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Artikel Tagged ‘Odeon Concerte’

Sol Gabetta spielte im Regensburger Audimax

9. Mai 2012 sgruen Keine Kommentare

Weltklasse-Cellistin verzauberte das Regensburger Publikum

(Sigrid Grün)

Bereits mit zehn Jahren hat die gebürtige Argentinierin Sol Gabetta ihren ersten Wettbewerb gewonnen. Mittlerweile gehört sie zu den renommiertesten Cellisten der Welt und arbeitet mit führenden Orchestern und Dirigenten zusammen.
Am vergangenen Samstag präsentierte sie gemeinsam mit dem BBC Philharmonic Orchestra (Dirigent: Juanjo Mena) Schuberts Sinfonie No. 5, Schumanns Cellokonzert und Elgars Enigma-Variationen.

Dabei zeigte die junge Musikerin gewaltige Präsenz und Leidenschaft. Ihre Ausstrahlung und Natürlichkeit machen die 30-Jährige besonders sympathisch. Während des Konzerts in Regensburg vermochte sie es, eine Nähe zum Publikum zu schaffen und hervorragend mit dem Orchester zu kommunizieren.
Besonders Schumanns Cellokonzert war geprägt vom gelungenen Dialog - u.a. durch Blickkontakt mit den Musikern - zwischen Gabetta und dem Orchester.
Beeindruckend war auch der kräftige Klang des Violoncellos. Auch die höchsten Töne waren bei diesem Stück, das alle Lagen des Cellos umspannt, absolut klar und stark hörbar, bei den tiefsten Tönen gab es kein “Gebrumme”.

Während Schuberts Sinfonie No. 5 und Schumanns Cellokonzert eher erfrischend, leicht und tänzerisch waren, wirkten Elgars Enigma-Variationen bombastisch. Es kam viel Schlagwerk zum Einsatz und auch viele Bläser - insbesondere das tiefe Blech dominierte. Sowohl das Klarinetten- als auch das Cello-Solo überzeugten auf ganzer Linie.

Sol Gabetta und das BBC Philharmonic Orchestra bescherten dem Regenburger Publikum einen absolut gelungenen und abwechlsungsreichen Konzertabend.

Informationen zu den weiteren Odeon Concerten in Regensburg sowie Karten gibt es wie immer unter:

www.odeon-concerte.de

Konzert-Tipp: Weltstar Sol Gabetta kommt nach Regensburg

2. Mai 2012 sgruen Keine Kommentare

Weltklasse Cellistin und das BBC Philharmonic Orchestra spielen im Audimax

(Sigrid Grün)

Am kommenden Samstag gibt es wieder ein Konzertereignis der ganz besonderen Art in Regensburg: Die derzeit gefragteste Cellistin der Welt spielt im Rahmen der Odeon Concerte gemeinsam mit dem renommierten BBC Philharmonic Orchestra im Audimax der Universität. Genauso strahlend wie es ihr Vorname verspricht (span. sol = Sonne), ist die 30-jährige Argentinierin auch! Im Wechsel mit Martin Grubinger moderiert sie das sonntägliche Musikmagazin KlickKlack im Bayerischen Fernsehen. Mit ihrem über 200 Jahre alten Guadagnini-Cello wird sie am kommenden Samstag das Regensburger Publikum verzaubern.
Zu hören ist dann Schumanns Cellokonzert, sowie zwei Werke der Orchester-Romantik: Schuberts 5. Sinfonie und Elgars “Enigma-Variationen”.

Sol Gabetta als Moderatorin, 2009 (Foto: A. Savin)

Sol Gabetta als Moderatorin, 2009 (Foto: A. Savin)

Weitere Informationen und Karten gibt es wie immer unter:

www.odeon-concerte.de

Anne-Sophie Mutter und Lambert Orkis spielten im Regensburger Audimax

21. März 2012 sgruen Keine Kommentare

Ein unvergesslicher Konzertabend

(Sigrid Grün)

Es war das Konzert-Highlight der Saison: Die weltweit bekannte Geigenvirtuosin Anne-Sophie Mutter spielte gemeinsam mit Lambert Orkis (Klavier) im Regensburger Audimax. Der Saal war voll und die beiden Musiker bescherten dem Publikum einen unvergesslichen Konzertabend.
Gespielt wurde zunächst Mozarts Sonate für Klavier und Violine in G-Dur (KV 379), die - im Gegensatz zu den anderen fünf Sonaten innerhalb des “Opus II” - nicht drei sondern nur zwei Sätze aufweist.
Im Anschluss wurde Franz Schuberts Fantasie für Klavier und Violine in C-Dur (D 934) dargeboten.
Nach der Pause waren Witold Lutoslawskis Partita für Violine und Klavier und Camille Saint-Saens Sonate Nr. 1 für Violine und Klavier in d-Moll (op.75) zu hören.

