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Archiv für Juli, 2016

Eine Nacht mit 007 auf den Regensburger Schlossfestspielen

25. Juli 2016 sgruen Keine Kommentare

Furioses Finale

Sein Name ist Bond. James Bond. Und er lockte Fans von 8 bis 88 in den Regensburger Schlosshof. Fast jeder Bondsong ist ein Ohrwurm. Das Wetter auf der Abschlussveranstaltung war perfekt. Ein angenehmer Sommerabend, kein Tropfen Regen.
Auf der Bühne: Das Radio-Sinfonieorchester Pilsen mit einem ausgesprochen engagierten und sichtlich begeisterten Dirigenten: Christian Schumann allein war schon ein Hingucker. Das Orchester wusste durch eine großartige Performance zu überzeugen. Mal gefühlvoll, mal kräftig - das Zusammenspiel war perfekt. Hinzu kamen - vor allem vor der Pause - zwei begnadete Sänger: Dennis LeGree mit einer herrlich souligen Samtstimme und Joyce van de Pool, die vor allem bei den Höhen in Adeles “Skyfall” brillierte.
Vor der Pause waren vor allem bekannte Bond-Songs wie “Golden Eye” oder “Goldfinger” sowie Medleys aus bekannten Bond-Motiven zu hören, in der zweiten Hälfte nach der Pause überzeugte das Konzept schließlich durch ein absolut gelungenes Zusammenspiel von Film und Musik. Während auf der Leinwand vor allem Ausschnitte aus neueren Bondstreifen zu sehen waren, wurden diese Szenen live vom Orchester begleitet. Damit hatte man einen Film- und Musikgenuss der ganz besonderen Art.
An diesem Abend stimmte einfach alles - die Szenenauswahl, die Musik und natürlich die Atmosphäre. Die wahrscheinlich “coolste” Veranstaltung der diesjährigen Schlossfestspiele war ein absolutes Muss für Bond-Fans.

007

Tom Jones auf den Regensburger Schlossfestspielen

22. Juli 2016 sgruen Keine Kommentare

Der “Tiger” rockt die Schlossfestspiele

(Sigrid Grün)

Tom Jones ist eine Legende. Der “Tiger”  hat es wie kaum ein anderer geschafft, sich über Jahrzehnte zu halten und sowohl ein junges als auch ein älteres Publikum gleichermaßen zu begeistern. Selbst mit 76 schaffte Jones es, ein Konzert ohne Pause zu geben, in dem er seine sämtlichen Facetten von soulig bis kräftig präsentieren konnte.
Ob Hits wie “Sex Bomb”, “What’s new Pussycat”, “Fly me to the Moon” oder “Delilah”, das den Sänger selbst sichtlich bewegte, oder weniger bekannte Songs - die Energie und die Stimmgewalt, mit der Tom Jones brillierte, waren ein Genuss für das Regensburger Publikum, das den Briten schließlich mit Standig Ovations und lautem Jubel feierte. Mit dem Voranschreiten der Show hielt es immer weniger Zuseher auf ihren Sitzen.
Die Mischung aus Gefühl und Power machen Jones sowohl für das weibliche als auch für das männliche Publikum attraktiv. Und genau diesen Mix konnte man im Regensburger Schlosshof hautnah miterleben.
Der “Tiger” hielt sich nicht lange mit dem begeisterten Applaus des Publikums auf, sondern performte einen Song nach dem nächsten. Ein bisschen mehr Beifall hätte er sich selbst schon gönnen können!
Selbst die Fürstin konnte nicht an sich halten und würdigte die Poplegende mit einem entzückten “We love you!”.

A Hard Days Night - Ein Abend mit den Beatles bei den Schlossfestspielen

19. Juli 2016 jneidh Keine Kommentare

John, Paul, George und Ringo bei den Schlossfestspielen? Kann man sich fast vorstellen. Sind die Beatles doch immerhin bis heute “die Band” überhaupt. Für das Beatles-Musical “All you need is love” sah es tatsächlich so aus, als wäre die Gruppe in Originalbesetzung wieder zusammengetreten. Die Ähnlichkeit der Darsteller mit ihren Vorbildern war jedenfalls verblüffend und auch die Musik ließ nichts vermissen. Die Band, die jetzt da vorne auf der Bühne stand, hieß übrigens Twist&Shout und stammt aus den USA, wobei die Schauspieleinlagen aber auf Deutsch gebracht wurden. Ein Roadie erzählte aus seinem turbulenten Alltag mit den Beatles. Die Show war sehr beeindruckend, mit vielen Originalaufnahmen aus den wilden Sixties und passte perfekt mit der Musik zusammen. Hier wurde das richtige Rooftop-Concert-Feeling authentisch wachgerufen. Nicht nur das aussehen, sondern auch die Art der einzelnen Beatles wurde perfekt und sehr liebevoll imitiert.

