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Archiv für Januar, 2015

Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag XI

31. Januar 2015 sgruen Keine Kommentare

Total verdreht

(Pep Schwarz-Weißflach)

Schnurrrrr. Ich bin wieder einmal glücklich zuhause bei meinem Frauchen. Denkt euch nur, gestern hat sie mich an der Uni abgeholt! Das würde ich mir ja eigentlich täglich wünschen, aber noch wissen nicht alle Streichelmenschen in meinem Revier, wem sie Bescheid sagen müssen damit ich geholt werden kann. Gestern schaute ich mich zunächst in Jura um. Aber zur Zeit sind auch die Jura-Streichler sehr angespannt, obwohl es doch eigentlich so ein lustiges Fach ist. Ich blieb nicht lange und versuchte lieber in den Büros ein Nickerchen zu machen. Mein Nachnickerchen hielt ich dann im Sammelgebäude. Eine ganz liebe Streichelfrau ließ mich in ihr Büro und ich nahm auf ihrem Schoß Platz. Zum Nachnachnickerchen zog ich schließlich auf den zweiten Stuhl um, der ein bisschen nach Hund roch. Aber zum Glück nicht nach Dackel. In diesem Falle hätte ich mich selbstverständlich auf die Heizung gelegt. Und dann geschah etwas total Verdrehtes! Obwohl es noch nicht dunkel wurde, kam mein Frauchen mit einer anderen Streichelfrau vorbei um mich zu besuchen. Ich schlief einfach weiter, denn mein Katzenkörbchen hatten die beiden nicht dabei. Zum Glück verstanden sie meinen Wunsch in Ruhe weiterzuschlafen und verschwanden irgendwann wieder. Ein Nachnachnachnickerchen später tauchten sie aber wieder auf - mit meinem geliebten Katzenkorb! Sofort sprang ich von Stuhl und rollte mich auf meiner Lieblingsdecke zusammen. Bald würde ich daheim sein - auf der heimischen Heizung und vor allem beim vollen Futternapf. Ich schloss die Augen und träumte von Fressen und Wärme, doch als ich die Augen wieder öffnete, waren wir in der Zentralbibliothek! Vielleicht wollte mein Frauchen noch etwas ausleihen? Ich sah mich ein wenig um, blieb aber im Körbchen. Komischerweise öffnete mein Frauchen das Türchen meines Katzenkorbes in der Bibliothek. Seltsam das. Hier war doch nicht mein Zuhause! Ich blieb also ganz ruhig liegen und verhaute ein bisschen meine Spielzeugmaus, die ebenfalls im Körbchen lag. Selbstverständlich weiß ich, dass es sich dabei nicht um eine richtige Maus handelt - ich bin ja nicht dumm. Und selbst weniger gebildete Vertreter meiner Gattung wissen das sehr genau. Es macht auch Spaß eine falsche Maus zu verhauen. Streichelmenschen finden das immer sehr erheiternd. Das habe ich schon mitbekommen. Dabei tun die oft das Gleiche in ihren Spiegeln! Sie jagen farbige Gegenstände und versuchen sie mit ihrem Gewische und Tastengedrücke zu fangen - ehrlich gesagt sieht das viel alberner aus als meine gezielten Tatzenhiebe auf eine Spielzeugmaus. Immerhin kann man die tatsächlich in den Pfoten halten und nicht nur im Spiegel sehen. Ich machte mir also solche schnurrigen Gedanken zur äußerst schrägen Wahrnehmung der Realität bei den Streichelmenschen und wartete darauf in meinem Zuhause anzukommen. Plötzlich hielt mir ein mir bisher unbekannter Streichelmann ein Stück Futter vor die Nase. Mein Frauchen füttert mich ja nur zuhause und möchte auch nicht, dass ich auswärts schmause. Sie macht sich sonst Sorgen, dass ich nicht das richtige Futter bekomme und mich überhaupt nicht mehr daheim blicken lasse. Sehr vernünftig! Doch angesichts des Duftes ließ ich jegliche Vernunft fahren und kletterte aus dem Korb. Als ich all der herrlichen Bücher um mich gewahr wurde, verschwand meine Schläfrigkeit schlagartig und meine Neugierde siegte. Ich sah mich um, konnte aber auf Pfotenhieb keinen Titel finden, der mich interessierte. Neben mir lief ein großer Streichelmann mit einem schwarzen Kasten und einer Lampe auf der Schulter. Das sah sowas von dämlich aus! Ich sah schnell überall nach dem Rechten und kletterte dann wieder in mein Körbchen. So, jetzt wollte ich wirklich heim. Und dahin ging es dann auch. Dort wurde ich gleich mit feinstem Futter und vielen Streicheleinheiten versorgt. Ach, daheim wäre ist es doch am schönsten! Wenn nur nicht dieser Forscherdrang in mir toben würde. Und da kamen mir die schnurrigen Worte eines berühmten Dichters in den Sinn.
Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor…
Das könnte von mir sein! Im meinem klugen Katzenkopf ging ich das ganze lange Gedicht durch, das ich selbstverständlich im Schlaf beherrsche. Ich träumte seltsame Schnurren. Sogar ein Pudel kam drin vor. Zum Glück kein Dackel! Schnurrrrrr.

Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag X

30. Januar 2015 sgruen Keine Kommentare

So ein blöder Hund!

(Pep Schwarz-Weißflach)

Meeeeaaaauuurrr! Der gestrige Tag war vielleicht abenteuerlich! Ich war viel in der OTH unterwegs und habe mir alles ganz genau angesehen. Die Streichelmenschen waren wieder einmal völlig neben der Spur. Daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Sie müssen noch viel Langmut lernen, am besten auf einer herrlichen Heizung. Als es mir im Sensorik Applikationszentrum zu langweilig wurde - sie haben ja nicht einmal den Laser eingeschaltet! - machte ich mich auf den Weg Richtung Jura. Dort gibt es, wie ich gestern geschildert habe, immer viel zu lachen. Im Vorbeitigern pflückte ich mir rasch noch eine Maus aus ihrem Loch und trug sie mit mir herum. Mitten auf der PT-Wiese, die zur Zeit eher einem schlammigen Sumpf gleicht, passierte es dann… Eigentlich hätte ich zu dieser Zeit damit rechnen müssen! Ich konnte ihn schon riechen, bevor er da war: Meinen Erzfeind, den unbeherrschten Dackel Poldi! Als Kater von Welt bin ich jemand, der stets die Katernance zu wahren weiß oder sich zumindest redlich darum bemüht. Poldi ist da gänzllich anders. Er ist ein mieser kleiner Kläffer, ein völlig verköterter Flohpelz, der mich auf meine Streifzügen immer mit seiner aufdringlichen Schnauze an den intimsten Stellen beschnuppern möchte. Schrecklich ist das! Poldi ist äußerst plump in seinem Gebaren - aber rennen kann er wie der Teufel! Als er mich erblickte, kläffte er sofort los. Sein Herrchen versuchte ihn noch zu beruhigen. Ein Dackel von so schlechtem Benehmen ist ihm peinlich - das kann man dem Besitzer ansehen. Der kleine Bullenbeißer schaffte es tatsächlich sich loszureißen und samt seiner lächerlichen Leine auf mich zuzustürmen. Ich wollte mir die Pfoten nicht schmutzig machen und schoß wie ein geölter Blitz über den asphaltierten Pfad ins PT-Gebäude. Poldi jedoch rannte mitten durch den Matsch - der schlammige Sumpf ist, wenn ihr mich fragt, auch genau der richtige Ort für einen so ungeschlachten Gesellen wie ihn. Auf meinem Weg ins PT-Gebäude verlor ich leider die frisch gefangene Maus und Poldi nutzte die Gunst der Stunde. So ein blöder Hund! Im Gebäude fing ich mir allerdings gleich eine neue Maus und lächelte in mich hinein. PT-Mäuse schmecken nämlich viel leckerer als Wiesenmäuse, weil sie viel näher an der Katzeteria wohnen und deshalb wohlgenährt sind. Auch sind es viel gebildetere Mäuse als die hundsgewöhnlichen Wiesenmäuse. Ich bin mir sicher, dass Poldi triumphierte und wisst ihr was? Ich gönne ihm seinen Triumph, er hat ja sonst nicht viel zu lachen! Im Gegensatz zu mir, verfügt dieser dumme Hund nämlich über keinerlei Bildung. Dass solche Gestalten sich überhaupt an der Uni herumtreiben dürfen… Meeeeaaaauuurrr!

29. Januar 2015 lweser Keine Kommentare

Freitag, 30. Januar 2015, 19.30 Uhr, Theater am Haidplatz, Regensburg
Premiere/Schauspiel: Blütenträume von Lutz Hübner; Regie: Wolfgang Gropper;
weitere Vorstellungen: So, 01./Di, 03./Mi, 04./Do, 05./Mo, 09./Di, 10./Sa, 14./So, 15./Di, 17./Fr, 20/Sa, 21./Do, 26./Sa, 28.Februar/Di, 03./Mi, 04./So, 08./Di, 10.März.2015, jeweils 19:30 Uhr
www.theaterregensburg.de

Freitag, 30. Januar 2015, 19.00 Uhr, Tiki Beat (Arnulfsplatz) Regensburg /Bayern 2
Zündfunk Stadtwerke: Der blaue Bus ist wieder in Regensburg. Diesmal wird aus dem Tiki Beat gesendet. Anschließend Burleske Show im Tiki und Achim Bogdahn legt in der Alten Filmbühne auf.

