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23. Internationale Kurzfilmwoche Regensburg

15. März 2017 lweser Keine Kommentare

15.-22. März 2017
23. Internationale Kurzfilmwoche Regensburg;
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Mit einigen positiven und leider auch negativen Neuerungen geht die Regensburger Kurzfilmwoche in die 23. Runde. Im vorletzten Jahr wurde das Budget der Kurzfilmwoche ja durch die Stadt Regensburg erhöht. Hoffentlich kann dies den Rückzug des langjärigen Hauptsponsors in diesem Jahr ausgleichen. Diesem Rückzug ist es auch geschuldet, dass es in diesem Jahr keinen Preisstifter für den Hauptpreis im Deutschen Wettbewerb gibt. Kurzerhand hat den Preis nun die Kurzfilmwoche selbst übernommen. Eine ähnliche Situation gab es vor Jahren beim Regionalfensterpreis. Dort hatte sich die Situation mit der Stärkung des Heimatbegriffs so gewandelt, dass es lange Zeit sogar zwei Preise gab. Die entstandene Situation, bei der der Nebenpreis (durch Online-Voting) höher dotiert war als der Hauptpreis der Fachjury, hat sich jedoch in diesem Jahr ebenfalls wieder geändert. Gut so: Im Regionalfenster gibt es wieder einen Preis. Dafür gibt es dieses Jahr mit Donaublut ein regionales Trash-Horrorfilmprogramm und damit eigentlich ein drittes Regionalfenster. Klingt spannend.
Es gibt einen neuen Preis der einen neues Filmfenster mit sich bringt: den wettbewerbsübergreifenden Architekturfilmpreis.
Das Bayernfenster wurde auf zwei Programme erweitert.
Es gibt zwei Jugendfilmprogramme.
Und… Traaraa: Der Wintergarten. Kino im Andreasstadel ist wieder mit dabei!!!

Zum diesjärigen Motto Stadt gibt es fünf spannende Programme. Das Herzstück des Festivals bilden wie immer die Wettbewerbs-Programme mit 117 Filmen aus 4500 Einreichungen: acht internationale, vier deutsche, zwei Bayernfenster- und zwei Regionalfenster-Programme. 3 Programme widmen sich dem Gastland Estland. Es gibt auch wieder Cinema mi vida und Cinema mi amor, die BR-Kurzfilmnacht zum Thema Landleben, Workshops, Partys und jede Menge andere Specials – alte und neue.
Nach den Vorstellungen am Mittwoch, Freitag, Samstag, Dienstag und Mittwoch gibt es wie immer die KuFiWo-After Hour mit wechselnden DJs in der Kinokneipe.

