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Artikel Tagged ‘galerie konstantin b.’

Scheuerer und Dell - Tradition der 20er Jahre

22. Februar 2010 lweser Keine Kommentare

Rose Heuberger: Drahtgewebe und Eisengesenk. Foto- und Lampenausstellung. galerie konstantin b.
Beitrag zur Ausstellung 20er Jahre Regensburg. Es ist eine Lust zu leben!

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Nun ja, die Fotos der Ausstellung sind eher von mäßiger Qualität. Die schwarz-weißen Analog-Abzüge wirken, bedingt durch fehlendes Licht, blass und flach. Außerdem fehlt ihnen die Schärfe. Die Auswahl der Motive wirkt ebenfalls nicht übermäßig inspiriert.

scheuererunddell2Das fotografierte Objekt hingegen konnte jede Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Die verlassene Schlosserei Scheuerer befindet sich im Hinterhof des Anwesens am Brixener Hof 11, in dem auch die Galerie konstantin b. seit ihrem gezwungenem Wegzug aus Stadtamhof, Quartier fand. Die Schlosserei ist noch heute bereits von der Straße aus zu erkennen: Ein kunstvoll geschmiedetes Schild mit goldenem Schlüssel schmückt die Hausfront. Obwohl der Betrieb bereits seit 1985 ruht, haben die Besitzer des Anwesens keine Kosten und Mühen gescheut, das Schild bei der Sanierung des Hauses, ebenfalls zu restaurieren. Doch nicht nur das: unangetastet befinden sich die Schlosserei noch in ihrer alten Räumlichkeit. Wenn man durch das Fenster sieht, fühlt man sich in eine andere Zeit zurückversetzt. Seit 1925 ist die Werkstatt an diesem Ort (gegründet wurde sie bereits 1905). Und doch wirkt alles so lebendig. Der Schlossermeister ist nur kurz eine Brotzeit holen und muss gleich wieder da sein, denkt man. Jede Feile, jede Maschine liegt in nostalgischer Patina und schwerer Schönheit da und wartet auf die Rückkehr des Schlossers. Die Entscheidung der Nachkommen die Schlosserei zu erhalten, kann nicht oft genug Anerkennung gezollt werden.

Nicht das erste Mal bezog Galerist Bernhard Löffler die Schlosserei in eine Ausstellung mit ein. 2007, während der Ausstellung Storyboard, der letzten Einzelausstellung von Wolfgang Grimm, konnte man eine Installation des Künslers in der Werkstatt sehen.

Eine an der Wand der Schlosserei montierte Arbeitsleuchte mit Scherenauszug, ist das Bindeglied zum zweiten Teil der Ausstellung, den Lampen. Diese stehen im direkten Zusammenhang zum übergeordneten 20er Jahre Thema. Eine Anzahl an Arbeitsleuchten aus den 20er/30er Jahren, aus der privaten Sammlung des Galeristen, sind dort zu bewundern und zu erwerben. Die meisten dieser Exponate stammen aus dem Hause Kaiser-Idell, entworfen vom Designer Christian Dell, der in den 20ern Werkmeister am Bauhaus in Weimar war.

Drahtgewebe und Eisengesenk - Fotografien von Rose Heuberger und
Design-Klassiker - Arbeitsleuchten der Bauhäusler Marianne Brandt und Christian Dell.

Noch bis 28. März 2010.
galerie konstantin b., Am Brixner Hof 11, Regensburg.
Die Galerie ist jeden Freitag von 16.00 bis 21.00 Uhr geöffnet und nach Vereinbarung. galerie_konstantin_b(at)yahoo.de, Tel.: 0179 / 3 22 00 64

Pure painted Fassaden - zwei Ausstellungen

17. Dezember 2009 lweser Keine Kommentare

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Pure Painting bei Art Affair. Eröffnung am Freitag, 27. November 2009

