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Archiv für November, 2013

Der Postmann und der Mann ohne Hund und der blaue Bus

28. November 2013 lweser Keine Kommentare

Freitag, 29. November 2013, 21.00 Uhr, Turmtheater (Weingasse), Regensburg
Premiere: Santaland Diaries, Mit Thobias Ostermeier, Regie: Gerwin Eisenhauer; Eintritt: 18€
www.regensburgerturmtheater.de

Freitag, 29. November 2013, 21.00 Uhr, Kino Wintergarten, Andreasstadel, Regensburg
Buchvorstellung/Konzert: Der Postmann und der Mann ohne Hund
www.derpostmannunddermannohnehund.de | www.kinos-im-andreasstadel.de

Freitag, 29. November, 22.00 Uhr, Foyer Velodrom, Regensburg
Nachtdienst Folge 11: Berg vs. Meer mit Mitglieder des Schauspielensembles und des Jungen Theaters; Eintritt: 7,50
www.theaterregensburg.de

Samstag, 30. November 2013, 19.00 Uhr, Akademietheater, Schnelkerturm, Regensburg
Zündfunk-Stadtwerke: Der Blaue Bus ist mal wieder in Regensburg, diesmal im Akademietheater (Schauspielschule) im Schenkerturm
anschließend Party mit Achim 60 Bogdahn und Roderich Fabian in der alten Filmbühne
www.zuendfunk.de | http://www.adk-regensburg.de

Samstag, 30. November 2013, 22.00 Uhr, Orkan, Regensburg
Party: RAM-Party mit den DJ-Paaren: Gebr. Mayr, sowie Lolek und Bolek

Montag, 02. Dezember 2013, 16.15 Uhr, Garbo, Regensburg
Filmklassiker: Amacord, Regie: Frederico Fellini, I/F 1973; Innerhalb der Reihe vor 40 Jahren; Eintritt: frei
www.altstadtkinos.de

Donnerstag, 05. Dezember 2013, 21.00 Uhr, Kinos im Andreasstadel, Regensburg
Japanischer Dia-Vortrag: Pecha Kucha Vol. 15
www.hotel-des-artistes.org | www.kinos-im-andreasstadel.de

Categories: Filippo Franco, Lysann Weser Tags:

Solotanznacht im Theater an der Univerisität

25. November 2013 sgruen Keine Kommentare

Einer der Höhepunkte der Regensburger Tanztage

(Sigrid Grün)

Eine Hommage an die 2007 verunglückte Tänzerin Tanja Liedtke tanzten fünf junge PreisträgerInnen des “Internationalen Solo-Tanz-Theater Festivals Stuttgart” dieses Jahr im Universitätstheater.
Gilles Noel aus Belgien zeigte zunächst nach einer Choreographie von Min Hee Bervoets das Stück “Apples, apples, apples”, in dem eine Obsession zum Ausdruck gebracht wird. Selbst eine vermeintlich einfache Frucht wie der Apfel kann ein Objekt der Begierde sein, das für einen Menschen im Zentrum steht. Der Tänzer variierte das Thema derart abwechslungsreich, dass die Spannung die ganze Szene über erhalten blieb. Sein Tanz oszillierte zwischen Hingabe und Begierde, versuchter Distanz und Überwältigung. In Stuttgart hatte die Jury Choreographie und Tanz mit dem 2. Preis in der Kategorie “Tanz” belohnt.
Der Ungar Milan Ujvari hatte in Stuttgart den Publikumspreis erhalten - und auch in Regensburg begeisterte er die Gäste. “Do you like dancing?” wurde vom Publikum mit einem lauten “Yes!” beantwortet. Schließlich wird das Thema Tanz in pantomimischer, sprachlicher und tänzerischer Form erörtert. Ujvari spielt mit verschiedenen Tanzstilen und popkulturellen Zitaten und kreiiert mit der kunstvollen Verflechtung von Text, Tanz und Schauspiel Überraschungseffekte und herrlich komische Momente.
Nach der Pause zeigte die Drittplatzierte in der Kategorie Tanz, Sara Angius aus Italien, die Choreographie “Star-Watchers”. Sie bezieht sich damit auf Menschen, die mit den Füßen voran auf die Welt kamen und damit oft eine andere Sichtweise haben. Der Beginn der Choreographie greift das Geburtserlebnis auf - und im Anschluss muss sich der “Sternen-Gucker” in der Welt zurechtfinden. Oft eckt er an und muss den Versuch unternehmen, sich trotzdem in der Orientierungslosigkeit zurechtzufinden. Manchmal scheint ein Körperteil zu entfliehen und wird dann “eingefangen”. Zum Main theme von “Schindler’s List” tanzt die Italienerin die Gefühlswelt eines Außenseiters und berührt mit ihrer Choreograpie das Publikum.
“What happened in Torino” von Andrea Constanzo Martini erhielt in Stuttgart den 1. Preis in den Kategorien “Tanz” und “Choreographie”. Der Italiener variiert Bewegungen zu einer Klangfläche. Dabei spielt er geschickt mit verschiedenen Rhythmen und zeigt Archetypen auf. Etwa den Siegertypen, der das Rampenlicht sucht, schließlich aber von ihm überfordert ist.

