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Archiv für Juni, 2014

26. Juni 2014 lweser Keine Kommentare

27./28. Juni 2014, Grieser Spitz, Regensburg
Jahninselfest

Samstag, 28. Juni 2014, 19.00 Uhr, Steinbruch „Wallhalla Kalk“
7. Sinfoniekonzert. Götterfunken im Steinbruch
www.theaterregensburg.de

Mittwoch, 02. Juli 2014, 20.00 Uhr, Regina-Kino, Regensburg
Kino in Anwesenheit des Regisseurs: Bester Chance, Regie: Marcus H. Rosenmüller
der sympathische Vielfilmer ist mal wieder mit einem neuen Film in der Stadt, dem letzten Film seiner Trilogie. Die Protagonisten aus Beste Zeit und Beste Gegend sind älter geworden.
www.reginakino.de

Categories: Lysann Weser Tags:

Buchtipp: Das Buch der Königin (Sabine Weigand)

25. Juni 2014 sgruen Keine Kommentare

Opulentes Werk über das Leben der sizilianischen Königin Konstanze

(Sigrid Grün)

Sizilien im 12. Jahrhundert - das Herrschergeschlecht der Hauteville regiert das Königreich weise, Roger und seine Nachfahren sind bei der Bevölkerung beliebt. Eine Tochter König Rogers, Konstanze, möchte kein Spielball der Herrscherhäuser werden und auf eine Heirat verzichten. Der Papst ist über diese Entscheidung mehr als erfreut, denn auf diese Weise bleibt ihm eine “staufische Zange”, die den Kirchenstaat von Norden und Süden bedrängen könnte, erspart. Stauferkaiser Barbarossa wünscht allerdings ausdrücklich eine Heirat seines Sohnes Heinrich - aus machtpolitischen Gründen natürlich - mit der bedeutend älteren Konstanze von Sizilien, denn Rogers männliche Nachfahren sterben schneller weg, als neue gezeugt werden können. Und so spekulieren die Staufer auf die endgültige Vorherrschaft in Europa. Gegen ihren Willen werden Konstanze und Heinrich VI. vermählt und auf dem Kreuzzug, den Friedrich Barbarossa von Regensburg aus gestartet hat, ertrinkt der Kaiser. Heinrich wird sein Nachfolger und Konstanze die Frau an seiner Seite. Der heiß ersehnte Nachwuchs bleibt jedoch viel zu lange aus. Während der grausame Heinrich seine Machtgier auslebt und dabei über Leichen geht, befindet sich an seinem Hofe ein junger Mann, der über außergewöhnliche künstlerische Fähigkeiten verfügt und dessen Vergangenheit ein Geheimnis bleiben muss. Gottfried der Schreiber und seine Schwester Hemma werden von einem rachsüchtigen Ritter verfolgt, der nur eines im Kopf hat: den Tod des vermeintlichen Mörders seiner Tochter…
Sabine Weigand ist Historikerin, die sich besonders gerne historischen Personen widmet. Königin Konstanze ist eine faszinierende Figur der Weltgeschichte, der bisher noch nicht viel Aufmerksamkeit zukam. Während es zahlreiche Publikationen über Friedrich I. Barbarossa gibt, blieb Konstanze bisher eher eine Figur im Hintergrund, der Weigand nun einen ehrenvollen Platz zugewiesen hat. An der Seite des grausamen Kaisers ist sie die beim Volk beliebte Königin, die nicht gegen jegliche Prinzipien und Versprechen verstößt wie ihr machthungriger Gatte. Sie hält stand, während er immer wieder nur seine eigenen Interessen durchsetzt und auf moralische Erwägungen verzichtet. Der Autorin gelingt es die Handlungsstränge geschickt zu verweben und einen opulenten historischen Roman mit Intrigen und Verschwörungen auf der einen Seite und romantischen Liebesgeschichten auf der anderen Seite zu komponieren, der bis zur letzten Seite spannend ist.