Meine handverlesenen Empfehlungen:
Mittwoch, 15. März, 19.00 Uhr, Eröffnungsfeier mit Liveact: Null; anschließend 22.00 Uhr Eröffnungsfilmprogramm und Party in der Kinokneipe
Freitag, 17. März, 19.30 Uhr, City Sound. Hochschule für katholische Kirchenmusík: die dritte Zusammenarbeiten der beiden Institutionen. Wer die ersten zwei Vorstellungen besucht hat, wird es auch diesmal und wer nicht, dem sei diese Veranstaltung als vielleicht interessanteste des Festivals ans Herz gelegt.
Freitag, 17. März, 21.00 Uhr, Leerer Beutel: Zündfunkparty mit Tanz- und Partyfilmen und einem dritten Zündfunk-DJ, neben Achim Bogdahn, wird Ralf Summer das Foyer einheizen. Außerdem wird Tobias Ruhland sein Hackbrettkönnen zum Besten geben. Sehr schön!
Freitag, 17. März, 23.00 Uhr, Ostentorkino: Midnight Movies 1: Sexy Shorts. Kurzfilme zum weitgefasstem Thema Sex, oder?
Samstag, 18. März + Sonntag 19. März, jeweils 14.00 Uhr, Filmgalerie: Kinderfilmprogramm
Samstag, 18. März, 23.00 Uhr, Ostentorkino, Midnight Movies 2: Funny Games. Neuer Name mit leichter Erweiterung des Themas der mittlerweile 7. Horror-Kurzfilmnacht.
Sonntag, 19. März, 10-16.00 Uhr, W1 - Kulturzentrum: Tablet-Filmwekstatt für Kinder von 7 bis 11 Jahren. Eine kostenlose, verbindliche Anmeldung ist erwünscht.
Sonntag, 19. März, 19.00 Uhr, Wintergarten: Cinema mi amore: Dorothee Ulrich
Sonntag, 19.03., 13.00 Uhr + Montag 20.03. 11.00 Uhr; Degginger: Workshop Hands-on DCP mit Carsten Kurz
Montag, 20. März, 20.00 Uhr, W1-Theatersaal: Donaublut. Regionale Genrefilme.
Montag, 20. März, 20.00 Uhr, W1-Cafe: Vortragsreihe Stadt und Film mit Michael Fleig, Silke Rösler-Keilholz und Ger Duijzings
Dienstag, 21. März, 19.30 Uhr, Ostentorkino, Die Plattenfilme auf neuem Sendeplatz. Die muss man natürlich ebensowenig ankündigen, wie die Zündfunkparty, der Vollständigkeits halber tun wir es dennoch. Mit den alten Plattenfilm-DJ-Hasen: Loonytunes, Tom Tiger und Markus Guentner. DJ Kredenzer darf wieder, DJ Flim, Knut Schön und Herta von Hinten dürfen auch mal.
Und
Mittwoch, 22. März, W1-Theatersaal, 20.00 Uhr: die Originale der Plattenfilme gibt es diesmal auch. Sehr gut!
Mittwoch, 22. März, 19.00 Uhr, Ostentor-Kino: Preisverleihung, anschließend/ 22.00 Uhr: Preisträgerfilme und parallel Publikumslieblinge in der Filmgalerie; und weil die so beliebt sind steht nicht nur der Donnerstag den beiden Sieger-Programmen zur Verfügung, sondern in der Filmgalerie hat das Publikum am Freitag, Samstag und Sonntag die Möglichkeit seine Lieblinge zu sehen.

www.kurzfilmwoche.de

Regionalfenster: Das Ende der Unschuld?

16. März 2016 ffranc Keine Kommentare

Eine subjektive Sicht auf das Regionalfenster bei der 22. Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg am 15. März 2016 in Leeren Beutel.

Es gibt Vorurteile, die einfach nicht tot zu kriegen sind. Fiat rostet, der VfL Bochum ist unabsteigbar, so zwei Beispiele.
In dieser Kategorie fällt auch die Mär von den schrulligen lokalen Filmemachern, die fehlende Professionalität und eingeschränkte finanzielle wie technische Möglichkeiten durch Originalität und Enthusiasmus wettmachen.
Von beidem war im Regionalfenter 1 wenig bis gar nichts zu sehen. Hier protzten vor allem selbstgefällige, sich selbst viel zu ernst nehmende und aufgeblasene Produktionen.
Der einsame Kämpfer von Dallas von Marcus Siebler versucht eine Beziehung zwischen Hitlers “Mein Kampf” und der Ermordung John F. Kennedys aufzuzeigen. Bebildert wird das ganze mit belanglosen, weichgezeichneten Aufnahmen von Dallas, TX, die lediglich belegen, dass der Autor offensichtlich vor Ort war. Dass diese Oberbayerische Produktion im Regionalfenster (Niederbayern/Oberpfalz) nichts zu suchen hat, sei hier nur am Rande erwähnt.
Trauma von Severin Alexandersson beleuchtet den Seelenzustand eines Vergewaltigungsopfers. Die technische und formale Umsetzung dieses schweren Themas ist dem Regisseur sicherlich gelungen. Säuerlich stößt einem jedoch die Penetranz auf, mit der ein Mittzwanziger sein Anliegens vorträgt.
Noch jünger ist der Passauer Philipp Wagner. In seinem Beitrag s’Lichtl setzt er eine Sage aus dem Bayerischen Wald filmisch um. Und sein Film sagt uns mehr über die Ambitionen des Filmemachers als über die Mystik des dunklen Waldes.
Und wiederum noch junger müsste Elena Herzog sein. Ihr Film What If wirkt wie ein typischer Schülerbeitrag. 14 Minuten Teenie-Befindlichkeiten ohne Ideen und Witz.
Dass Lukas Buckel, bzw. seine Produktionsfirma im Werbefilm zu Hause ist, wird bei jeder einzelnen Einstellung seines Filmes Argwohn überdeutlich. Kein noch so abgedroschenes Klischee und kein Versuch die billigsten Emotionen zu bedienen werden darin ausgelassen. Damit kann man möglicherweise bei seinen Business-Partnern oder Kredit-Bankern punkten, bei einer kulturellen Veranstaltung gehört so etwas in die Mülltonne.
Der Tiefpunkt des diesjährigen Regionalfensters. Und zusammen mit den vier vorhergehenden Beiträgen ein 52-Minuten-Brocken, der geschluckt werden muss. Hinzu kommt noch ein 15-minutiger Insekten-Nahaufnahmen-Film vom dem dann nicht mehr ganz so jungen Kurt Hanauer. A Movie About Strange Aliens, so der Titel seines Filmes, hätte durchaus einiges an Potenzial, war aber einfach viel zu lang. Früher hätte man so einen Film “Insekten unserer Heimat” genannt, und man hätte gewusst, was einem erwartet.
Der Vollständigkeit halber sei noch Schwafis ebenso kurzer wie witzloser Einwurf Unfair erwähnt.
War’s das? Nein, ein Lichtblick gab es doch noch, und den lieferten die Schüler des Goethe-Gymnasiums mit ihrer Superhelden-Persiflage Die Abenteuer Des Fast Unglaublichen Powerman. Beim Thema Mobbing hätte locker ein Debakel entstehen können (siehe oben). Doch stattdessen waren sie die, die die Fahnen der vermeintlichen Regionalfenstertugenden hoch hielten.
Mit Witz, Imrovisationstalent und einer erfrischenden Naivität bewiesen sie als einzige, dass man am Filme machen auch Spass haben kann, dass technische Perfektion nicht alles ist, dass Sich-Nicht-Allzu-Ernst-Nehmen eine Tugend ist und dass die Bedeutung des Wortes Ironie nicht erst mit 30 Jahren verstanden wird. Der beste Film kommt heuer von einer Schülertruppe, Chapeau.

