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Archiv für Februar, 2013

Veranstaltungen

21. Februar 2013 lweser Keine Kommentare

Freitag, 22. Februar 2013, 22.00 Uhr, Foyer Velodrom, Regensburg
Nachtdienst Folge 5: „Folge deiner Sehnsucht“ mit Mitglieder des Schauspielensembles; Eintritt: 7,50
www.theaterregensburg.de

Samstag, 23. Februar 2013, 21.00 Uhr, Hinterhaus (Rote Hahnen-Gasse 2), Regensburg
Konzert: The Loverangers und Diamond Dogs. That’s Rock’N'Roll, Baby! Eintritt 10€
www.loverangers.de | www.countrynoir.de| www.hinterhaus-regensburg.de

Sonntag, 24. Februar 2013, 11.00 Uhr, Foyer Neuhaussaal, Regensburg
Matinee/Komponistenwerkstatt: zur Oper Lola rennt. Die Premiere ist am Donnerstag den, 28. Februar 2013
www.theaterregensburg.de

Donnerstag, 28. Januar 2013, 19.30 Uhr, Theater am Bismarckplatz, Regensburg
Premiere/Oper: Lola rennt Das kennt man doch irgendwo her? Das ist eine Auftragsoper von Ludger Vollmer (nicht zu verwechslen mit Ludger Vollmer) für das Theater Regensburg. Musikalische Leitung: Arne Willimczik, Inszenierung: Schirin Khodadadian, mit Vera Semieniuk, Seymur Karimov , u.v.a.
weitere Vorstellungen: folgen
www.theaterregensburg.de

Wirtshauskultur in der Oberpfalz

16. Februar 2013 lweser Keine Kommentare

Buchvorstellung: 50 historische Wirtshäuser in der Oberpfalz

In Genuss mit Geschichte werden 50 historische Wirtshäuser in ganz Bayern vorstellt. Nun gibt es, herausgegeben vom Oberpfälzer Kulturbund, auch einen historischen Wirtshausführer speziell für die Oberpfalz. Wieder werden 50 Gasthäuser vorgestellt. Wieder wurden die Artikel von verschiedenen Autoren (31 genau) aus der Heimat-, Denkmal- und Archivpflege geschrieben. Von Waldsassen bis Mintraching, von Gnadenberg bis Bad Kötzting sind solche Kleinode zu finden. Geordnet sind sie grob geographisch (entgegen dem Uhrzeigersinn, startend bei ca. 10.30 Uhr). Die Karte auf der hinteren Innenseite hilft bei der Orientierung.

Als sich Wirt Löschenkohl im Knochenmann weigert Brenner zu bedienen, sagt letzter ironisch: „Hier ist der Gast noch König.“ Löschenkohl antwortet: „Das ist kein Gasthaus, das ist ein Wirtshaus.“ In den 50 hier vorgestellten Wirtshäusern wird es Ihnen hoffentlich nicht so ergehen.

Auf drei bis vier Seiten werden die einzelnen Lokale mit kurzem geschichtlichem Abriss, baulichen Änderungen, sowie mit zahlreichen Fotos vorgestellt. Dabei erfolgt meist auch eine kurze Beschreibung der Umgebung, der Stadt- oder Gemeindegeschichte, der Prägungen und vorherrschenden Traditionen.
Am Ende gibt es jeweils eine kurze Zusammenfassung mit Adresse, Kontaktdaten, Öffnungszeiten und Besonderheiten, wie z.B. dem Prädikat „musikantenfreundliches Wirtshaus“. Das muss kurz erklärt werden, was leider im Buch nicht geschieht. Nach Steiermarkschen Vorbild, die zur Belebung alter Tradition bereits 1980 die Initiative einführten, wurde in Niederbayern und der Oberpfalz 1996 das Konzept aufgegriffen. Mit dem Siegel werden Wirtshäuser ausgezeichnet, die Musiker für Speis und Getränke in ihren Räumlichkeiten spielen bzw. proben lassen. Damit soll das spontane (nicht gewerbsmäßige) Singen und Spielen in den Lokalitäten gefördert werden. Mittlerweile wurden über 500 Wirtshäusern in beiden Regierungsbezirken das Prädikat verleihen.
Ein gesondertes Kapitel widmet sich dem „Zoigl vom Kommunalbrauer“. Zoiglstuben, sind „Wirtshäuser auf Zeit“, die vor allem in der Nordoberpfalz verbreitet sind. Sie haben meist nur ein paar Tage im Monat geöffnet, immer dann wenn die Bürger auf Anwesen mit uralten Kommunalbraurechten ihr untergäriges, ungefiltertes Bier gebraut haben. Ganz uneigennützig verweist das Buch auf weiterführende Literatur, die sich vertieft mit den Zoiglstuben beschäftigt.