Freitag, 30. Januar.2015, 18:00 Uhr, Theater am Bismackplatz, Regensburg
öffentliche Probe: Gefangen Im Traum (UA) Choreographie und Inszenierung Stephan Thoss, Musik Bryce Dessner (Streichquartett), Johann Sebastian Bach, BERNARDA ALBA (UA), Choreographie und Inszenierung Yuki Mori, Musik Philip Glass; Eintritt frei!

Freitag, 30. Januar 2015, W1, Regensburg
Konzert: Istrument / The Bear´s Lair
www.myspace.com/w1_regensburg

Samstag, 31. Januar 2015, 19.30 Uhr, Velodrom, Regensburg
Premiere/Schauspiel: Der Sommernachtsalbtraum auf St. Emmeram (Uraufführung) | Regie: Jens Schmidl; Gerwin Eisenhauer und Jens Schmidl |
www.theaterregensburg.de

Samstag, 31. Januar 2015, 22.30 Uhr, Kinos im Andreasstadel, Regensburg
Kinoreihe/ hard:line. Kino extrem: Housebound, OmU
www.kino-extrem.de
www.kinos-im-andreasstadel.de

Mittwoch, 4. Februar 2015, 19.00 Uhr, Wintergarten Kinos im Andreasstadel, Regensburg
Regisseur Wolf Gaudlitz stellt seinen Dokumentarfilm Sahara Salaam; Der Film wird dann ab 12. Februar regulär im Programm sein.
www.kinos-im-andreasstadel.de

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Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag IX

29. Januar 2015 sgruen Keine Kommentare

Kennt ihr schon Caca Cola?

(Pep Schwarz-Weißflach)

Meeeeaaauuuuuu! Ich war ja neulich in einer Juravorlesung. Das ist mit das Lustigste, das man studieren kann. Es ging um Medienrecht. Medien, das hat was mit den Spiegeln zu tun, in die immer alle gucken und auch mit Büchern und so. Heute vor allem mit Spiegeln. Ich habe mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und zum Beispiel festgestellt, dass die Streichelmenschen sehr gerne in einem Revier herumlungern, in dem man eigentlich nicht wirklich herumlaufen kann. Man stellt es sich nur vor und läuft im Spiegel herum. Das klingt total verrückt - ist es auch. Auf den Uniwegen und -wiesen beobachte ich gerne Hunde. Mich interessiert ja alles, wie ihr vielleicht schon wisst. Hunde, die pinkeln an Bäume und Laternenpfähle und sagen damit: “Hallo! Hier bin ICH! Ich bin TOOOLL!” Dann kommt ein anderer Hund, schnuppert daran und pinkelt als Kommentar ein “Hallo! Nein ich! Ich bin noch toller!” zurück. Oder auch ein “Hallo! Schön, dich wieder mal gerochen zu haben!” Auch Kater machen das. Aber nicht ganz so exzessiv, dafür würziger. Ja, und was soll ich sagen? Streichelmenschen machen das Gleiche! Nur pinkeln die nicht wirklich, sondern nur in ihren Spiegeln. Ganz schön schnurrig, oder?
Und was hat jetzt das Ganze mit Jura zu tun? Manchmal, da macht ein Streichelmensch einen ganz prächtigen Haufen im Spiegel - und ist da total stolz drauf. Kann man ja auch sein! Bin ich doch auch! Aber dann kommt ein anderer und schnuppert an dem Haufen, versucht herauszufinden, was der Produzent wohl gefressen haben könnte und versucht dann die gleiche Sch…, äh, pardon, den gleichen schönen Haufen nachzumachen! Das schafft er natürlich nicht - kein Haufen ist wie der andere und nachgemachte Haufen sind auch niemals so prima wie der echte, meint ihr nicht auch? Deshalb gibt es bei den Streichelmenschen Gesetze, damit besonders schöne  Häufchen geschützt sind - aber einige Streichler versuchen es trotzdem, weil sie selber niemals so schönen Häufchen hinbekämen. Blöd ist nur, dass die Streichelmenschen so schwache Nasen haben - auch davon habe ich euch ja schon erzählt. Naja, und dann schnuppern sie am nachgemachten Haufen und halten ihn zunächst für den echten! Das ist dann ein bisschen traurig für den ersten Häufchenproduzenten, aber man kann drauf klarkommen. Bei den Streichelmenschen gibt es aber auch so etwas wie einen Häufchenschutz. In der Vorlesung ging es um jemanden, der Caca Cola machen wollte. Dazu muss man wissen, dass das so ähnlich klingt wie eine eklige Blubberbrause, die die Streichelmenschen lieben. Der Caca-Cola-Mann dachte sich also: “Mach ich eine Blubberbrause, die nenn ich dann so ähnlich wie die bekannte und zack - reich!” Hundekuchen! Der Caca-Cola-Mann hatte nur am Anfang Erfolg, weil die Leute nicht so genau hingesehen haben! Und dann hat plötzlich keiner mehr Caca Cola gekauft. Warum? Weil der Name einfach sch…, äh, nicht gut klingt! Verzeiht, dass ich heute nur von Häufchen und so berichtet habe. Aber auf diese Weise kann ich dieses wirklich sehr lustige Studienfach Jura endlich verstehen! Meeeeaaauuuuuu!

Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag VIII

28. Januar 2015 sgruen 4 Kommentare

Frühe Katze fängt den Vogel?

(Pep Schwarz-Weißflach)

Miaaaahuuuuuaaaaaa! Wie schaffen es diese Streichelmenschen nur so früh so wach zu sein? Oder zumindest so zu tun als ob? Ich mache mir ernsthafte Sorgen, denn sie halten auch zwischendurch kein Nickerchen. Das kann doch nicht gesund sein. Ich bin morgens jedenfalls nicht so schnell wach. Meistens öffne ich die Augen um nachzusehen wo ich mich überhaupt befinde. Wenn ich bei meinem Frauchen in der Wohnung bin lasse ich mich erstmal richtig verwöhnen und dann nehme ich ein ausgiebiges Katerfrühstück zu mir. Und mit dem Stillen des Magenhungers tritt der Wissenshunger immer mehr zutage. Und dann geht’s ab an die Uni. Hab ich aber an der Uni übernachtet, schließe ich die Augen meist nochmal oder ich suche mir ein noch wärmeres und schöneres Plätzchen, um dort ein weiteres kleines Nachnickerchen zu halten. Leider werde ich dabei aber oft gestört. Ich habe auch schon herausgefunden, dass es Orte gibt, an denen ich statistisch gesehen sehr viel häufiger gestört werde: Je mehr Stühle sich in einem Raum befinden, desto früher werde ich geweckt. Auch eine relativ hohe Anzahl von Spiegelkästen, die auf den Tischen stehen ist ein Indiz dafür, dass ich wahrscheinlich relativ bald von Streichelmenschen umgeben sein werde. Stehen aber schön bequeme Sofas in einem Zimmer, kann ich mitunter recht lange schlafen. Nach dem Nachnickerchen folgt oft noch ein Nachnachnickerchen. Bei Bedarf bis zu viermal. Naja, manchmal auch öfter. Dann mache ich mich auf die Suche nach Fressen. Nicht zu viel auf einmal, denn wie ja jeder weiß: Voller Bauch studiert nicht gern. Mäuse gibt es an der Uni in Massen. Bei schlechtem Wetter fange ich einfach drinnen eine. Im P.T.-Gang bei den Cip-Pools gibt es zum Beispiel eine ganze Menge davon. Je näher sie bei der Katzeteria wohnen, desto dümmer scheinen sie zu sein! Oft strecken sie ihre kleinen Schnäuzchen in die Luft um die ganzen Leckereien zu erschnuppern - und dabei vergessen sie, dass Leichtsinn und Gefräßigkeit bei Mäusen eine denkbar schlechte Kombination sind. Zack! Es bedarf meist nur eines einzigen beherzten Pfotenhiebes - und das Frühstück ist gesichert. Dann kann ich endlich die Veranstaltungen besuchen. Was ich überhaupt nicht mag, sind Vögel zum Frühstück. Erstens ist es ein recht großer Aufwand für relativ wenig Verwertbares im Magen. Morgens möchte ich einfach noch nicht so viel Federlesens machen. Das knirscht ganz grässlich zwischen den Zähnen. Da darf ich gar nicht dran denken. Ich verstehe den Spruch mit den frühen Vögeln deshalb überhaupt nicht. Seltsam, diese Streichelmenschenlogik. Ja, die müssen hier noch viel lernen! Und ich mache jetzt noch ein kurzes Nachnachnachnickerchen. Miaaaahuuuuuaaaaaa!