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Zuletzt tanzte Joachim Maudet aus Frankreich die Choreographie “Open mic. Suffocation” von Martin Harriague, die in Stuttgart mit dem 2. Preis ausgezeichnet wurde. Ein Mann in kurzer Hose und Goldgürtel tritt ans Mikrofon, um dem Publikum eine Geschichte zu erzählen. In der linken Hand trägt er einen Plastikbeutel mit dem “tropical fish of my girl friend” - ein Goldfisch zieht im auf dem Boden abgestellten Beutel seine Bahnen. Währenddessen tanzt Maudet die Beziehung zur Freundin, um die es nicht gerade gut bestellt zu sein scheint. Irgendwann nimmt der Tänzer den Fisch im Beutel wieder auf, fragt “Do you like opera?” und beginnt damit, Löcher in den Beutel zu stechen bis das Wasser vollständig auf den Bühnenboden ausgelaufen ist - im Publikum hört man Zuschauer aufstöhnen, ein Jugendlicher flüstert “Er soll aufhören! Ich halt das nicht aus. Da ist doch ein Fisch drin.” Schön war das nicht, aber höchst dramatisch.
Und so wie bei allen “Helden” der diesjährigen “Solotanznacht” zeigt sich auch in dieser letzten Choreographie die Verletzlichkeit des Menschen besonders eindrucksvoll.

www.regensburger-tanztage.de

Einen Auszug aus der Choreographie von Sara Angius gibt es auf youtube zu sehen:
www.youtube.com

Manfred Spitzer spricht in Regensburg über “Digitale Demenz”

22. November 2013 sgruen Keine Kommentare

Warum daddeln dumm macht oder Was wir wirklich tun, wenn wir Multitasking betreiben

(Sigrid Grün)

Der Arzt und Hirnforscher Manfred Spitzer referierte gestern im Rahmen des Festvortrages “Gehirnforschung für Juristen” über ein Thema, das nicht nur Juristen, sondern alle angeht. Zwei Stunden sprach der Bestsellerautor über die Folgen der Nutzung digitaler Medien insbesondere im Kindesalter. Wer Manfred Spitzer noch nicht live erlebt hat, hat etwas verpasst. Anders kann man es eigentlich nicht ausdrücken, denn er ist nicht nur Wissenschaftler, sonder auch ein Showtalent. Die Regensburger Zuhörer waren begeistert von dem Vortrag, der in keiner Weise einer typischen Vorlesung mit ödem Vortrag und emotionslos vortragendem Professor glich. Stattdessen sprühte hier jemand vor Begeisterung für sein Thema und verstand es auch noch geschickt, den ganzen Vortrag mit manch lustigem Gag aufzulockern. Und eine erheiternde Sache ist mehreren jungen Zuhörern aufgefallen: Wenn man die Augen schließt, so glaubt man, Stefan Raab zu hören!Das einzig Bedauerliche an dem Vortrag war, dass er als “Gehirnforschung für Juristen” angekündigt wurde. Dies hat sicher so manchen potenziellen Zuhörer (die Veranstaltung war auf für die interessierte Öffentlichkeit gedacht) davon abgehalten, Manfred Spitzer live zu erleben. Dabei hätte dies eine Pflichtveranstaltung zumindest für alle angehenden Pädagogen sein müssen.