Sabine Weigand (Autorin)
Das Buch der Königin
www.fischerverlage.de
460 Seiten

Buchtipp: Wie wir Schule machen (Alma, Jamila, Lara-Luna)

18. Juni 2014 sgruen Keine Kommentare

Ein Buch, das Mut macht

(Sigrid Grün)

Es gibt zahlreiche Bücher, in denen das deutsche Schulsystem in Frage gestellt wird - mit oder ohne konkrete Lösungsvorschläge. Diese Bücher stammen aus der Feder von nachweislich klugen Erwachsenen, die oft über langjährige Erfahrungen verfügen. Es sind dies aber keine Erfahrungen aus Schülersicht, denn die Schulzeit der Verfasser liegt meist viele Jahre zurück und hat mit den heutigen Bedingungen nicht mehr viel zu tun. Und genau dieses Manko merkt man vielen schulkritischen Büchern an. Es fehlt die Orientierung an den wirklichen Bedürfnissen der Schüler von heute. Deshalb ist mit “Wie wir Schule machen” eigentlich ein längst überfälliges Buch erschienen, in dem es um die Menschen geht, die im Mittelpunkt stehen, wenn von Schule die Rede ist: Die Schüler selbst. Drei Mädchen zwischen 13 und 15 Jahren haben in Zusammenarbeit mit dem “Stern”-Reporter und Autor Uli Hauser (”Jedes Kind ist hoch begabt”) nun aufgeschrieben, was falsch läuft, und wie man es richtig machen könnte. “Lernen, wie es uns gefällt” verspricht der Untertitel - und als Leser muss man den jungen Autorinnen nur Recht geben. So wie sie vom Lernen schreiben, bekommt man wieder Lust auf Schule.
Das Buch gliedert sich in eine Einführung und drei Abschnitte. Der von den Schülerinnen erstellte Pisa-Fragebogen ist als Anhang beigefügt.
Zunächst stellen sich die jungen Autorinnen vor. Schnell wird klar: Hier handelt es sich um ganz normale Jugendliche, im rundum positiven Sinne. Die Mädchen haben schon eine ganze Reihe Erfahrungen hinter sich - und gerade im schulischen Bereich nicht nur positive. Und sie besuchen jetzt alle drei die Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ), eine Reformschule mitten in der Bundeshauptstadt. In dieser Lehranstalt werden nicht nur die herkömmlichen Fächer wie Mathe, Deutsch & Co unterrichtet, sondern auch “Verantwortung” und “Herausforderung” stehen auf dem Lehrplan. Denn genau an diesen Dingen wachsen junge Menschen. In unserer Gesellschaft wird Kindern und Jugendlichen viel zu wenig zugetraut. Selbst wenn sie großes Interesse daran haben Verantwortung zu übernehmen, werden Wünsche hinsichtlich der Verwirklichung verantwortungsvoller Aufgaben abgelehnt. Zu gefährlich, zu schwer, heißt es dann und ein junger Mensch wird in seiner Entwicklung ausgebremst. Das Schulfach “Herausforderung” ist ganz besonders spannend, suchen sich die Schüler doch selbst die Herausforderung aus, die sie meistern wollen. 150 Euro für drei Wochen - wie macht man das Beste draus? Über mehrere Monate hinweg werden die Herausforderungen geplant. Wanderungen in Schweden oder Frankreich, bei denen auch mal was schief gehen kann. Eine Begleitperson ist zwar anwesend, mischt sich allerdings nur in wirklich bedrohlichen Situationen ein. Und so sammeln die Jugendlichen Erfahrungen, die sie mitunter für ihr ganzes Leben prägen. Doch auch die Kernfächer Mathematik & Deutsch stehen natürlich auf dem Lehrplan. Allerdings wird in der ESBZ in Lernbüros gelernt. Schüler organisieren sich ihre Lernabschnitte selbst und erarbeiten sich die Lernfelder auch gemeinsam mit Mitschülern. Prüfungstermine werden selbst festgesetzt, so dass man es als Schüler in der Hand hat, wann der eingeübte Stoff überprüft wird.
Im ersten Abschnitt erklären die drei Mädchen Alma de Zárate, Jamila Tressel und Lara-Luna Ehrenschneider, wie sie lernen wollen und was ihnen wichtig ist. Im zweiten Abschnitt (dem umfangreichsten) geht es um die konkrete Umsetzung vieler dieser Wünsche in der ESBZ. Im dritten Teil geht es schließlich um die Verwirklichung der Roadshow, in deren Rahmen verschiedene SchülerInnen der ESBZ durch die deutschsprachigen Länder reisen, um ihr Konzept von Schule zu verbreiten, beseelt vom Wunsch die Schulen zu verändern.
Die Schülerinnen schreiben sehr frei über ihre Bedürfnisse und das ist natürlich ausgesprochen charmant. Keine Zeile ist trocken, kein Abschnitt langweilig - hier sprudeln drei Schülerinnen nur so vor Ideen und diese lebendige Lektüre ist eine große Freude für den interessierten Leser. Zwischendurch kommen auch immer wieder Vertreter aus dem Bildungssektor, Forschung und Wirtschaft zu Wort, denen das Konzept auch sehr zusagt, da es sich bewährt hat und kreative junge Leute hervorbringt, die Verantwortung übernehmen und Herausforderungen meistern wollen - immerhin haben sie das schon in der Schule gelernt.