Guten Morgääääähn! (Foto: Y. Weißflach)

Guten Morgääääähn! (Foto: Y. Weißflach)

Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag VII

27. Januar 2015 sgruen Keine Kommentare

FlexMiau mich doch!

(Pep Schwarz-Weißflach)

Uääähuuuäääuääh! Leute, ich bin immer noch etwas im Stress. Sicher sind das noch die Nachwehen meines missglückten Wochenendabenteuers, aber es könnte ein bisschen auch daran liegen, dass ich zu viel Zeit mit Feiern und zu wenig Zeit auf der Heizung verbracht habe. Das kommt davon! Aber beim Winterball konnte ich zum Beispiel einfach nicht fernbleiben. Achje, wenn ich ganz ehrlich bin, fürchte ich, dass es auch mit dieser Prokatzination zusammenhängen könnte. Das ist auf der Heizung liegen, aber nicht wirklich auf der Heizung liegen. Also, der Körper liegt schon auf der Heizung, aber im Katzenkopf tanzen FlexMiau und Studienordnung und Modultrallala einen wilden Katzentatzentanz. Und Rückmeldung ist ja auch noch! Wie soll man da vernünftig und ganz und gar auf der Heizung liegen können? Kann mir das mal einer verraten? Die Streichelmenschen sind davon auch ganz schön mitgenommen. Ich spüre das einfach! Wenn ich der Unikatzler wäre, würde ich ja alles ganz anders machen. In den Veranstaltungen sollte es z.B. üblich sein zu liegen. Oder auch herumzutigern. Und bei Bedarf einfach den Hörsaal zu wechseln. Manchmal merkt man ja erst mittendrin, dass ein Kurs total verschnarcht ist. Wäre es da nicht sinnvoller sich nach einer besseren Veranstaltung umzusehen? Ich halte mich auch immer nur da auf, wo es mir gefällt. Und wisst ihr was? Auf diese Weise habe ich schon so viel gelernt! Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, nur ein Fach zu studieren. Völlig undenkbar! Wo die Welt doch voller spannender Dinge ist. Dass die jungen Streichelmenschen dazu gezwungen werden nur ein oder zwei, höchstens drei Fächer zu belegen, das ist doch unverschämt. Wenn ich nur gelernt hätte Mäuse zu fangen, dann hätte ich davon zwar überleben können, aber was wäre das denn für ein Leben? Auf der Heizung liegen, Mathe, Feiern, Mäusefang, Medizin, Tigern, Jura, Spielen und von mir aus auch Kuhlturwissenschaft und vieles vieles mehr! Ich sag’s euch - das ist ein Leben! Ich könnte mich überhaupt nicht entscheiden. Aber ich fürchte, dass es den Streichelmenschen um etwas ganz anderes dabei geht. Nur habe ich überhaupt keine Ahnung worum. Aber das möchte ich herausfinden. Das ist doch das Spannende! Neue Dinge herauszufinden! Wozu geht man denn sonst an die Uni? Aber wie soll man das alles lernen können, wenn man sich mit diesem elenden FlexMiau und weiß der Kater noch allem rumschlagen muss? Nein, das muss wirklich aufhören. Das ist so überflüssig wie der Floh auf der Katz. Und deshalb habe ich gerade etwas beschlossen: Ich werde mir den ganzen FlexMiau- und Modulfirlefanz einfach schenken, mich auf die Heizung legen und fortan Schwarz-Weißhörer sein! Bisher hat das doch auch keinen gestört. Aber pssssst! Niemandem verraten, ok? Meinen Doktor kann ich sicher auch so machen, da wird sich schon ein verständnisvoller Doktorkater finden, der mich annimmt. Uääähuääääuuäää!

Schwarz-Weißhörer Pep (Foto: Y. Weißflach)

Schwarz-Weißhörer Pep (Foto: Y. Weißflach)

Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag VI

26. Januar 2015 sgruen Keine Kommentare

Freiheit, Freiheit, ist das einzige, was fehlt

(Pep Schwarz-Weißflach)