Worum geht es Manfred Spitzer? Sein aktuelles Buch “Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen” ist ein Bestseller - und bei vielen umstritten. Warum ist es umstritten? Weil Spitzer sich unter anderem des Stilmittels der Polemik bedient. Bei der Brisanz des Themas muss aber auch eingeräumt werden, dass es ohne wissenschaftliche Fehde eigentlich nicht geht, denn der Gegner - die mächtige Medienindustrie - ist durchaus nicht gewillt, etwas an ihrem Kurs zu korrigieren, immerhin geht es um Unsummen. Welche Konsequenzen Spitzer als Wissenschaftler zu spüren bekommen hat, erfährt man im Vortrag und im Buch: Die Streichung von Forschungsgeldern ist hier nur ein Stichwort.
Manfred Spitzer baut den Vortrag ähnlich wie sein Buch auf. Hier ist es zunächst wichtig Aufbau und Funktionsweise des Gehirns zu erläutern. Und der Autor vermag dieses faszinierende Organ wunderbar zu erklären. Die Plastizität des Gehirns ist eine Fähigkeit, die kein anderes Organ in diesem Ausmaß besitzt. Querschnitte von Gehirnen, die großteilig zerstört scheinen, zeigen auf, was das bedeutet. Die Besitzer dieser Gehirne haben eine Gemeinsamkeit, nämlich keinerlei Symptome, die darauf hindeuten würden, dass es in ihren Köpfen so aussieht, wie es eben aussieht. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn die Beschädigung der Strukturen schon sehr früh stattfindet. Und damit kommt Spitzer auch auf sein größtes Anliegen zu sprechen: Die enorme Bedeutung der Gehirnentwicklung im Kindesalter. Wenn der Mensch in dieser Zeit nicht gewisse Strukturen aufbaut und permanent lernt (und genau das tun Babies und Kinder im Allgemeinen die ganze Zeit!), hat das schreckliche Konsequenzen. Was es dann für die Gehirnentwicklung bedeutet, ein Kind mit digitalen Medien zu berieseln, wird z.B. dann klar, wenn man sich vor Augen führt, wie bedeutungslos und arm die Wischbewegung ist, die wir auf iPad und Co machen, um an Inhalte zu gelangen. Wie vielfältig sind hingegen Bewegungen, die Kinder vollführen, wenn sie einen echten Gegenstand erkunden! Natürlich widmet sich Spitzer auch dem Thema Google. Der Generation der “Digital Natives” (alle, die nach dem Jahr 1980 geboren sind und damit von Anfang an mit den Errungenschaften des digitalen Zeitalters aufgewachsen sind) werden häufig besondere Fähigkeiten unterstellt. So wird zum Beispiel gerne behauptet, dass sie sich viel schneller im großen Wissensdschungel orientieren und blitzartig alle wichtigen Infos aus dem Netz besorgen könnten. Diese These dekonstruiert Spitzer ebenso schnell wie verlässlich, denn Studien belegen eindeutig, dass das Wissen, über das die “Generation Google” verfügt, kein echtes Wissen ist. Es wird viel zu oberflächlich abgespeichert, als dass es überhaupt möglich wäre, Inhalte wirklich zu durchdringen. Zudem geht damit auch die Kritikfähigkeit verloren. In der Beliebigkeit der bunten Netzwelt kann man ohne solides Vorwissen nicht unterscheiden ob etwas wichtig oder unwichtig ist - manchmal ist es sogar schwierig festzustellen, ob es sich überhaupt um die richtigen Informationen handelt. Berühmt ist schon die Verwechslung einer amerikanischen Schülergruppe, die ein Referat über das Land Georgien machen sollten und einen ausgefeilten Powerpoint-Vortrag über den US-Bundesstaat Georgia hielten.
Ebenfalls ein wichtiger Punkt, dem sich Spitzer widmet, ist das vielgepriesene Multitasking. Dass unser Gehirn dazu überhaupt nicht in der Lage ist, scheint viele Verfechter der These, Multitasking wäre eine besonders wünschenswerte Fähigkeit, gar nicht zu kümmern. Stattdessen plädieren sie dafür, dass man Multitasking trainieren solle - was aber nichts anderes bedeutet, als sich eine Aufmerksamkeitsstörung anzutrainieren.
Manfred Spitzer widmet sich vielen aktuellen Themen und er argumentiert leidenschaftlich und auf Basis zahlreicher Studien, die ihm Recht geben. Sowohl Vortrag als auch Buch sind verständlich und didaktisch brillant. Für Eltern und Pädagogen eine Pflichtlektüre!