Deutlich abwechslungsreicher und ausgewogener in seiner Zusammenstellung war dagegen das Regionalfenster 2. Einzig Kopf Stein Pflaster des Ambergers Thomas Feser hätte mit seinem Duktus noch in Fenster 1 gepasst.
Drei Filme (Modry 3000 von Joscha Batha, Finsternis von David Liese und Obscura von Elina Reimche) hatten einen eher experimentell-abstakten Charakter, drei weitere (Speeddating von Daniel Baierl, Hunds-Glück von Erik Grun und Motherlove von Lars Smekal) waren Kurzspielfilme ohne weitere Auswirkungen, Down The Lane von Thomas Bauer und Moritz Neumayr erwies sich als vorhersehbarer Witz in zwei Minuten und Felix Zimmer und Anton Weigerts Omas Nockerl konnte zumindest mit seinem Soundtrack überzeugen.
Keiner strach besonders heraus und keiner tat besonders weh. Ein ordentliches durchschnittliches Regionalfenster.

KURZFILMWOCHE die 22.

7. März 2016 ffranc Keine Kommentare

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Am kommenden Mittwoch beginnt sie endlich, die 22. Internationale Kurzfilmwoche Regensburg. Dieses Jahr unter dem Motto “Crossing the Code” und mit wenig Experimenten in der Konzeption.

Neben den altbewährten Wettbewerbsprogrammen präsentiert die Kurzfilmwoche das Filmland POLEN - mit ausschließlich neueren Produktion - und ein Programm mit aktuellen Kurzfilmen aus Syrien. Der Themenschwerpunkt nennt sich “Crossing the Code” und befasst sich im weitesten Sinne mit Kommunikation, gestörter Kommunikation bzw. Nicht-Kommunikation. Hierzu findet im W1 - Zentrum für junge Kultur eine Ausstellung von Jürgen Böhm statt.
Die Werkschau gilt Stephan Müller, dessen Film Nashorn im Galopp 2014 den deutschen Wettbewerb gewann. Er wird auch in einem Workshop im W1 erklären, wie man mit einfachen Mitteln einen kreativen Film gestaltet. Passend dazu wird im Programm “Michel Gondry / Sweded Movies” gezeigt, wie die Ergebnisse dieses Workshops aussehen könnten.
Eine kleine Neuerung gibt es dennoch zu vermelden, und zwar bei der Zündfunk-Party. Schwänzer Roderich Fabian bleibt jetzt zu Hause, dafür kommt Ralf Summer aus München und darf das Foyer beschallen während im Saal Achim”60″ Bogdahn mit unserem Säm auflegen darf.