Alma, Jamila und Lara-Luna (Autorinnen) In Zusammenarbeit mit Uli Hauser
Wie wir Schule machen. Lernen, wie es uns gefällt
www.randomhouse.de
190 Seiten

Veranstaltungstipp: Schlossfestspiele Regensburg

17. Juni 2014 sgruen Keine Kommentare

Stars im Fürstlichen Schloss

(Sigrid Grün)

In einem Monat ist es wieder soweit: Eine Vielzahl von Stars aus Klassik, Pop und Rock geben sich an zehn aufeinanderfolgenden Tagen ein Stelldichein im Regensburger Fürstenschloss.
Am Freitag, den 18. Juli starten die diesjährigen Schlossfestspiele mit der Premiere von Verdis Rigoletto in der Inszenierung der Breslauer Staatsoper. Am 19. Juli (Samstag) ist das “Mega-Opernevent” dann erneut auf der Freilichtbühne zu sehen.
Am Sonntag, den 20. Juli wird Howard Carpendale für das Regensburger Publikum singen und am Montag (21.7) erwartet die Zuseher “Opern auf Bayrisch” - ein höchst amüsanter Opernabend, der aus einer Faschingsvorstellung des Münchner Volkstheaters hervorgegangen ist.
Am Dienstag folgt schließlich das Konzertereignis des Jahres - nachdem im vergangenen Jahr die ausverkaufte Vorstellung aufgrund gesundheitlicher Probleme abgesagt werden musste, wird er dieses Jahr hoffentlich rundum gesund auf der Regensburger Bühne stehen und seine “Greatest Hits” performen: Sir Elton John.
Am Mittwoch (23. Juli) ist Klezmer-Musiker Giora Feidman mit den Gitanes Blondes in Regensburg zu Gast.
Am Donnerstag (24. Juli) folgt der britische Singer-Songwriter James Blunt und am Freitag, den 25. Juli, wird die legendäre Nena mit ihrer Band den Schlossinnenhof rocken.
Am Samstag (26.7) findet schließlich die große Glenn-Miller-Nacht mit Andrej Hermlin statt.
Und am Sonntag (27.7) wird - wie jedes Jahr - am Vormittag das Kinderstück zu sehen sein. Diesmal mit der beliebtesten und frechsten Hexe Deutschlands höchstpersönlich: Bibi Blocksberg.
Am Sonntagabend bildet die Operngala mit Angela Gheorghiu schließlich den festlichen Abschluss.
Die Abendveranstaltungen beginnen jeweils um 20.30 Uhr, das Kinderstück um 10.30 Uhr.
Weitere Informationen und Tickets unter www.odeon-concerte.de