Ein Vortrag von Manfred Spitzer ist online zu finden: www.youtube.de

Manfred Spitzer (Autor)
Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen
www.droemer-knaur.de
368 Seiten

Der Urs, der Jean und der Roland

21. November 2013 lweser Keine Kommentare

20.-27. November 2013, Kinos im Andreasstadel, Regensburg
Filmfestival: Heimspiel Filmfest - Studenten der Medienwissenschsft stellen Ihe Lieblingsfilme 2013 vor. U.a. mit einer Götz-Spielmann-Werkschau, zwei münchner Polizeirufe 110 und wie immer vielen Gästen.
Samstag, 22. 11: Roland Klick kommt diesmal wirklich - wahrscheinlich
Montag, 25.11.: Lola Randl stellt ihren einige Jahre verpätet erschienene Film “Die Erfindung der Liebe” in ihrer ehemligen Heimatstadt vor
Dienstag, 26.11.: Dominik Graf wird nach Vorführung seines Polizeirufs Cassandras Wahrung zum Gespräch zur Verfügung stehen
www.heimspiel-filmfest.de | www.kinos-im-andreasstadel.de

Freitag, 22. November 2013, 19.30 Uhr, Velodrom, Regensburg
Lese- und Liederabend: Das Phantom von Marseille, zum 50. Todestag von Jean Cocteau und Edith Piaf, mit: Hildegard Krost (die Jean Cocteau 1961 in Paris persönlich kennengelernt hat und die als Rosmarie in „Das letzte Feuer“ in Regensburg das Publikum zu begeistern wusste) und Ulrike Requadt, am Klavier: Arne Willimczik
Eintritt: 7,50 €
www.theaterregensburg.de

Freitag, 22. November 2013, 21.00 Uhr, W1 (Weingasse), Regensburg
Konzert: Candelilla, die münchner Damenkapelle wird von den hiesigen Gafasdenada unterstützt. Eintritt 5€
www.candelilla.de | www.facebook.com/w1.kultur

Samstag, 23. November 2013, 19.30 Uhr, Velodrom, Regensburg
11. internationale Aids-Tanz-Gala
www.theaterregensburg.de

Dienstag, 26. November 2013, 19.30 Uhr, Stadtbücherei Regensburg, Regensburg
Lesung: Lena Gorelik liest aus „Lieber Mischa“, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Jüdisches Leben“, Eintritt: 8/6 €
www.regensburg.de

Dienstag, 26. November 2013, 20.00 Uhr, Leerer Beutel, Regensburg
Lesung: Urs Widmer liest aus seiner Autobiographie “Reise an den Rand des Universums“, veranstaltet von Buchhandlung Dombrowsky. Eintritt 12€.
www.dombrolit.de

Horvaths Theaterstück „Der jüngste Tag“ erstmals auf Regensburger Bühne

19. November 2013 lweser Keine Kommentare

Premiere/Schauspiel: Ödön von Horvath: Der jüngste Tag, Theater am Bismarckplatz, Regensburg

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Ödön von Horvath: Der jüngste Tag
Inszenierung: Dominik von Gunten;
mit: Frerk Brockmeyer, Franziska Sörensen, Michael Heuberger, Janina Schauer, Pina Kühr, Sebastian Ganzert, Michael Lämmermann, Doris Dubiel, Gunnar Blume, Stefan Maschek, …
Weitere Vorstellungen: 19./20./23. November, 08./16./19./21./27. Dezember 2013, 03./07./11./26. Januar, 02. Februar, 15. März 2014, jeweils 19:30 Uhr
www.theaterregensburg.de

Junger Tanz - Publikumslieblinge in der Alten Mälzerei

18. November 2013 sgruen Keine Kommentare

Junge Tänzer aus Salzburg, München und Regensburg begeistern das Publikum

(Sigrid Grün)

14 Tänzerinnen und Tänzer aus verschiedenen Ausbildungszentren zeigten am Sonntag Abend sechs verschiedene Stücke, die so facettenreich wie anspruchsvoll waren.
Zunächst tanzten zwei Tänzerinnen und vier Tänzer der SEAD (Salzburg Experimental Academy of Dance) einen Ausschnitt aus “sens interdit”. Nach Musik von Verdi, Mozart, Bach u.a. wurden verschiedene Charaktere etabliert - mal rasant, mal besonnen - bis zum furiosen Schluss, der allein schon pantomimisch und schauspielerisch eine Glanzleistung war.

