenas Blau. Das Leben einer blinden Gärtnerin
www.rowohlt.de
352 Seiten, gebunden

Time for The Artist

19. Januar 2012 lweser Keine Kommentare

Freitag, 20. Januar 2012, 15.00 Uhr, Café Pernsteiner, Von-der-Tann-Str., Regensburg
Lesung: Eginald Schlattner wurde 1933 in Arad geboren. Er lebt und arbeitet als der Autor und Pfarrer in Siebenbürgen. Einführung: Dr. Jean Ritzke-Rutherford.
www.keb-regensburg.de | www.pernsteiner.net

Freitag, 20. Januar 2012, 19.00 Uhr, Kunst- und Gewerbeverein, Ludwigstr., Regensburg
Ausstellungseröffnung: Jörg Traeger - Als Maler; Begrüßung: Alfed Böschl, Einführung: Prof. Dr. Hans-Christoph Dittscheid (Uni Regensburg) und Prof. Dr. Heidrun Stein-Kecks (Uni Erlangen); bis 20. Februar 2012
www.kunst-und-gewerbeverein.de

Samstag, 21. Januar 2012, 19.30 Uhr, Velodrom, Arnulfsplatz, Regensburg
Premiere/Schauspiel: Eisenstein Drama von Christoph Nußbaumeder, Regie: Jochen Schölch, mit Anna Dörnte, Edith Konradt, Ina Meling, Nikola Norgauer, u.A.;
weitere Vorstellungen: 23. Jan., 01./02./03./04./05.(15 Uhr) Feb., 07./08./09./11./13./14./15./28./29. März, 21./22./23. April 2012, jeweils 19.30 Uhr.
www.theaterregensburg.de

Sonntag, 22. Januar 2012, 11.00 Uhr, Städtische Galerie Leerer Beutel, Regensburg
Podiumsdiskussion „Über Fotografie“ im Rahmen der Ausstellung „BennoHurt – Der Fotograf“ mit Martin Rosner, Andy Scholz, Sonja Jauck und natürlich Benno Hurt

Dienstag, 24. Januar 2012, 19.00 Uhr, Städtische Galerie Leerer Beutel, Regensburg
Gesprächsrunde „Regensburg in den 60ern- Ein Gespräch mit Zeitzeugen“ im Rahmen der Ausstellung „BennoHurt – Der Fotograf“ passt aber auch zur Ausstellung „(Ein)Blicke. Stadtleben zwischen 1945 und 1965“ in der Stadtbücherei; u.A. mit Elke Wollenschläger, Dr. Konrad Maria Färber und natürlich Benno Hurt

Ab Do. 26. Januar 2012, 16.45 + 19.00 Uhr, Garbo-Kino, Weißgerbergraben, Regensburg
Film: The Artist (F 2011) von Michel Hazanavicius. Eine Hommage an den Stummfilm der 20er Jahre. bis mind. 31. Januar
theartist-derfilm.de | www.altstadtkinos.de

OOY Tag und Nacht Sublime Faust

12. Januar 2012 lweser Keine Kommentare

Freitag, 13. Januar 2012, 20.30 Uhr, L.E.D.E.R.E.R., Lederergasse, Regensburg
Konzert: OOY - noch ist Polen nicht verloren, aber der Urlaub in Polen ist vorbei. Es ist uns egal, ob es Schrippen oder Semmeln gibt - hauptsache es schmeckt und es ist Butter drauf. Kryptisch? Mag sein! Und dennoch klingt’s ziemlich gut, hingehen!
www.myspace.com/ooymusic | www.lederer-ev.de

Freitag, 13. Januar 2012, 23.00 Uhr, Leerer Beutel, Bertholdstr., Regensburg
Party: S|U|B|L|I|M|E zum sechsten Geburtstag: Sublime ALLSTARS: Pacult / Markus Guentner / Miss Shapes & Mossman / BlinkerPesi; bis 4.00 Uhr / 5 Euro
www.sublime-music.de

Mittwoch, 18. Januar 2012, 18.45 Uhr, Kinos im Andreasstadel, Regensburg
Kino/Film-Premiere: Faust (RUS 2011) von Alexander Sokurow; Die Neuinterpretation von Goethes Faust mit deutschen, österreichischen und russischen Schauspielern in deutscher Sprache. Der Gewinnerfilm des Goldenen Löwen der Filmfestspiele Venedig 2011 und der aufwendigste Film der russischen Filmgeschichte; gedreht in Russland, Island und Tschechien; Premiere mit Bockbierempfang (toller Witz), anschließend ab Donnerstag jeweils um 19.30 und 20.45 Uhr.
www.mfa-film.de | www.kinos-im-andreasstadel.de

ab Do. 19. Januar 2012, 20.45 Uhr, Filmgalerie, Leerer Beutel, Regensburg
Kino/Film: Tag und Nacht (A 2010) von Sabine Derflinger; Nach Atmen noch ein Film vom Heimspiel-Filmfest, der es in das reguläre Kino-Programm Regensburgs geschafft hat. Über zwei befreundete Studentinnen, die als Call-Girls ordentlich verdienen; Bis 25. Januar, danach bis mindestens 31. Januar im Akademiesalon Kino im Andreasstadel
www.tagundnacht-derfilm.at | www.filmgalerie.de | www.kinos-im-andreasstadel.de