Buchtipp: Alles, was leuchtet. Wie große Literatur den Sinn des Lebens erklärt (Hubert Dreyfus; Sean Dorrance Kelly)

13. Juni 2014 sgruen Keine Kommentare

“Nicht alles ist leuchtend, aber alles Leuchtende ist”

(Sigrid Grün)

Hubert Dreyfus ist Philosophiedozent in Berkeley und der ehemalige Doktorvater von Sean Dorrance Kelly. Gemeinsam haben die beiden Philosophen nun ein Buch zur Lebenskunst verfasst. Sie haben gewissermaßen eine Geschichte des “Leuchtenden” geschrieben, die sich von der gefühlsintensiven und bedeutungsvollen Welt der Griechen zu Homers Zeiten, die von der heiligen Kraft der Götterwelt leuchtete, bis zum säkularisierten Nihilismus in der heutigen Zeit spannt. Von Homer, über Aischylos und Augustinus, die den Aufstieg des Monotheismus markieren, Dante und Kant, die für die Versuchungen und Gefahren der Autonomie stehen, bis hin zu Melvilles “böser Kunst” und David Foster Wallace’ Gegenwartsnihilismus führt die Reise, auf welcher der Leser eindrucksvoll die Paradigmenwechsel in der Kultur im Spiegel großer Literatur kennen lernt.

Welche Rolle spielt die Heiligkeit, jenes besondere Leuchten noch in unserem Leben, das von der Technologie beherrscht wird? Die beiden Autoren sehen eine ernsthafte Gefahr im Vormarsch der Technologie - und zwar nicht wegen des technischen Fortschritts an sich, sondern wegen des Verlustes jenes Leuchtens, nachdem wir dann nicht mehr streben können. In großen Sportereignissen (die Fußball-WM ist ein ausgezeichnetes Beispiel) sehen Dreyfus und Kelly noch ein Aufleuchten von Ekstase, in der “das Gemeinschaftsgefühl, das Gefühl für die eigene Identität und die Bedeutung des Moments” (291) besonders hervorgehoben sind. Das Aufwallen dieser Energie, die Bedeutung und Sinn verheißt, offenbart sich also in der unkultivierten, ekstatischen physis, was auch Gefahren birgt - nämlich dann, wenn wir uns von Massenereignissen mitreißen und uns von Demagogen leiten lassen. Es bedarf eines gewissen Mutes, sich einem Massenwahn zu widersetzen.
Die physis spielt also auch in der heutigen Zeit eine wichtige Rolle, wohingegen die “einfühlsame, fürsorgliche poesis” zusehends an Bedeutung einbüßt. Eigene Fertigkeiten und auch das Erkennen von Qualität gingen durch den technologischen Fortschritt verloren, so Dreyfus und Kelly.  Als Beispiel führen sie ein Navigationsgerät an. Durch die Orientierung am Navi verlieren wir auch unser Wahrnehmungsvermögen. Wir verlernen uns an Orientierungspunkten wie Straßenschildern, Himmelsrichtungen oder dem Stand der Sonne zu orientieren. Und damit sind wir, so die Autoren, bald nicht mehr in der Lage sorgfältig, kunstfertig und andächtig zu handeln. Als Lösung schlagen sie nicht eine gänzliche Ablehnung des technischen Fortschrittes vor, sondern seine Akzeptanz kombiniert mit der Wahrung der poietischen Sitten und Gebräuche.

Fazit: “Alles was leuchtet” ist ein interessanter Beitrag zur Philosophie der Lebenskunst. Dem Untertitel wird das Buch zwar nicht ganz gerecht, aber die Paradigmenwechsel werden sehr gut verdeutlicht.