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Im Anschluss zeigten Tanya Rydell Montan und Rikke Holm Christiansen “Together”, ein “Stück über das Erwachsenwerden”. Die beiden Tänzerinnen, die die Choreographie selbst entwickelten erzählen in Wort (in englischer Sprache) und Tanz von der gemeinsamen Kindheit und dem Erwachsensein. Es ist die Auseinandersetzung zweier Freundinnen, die nebeneinander aufgewachsen sind, die gleiche Luft atmeten, alles gemeinsam taten - und dann plötzlich feststellen mussten, dass es auch “Spaces in between” gibt. Komisch und anrührend zeigten die beiden Tänzerinnen, wie sich eine Beziehung immer wieder verändert.

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Nach der Pause tanzten Cheri Isen, Marie Preußler und Micaela Kühn von der Iwanson Schule (München) “Agreement”, das zwischen der Homogenität der Gruppe und dem Ausbrechen des Individuums handelte. Höchst dramatisch setzten die drei Künstlerinnen das Thema in Szene.
Die letzten drei Tänzerinnen kamen alle aus Regensburg. Amalie Darie (tahk tanzakademie helene krippner) zeigte eine beeindruckende, “galaktische” Show unter dem Titel “verBUNDen”. Elisabeth Ramoser (ebenfalls tahk) tanzte eine feinfühlige und aufwühlende Nebel-Performance und Claudia Osthoff (Tanz-Akademie Bonivento-Dazzi) zeigte ausdrucksstark “Sacrificium” (nach der Musik von Georg Friedrich Händel).

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Nach diesem vielseitigen und unterhaltsamen Tanzabend kann man nur zuversichtlich in die Zukunft des zeitgenössischen Tanzes blicken!

Manfred Spitzer in Straubing und Regensburg

18. November 2013 sgruen Keine Kommentare

Digitale Demenz in Straubing und Gehirnforschung für Juristen in Regensburg

(Sigrid Grün)

Prof. Dr. Dr. Spitzer, Mediziner, Psychologe und Philosoph ist demnächst gleich zweimal in Ostbayern zu sehen. Am kommenden Donnerstag (21. November, 19.30 Uhr, Vielberth Gebäude an der Universität Regensburg) hält er im Rahmen eines juristischen Symposiums den Festvortrag “Gehirnforschung für Juristen” und am 2. Dezember präsentiert der Bestsellerautor in der Buchhandlung Rupprecht in Straubing (Theresienplatz 23) ab 20.00 Uhr seinen Spitzentitel “Digitale Demenz” und erläutert, wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung kostet 12 Euro.

Wollust? Bitte lieber ein stormy Heater im November.

14. November 2013 lweser Keine Kommentare

Freitag, 15. November 2013, 20.00 Uhr, Filmbühne, Taubengäßchen, Regensburg
Lesung: Wollust. Trieb. Begierde. Tod. Nach Sigi und Cristo tragen nun Tina und Aigo hoffentlich ebenso Lyrisches, aber um so Erotischeres vor. Schweinskram halt!
www.facebook.de

Freitag, 15. November 2013, 23.00 Uhr, Leerer Beutel, Bertoldstr., Regensburg
Party: SUBLIME im Lieblingsmonat, mit den DJs Marc (Lunastrom, Lostclub) & Pacult (Mikrofisch), bis 4.00 Uhr, Eintritt 6 €
www.sublime-music.de

Samstag, 16. November 2013, 21.00 Uhr, Tiki Beat, Arnulfsplatz, Regensburg
Show time: Stormy Heather’s Salon Privé präsentiert Nylon Jungle, Exotica-Burlesque mit Melody D’Amour, Kiki Küste, Elise van Tastic, Nick Haughty und natürlich Stormy Heather. Eintritt: 20/17 €
www.tikibeat.de | www.stormy-heather.com