Ein psychedelisches Feuerwerk mit Seargent Pepper

Ein psychedelisches Feuerwerk mit Sergeant Pepper

Die Schauspieleinlagen vom Roadie und den fiesen Plattenbossen wirkten ein bisschen hausbacken, aber um ehrlich zu sein, die Musik stand sowieso voll im Mittelpunkt und da gab es wirklich nichts zu mäkeln. Mit Sergeant Peppers wurde nachher noch ein psychedlisches Feuerwerk vom feinsten abgebrannt und auch die Lightshow sorgte für wahrhaft hypnotische Flashbacks in eine Zeit in der es nach Rock´n´Roll, Aufbruch und Räucherstäbchen roch. Der Zuschauer hatte hier jedenfalls ein besonderes Erlebnis, an das er sich noch lange mit Begeisterung erinnern wird.

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SAMStag am Sonntag bei den Schlossfestspielen

18. Juli 2016 jneidh Keine Kommentare

Alle Kinder lieben das Sams und auch die Erwachsenen fühlen sich von den lustigen Abenteuern des frechen und drolligen kleinen Kerlchens und wohl besonders auch von seinem selbstgewählten Ziehvater, Herrn Taschenbier, angezogen. Paul Maar ist ein echter Klassiker der deutschen Kinderliteratur geglückt. Echt gelungen war auch das diesjährige Kinderstück bei den Schlossfestspielen. Das Sams brachte den armen Herrn Taschenbier ganz schön ins Schwitzen und eroberte die Kinderherzen im Sturm, denn im Stück ging es richtig ab und es gab viel zu lachen, schließlich lässt so ein Sams jeden Respekt vor vermeintlichen Autoritäten vermissen.

Das Sams ist los

Das Sams ist los

Das Berliner  Musiktheater Atze hat hier ein authentisches Sams auf die Bühne gebracht, bei dem einfach alles stimmte, die Gags saßen, die Musik passte und (nicht nur) die Kinder waren begeistert. Für besondere Lacher sorgten ein in der Unterhose über die Bühne flitzender Papa Taschenbier und ein chaotische Schulstunde.

Atze bedeutet übrigens auf Berlinerisch u.a. “großer Bruder” und das Musiktheater Atze gilt als eines der größten für Kinder im Grundschulalter.

Das Kindermusical konnte wirklich begeistern und auch die anderen Aufführungen von “Atze” sind sicher einen Besuch wert.

Carmen auf den Regensburger Schlossfestspielen

16. Juli 2016 sgruen Keine Kommentare

Gelungener Auftakt der diesjährigen Schlossfestspiele

Carmen gehört mit Arien wie der “Habanera” (L’amour est un oiseau rebelle) und “Près des remparts de Séville” und einer Geschichte um Liebe, Leidenschaft und tödliche Eifersucht zu den beliebtesten und meistgespielten Opern. Bei der Uraufführung im März 1875 sah das noch ganz anders aus. Georges Bizets bekanntestes Werk entpuppte sich als Flop. Die Rezeption der Oper änderte sich wenig später, als “Carmen” in Wien aufgeführt und vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war Bizet allerdings schon tot. Er verstarb im Alter von nur 36 Jahren an einem Herzleiden. Man sagt, dass “Carmen” ihm das Herz gebrochen habe…

Auf den Regensburger Schlossfestspielen markierte Bizets Meisterwerk den Auftakt, der Schlossinnenhof bot eine perfekte Kulisse für die Oper in der Inszenierung der Staatsoper Prag unter Leitung von Tomasz Brauner.
Doch bevor die Geschichte um leidenschaftliche Liebe und Eifersucht begann, bat Veranstalter Reinhard Söll um eine Schweigeminute für die Opfer des Anschlags von Nizza. Ein bewegender Moment.
Die Inszenierung war solide, der Gesang überzeugte durch hohe Professionalität.
Alles in allem war der Opernabend eine gelungene und unterhaltsame Auftaktveranstaltung, die zwischen dem Anschlag in Nizza und dem Putschversuch in der Türkei einen schönen Kontrapunkt zum Tagesgeschehen setzte.