Die Bilder Sven Wiebers, die rechter Hand nach Eintritt in die Galerie Art Affair (und also im Schaufensterbereich) hängen, scheinen eher von der letzten Ausstellung (De Magia et Fantasia, aufwendige, fade Bilder des magischen Realismus) hängengeblieben zu sein, denn in die aktuelle Ausstellung Pure Painting zu passen. Die anderen Exponate hielten zum Glück nicht was Sven Wiebers Bilder versprachen. Von Jörg Schemmann sind großformatige Blütenabbildungen zu sehen. „Nicht neu“ mögen die Einen sagen, „zu plakativ“ die Anderen. Doch die Bilder (Acryl auf Leinwand) wirken durch einen lebendigen Pinselstrich und fesselnfassadenaf durch eine intensive Farbgebung. Roman Mayers Bilder (Acryl auf Karton oder Leinwand) vermögen ebenfalls zu fesseln, aber auch zu verstören. Seine Menschen entschwinden. Da ist ein Bein in der Auflösung begriffen, dort ein Gesicht. Die abgebildeten Menschen sind wohl Japaner. Sorry Natsumi I-VI oder SBOsaka sind die Titel. Wer sind diese Menschen? Was geschieht mit ihnen? Warum verflüchtigen sie sich vor dem Betrachter?
Maria Temnitschka malt verlassene Wiener Fabrikanlagen, Lagerhallen, Hinterhöfe und Tankstellen. „Schön und morbide“ gehört sicher zu den häufigsten Attributen mit denen Wien versehen wird. Doch diese Schönheit und Morbidität findet sich an vielen Orten, wenn man sich abseits der großen Touristenhauptstraßen begibt. Wenn man in eine kleine Gasse einbiegt, ein Tor oder eine Tür öffnet, wenn man sich in die Peripherie begibt. Schön, dass das Menschen wie Maria Temnitschka festhalten, bevor es entgültig beseitigt oder totsaniert wird.
Am beeindruckendsten aber waren die Gemälde (Öl auf Leinwand) von Angelika Tóth. Bei Tóth scheinen die Figuren nicht zu verschwinden, sondern sich langsam herauszulösen aus der Umgebung, in der sich befinden. Langsam, ganz langsam erkennt man die Mehrdimensionalität ihrer Werke, entdeckt ein Bild im Bild.

fassadenstutzFassaden - Bilder von Tobias Stutz bei galerie
konstantin b.
Eröffnung am Samstag, 05.12.2009

Passend zu den Pure Paintings in der Art Affair, sind die
puren Gemälde des Nürnberger Malers Tobias Stutz bei
Bernhard Löffler in der galerie konstantin b. Fassaden
heißt die Reihe. Zu sehen sind moderne Fassaden aus Glas,
Beton und Stahl.
Sehr fotorealistisch, sehr flächig, reduziert im Ausschnitt,
schlichte, moderne Alltagdetails. Ein paar moderne Möbel,
ein paar Pflanzen oder Bretter hinter den Fenstern, sind die
einzigen Zeugen von den Bewohnern dieser Gebäude.

Ebenso schlicht und prägnant sind seine Zeichnungen.
Das Thema ist das gleiche, Fassaden nur aus den
Umrisslinien bestehend. Astreine Architekturzeichnungen
könnte man sagen.

 

Fassaden - Bilder und Zeichnungen von Tobias Stutz.
Noch bis 07. Februar 2010.
galerie konstantin b., Am Brixner Hof 11, Regensburg.
Die Galerie ist jeden Freitag von 16.00 bis 21.00 Uhr geöffnet und nach Vereinbarung. galerie_konstantin_b(at)yahoo.de, Tel.: 0179 / 3 22 00 64

Pure Painting
bis 30. Januar 2010
Art Affair, Neue Waag Gasse 2, Regensburg.
Öffnungszeiten: Di - Fr: 11 - 13 und 14 - 19 Uhr, Sa: 11 - 18 Uhr, So: 13 - 18 Uhr, Montag geschlossen.
www.art-affair.net

Bayerisches im türkischen Basar

28. Oktober 2009 lweser Keine Kommentare

Altstadt - Lesung - Ost, Freitag, 23. Oktober 2009

Schöne Idee, ausgefallene Locations, interessante Texte, interessiertes Publikum und als wäre das alles nicht genug: auch noch abgefahrene Musik.

Da ich (leider) nicht alle Stationen der ersten Altstadt-Lesung Ost gesehen habe, werde ich hier nur über die zwei gesehenen berichten. Doch ich bin mir sicher es gab noch mehr erwähnenswerte Stationen an diesem Abend.

Das System: einmal zahlen (schlappe 3,00 €), sieben Stationen, zwölf Autoren. Das einzige Problem: in drei Stunden (20.00 - 23.00 Uhr) war einfach nicht alles zu schaffen.

Irgendwo bei Feinkost Sarik ist Christian Muggenthaler

Irgendwo bei Feinkost Sarik ist auch noch Maggi (Autor Christian Muggenthaler)

Der ungewöhnlichste Ort der Lese-Wanderung, war unumstritten Feinkost Sarik. Zwischen Kürbissen und Kartoffeln, las Christian “Maggi” Muggenthaler. (Rafik Schami hat schließlich auch schon in einem Teppichladen in Regensburg gelesen.) Der Journalist der Landshuter Zeitung, las aus einem skurrilen Text, der wie Max Gold oder Erich Hacke auf Bairisch klang. Ein Schulmädchen sieht sich urplötzlich mit einem Problem konfrontiert: sie hat einen Heiligenschein. Doch so etwas ist in der heutigen Zeit wirklich alles Andere als alltagstauglich.