Das Buch bietet einen schönen Einblick in die lebendige Wirtshauskultur der Oberpfalz. Lassen Sie sich inspirieren und machen Sie sich auf. Es gibt sicher für Jeden noch ein paar schöne, alte Wirtshäuser zu entdecken. Oder vielleicht sieht man ein oft besuchtes Lokal plötzlich mit anderen Augen.

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50 historische Wirtshäuser in der Oberpfalz

herausgegeben von Oberpfälzer Kulturbund

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Verlag Friedrich Pustet
192 Seiten
durchgehend farbig bebildert
gebunden; 22,00 €

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www.verlag-pustet.de | www.oberpfaelzerkulturbund.de

Wilson Gonzalez Ochsenknecht, sowas wollen alle!

14. Februar 2013 lweser Keine Kommentare

Freitag, 15. Februar 2013, 19.30 Uhr, Turmtheater, Am Watmarkt, Regensburg
Premiere: Haus. Frauen. Sex von Margit Schreiner, Inszenierung: Michael Bleiziffer; mit Martin Hofer
weitere Vorstellungen: Fr. 15. /Do. 21./Fr. 22. /Sa. 23. /Mi. 27.  Februar /Fr. 8. /Sa. 9. /So. 10.  März 2013; jeweils 19.30 Uhr; Eintritt: 18/22 €
www.regensburgerturmtheater.de

Freitag, 15. Februar 2013, 20.00 Uhr, Stadtbücherei, Haidplatz, Regensburg
Richard Wagner und Mathilde Wesendonck. Eine Künstlerliebe mit Elena Tomilova (Klavier), Ursula Frischknecht (Erzählerin) und Franziska Rabel (Gesang). Eintritt: 10/8 €
www.regensburg.de

Freitag, 15. Februar 2013, Brandlbräu, Regensburg
ENTFÄLLT: die für heute geplante Premiere von Christoph Malz neuem Puppentheaterstück nach Josph Berlinger: Benedettos blaue Schuhe entfällt wegen Aktualitätsproblemen

Samstag, 16. Februar 2013, 19.00 Uhr, galerie konstantin b, Am Brixner Hof, Regensburg
Ausstellungseröffnung: Entstauner mit neuen Arbeiten von Thomas Hart aus Regensburg
bis …

Samstag, 16. Februar 2013, 20.00 Uhr, Filmbühne, Hinter der Grieb, Regensburg
Abschied: der letzte Tag in der alten Filmbühne, mit Gebrüder Mayr und einer Demo für den Erhalt junger und bunter Kultur inRegensburg um 16.00 Uhr vor dem Alten Rathaus. Wo sonst?
fingerwegvonmeineralten.de

Sonntag, 17. Februar 2013, 11.00 Uhr, Städtische Galerie, Leerer Beutel, Regensburg
literarisch-musikalische Matinee: Barbara Krohn liest aus ihrem neuen Buch

Sonntag, 17. Februar 2013, 11.00 Uhr, Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg
Ausstellungseröffnung: Dialoge über Grenzen. Die Sammlung Riese
bis 12. Mai 2013
www.kunstforum.net

Montag, 18. Februar 2013, 19.00 Uhr, Garbo Kino, Weißgerbergraben, Regensburg
Kinobesuch: Kostja Ullmann und Wilson Gonzalez Ochsenknecht stellen Oscar Roehlers Familiensaga Quellen des Lebens vor und stehen anschließend für Gespäche zur Verfügung.
www.altstadtkinos.de | www.quellendeslebens.x-verleih.de

Mittwoch, 20. Februar 2013, 19.30 Uhr, Erhardzimmer im Kolpinghaus, Regensburg
Autorenlesung/Buchvorstellung: Der Fall Maldaque

Mittwoch, 20. Februar 2012, 19.00 Uhr, Filmgalerie im Leeren Beutel, Regensburg
Oberhausen on Tour 2: 3 Kurzfilme von 2001 bis 2010 über die Künstler, Sportler und Intellektuelle in der DDR
www.filmgalerie.de | www.kurzfilmtage.de

Donnerstag, 21. Februar 2012, 19.00 Uhr, Filmgalerie im leeren Beutel, Regensburg
Regisseurin Lola Randl stellt nach Die Besucherin ihren zweiten Langfilm Die Libelle und das Nashorn in Regensburg selbst vor.
www.libelleundnashorn-derfilm.de | www.filmgalerie.de

Vorschau:

Samstag, 23. Februar 2013, 21.00 Uhr, Hinterhaus (Rote Hahnen-Gasse 2), Regensburg
Konzert: The Loverangers und Diamond Dogs

Bairisch-Crashkurs

12. Februar 2013 lweser Keine Kommentare

Das Regensburger Theaterstück Mei Fähr Lady nun auch als Hörspiel

Schon zwei Jahre lang auf dem Spielpan, über 50 ausverkaufte Vorstellungen und Gastauftritte in Neumarkt, Landshut und München - „Mei Fähr Lady“, ein Genremix aus Wissenschaft, Volkshochschulkurs und Theaterstück vom Regensburger Regisseur Joseph Berlinger ist eine Erfolgsgeschichte. Nun gibt es das Stück also für alle, die bisher noch keine Karten ergattern konnten, oder die es daheim einfach noch einmal nachhören wollen, auch als Hörspiel auf zwei CDs.
Der Regensburger Dialektologe Ludwig Zehetner (als er selbst) bringt der Chinesin Mei Ding (Eva Sixt), die auf einer Donaufähre arbeiten will, dem französischstämmigen Rapper Boulanger (Titus Horst), der eine Einheimische für sich gewinnen will und dem norddeutschen Manager Herrn Striede (auch Horst), in zwölf Wochen Bairisch bei. Außerdem ist da noch Zehetners Sekretärin (Alba Falchi), die briefeschreibend als eine Art Erzählerin fungiert.
Na dann mal los. Schade, dass es kein Begleitbuch zum Crashkurs gibt. Dann muss man sich wohl noch einen der drei Bände von Ludwig Zehtners Basst scho! besorgen.

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Mei Fähr Lady.
Ein Bairisch-Crashkurs mit Prof. Zehetner

von Joseph Berlinger.

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mit Ludwig Zehetner, Eva Sixt, Titus Horst
und Alba Falchi
2 Audio CDs, 105 min, 19,90 €
TYXart-Verlag
Reihe “Chromart Classics”

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www.tyxart.de

Mei Fähr Lady läuft noch immer im Turmtheater, wenn Sie weiterhin ihr Glück versuchen wollen, z.B. im Februar (AUSVERKAUFT) und dann wieder von April bis Juni. Der Vorverkauf für den neuen Spielplan April-Mai 2013 beginnt am 19.02.2013. Eintritt: 18 € bis 20 € + VVG

“Deine Mutter” in der Mälze

8. Februar 2013 sgruen Keine Kommentare

Moop Mama bringen die Mälze zum Kochen

(Sigrid Grün)

Wer Nase und vor allem Ohren voll hat von Gangstas und Rumgepose, der sollte, bevor er sich enttäuscht vom deutschsprachigen HipHop abwendet, mal bei Moop Mama reinhören.

Die Münchner Kapelle um den Creme-Fresh MC Keno ist wirklich was besonderes.
Hier trifft eine richtige Jazz-Band auf fette Reime, die durchaus mal ins Politische gehen können.
Sieben Bläser treffen auf zwei Drummer und einen hauptamtlichen MC (auch gerne mit Gästen).

Das Album „Deine Mutter“ spricht auch Leute an, die sonst vielleicht keinen HipHop hören. Erstaunlich ist, dass hier nur mit echten Sounds und Instrumenten, gearbeitet wird, u.a. ist auch ein waschechtes Sousaphon dabei, was für einen ordentlichen cruisingtauglichen Wums sorgt.

HipHop direkt von der Straße, das kann man hier ruhig auch mal ein bisschen wörtlicher verstehen als sonst, Moop Mama sind eine Marching Band mit HipHop-Vocals. Marching Bands sind ursprünglich Bläserbands, die gerne in Massen auf öffentlichen Plätzen aufmarschieren, gerne auch mal mit politischer Attitüde, was ja in Bayern auch als Charivari eine gewisse Tradition hat.

Eine andere Eigenbezeichnung ist auch Urban Brass und ich denke das trifft den Sound ganz gut. Moop Mama sind immer für unangekündigte Überraschungskonzerte gut, die fast im Sinne eines Flashmobs plötzlich in der Fußgängerzone auftauchen und richtig einheizen.

Entsprechend sind auch das Spontane und die Überraschung auf dem Album Programm, der HipHop-Kenner wird immer wieder ironische Seitenhiebe und unerwartete Zitate finden. Busta Rhymes „Fire it Up“-Sound angespielt durch Sousaphon bei “König der Stadt” oder auch „Paranoia“, das ein Urgestein des deutschen HipHops zumindest in Andeutung in die heutige Zeit hebt: Paranoia von Die Allianz, anno 1993. Wohlgemerkt, nicht geklaut, aber stellenweise äußerst geschickt zitiert.