Hubert Dreyfus; Sean Dorrance Kelly (Autoren)
Alles, was leuchtet. Wie große Literatur den Sinn des Lebens erklärt.
www.ullsteinbuchverlage.de
368 Seiten

Die WM startet mit Tebratz van Elst (VfR 07 Limburg/AS Rom) im Ostentor

12. Juni 2014 ffranc Keine Kommentare

brasil2014

12.06. - 15.07.2014, Garbo-Kino, Regensburg
Musikfilm-Festival: Sound und Visions. Beginn Donnerstag 22.40 Uhr mit 24 Hour Party People (GB 2002, Michael Winterbottom) der ultimative Film über Manchester, Factory, Hacienda usw. Eintritt frei!
Morgen geht’s passend weiter mit Control (GB 2007, Anton Corbijn).
www.altstadtkinos.de

Donnerstag, 12.06.2014, ab 09.30 Uhr, Universität/OTH, Regensburg
Musik-Festival: Campusfest mit Frühschoppen, Fussball-Cup, Kultur und Konzerten u.a. mit Janko, The Moody Acoustic Moth Shelter, Radio Haze, Luko, The Langtunes, Mega!Mega! und ab 23.00 Uhr DJ Willi in der Mälze.
campusfest-regensburg.de

Freitag, 13.06.2014, 20.00 Uhr, L.E.D.E.R.E.R., Lederergasse, Regensburg
Punk: CONTINENTS. | CROWNS & THIEVES | REASON TO CARE bieten wahlweise Emotional-, Post-, oder Ambient-Hardcore und werden vom MOLOCH KOLLEKTIV freundlich präsentiert. Da ist Teebaatz garantiert dabei.
www.lederer-ev.de

Freitag / Samstag, 13./14.06.2014, 20.00 Uhr, Turmtheater, Watmarkt, Regensburg
Theater: Eine Kleine Nachtrevue ein Potpourri zum 5-jährigen Bestehen des Turmtheaters mit u.a. Martin Hofer, Heinz Müller, Eva Sixt und Überraschungsgästen.
www.regensburgerturmtheater.de

Samstag, 14.06.2014, 19.30 Uhr, Theater am Bismarckplatz, Regensburg
Musik-Film: Amadeus (USA 1984, Milos Forman), acht Oscars und die ideale Ergänzung zur Regensburger Neuinszenierung der „Zauberflöte“.
www.theater-regensburg.de

Sonntag, 15.Juni 2014, 19:30 Uhr, Theater am Bismarckplatz, Regensburg
Premiere/Oper: Die Zauberflöte, Große Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart | Text von Emanuel Schikaneder; Musikalische Leitung: Tetsuro Ban
Weitere Vorstellungen: 18./23./25./30.Juni, 02./04./06./08./12./15./17./20.Juli 2014, je 19:30 Uhr
www.theater-regensburg.de

Dienstag, 17.06.2014, 20.00 Uhr, Turmtheater, Watmarkt, Regensburg
Theater mit Tanz: Sechs Tanzstunden in sechs Wochen. Leichtes Gastspiel für den Sommer mit Silvia van Spronsen und Olaf Schmidt, Inszenierung: Lars Helmer.
Weitere Vorstellungen: 18.-21. und 25.-29. Juni 2014, jeweils um 20.00 Uhr.
www.regensburgerturmtheater.de

17./18. Juni 2014, 20.00 Uhr, Filmgalerie im Leeren Beutel, Regensburg
Kino: Außer Atem/A Bout de Souffle, F 1959, Regie: Jean-Luc Godard, mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg, OmU, zum 20. Geburtstag von Arthaus
www.filmgalerie.de

Veranstaltungen vom 05. - 12. Juni 2014

5. Juni 2014 ffranc Keine Kommentare

Donnerstag, 05. Juni 2014, 19.00 Uhr, Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg
Ausstellungseröffnung: Heimat? Osteuropa in der zeitgenössischen Fotografie u.a. mir Werken von Jessica Backhaus, Göran Gnaudschun, Tomáš Pospěch, uva. Die Austellung läuft bis 07. September 2014, trotz fiesem Brandanschlag!
www.kunstforum.net