Meeeeeauuurrrrr! Ich bin noch immer ganz aufgeregt. Denkt euch nur, was mir passiert ist! Gut, ich gebe zu, es war nicht das erste Mal. Es passiert mir leider recht regelmäßig und ich weiß auch nicht, was ich dagegen tun soll. Vielleicht wisst ihr Rat? Meeeeeauuurrrr, ich muss erst meine Gedanken ordnen, so aufgewühlt bin ich selten. Also, ich fange mal am Anfang an. Ich hatte gerade ein schönes Nickerchen gehalten, da wollte ich meine Runde drehen und nach dem Rechten sehen. Huppdiwupp bin ich also runter von der Heizung und raus auf die Wiese. Und als ich gerade mein Revier durchstreifte, kam ein Streichelmensch auf mich zu. Naja, ein paar Streicheleinheiten, die können doch nie schaden. Ich lief also zum Streichler hin und wollte mich verwöhnen lassen. Zuerst war es ja auch ganz schön, aber dann dachte der Streichelmann wohl, dass ich vielleicht Lust auf einen kleinen Ausflug hätte. Und weil ich gegen Abenteuer prinzipiell auch nichts habe, bin ich eben mit. Man will ja auch etwas erzählen können, oder? Ich dachte mir nicht viel dabei. Über Dinge nachzugrübeln, für die man sich ohnehin schon entschieden hat ist ein großer Unsinn. Ich war einfach nur gespannt, was mich erwarten würde. In der rollenden Blechdose (auch diese Art humaner Rolligkeit habe ich nirgends wissenschaftlich beschrieben gefunden!) des Streichelmannes war es auch sehr bequem. Ich machte es mir auf dem Sofa gemütlich. Doch dann rollte die große Blechdose mit mir davon und ich merkte, dass sie mich aus meinem Revier beförderte. Irgendwo in den unendlichen Weiten meines klugen Katzenkopfes miaute etwas ganz laut auf und mir kam in den Sinn, dass ich mit rollenden Blechdosen schon einmal eine schlechte Erfahrung gesammelt hatte. Vielleicht war es aber diesmal auch nicht so schlimm? Vielleicht brachte mich dieser Streichelmann ja zu meinem Frauchen? Erleichtert atmete ich auf und eine katerige Sehnsucht befiel mich. Ich dachte an mein Frauchen und die Heizung und das gute Futter und die Streicheleinheiten. Die Unistreichelmenschen waren ja in den letzten zwei Tagen - seit der Rolligkeit! - plötzlich wieder so wenige geworden. Und Veranstaltungen gab es auch nur ganz vereinzelt. Menschen sind wirklich seltsam. Sie bekommen das mit dem geregelten Tagesablauf einfach nicht hin. Der langen Rede kurzer Sinn - der Streichelmensch brachte mich nicht zu meinem Frauchen, sondern in eine völlig fremde Wohnung, ganz weit weg von meinem Revier! Zuerst habe ich mit ihm gespielt und mich auch füttern lassen. Aber irgendwann spürte ich diesen unglaublichen Drang danach durch mein Revier zu laufen, mir die frische Luft um die Nase wehen zu lassen und viele viele Streichelmenschen und Vorlesungen zu besuchen. Das kennt ihr doch bestimmt! Ich dachte an ein Lied, das ich schon öfter mitgemaunzt hatte - eine unbändige Sehnsucht nach Freiheit ergriff mein Herz, ich stellte mich vor die Tür und fing an zu singen… Oh, ich sang mir die Seele aus dem Leib und der Streichelmensch verstand den Text nicht! Ein anderer Streichelmensch kam, sie waren ganz aufgeregt. Dann lasen sie die Zeitung und setzten sich vor ihre Spiegel. Ich sang und sang weiter. Und irgendwann, es war so schön - ich dachte ich träume… Da stand mein Frauchen vor der Tür! Ich lief sofort auf sie zu. Bitte, bring mich zurück in mein Revier! Nein, erst Fressen, dann Heizung und dann wieder: FREIHEIT!

Was soll ich sagen: Ich habe gefressen, ich habe auf der Heizung geschlafen und jetzt geht’s ab an die Uni. Und liebe Streichelmenschen, bevor ihr uns aus unserem Revier holt, überlegt bitte erstmal, ob ihr uns damit etwas Gutes tut. Ich sehe doch nicht krank oder geschwächt aus. Ich wollte nur mal nach dem Rechten sehen! Dass ich mich dann plötzlich in Abenteuern wiederfinde, in die ich vielleicht überhaupt nich geraten wollte, kann ich mir auch nicht erklären. Vielleicht muss ich noch einige Semester Psychologie belegen, bevor ich dahinter komme, was da in meinem Kopf passiert. Vielleicht reinszeniere ich ein frühes Kindheitstrauma? - Ihr erinnert euch vielleicht: der Bauernhof meiner Geburt… Falls ihr mich sucht, ich bin in einem Psychologieseminar! Meeeeeauuurrrrr!