Los geht’s am Mittwoch den 09. März 2016 um 19.00 Uhr im Ostentorkino mit musikalischer Unterstützung durch das Elektropop-Duo Cato Janko aus Regensburg und mit ausgewählten Kurzfilmen aus den verschiedenen Programmen.
Viel sehen, viel hören und wenig schlafen.

Das komplette Programm finden Sie unter www.kurzfilmwoche.de

Die Kurzfilmwoche zum zwanzigsten

14. März 2014 ffranc Keine Kommentare

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Am Mittwoch, den 19. März 2014 um 19.00 Uhr startet im noch existierenden Ostentorkino die 20. Regensburger Kurzfilmwoche, die ab jetzt Internationale Kurzfilmwoche Regensburg heißt. Die Bedeutung liegt dabei auf INTERNATIONAL. Ist doch das Festival nach Meinung quasi aller antretenden Oberbürgermeisterkandidaten ein “Leuchtturm” in Regensburgs Kulturlandschaft.
Passend zur sonntäglichen Kommunalwahl hatte die Kurzfilmwoche alle neun OB-Kandidaten zur Pressekonferenz geladen. Es kamen drei: Die Herren Wolbergs, Huber und Spieß.
Die auf dem Podest der Filmgalerie anwesenden Stadträte bildeten kurzerhand eine rot-rot-grüne Koalition und befanden unisono die Internationale Kurzfilmwoche Regensburg für unersätzlich und noch stärker förderungswürdig. q.e.d.
Wolbergs hatte die konkreteste Vorstellung zur Zukunft der Kurzfilmwoche: Übernahme der Mietkosten für das Festivalbüro für einen Zeitraum von fünf Jahren durch die Stadt und die Schaffung von zwei offiziellen Arbeitsplätzen für die Festivalleitung und ihren Vize. Huber indes hatte die überraschendste, und forderte die Kurzfilmwochenmacher darüber nachzudenken, ob nicht weitere Selbstfinanzierungquellen ausfindig gemacht werden könnten.
So viel zur Lage der Filmwoche vor ihrem Beginn, und vor allem vor der anstehenden Oberbürgermeisterwahl.

Zum 20. Jubiläum erwarten die Besucher neben den üblichen Wettbewerbsprogrammen, der Zündfunk-Party und den Plattenfilmen auch wieder zahlreiche einmalige Sonderveranstaltungen. Filmgastland ist heuer der Libanon, hervorgegangen aus einer erneuten Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut. Hierzu stehen ganze vier Programme zur Auswahl mit Gästen aus dem Zedernland, sowie eine Fotoausstellung im W1.
Die Reihe “Cinema mi amor” wurde auch umbenannt und heißt jetzt “Herzensangelegenheiten”. Darin stellen internationale Cineasten, u.a. Roger Gonin (Festival Clermont-Ferrand), Axel Behrens (KFA Hamburg) und Gerald Weber (sixpack Wien), ihre Lieblingskurzfilme vor, aber auch regionale Größen wie Claudia Gladziejewski (BR München) und Medard Kammermeier (Kinos im Andreasstadel), der übrigens als einziger noch einen analogen 16mm-Film zeigen wird!
“Cinema mi Vida” bleibt was es ist. Die berliner Filmemacherin Rigoletti stellt Ihr Oeuvre vor, auf das die Beschreibung “entspezialisierte Medienartistik zwischen Agitation und Partizipation, History und Zukunft” zutreffen soll.
Nach dem Erfolg von vor zwei Jahren können wieder tausende Regensburger den Machern von “A wall is a screen” wie eine riesige Touri-Meute durch die Plätze dieser Stadt folgen, um auf Häuserwände projezierte Filme zu betrachten.
Zur Eröffnung am kommenden Mittwoch spielt das berliner Duo Sorry Gilberto, dazu werden einige aktuelle Kurzfilme gezeigt und im Anschluß gibt’s ‘ne Party in der Kinokneipe. Und das alles bei freiem Eintritt.
Es gibt sicher noch jede Menge mehr bei der 20. Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg zur entdecken. Darum hingehen und den eigenen Horizont erweitern!

Alles zur Kurzfilmwoche unter: www.kurzfilmwoche.de