Das Publikum zeigte sich begeistert von der Leistung der beiden Musiker, die perfekt harmonierten. Das Zusammenspiel wirkte oft wie eine Unterhaltung zweier außergewöhnlicher “Gesprächspartner”.
Anne-Sophie Mutter ist ein Star - sie spielt in allen großen Konzerthäusern der Welt, in diesem Jahr sogar in Australien - und doch hat sie eine Ausstrahlung, die nichts Überhebliches oder Übertriebenes an sich hat.
Das Regensburger Publikum lauschte atemlos der meisterhaften Leistung der beiden Musiker und belohnte sie mit einem ausführlichen Applaus, der Mutter und Orkis auch noch die zwei Zugaben - Ravel und Brahms - entlockte.
Man kann die Veranstalter zu diesem rundum gelungenen Konzertabend nur beglückwünschen!

Das nächste große Konzertereignis im Rahmen der Regensburger Odeon Concerte findet schon nächste Woche statt. Am Freitag, 29. März wird Enoch zu Guttenberg u.a. Beethovens Neunte dirigieren.

Weitere Informationen und Karten gibt es wie immer unter:

www.odeon-concerte.de

Konzert-Highlight: Anne-Sophie Mutter bei den Odeon Concerten

18. März 2012 sgruen Keine Kommentare

Deutsche Stargeigerin spielt im Regensburger Audimax

(Sigrid Grün)

Morgen wird Anne-Sophie Mutter ab 20:00 Uhr im Rahmen der Odeon Concerte im Regensburger Audimax spielen. Begleitet wird die Ausnahmemusikerin und Besitzerin zweier Stradivari-Violinen von Lambert Orkis (Klavier).
Das Regensburger Publikum kann sich auf Mozarts Violinsonate in G-Dur (KV 379), Schuberts Fantasie in C-Dur, Lutoslawskis Partita (Anne-Sophie Mutter gewidmet) und Saint-Saens Violinsonate Nr. 1 freuen.

Weitere Informationen und Karten gibt es wie immer unter:
www.odeon-concerte.de

Kit Armstrong spielte im Regensburger Audimax

18. Januar 2011 sgruen Keine Kommentare

Ein Wunderkind zu Gast in der Domstadt

(Sigrid Grün)

Gerade mal 18 Jahre alt ist Kit Armstrong, das “Wunderkind” mit außerordentlichen musikalischen, mathematischen, naturwissenschaftlichen und sprachlichen Fähigkeiten. Mit fünf Jahren nahm er bereits sein Kompositions- und Klavierstudium auf, mit sieben immatrikulierte er sich an der Chapman University of California, als Jugendlicher spielte er in der New Yorker Carnegie Hall - und am vergangenen Freitag im Regensburger Audimax.

Einer seiner Lehrer, der weltweit bekannte österreichische Pianist und Essayist Alfred Brendel, bezeichnete Armstrong als “die größte musikalische Begabung, der ich in meinem Leben begegnet bin.”
Im vollen Audimax der Universität Regensburg spielte das junge Ausnahmetalent Johann Sebastian Bachs Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542 in der Bearbeitung für Klavier von Franz Liszt, Liszts Variationen über “Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen” über das Thema aus dem ersten Satz der Bach-Kantate BWV 12 sowie Bachs Chromatische Fantasie und Fuge d-Moll (BWV 903), das vermutlich ein Stück “Trauerarbeit in Tönen” war, das Bach vielleicht anlässlich des Todes seiner ersten Frau Maria Barbara im Sommer 1720 komponiert hatte.

Besonders begeistert reagierte das Publikum, als Armstrong das letzte Stück in deutscher Sprache ankündigte. Für sein sprachliches und natürlich sein musikalisches Talent wurde der Pianist und Komponist entsprechend mit anhaltendem Applaus belohnt.
Ein Konzerterlebnis, das einem eindrucksvoll vor Augen geführt hat, welche Begabungen in dem jungen Amerikaner stecken.