Endlich wieder zuhause! (Foto: Y. Weißflach)

Endlich wieder zuhause... Noch besser schmeckt nur Freiheit! (Foto: Y. Weißflach)

Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag V

25. Januar 2015 sgruen Keine Kommentare

Alle rollig oder was?

(Pep Schwarz-Weißflach)

Haaaauaaaauaaaauuu. Also, heute muss ich wirklich mal etwas ansprechen, was mir schon lange unter den Krallen brennt. Ein bisschen peinlich ist es mir ja schon. Seit ich an der Uni Regensburg studiere fällt mir auf, dass zahlreiche Streichelmenschen in regelmäßigen Abständen rollig werden. Das klingt jetzt vielleicht komisch - ja, ich wundere mich auch immer wieder darüber, zumal Katzendamen bei Weitem nicht so häufig rollig sind. Es ist auch irgendwie eine andere Art Rolligkeit. Die Streichelmenschen singen dabei nicht so schöne Lieder wie Kätzinnen. Stattdessen rollen sie komische Kästen hinter sich her. Haltet mich jetzt bitte nicht für verrückt, aber es scheint sich dabei um eine Art kleinen Rollschrank zu handeln. Und je mehr Rollschränke über das Unigelände rollern, desto weniger Streichelmenschen laufen am nächsten Tag in meinem Revier herum. Ich frage mich, ob die sich irgendwo verkriechen. Einige Nickerchen später scheinen alle wieder da zu sein und alles ist wie vorher - ganz normal!
Ich würde sehr gerne mal eine Seminararbeit darüber schreiben, denn ich sehe eindeutig einen kausalen Zusammenhang zwischen der Rolligkeit und dem nachfolgenden Streichelmenschenschwund. Vielleicht sollte ich einmal einem Rollkastenmenschen folgen, um zu sehen wo und warum er sich versteckt. Möglicherweise kriecht er ja sogar in seinen Rollkasten?
Achje, aber in puncto Literaturrecherche könnte das schwierig werden. Ich habe ja schon in der Medizinbib geguckt, ob ich was zur humanen Rolligkeit finde. Aber nichts! Wie kann es sein, dass ein so offensichtliches Phänomen noch nicht wissenschaftlich beforscht wurde? Ich benötige doch aber ganz viele Pfotennoten. Haaauaaauaaau, ich kann unter diesen Umständen nicht wissenschaftlich arbeiten! Möglicherweise wäre das Thema aufgrund des nachgerade mickrigen Forschungsstandes eher etwas für ein Dissertationsprojekt. Ich werde mir das Ganze durch meinen klugen Katzenkopf gehen lassen. Aber ich werde garantiert nicht allzu lange darüber brüten. Grämliche Grübeleien verderben doch nur die Laune. Ich lass die Streichelroller einfach Streichelroller sein und hau mich auf die Heizung. Und das solltet ihr jetzt auch tun! Haaaaauaaaaauuaaaau!

Alle weg! Einfach nur putzen und wundern...

Alle weg! Einfach nur putzen und wundern...

Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag IV

24. Januar 2015 sgruen Keine Kommentare

Da ist doch was im Busch

(Pep Schwarz-Weißflach)

Chrrrrr! Also, ich weiß ja auch nicht was mit den Streichelmenschen los ist. Seit einiger Zeit habe ich das Gefühl, dass sie noch aufgeregter als sonst sind. Ich schaffe es ja kaum noch sie zu beruhigen! Oder haben die etwa zu viel von diesem ekligen schwarzen Zeug getrunken, das aus den hässlichen Schränken im Erdgeschoss läuft? Ich habe ja mal in der Katzeteria daran geschnuppert. Das hat sogar ein bisschen nach Milch gerochen aber als ich etwas davon aufgeschleckt habe, während die Schwarzbrühefrau kurz weg war um etwas zu holen, schmeckte es einfach nur grässlich. Was für ein Betrug! Jedenfalls kommt es mir in den letzten Tagen so vor, als wäre da was im Busch - und zwar keins der vielen schreckhaften Unikaninchen, die ich so gerne aufscheuche.
Neulich wollte ich zum Beispiel eine Maus fangen, da kam so ein Streichelmensch mit seinem Spiegel und hat mich geblendet. So eine Gemeinheit! Plötzlich ist das mit den Spiegeln noch viel schlimmer geworden. Fast komme ich mir gejagt vor, aber naja, vielleicht sind auch nur meine Nerven etwas überreizt, weil ich ein noch recht frisches Trauma habe. Vor einiger Zeit, ich weiß nicht mehr genau wie viele Nickerchen ich seitdem gehalten habe, hat sich hier auf der Uniwiese nämlich etwas Schreckliches ereignet. Es war eine dunkle und stürmische Nacht - ich war auf der Suche nach Mäusen. Da brach plötzlich ein Gewitter los, wie ich noch keines erlebt habe. Farbige Blitze erhellten den Himmel, laute Donnerschläge ließen mich zusammenfahren. Es war einfach furchtbar. Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich ausnahmsweise zuhause geblieben. Ich habe mich in einem dunklen Winkel im Wirtschaftstrakt versteckt. Ja, ich gebe es offen zu - ich habe mich versteckt, denn ich hatte schreckliche Angst. Auch so ein tollkühner Kater wie ich kennt Furcht. Und ich sage euch eins: Das ist auch gut so! Stellt euch mal vor mich hätte einer der farbigen Blitze getroffen oder ein Donnerschlag platt gemacht. Nein, nein - da bin ich lieber ehrlich und rate euch gut auf euch aufzupassen. Dann kann man später auch wieder viel mutiger sein. Aber diesen Spiegelblitzen, denen misstraue ich seit jener Nacht ein wenig. Und meine Nerven brauchen immer noch Ruhe. In der Medizin habe ich gehört, dass man das PTBS nennt, Posttraumatisches Belastungsschnurren oder so… Deshalb würde ich die Streichelmenschen um ein wenig Rücksicht und ab und zu etwas Ruhe bitten. Und Vorsicht: Ich kann auch kratzen! Chrrrrrr!