Donnerstag, 05. Juni 2014, 20.00 Uhr, W1, Weingasse, Regensburg
Konzert: Fenster aus Berlin und beheimatet im Hause Morr Music, unterstützt von Wassermanns Fiebertraum aus Regensburg; Eintritt: 5 €
fensterbones.com | wassermanns-fiebertraum.de | www.jungekultur-regensburg.de

Freitag, 06. Juni 2014, 20.00 Uhr, Kinokneipe, Regensburg
Soli-Veranstaltung: One Night at the Kino Bar mit Lesungen (Salamander), Live-Musik (Cato & Janko | GeMa | Torrid Souls ) und Tanzrhythmen (Robert, Thali, Ennio) die Kinokneipe retten.
www.kinokneipe.de | fb/One Night at the Kino Bar

Fr. - Mo., 06. - 09. Juni 2014, ab 20.00 Uhr, div. Altstadt, Regensburg
Festival 1: 30. Tage Alter Musik mit 18 Konzerten mit Gruppen aus 10 Ländern und schätzungsweise 1000 verschiedenen antiken Spielgeräten, und einer Austellung mit historischen Instrumenten im Salzstadel.
www.tagealtermusik-regensburg.de

Sa./So./Mo., 07./08./.09 Juni 2014, ab 7.00 Uhr, Donau-Arena, Regensburg
Markt 1: 3-Tage-Flohmarkt Allerlei zum Schnäppchenpreis auf Regensburgs zweitschönstem Parkplatz.

Sa./So., 07./08. Juni 2014, ab 17.00 Uhr, Stadtamhof, Regensburg
Festival 2: 12. Mundart Festival mit illustren Kapellen wie Sauglocknläutn, Fuzz Deifl Wild oder Bayerischer Rundfank. Alles frei.
www.mundartfestival-regensburg.de

Sonntag, 08. Juni 2014, 09.00 Uhr, Innenstadt Ost, Regensburg
Markt 2: Antikmarkt mit schönen alten, aber nicht immer geschenkten Sachen. Bis 17.00 Uhr.
www.antikmarkt-regensburg.de

Mittwoch, 11. Juni 2014, 22.40 Uhr, Garbo-Kino, Regensburg
Film: Die Faust im Nacken, Regie: Elia Kazan, mit Marlon Brando, USA 1954; Innerhalb der Reihe vor 60 Jahren; Eintritt: frei
www.altstadtkinos.de

12-16. Juni 2014, 20.00 Uhr, Filmgalerie im Leeren Beutel, Regensburg
Kino/Dokumentarfilm: Ai Weiwei-The fake Case, KD/GB 2014, R: Andreas Johnson
www.filmgalerie.de

12.06 -15.07. 2014, Garbo-Kino, Regensburg
Musikfilm-Festival: Sound und Visions
www.altstadtkinos.de

Tanz die Heimat

1. Juni 2014 lweser Keine Kommentare

Uraufführung/Tanztheater: Tanz.Farbrik!zwei Velodrom, Regensburg: Choreographie: Jungen Choreographen des Ensembles des Theater Regensburg; Künstlerische Leitung Yuki Mori; Gastchoreograf Taulant Shehu; Mitglieder des Ensembles des Theater Regensburg; Musiker: Taiko-Drums Leonard Eto