Keno und Fatoni die beiden MCs kommen spürbar aus der Freestyle-Battle-Szene – es ist oft unglaublich wie schnell und wendig ihnen die Worte über die Lippen kommen. Kein Wunder, sie gewannen zwischen 2002 und 2005 fast sämtliche Münchner Battle-Contests.

Für Komplettisten hier nochmal schnell die Auflistung der Instrumente, die auf dem Album verwendet werden: mit dabei Trompete, Altsaxophon, Tenorsaxophon, zwei Posaunen, das bereits erwähnte Sousaphone und Drums.

Meine Anspieltipps sind übrigens „Orientierungssinn“, eine Jazzfusion mit tollen Drums und nachdenklichem Text, ein wirklich total relaxter Song; das bereits erwähnte Paranoia mit seinem eher politischen Anspruch, gleichzeitig ein partytauglicher Abgehsong und Helden, der letzte Song aus dem ich hier ein sehr passendes Zitat bringen will: „Doch diese Band hier macht sich auf den Weg. Hier kommt das erste wirklich neue Ding seit einigen Jahren. Wie ein schwarzer Präsident in den Vereinigten Staaten. Hast Du Angst, Du brauchst keine zu haben. Denn wir sind nur gekommen um Dir Einen zu blasen und zwar so…“ und dann folgt ein fantastisches Trompetensolo…traumhaft, das nenne ich nicht nur Humor sondern auch Sinn für Musik. Moop Mama haben´s einfach drauf.

Das Konzert war ausverkauft, die Mälze voll und die Stimmung gigantisch - Moop Mama aus München bewiesen eindrucksvoll, dass deutscher HipHop einfach großartig sein kann!

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Moop Mama
Deine Mutter
www.millaphon.com
45 Minuten

Fasching 2013 in Regensburg

7. Februar 2013 lweser Keine Kommentare

ab Donnerstag, 07. Februar 2013, 10.00 Uhr, Neupfarrplatz, Regensburg
Markt: le marché français mit saucisson, jambon, savon und viele französische Spezialitäten mehr. Täglich bis zum 09.02., bis 19.00 Uhr.
www.le-marche-francais.de

Donnerstag, 07. Februar 2013, 19.00 Uhr, Städtische Galerie, Leerer Beutel, Regensburg
Ausstellungseröffnung: Position R - Bilder und Objekte von Peter Engel und Inken Töpffer. Es spricht Dr. Reiner Meyer, es musizieren Preisträger des Wettbewerbs Jugend musiziert. Die Ausstellung läuft bis Sonntag 14. April 2013.
www.uni-regensburg.de | www.regensburg.de
Nebenbei: obwohl seit diesem Jahr die Eintrittspreise für die städtischne Museen verdoppelt wurden, gibtes weiterhin den eintrittsfreien ersten Sonntag im Monat.

Freitag, 08. Februar 2013, 20.00 Uhr, W1, Weingasse, Regensburg
Konzert: mit der münchner All-Girl-Band Candelilla supportiert von Tango Moon Tigers aus Niederbayern. Eintritt 5,- €
www.candelilla.de | www.myspace.com/tangomoontigers | jungekultur-regensburg.de

Montag, 11. Februar 2013, 23.59 Uhr, Kinokneipe, Adolf-Schmetzer-Str., Regensburg
Konzert: Tradition am Rosenmontag NO NAMES feat. The Unknowns spielen umsonst auf 2,86 m². Anschließend Plattenparty oder Neue Filmbühne.
www.kinokneipe.de

Dienstag, 12. Februar 2013, 20.00 Uhr, Buchhandlung Atlantis, Wahlenstr., Regensburg
Lesung: der größte noch lebende Oberpfälzer Eckhard Henscheid stellt seine Autobiografie Denkwürdigkeiten vor.
www.schoeffling.de

Donnerstag, 14. Februar 2013, 19.30 Uhr, Velodrom, Arnulfsplatz, Regensburg
Valentinstag: Zur Aufführung von Ein Klotz am Bein - Komödie von Georges Feydeau bekommen Verliebte zwei Tickets zum Preis von einem. Einzige Bedingung: Verliebtheit an der Theaterkasse beweisen! So lange der Vorrat reicht.
www.theaterregensburg.de

und vorab:

Samstag, 16. Februar 2013, 20.00 Uhr, Filmbühne, Hinter der Grieb, Regensburg
Abschied: der letzte Tag in der alten Filmbühne, mit Gebrüder Mayr und einer Demo für den Erhalt junger und bunter Kultur inRegensburg um 16.00 Uhr vor dem Alten Rathaus. Wo sonst?
fingerwegvonmeineralten.de