Odeon Concerte 2011

16. Dezember 2010 sgruen Keine Kommentare

Konzertkarten verschenken!

(Sigrid Grün)

Wer noch auf der Suche nach einem ganz besonderen Weihnachtsgeschenk ist, sollte überlegen, ob Karten für die Odeon Concert-Reihe das Richtige sein könnten. Ab Januar kann man in Regensburg wieder weltklasse Musiker in Regensburg erleben.
Am 14. Januar wird es einen Klavierabend mit dem “Wunderkind” Kit Armstrong geben, am 29. Januar dirigiert Zubin Mehta das Orchester des Maggio Musicale Fiorentino und am 3. Februar wird Murray Perahia auf dem Klavier zu hören sein.
Über diese und weitere Veranstaltungen halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden.

Eine Übersicht und Karten gibt es wie immer unter:
www.odeon-concerte.de

Cd- und Veranstaltungstipp: HK Gruber und Martin Grubinger

8. Februar 2010 sgruen Keine Kommentare

“Das Worrrrrrt ist schon Musik”

(Sigrid Grün)

Der Wiener Komponist und ehemalige Sängerknabe Heinz Karl Gruber beweist mit den Stücken auf der Cd Zeitstimmung eindrucksvoll, wie pointiert und wunderbar eigenwillig zeitgenössische Musik sein kann.
Rough Music, Zeitstimmung und Charivari heißen die drei hier eingespielten Werke und allen wohnt ein unvergleichlicher Zauber inne.

Rough Music (Raue Töne) entstand Anfang der 80er Jahre. Gruber sollte im Auftrag des ORF ein Schlagzeugkonzert für den ersten Solopauker des ORF-Symphonieorchesters, Gerald Fromme, komponieren. Vor das Problem gestellt, dem Schlagzeug eine angemessene Stimme zu verleihen, entschloss er sich dazu, den Solisten als “Vorsitzenden eines Ensembles” einzusetzen. Im Rahmen der Arbeit an seinem Orchesterstück Charivari (ebenfalls auf dieser Cd) stieß Gruber auf den französischen Brauch des ‘Charivari’, einen Rügebrauch, mit dessen Hilfe soziale Verstöße einst sanktioniert wurden. Vor dem Haus des Missetäters wurde Krach gemacht, Kochtopfdeckel und Zinnservierbretter wurden aneinander geschlagen, Katzen zum Kreischen gebracht (daher auch die deutsche “Katzenmusik”). Der Brauch gelangte über Frankreich als “Shivaree” nach Kanada und Louisiana, nach England als “Rough Music” und wurde im Baskenland (vermutlich lautmalerisch) als “Toberac” bezeichnet. In Anlehnung an den Exportschlager “Katzenmusik” nannte HK Gruber die Sätze des Schlagzeugkonzertes auch “Toberac”, “Shivaree” und “Charivari”.

Das zweite Werk, Zeitstimmung, ist eine ungemein faszinierende Vertonung von 13 Gedichten H.C. Artmanns. Die Texte sind verwirrend und erhellend, sinnlich und verspielt, absurd und voller Poesie. Dem Zyklus wird musikalisch eine einzige Zwölftonreihe zu Grunde gelegt, die allerdings manchmal auch durchbrochen wird.
Thematisch findet man hier eine Vielzahl unterschiedlichster Bereiche ausgeleuchtet, von Himmel durch die Welt des fetten Grafen, der das Nordlicht verschachert, zur Hölle. Auch wenn die Texte zunächst witzig klingen mögen, so sind sie doch eigentlich eher erschreckend in ihrem Anliegen, die “Stimmung der Zeit” aufzugreifen.

Das letzte Stück, Charivari, war ursprünglich als Filmmusik konzipiert. David Drew, der New Music Director des Musikverlages Boosey and Hawkes veranlasste Gruber schließlich dazu, die Filmmusik zum Orchesterstück auszubauen. Er erkannte Anleihen bei Johann II Strauß’ (1825-99) Perpetuum Mobile-Thema (ebenfalls auf dieser Cd). Wie Strauß, der in diesem Stück den ewigen Tanz- und Vergnügungsreigen der Wiener Gesellschaft während der Ballsaison aufgreift, hat auch HK Gruber in seinem “österreichischen Journal für Orchester” (Untertitel) die österreichische Gesellschaft, vor allem im Hinblick auf den Umgang mit der eigenen Geschichte, thematisiert.