tanz-farbrik-zwei

Das Format „Jungen Choreographen“, indem Mitglieder der Sparte Ballett (bzw. Tanz) ihr Können als Choreographen unter Beweis stellen, wurde beim Theater Regensburg vom ehemaligen Ballettdirektor Olaf Schmidt etabliert. Sein Nachfolger Yuki Mori hat das Formalt glücklicherweise beibehalten. Für die sieben Choreographien ließen sich Tänzer und Choreographen von der Ausstellung „Heimat? Osteuropa in der zeitgenössischen Fotografie“ im Kunstforum Ostdeutsche Galerie inspirieren. Heimat, muss im Mikrokosmos Theater eine besondere Bedeutung haben. Denn im Theater ist man wie Schausteller, wie das fahrende Volk oder auch wie die einstigen Wandertheatergruppen, selten länger an einem Haus, in einer Stadt. Da darf man, um mit Hesse zu sprechen „an keinem [Raum] wie an einer Heimat hängen“ und muss stets „bereit zum Abschied sein und Neubeginne“. Was kann in diesem unsteten Leben der für Konstanz stehende Begriff der Heimat bedeuten?

Die aus Russland stammende Ljuba Avvakumova setzt sich mit ihrer Choreographie „Drückende Weite“ mit ihrem Heimatland auseinander. Sie tanzt zusammen mit Shota Inoue unter der alles dominierenden, roten Fahne.
Die Französin Pauline Torzuoli macht in „Adossée“ (Sich anlehnen) einen Einrichtungsgegenstand zur Heimat. Wie wunderbar eignet sich doch ein Schaukelstuhl für den Tanz. Andrea Vallescar, Harumi Takeuchi und Alessio Burani lehnen sich an, sinken dahin und umkreisen ihn.
Alessio Burani lässt in seiner Choreographie „Centolire“ Pauline Torzuoli, Andrea Vallescar und Ljuba Avvakumova wie in Tschechows „drei Schwester“ wehmutsvoll einen Sehnsuchtsort beschwören. Doch dieser ist vor allem eine Zeit, die der verlorenen Kindheit.
Gastchoreograph und gebürtiger Albaner Taulant Shehu lässt sein bereits im Staatstheater Wiesbaden aufgeführten Heimatlosen vor dem Erfrieren wieder erwachen.

Der Zweite Teil beschäftigt sich zwar noch immer mit dem Begriff Heimat, wird aber vor allem durch den japanischen Trommler Leonard Eto dominiert.
Yuko Mori und Harumi Takeuchis Choregraphie erinnert nicht von ungefähr an eine japanische Teezeremonie.
Andrea Vallescars „Rootless“ weckt eher Assoziationen an eine Vampir-/Weerwolfszene aus einem Film aus den 80er Jahren. Der Heimatbezug bleibt vordergründig verborgen.
Der Abend gipfelt schlussendlich in Allsio Buranis Choreographie „Verlohrene Heimat“ , die an einen archaisch rituelles Bachanal oder auch an einen Veitstanz erinnert.

Eine Foto-Ausstellung von Ljuba Avvakumova, die mit der Kamera ihre Tanzkollegen die Frage nach ihrer Heimat stellte, ist im Foyer des Obergeschosses des Velodroms zu sehen.

Die Jungen Choreographen
Tanz.Farbrik!zwei
Choreographie: Ljuba Avvakumova, Alessio Burani, Yuki Mori, Taulant Shehu (Gastchoreograph), Harumi Takeuchi, Pauline Torzuoli, Andrea Vallescar und Claudio Costantin; Künstlerische Leitung Yuki Mori; Musiker/ Taiko-Drums Leonard Eto
mit: Claudio Costantino, Caroline Fabre Andrea Vallescar Ina Brütting, Riccardo Zandoná, Ljuba Avvakumova, Shota Inoue, Harumi Takeuchi, Alessio Burani, Fabian Moreira Costa, Pauline Torzuoli, Riccardo Zandonà, Riccardo Zandonà
Musiker/Taiko-Drums: Leonard Eto
weitere Vorstellungen:
12.06.2014 19:30 Uhr, ORT: Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Preis 12 €
14./17./29. Juni 2014; je 19:30 Uhr, jeweils 19.30 Uhr, Velodrom
www.theaterregensburg.de

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