Samstag, 16. November 2013, 19.30 Uhr, Theater am Bismarckplatz, Regensburg
Premiere/Schauspiel: Der jüngste Tag von Ödön von Horváth, Inszenierung: Dominik von Gunten
Weitere Vorstellungen: 19./20./23. November, 08./16./19./21./27. Dezember 2013, 03./07./11./26. Januar, 02. Februar, 15. März 2014, jeweils 19:30 Uhr
www.theaterregensburg.de

Montag, 18. November 2013, Alte Mälzerei, Regensburg
Konzert: The Slackers (Ska)
www.alte-maelzerei.de

Dienstag, 19. November 2013, Alte Mälzerei, Regensburg
Konzert: Tok Yo Sex Destructions, vorher: Marin Radio
www.alte-maelzerei.de

20.-27. November 2013, Kinos im Andreasstadel, Regensburg
Filmfestival: Heimspiel Filmfest - Studenten der Medienwissenschsft stellen Ihe Lieblingsfilme 2013 vor. U.a. mit einer Götz-Spielmann-Werkschau, zwei münchner Polizeirufe 110 und wie immer vielen Gästen.
www.heimspiel-filmfest.de | www.kinos-im-andreasstadel.de


ÄNDERUNG: aufgrund einer plötzlichen Erkrankung im Ensemble müssen die Vorstellungen von THE KING’S SPEECH am Do. 14., Fr. 15. und Sa. 16.11. im Theater am Haidplatz leider entfallen.

The King’s Speech am Theater Regensburg

12. November 2013 lweser Keine Kommentare

Premiere/Schauspiel: The King’s Speech (Die Rede des Königs) ein Schauspiel von David Seidler; Inszenierung von Charlotte Koppenhöfer; Theater am Haidplatz, Regensburg

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Den meisten dürften die Geschichte um den stotternden König, durch die oscarprämierte Verfilmung aus dem Jahr 2010 bekannt sein. Dabei gab es die Bühnenfassung sogar zuerst. Auf Bitten der Gattin König Georges VI., der „Queen Mum“, wurde das Stück von David Seidler erst nach ihrem Tod (im Jahr 2002) veröffentlicht. Zu einer Bühnen-Erstaufführung kam es jedoch erst nach dem Kinofilm.

Das entstandene Stück um den späteren König George und seinen, zur damaligen Zeit eher unkonventionellen Sprachtherapeuten, ist sehr konventionell. Da ist einerseits der verklemmte Berti (Thomas Birnstiel), der angesichts seines zur persona non grata gewordenen Bruders, des abgedankten Königs Edward VIII., eindeutiger Sympathieträger ist und sein unangepasster, eigensinniger australischer Sprachtherapeut und gescheiterter Schauspieler Lionel Logue (Gerhard Hermann). Die Frauen der beiden werden als Nebenrollen zur Auflockerung des Bühnengeschehens gebraucht. Der Erzähler (Michael Hacke) schlüpft auch in verschiedene Figuren der Geschichte: König Edward, Vincent Churchill, Erzbischof von Canterbury Cosmo Lang und Premierminister Stanley Baldwin. Das Stück befriedigt das voyeuristische Bedürfnis eines Teils der Bevölkerung, Einblick in intime Momente von königlichen Familien zu erhalten. Die Charaktere des Stücks sind Sterotypen: David (später King Edward VIII.) wird als Enfant Terrible gezeichnet, Berti (später George VI.) als Opfer seiner Erziehung, aber immer als der bessere König. Der Erzbischof ist hinterlistig, verschlagen. Beide Ehefrauen sind natürlich aufopferungsbereit und stellen ihre eigenen Interessen den größeren ihrer Männer unter. Gähn… Zwar hat die regensburger Inszenierung dank der Darsteller, der Doppelbesetzung und der Reduktion des Bühnenbilds, das beste aus dem lahmen Stück gemacht, das natürlich seinen Reiz aus der Konfrontation der zwei ungleichen Charaktere aus unterschiedlichen Schichten zieht. Doch letztlich ist Churchill auch nur dick und raucht Zigarre…