Das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Kristjan Järvi hat die faszinierenden Werke des österreischischen Komponisten hervorragend realisiert. Besonders hervorzuheben ist die Leistung des jungen “Multipercussion Artists” Martin Grubinger, der eindrucksvoll beweist, welche Bedeutung dem Schlagzeug innerhalb eines Orchesters zukommen kann.

Wer den jungen österreichischen Ausnahmemusiker Grubinger live erleben möchte, hat am kommenden Donnerstag die glückliche Gelegenheit dazu. Im Rahmen der Regensburger Odeon Concerte wird er seine Virtuosität als Percussionist im Audimax der Regensburger Universität unter Beweis stellen.

www.kultur-ostbayern.de

hk gruber, kristjan järvi, martin grubinger (Komponist; Dirigent; Schlagzeug)
Zeitstimmung
www.KlassikCenterKassel.de
79 Minuten

Alison Balsom lässt im Regenburger Audimax ihre Trompete singen

13. Dezember 2009 sgruen Keine Kommentare

Startrompeterin verzaubert Regensburg

(Sigrid Grün)

Im Rahmen der Odeon Concerte kommen immer wieder Weltstars nach Regensburg. Diesmal handelte es sich um eine besonders junge und charmante Musikerin, die in diesem Jahr von sich reden machte: Alison Balsom, die gerade mal 31-jährige Trompeterin aus England, die bereits mit verschiedenen wichtigen Klassikpreisen ausgezeichnet wurde.

Gerade in der Vorweihnachtszeit konnte man also gespannt sein auf das Konzert einer Ausnahmekünstlerin, die gemeinsam mit den Dresdner Kapellsolisten unter anderem Trompetenkonzerte von Torelli, Albinoni und Neruda spielte.
Und man war als Zuhörer wirklich überrascht von der Virtuosität und Kraft des Trompetenspiels dieser jungen Frau. Das Konzert war entsprechend gut besucht, denn der Erfolg der blonden Künstlerin hat natürlich die Neugierde vieler Musikliebhaber geweckt. Balsom beherrschte das Laut/Leise-Spiel perfekt und verlieh dem Klang ihres Instruments eine unvergleichliche Brillanz.

Besonders hervorzuheben ist auch die Leistung der Violinistin Susanne Branny, die in Vivaldis Winter als Solistin zu beeindrucken wusste.

Einziger Wermutstropfen nach diesem außergewöhnlichen Abend mit so überragenden Interpretationen verschiedener Werke: Das Kammerorchester konnte bei der Interpretation von Bachs Brandenburgischem Konzert Nr.1 leider nicht überzeugen. Nach den Leistungen von Balsom und Branny lag die Latte allerdings auch sehr hoch.

Alles in allem ein sehr gelungener Konzertabend, der besonders gut in die Vorweihnachtszeit gepasst hat.

Grigorij Sokolov spielt im Regensburger Audimax

1. Dezember 2009 jneidh Keine Kommentare

Grigorij Sokolov spielte Schubert und Schumann im Audimax

(Jan Neidhardt)

Es war voll geworden am vergangenen Freitagabend im Audimax der Universität Regensburg. Grigorij Sokolov, einer der derzeit renommiertesten Pianisten sollte im Rahmen der Odeon Concerte Klaviersonaten von Franz Schubert und vor Robert Schumann spielen. Sokolov gilt nicht nur als Virtuose, sondern auch ein bisschen als Exzentriker und so konnte man gespannt sein, auf einen gleichzeitig interessanten und musikalisch anspruchsvollen Abend.
Das Konzert fand auch unter besonderen Bedingungen statt; das Foyer war anlässlich der gegenwärtig stattfindenden Studentenproteste mit Spruchbändern behängt, aus dem gegenüber dem Audimax liegenden besetzten H 2 roch es nach Erbsensuppe. Zu nennenswerten Zwischenfällen kam es indes nicht.

Grigorij Sokolov, der 1950 in Leningrad (heute St. Petersburg) geborene Pianist spielte jedenfalls überwältigend gut. Er gab Schuberts Klaviersonate D-Dur op 53 D 850 (von 1825) in vier Teilen und Robert Schumanns Klaviersonate f-moll op 14, das “Konzert ohne Orchester” in 5 Teilen.