Manchmal will ich einfach nur meine Ruhe haben...

Manchmal will ich einfach nur meine Ruhe haben...

Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag III

23. Januar 2015 sgruen 2 Kommentare

Kuhltur tut gut

(Pep Schwarz-Weißflach)

Muuuuuh! Moooment mal, muuuuh? Was ist denn mit mir los? Bei so vielen Studienfächern werde ich noch ganz kirre im Katzenkopf. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur verkatert. Wer so viel studiert wie ich muss nämlich auch ordentlich feiern! Die Vorweihnachtszeit, sag ich euch, das war vielleicht ein Fest! Da gab es Bratwürste ohne Ende. Fast zu viele. Ich habe einmal sogar Bauchweh davon bekommen. Jaja, ich weiß auch, dass mein Frauchen es eigentlich nicht mag, wenn ich auswärts esse. Aber mal ehrlich, könntet ihr da nein sagen? Ich jedenfalls träume heute noch regelmäßig von den vorweihnachtlichen Bratwürsten. Hoffentlich dauert es nicht mehr allzu lange bis die Feierei wieder losgeht. Aber solange kein großes Fest ansteht, muss ich mich eben mit dem begnügen, was die Streichelmenschen so zu bieten haben. Spannung, Spiel und Streichelei.
Gestern war ich in der Kuhlturwissenschaft. Ich weiß ja nicht, warum die einen Studiengang mit Kühen anbieten aber nix mit Katzen. Da komme ich mir fast ein bisschen diskriminiert vor. Sehen die mich denn nicht? Merken die nicht, wie wissbegierig ich bin? Hallo, hier bin ich! Leute, ich bin eine Katze und ich will lernen! Gibt es hier etwa auch noch eine Kuh, die sich auf dem Unigelände herumtreibt? Möglicherweise sogar eine ganze Herde? Ich muss mal die Nase offen halten. Aber außer in den Leberkassemmeln hab ich hier bisher noch keine Kuh erschnüffeln können. Seltsam das. Und während also solche Kuhgedanken in meinem Katzenkopf tanzen, passiert es: Eine Kuh! Eine Kuh in der Kuhlturwissenschaft. Wirklich! Ich kann’s nicht beweisen, aber ihr wisst, dass ihr mir glauben schenken könnt. Ich habe sogar mit ihr gespielt. Verhauen hab ich die, ihr könnt euch das überhaupt nicht vorstellen. Haken links, Haken rechts und ab durch die Mitte! So ging das! Für mich war’s nur ein nettes Spielchen, für die Kuh wahrscheinlich die größte Niederlage ihres Lebens. Tja, so ist das eben. Merkt euch das: Was dem einen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall - mir persönlich schmeckt ja Nachtigall besser. Eule ist schrecklich zäh. So, jetzt hau ich mich aber auf die Heizung. Ein bisschen plagt mich ja schon das schlechte Gewissen. Und hiermit entschuldige ich mich ganz offiziell bei meinem Opfer - die Größe muss man einfach haben - also, ich bitte um Verzeihung, liebe Kuh. Muuuuuuh!

Pep verhaut die Kuh - Haken links!

Pep verhaut die Kuh - Haken links!