quetsch-Kommod' war's bei konstantin b. mit Hasemanns Töchter

quetsch-Kommod' war's bei konstantin b. mit Hasemanns Töchter

Zünftig, bairisch ging es auch bei Galerie konstantin b. zu. Dafür sorgten Hasemanns Töchter (Julia Loibl, Maria Hafner). Das eher halbscharige Kabarettprogramm mit ziemlich flachen Gags, wurde durch die witzigen, frechen Lieder, mit Titeln wie Isar, Edelweis oder Nackert mehr als wettgemacht. Isar-Splitter handelt übrigens von einem Badeausflug an die Isar, der zu einem Splatter-Nachmittag wird. Die zwei gebürtigen Niederbayerinnen aus München begleiteten sich mit Akkordeon und machten so komische Gesichter, dass sich das Publikum vor Lachen bog und bei Isar Da Capo! forderten.

Ein gelungener Abend, von dem es hoffentlich bald eine Wiederholung bzw. Weiterführung geben wird.

Miteinander und der Prozess dazwischen

11. August 2009 lweser Keine Kommentare

Objekte und Zeichnungen von Hyosook Moon, Galerie Konstantin B. Am Brixner Hof 11, Regensburg

Hyosook Moon - Miteinander und der Raum dazwischen

Hyosook Moon - Miteinander und der Prozess dazwischen

Hyosook Moon ist schon bekannt in der Galerie Konstantin B. Dies ist bereits ihre dritte Ausstellung, die dort stattfindet. Die 1964 geborene Künstlerin studierte in Seoul und München Bildhauerei.

Die meisten der ausgestellten Objekte aus Kupfer haben geometrischen Formen, Kugeln, Zylindern, Spiralen und Würfel. Erst beim Nähertreten erkennt man, dass sie aus lauter kleinen Menschenfiguren zusammengefügt sind - Das Miteinander des Ausstellungstitels. Durch das Miteinander entsteht etwas Größeres, etwas Übergeordnetes, etwas, das über den Einzelnen hinausgeht. Einige der kleinen Menschen-Figuren brechen jeweils aus der Ordnung aus und lösen damit die geometrische Form auf. - Der Prozess zwischen dem Miteinander? Der Einzelne, der doch noch als Einzelner erkennbar bleiben will? Der “Ich” sagt?

Bei einigen Werken, verlies die Künstlerin ihr gewohntes Metier der Metallskulpturen. Es sind ein paar Leinwand-Bilder, mit groben sichtbaren Nähten zu sehen. Diese Werke mit dem Titel Horizonte, sind aus der Erinnerung an die koreanische Heimat der Künstlerin entstanden.

bei Konstantin B. - gute Kunst, gute Stimmung

bei Konstantin B. - gute Kunst, gute Stimmung

Noch bis 25. September 2009. Miteinander und der Prozess dazwischen, Objekte und Zeichnungen von Hyosook Moon, Galerie Konstantin B. Am Brixner Hof 11, Regensburg, Die Galerie ist jeden Freitag von 16.00 bis 21.00 Uhr geöffnet und nach Vereinbarung. galerie_konstantin_b(at)yahoo.de, tel.: 0179 / 3 22 00 64

Von wegen Sommerloch…

23. Juli 2009 lweser Keine Kommentare

24. Juli, 7./8./15. August 2009. ZACK! - GLÜCK! - nur nicht nach Berlin! 20.30 Uhr. Garten des Museumscafés, Regensburg.
Das neue musikalisches Kabarettprogramm von und mit Meike Fabian und Bettina Schönenberg. Andreas Rüsing begleitet die Schauspielerinnen live am Piano, und Reinhold Bauer spielt Percussion. Weitere Infos unter www.schauspielcompagnia-regensburg.de

24./25. Juli 2009 Kurz- und Stummfilme auf der Burg in Kallmünz, 19.30 Uhr
Die für das letzte Wochenende geplante Veranstaltung wurde wegen Schlecht-Wetter auf dieses Wochenende verschoben. Zu sehen werden sein: 3 Kurzfilmen von Jungfilmern und der Stummfilm-Klassiker Nosferatu mit Live Musik.