Franz Schubert (1797-1828), früh populär geworden aber auch früh verstorben, war bestimmend für die Entwicklung der Klaviermusik des 19. Jahrhunderts. Immer in Konkurrenz zu dem in Wien schaffenden Ludwig van Beethoven, geriet er doch schließlich bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts stark in seinen Schatten. Als Komponist von Klaviersonaten war Schubert Mitte der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts an die Öffentlichkeit getreten. In diese Phase (1825) fällt auch das von Sokolov an diesem Abend als erstes präsentierte Werk, das auch unter dem Namen “Gasteiner Sonate” bekannt geworden ist. Schubert hatte sie auf einer Sommerreise nach Oberösterreich komponiert und dem Prager Musiker Karl Maria Bocklet gewidmet. Ein sehr vielschichtiges und harmonisch anspruchsvolles Stück. Das zweite Stück, das sich Sokolov für diesen Abend vorgenommen hatte, stammt von Robert Schumann. -Auch eine Klaviersonate, die ein bisschen später als das Stück von Schubert veröffentlicht wurde. Zu dieser Zeit schrieb Schumann selbst, der auch Herausgeber einer musikalischen Zeitung war, über Klaviersonaten: “Das Publikum kauft schwer, der Verleger druckt schwer und die Komponisten halten allerhand, vielleicht innere Gründe ab, dergleichen altmodisches zu schreiben. Die es trotzdem tun, sollten uns doppelt wert sein.” Er hat das wohl wörtlich genommen und sich selbst an die Komposition gemacht. Das heute dargebotene Werk, das Schumann übrigens oft überarbeitet hat, da sein Verleger Kürzungen verlangte, was Schumann schließlich um 1850 wieder rückgängig machte, ist auch ein harmonisch interessantes Stück in dem viele Spannungsbögen aufgebaut werden. Den Kern der Komposition bildet das “Andantino de Clara Wieck” womit Schumann seiner zukünftigen Ehefrau schon einmal eine Huldigung ausgesprochen hat. So weit, ein Weniges an Hintergrundwissen zu einem großartigen musikalischen Erlebnis, einem charismatischen Grigorij Sokolov, der am Schluss auch noch 6 Zugaben absolvierte - Wirklich ein schönes und über weite Strecken sogar meditatives Konzert. Es hat mir sehr gut gefallen.

Der Maestro stürmt auf die Bühne

Der Maestro stürmt auf die Bühne

Kent Nagano dirigierte im Audimax

20. November 2009 sgruen Keine Kommentare

Stardirigent begeistert das ausverkaufte Audimax

(Sigrid Grün)

Konzerte sind anders. Die Stimmung, das Ambiente, der Klang, das Gewaltige, die Interpretation.
Wiewohl der Zuhörer ein Werk vielleicht in- und auswendig kennen mag, das Erleben eines live dargebotenen Konzertes, das Erleben der Musik wie sie vom Komponisten intendiert war, ist und bleibt etwas besonderes.
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Die Gelegenheit Schuberts 7. (”Unvollendete”) und Bruckners 7. Symphonie zu erleben bot sich letzten Sonntag. Aufgeführt durch das Bayerische Staatsorchester unter Leitung von Kent Nagano, wurde dem Zuhörer musikalisch erlesene Kost geboten.

Gelungen war auch die Gestalung des Abends. Die “Unvollendete” von Schubert bot gut bekannte Romantik, während Bruckners Symphonie Nr.7 in E-Dur, die gewaltig und groß daherkommt, vielleicht auf den ersten Blick weniger zugänglich ist. Bruckner, ein großer Bewunderer Wagners, erlebte erst im höheren Alter mit diesem Werk den Durchbruch als Komponist. Man merkt dem Werk Bruckners Hintergrund als bester Organist seiner Zeit an, die Komplexität und auch die punktiert gesetzten Disharmonien und Crescendi (so 3. ‘Scherzo’ Satz) sind nur mit einem erweiterten Orchesterumfang (Wagnertuben) möglich.

Nagano führte souverän durch die beiden anspruchsvollen Werke und das Orchester wurde seinem außerordentlichen Ruf ebenfalls gerecht. Ein komplett ausverkauftes Audimax (plus Zusatzbestuhlung) und die Begeisterung der Zuhörer nach ca. 90 Minuten zeigten, dass auch in Regensburg ein Bedarf für symphonisch anspruchsvolle Kost besteht. Man kann nur gratulieren zu dem gelungenen Abend und wünscht sich mehr davon.