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Isidore und Lulu

9. Juni 2012 lweser Keine Kommentare

(Lysann Weser)

Für alle, die in den letzten Wochen in Ostbayern einen Mann mit Esel gesehen haben und sich nicht getraut haben ihn anzusprechen: Es handelt sich um den 75jährigen Priester Lucien Converset, der lieber Lulu genannt werden will, mit seinen 17jährigen Esel Isidore. Beide sind auf dem Weg ins Heilige Land. Am 25. März 2012 begannen sie ihre Reise im französischen Besançon. Bis Weihnachten würden sie gern in Bethlehem sein. Alle die mehr über den abgefahrenen Plan wissen wollen, finden in Isidores Blog Informationen über die aktuellen Stationen.
luluencampvolant.over-blog.com

Von eselfreundlichen Jugendherbergen und unchristlichem Verhalten

(Sigrid Grün)

Am 5. Juni bot sich den Gästen der Jugendherberge Regensburg und den Passanten ein ungewohnter Anblick: Ein Esel stand dort - mit einer Wäscheleine festgemacht - auf der Spielwiese. In der Jugendherberge konnte man dann erfahren, dass am Vorabend ein Betlehempilger aus Südfrankreich mit seinem Esel “Isidore” angekommen wäre. Das alles sei ja schön und gut - es stellte sich nur die Frage, wer die Hinterlassenschaften des Paarhufers von der Spielwiese entfernen würde. Wenig später konnte man den ehemaligen Priester “Lulu” dann beim Düngen der Jugendherbergshecken beobachten. Isidore blickte derweil zum Fenster rein und begeisterte die jungen Gäste aus Dresden, die im Werkraum Mosaike legen sollten (leider war kein einziger Esel dabei!).

Später erzählte Lulu von seiner Reise und seinen Erfahrungen in Regensburg. Beim Papstbruder habe er geklingelt. Mit großem schauspielerischem Talent spielte der putzige Pilgerbruder dann nach, was sich zutrug: Hinter den Vorhängen lugte eine Person hervor, sah Lulu, sah Isidore - und dann: ZACK! Vorhang zu und kein Kommentar. Der gute Christ und sein treuer Esel wurden offenbar schroff abgewiesen!
Ob er an der richtigen Tür klopfte, ob sich die Bewohner doch noch besannen oder er es einfach am nächsten Tag noch einmal versuchte erzählte er mir nicht. Auf seinem Bogg ist aber nachzulesen, dass er von Herrn Razinger empfangen wurde, mit ihm betete und ihm einen Brief mit einer Friedensbotschaft an seinen Bruder aushändigte.
Ach ja, übrigens: Das französische Wort für Seele (âme) ist dem Wort für Esel (âne) verblüffend ähnlich! Und auch im Deutschen muss man nur zwei Buchstaben vertauschen und einen weglassen. Ist das nicht faszinierend?

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