25. Juli -.06. September 2009 Miteinander-und der Prozess dazwischen. Objekte und Zeichnungen von Hyosook Moon, Galerie Konstantin B. Am Brixner Hof 11, Regensburg

Samstag, 25. Juli 2009 Sommerfest der Neuen Filmbühne am Bismarckplatz. unter Anderen mit den Zofen

Donnerstag, 30.Juli 2009, 22.30 Uhr, Bodega, Regensburg: The Burger Project. Vier Griechen, die wohl Irgendetwas zwischen skurrilen Pop-Punk, Happy Hardcore und japanische klassische Musik machen. So in etwa sehen sie jedenfalls auf dem Flyer auch aus. Mehr unter: www.myspace.com/theburgerproject

Von Zirbelkiefern und Schellackplatten

8. Juni 2009 lweser Keine Kommentare

Martin Kargruber – Hinterm Berg, Ausstellungseröffnung am 06. Juni 2009, Galerie konstantin b. Regensburg

Miniatur, Kargruber & Löffler hinterm Grammophon

Miniatur, Kargruber & Löffler hinterm Grammophon

In Zeiten der Wirtschaftskrise muss auch auf dem Kunstmarkt reagiert werden. So hielt Galerist Bernhard Löffler am Freitag bei der Ausstellungseröffnung Hinterm Berg die Einführung kurzerhand selbst. Statt der sonst üblichen Musiker brachte er ein Grammophon mit und ließ Zarah Leander von Schellackplatte singen. Welch gelungener Schachzug!

Der südtiroler Künstler Martin Kargruber war aus Petzenhofen bei München mit Frau und Kind (drei an der Zahl) angereist. Das sorgte für eine familiäre Atmosphäre. Am Büffet gab es Linzer Torte von Frau Kargruber und des Künstlers Sohn hatte keine Probleme  den Gästen den Sinn von Vaters Werken zu erklären.

Das sind typische südtiroler Motive (Häuser und Figurengruppen) aus typischen südtiroler Material (Holz, zumeist Zirbelkiefer). Man erhielt beim Betrachten der Werke neben den optischen auch einen olfaktorischen Eindruck von Südtirol, denn das Holz verströmte trotz seines Alters einen angenehmen harzigen Geruch. Am liebsten hätte man auch noch den haptischen Eindruck haben wollen. Die Maserung des Holzes, die durch Kargrubers Bearbeitung freigesetzt wurden ist, verlockte zur Berührung. Die Figuren sind größtenteils aus einem Stück gefertigt. Das Holz ist naturbelassen.

Und das Schöne an Vernissagen in Anwesenheit des Künstlers ist, dass man dann von ihm erfahren kann, wie er z.B. den Stamm, aus dem eines der Kunstwerke gehauen wurde, aus einer Schlucht geborgen hat.

Zu sehen und zu kaufen gibt es die Skulpturen und Skizzen von Martin Kargruber bis 19. Juli 2009 in der Galerie konstanitn b., Am Brixener Hof 11, Regensburg. Jeden Freitag 16.00 – 21.00 Uhr und nach Vereinbarung unter galerie_konstantin_b(at)yahoo.de

Was tun am Wochenende?

5. Juni 2009 lweser Keine Kommentare

Ausstellungseröffnung “hinterm Berg” in der galerie konstantin b.
mit Skulpturen und Zeichnungen des Südtirolers Martin Kargruber am Samstag, den 06. Juni um 19.00 Uhr, Am Brixener Hof 11.

Super6 in D14

Super6 im D14

SUPER 6 im Club D14
Wer es am Samstag, den 06. Juni bis in die Ditthornstraße 14 schafft sollte nicht enttäuscht werden. Denn in einer fast unbekannten Location warten neben vielen Sechsern alte musikalische Haudegen, obskure Cover-Bands und sonst seltsames Zeugs. Und das alles für nur 6,- Euro.
Wer sich von der unsäglichen Geschmacklosigkeit dieses Flyers nicht schrecken lässt, kann dort die Einzelheiten dieser Festivität entnehmen.

Und um beim Obskuren zu bleiben:
Gruppenfoto am Regensburger Dom
am Samstag um 13.10 Uhr findet sich das Regensburger-Gothic-Treffen 2009 vor unserem gotischen Wahrzeichen zum gemeinsamen Gruppenbild mit Bischof ein. Also Kamera mitnehmen und selbst dieses schöne Bild festhalten.

Obskures Nummer 3
Luftbootfahrer Bayerns Vereinigt Euch in Amberg
Zum Dreijährigen Geburtstag des Luftmuseums am Sonntag, den 07. Juni lädt Museumsleiter Wilhem Koch zum großen Luftboot-Treffen auf der Vils ein. Start ist um 14 Uhr an der Kräuterwiese. Anschließend wird Geburtstag gefeiert und Amberg zum “Luftkunstort” erhoben.
Das genaue Programm gibt’s unter www.luftmuseum.de/aktuelles/

Nur noch bis Sonntag in Regensburg zu sehen: Lola Randls Die Besucherin
Lola Randls wunderbarere Film Die Besucherin läuft nur noch bis einschließlich Sonntag den 07.06. in Regensburg. Jeweils um 17.00 Uhr im Ostentor-Kino .