Moop Mama spielen am Mittwoch in der Mälze

3. Februar 2013 sgruen Keine Kommentare

Urban Brass vom Feinsten

(Sigrid Grün)

HipHop + Blasmusik = Urban Brass! Moop Mama aus München, das sind sieben Bläser, 2 Drummer und Rapper Keno von Creme Fresh - und das ist vor allem ein Konzerterlebnis, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Kritische und politische Texte auf der einen Seite und ein richtig grooviger Sound auf der anderen Seite - so kann man die Musik von Moop Mama charakterisieren. Seit 2011 gibt es “Deine Mutter”, das erste komplette Album.
Am Mittwoch, den 6. Februar spielen die Jungs ab 20.30 Uhr in der Alten Mälze in Regensburg (Einlass ab 19.30 Uhr).

Weitere Infos und Karten gibt es hier:
www.alex-bolland.de

“Deine Mutter” ist bei Millaphon erschienen:
www.millaphon.com

Und ein richtig schönes Lied zur Einstimmung auf das Konzert und auf den Frühling gibt’s hier:
www.youtube.com

Wagner zwischen Wallküren und Wirklichkeit

1. Februar 2013 lweser Keine Kommentare

Premiere/Tanztheater mit Orchester: Ich, Wagner. Sehnsucht! Theater am Bismarckplatz, Regensburg

Zum 200sten Geburtstag Richard Wagners schuf der neue „Ballettdirektor“ am Regensburger Theater Yuki Mori ein Tanzstück in zwei Teilen. Bereits der Titel deutet diese Zweiteilung an. Während der erste Teil „Ich, Wagner“ sich weitgehend chronologisch an Wagners Biographie orientiert, wirkt der zweite Teil „Sehnsucht“, der aus Versatzstücken Wangers Werken zusammengesetzt ist, assoziativ. Mit orchestraler Begleitung unter Leitung von Philip van Buren entstand ein emotionales und spannendes Tanzstück.

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Unumstritten vereint Wagner in seiner Figur eine ungeheuere Ambivalenz: einerseits das musikalische Genie und andererseits der Antisemit und Egomane, der sich vor allem mit seinen theoretischen Werk wie „Das Judentum in der Musik“ historisch gesehen ins moralische Abseits degradierte. Alle Facetten dieser umstrittenen und gefeierten Person und der Rezeption zu beleuchten, hätte die Möglichkeit der circa zweistündigen Aufführung gesprengt. Mori beschränkte sich auf wenige Figuren aus Wagners Leben, die diesen in seinem Schaffen beeinflussten. Neben seinen zwei Frauen Minna (Andrea Vallescar) und Cosima (Caroline Fabre), gibt Mori auch Wagners Gönner Otto Wesendonck (Riccardo Zandoná) und dessen Gattin Mathilde (herausragend: Ina Brütting), die zu Wagners Muse und wahrscheinlich auch Geliebten wurde, Raum. Mit Alessio Burani als König Ludwig II bekommt auch Wagners prominentester Mäzen im Stück seinen Platz. Zärtlich gestaltet sich Ljuba Avvakumova und Shota Inoues Tanz, die Wagners Wunschtraum verkörpern. Das einfache aber effektive Bühnebild verortet die Handlung räumlich in ein Zimmer des gehobenen Bürgertums des vorletzten Jahrhunderts, a la Villa Wahnfried. Zusätzlich zu Wagners Musik wird im ersten Teil auch Musik von Alexander Zemlinsky und Ernest Chausson, die stark von Wagner beeinflusst wurden, verwendet. Nach der Pause bricht Yuki Mori mit der narrativ geprägten Erzählstruktur des ersten Teils und lässt im Ensembletanz Wagners Erinnerungen zu fleischgewordenen Helden und Walküren werden.

Großartg!

Ich, Wagner. Sehnsucht!
Choreographie/Inszenierung: Yuki Mori;
Musikalische Leitung Philip van Buren;
mit: Claudio Costantino, Caroline Fabre Andrea Vallescar Ina Brütting, Riccardo Zandoná, Ljuba Avvakumova, Shota Inoue, Harumi Takeuchi, Alessio Burani, Fabian Moreira Costa, Pablo Sansalvador
weitere Vorstellungen: 01./17. Februar, 02./09. März, 28. April, 09./18./21./24. Mai, 09./23./29. Juni, 13./17. Juli 2013; jeweils 19.30 Uhr
www.theaterregensburg.de