The King’s Speech
Regie: Charlotte Koppenhöfer;
Darsteller: Thomas Birnstiel, Gerhard Hermann, Michael Haake, Ulrike Requadt, Silke Heise
Weitere Vorstellungen: 11./15.(ENTFÄLLT)/16.(ENTFÄLLT)/17./19./20./21./23./24. November, 12./14./15./18./20./21./22./31.(15:00 und 19.30 Uhr) Dezember 2013, 03./04./05. Januar 2014, jeweils 19:30 Uhr
www.theaterregensburg.de

Leerstellen zwischen den Welten

10. November 2013 lweser Keine Kommentare

Uraufführung/Tanztheater: Zwischen.Welten! Velodrom, Regensburg: Choreographie: Yuko Mori, Shumpei Nemoto

Wer die Romane und Erzählungen des japanischen Schriftstellers Haruki Murakami kennt, wird seine literarischen Figuren in Yuko Moris neuem Tanzstück „Am Rand der Stille“ unzweifelhaft wieder finden. Murakamis Geschichten beschäftigen sich hauptsächlich mit Leerstellen. Leerstellen, die durch das Verschwinden eines Menschen (und einmal auch eines Elefanten) im Leben der Zurückgegelassenen entstehen. Die Zurückbleibenden, die das Fehlen der geliebten Person meist unvorbereitet trifft, machen sich auf die Suche nach den Verschwundenen, oder auch nur nach Spuren von Ihnen. Nach Spuren, die sie vor Ihrem Verschwinden hinterlassen haben. Während dieser Suche lernt der Protagonist dann nicht nur die entschwundene Person, sondern auch sich selbst neu und anders kennen. Realität und Traum vermischen sich dabei nicht selten.
Mori stellt seinen Protagonisten, einem Mann und einer Frau, Schatten zur Seite und spaltet ihr Ich in weitere Bestandteile: die andere Frau, Alter Ego und die Frau im blauen Regenmantel. Meisterhaft gelingt es Mori und dem Ensemble die Zerrissenheit, Unsicherheit und Hoffnung der Protagonisten darzustellen.

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Im zweiten Stück des Abends „sama: zama“ choreographiert Shumpei Nemoto ein babylonisches Sprachgewirr. Dass er sich dabei neben der Ausdrucksform des Tanzes auch der der Sprache bedient, ist dem Stück nicht abträglich. Die Sprache wird hier zu einer Art Klangteppich. Nicht ihr Inhalt zählt, sondern ihr Rhythmus. Dabei geht er weitaus abstrakter vor, als sein Landsmann Mori. Die Leerstellen auf der Bühne sind hier deutlicher und länger und geben dem Publikum noch mehr Raum für Interpretation, noch mehr Raum sie mit eigenen Empfindungen und Assoziationen zu füllen.
sama: zama“ wird im Programmheft mit „Gefühl“ und „Raum“ übersetzt und auf die Tradition des japanischen No-(Ma-) Theaters, eine Theaterform aus dem 14. Jahrhundert, zurückgeführt. Wobei „No“ wiederum mit „Raum für Assoziation“ und „Ma“ mit „Kunst des Überganges“ übersetzt werden. Und damit geht es in beiden Stücken, neben den Leerstellen, am Rande auch um die Gegensätze von westlicher und östlicher Lebens- und Erlebenswelt. Es geht um das Dazwischen. Das Dazwischen zwischen den Welten: der realen und der imaginären, der östlichen und der westlichen. Das Dazwischen zwischen den Worten, zwischen den Gesten oder zwischen Sehen und Fühlen.

Zwischen.Welten!
Choreographie/Inszenierung: Rand der Stille: Yuki Mori; sama:zama: Shumpei Nemoto
mit: Claudio Costantino, Caroline Fabre, Andrea Vallescar, Ina Brütting, Riccardo Zandoná, Ljuba Avvakumova, Shota Inoue, Harumi Takeuchi, Alessio Burani, Fabian Moreira Costa, Pauline Torzuoli.
weitere Vorstellungen: 12./13./19. (Einführung 19:00)/20./21. November, 02./03./04./22./23./24./26. Januar 2014, jeweils 19.30 Uhr
www.theaterregensburg.de