Buchpräsentation des Regensburg Sammelsuriums im Brandl-Bräu am 29. November 2011
Der Regensburger Musiker, Fotograf und Grafiker Philip Starzinger hat sich von Dr. Christian Ankowitsch und Ben Schott inspirieren lassen. Besagte Herren sind mit Dr. Ankowitschs kleines Konversationslexikon und Schotts Sammelsurium äußerst erfolgreich. Es sind jene kurzweiligen Bücher, die allerlei Wissenswertes, Kurioses, Halbwissen und Unnützes versammeln, und sich so großer Beliebtheit erfreuen. Die Mischung aus Lexikon und Brevier, will weniger in einem wissenschatlichen Sinne bilden, als vielmehr auf unterhaltsamer Weise den einen oder anderen Fakt unters Volk bringen. Die Informationen sind meist nicht all zu profund, können aber zur weiteren Recherche oder Diskussion anregen oder einfach nur dem Leser ein Aha, Schmunzeln oder Staunen entlocken.
Nun gibt es also auch das Regensburger Sammelsurium. Und natürlich vereint es Wissenswertes, Kurioses, Witziges und Unnützes über die Heimatstadt des Autors. Jeder Regensburger wird eine Menge Dinge finden, die er kennt und die in keinem anderen Regensburg-Buch zu finden sind. Kleine Anekdoten und verrückte Geschichten werden ebenso aufgefrischt, wie die Erklärungen zu manchem Phänomen gegeben. Wissenschaftlich ist das wie gesagt nicht, konversationsanregend allerdings schon, wie man auch bei der Buchpräsentation im fast zum Bersten gefülltem Brandlbräu feststellen konnte. Eine kurzweilige, abwechslungsreiche Veranstaltung, wie es einem solchen Buch zusteht. Und das Buch war es auch, das an diesem Abend im Mittelpunkt stand. Autor Starzinger beschränkte sich auf einen kurzen Auftritt und ließ lieber von den Freunden Andrea Haydn und Sepp Frank aus seinem Werk lesen und den Bier-Sommelier Christoph Kämpf von der Karmeliten Brauerei in Straubing zu Wort kommen, der für das Regensburger Sammelsurium 20 Biere aus der Region getestet hatte. Umrahmt wurde das Ganze von Uncle Sallys locker leicht swingendem Acoustic-Country und natürlich auch von manch regensburger “Größe” im Publikum, die vermutlich schon ahnte im Regensburger Sammelsurium Erwähnung zu finden.

Sepp Frank mit Ukulele singt das Rengschburg-Lied, Starzinger signiert im anderen Eck
Das Brandlbräu mit seiner schönen Legende vom Bär an der Kette ist allerdings nicht im Regenburg Sammelsurium zu finden und damit haben wir auch schon den Blick auf die Zukunft geworfen. Philipp Starzinger kann sich durchaus vorstellen ein oder zehn weitere Bände herauszubringen und sammelt fleißig weiter. An Gesprächsstoff wird es ihm sicher nicht mangeln, denn fast Jedem fällt etwas ein, das er gern in der Sammlung festgehalten haben möchte. Der eine oder andere bringt sich sogar selbst ins Spiel.
Der Autor Philip Starzinger, der hauptberuflich als Grafiker arbeitet, hat nicht nur die Geschichten gesammelt und niedergeschrieben, er hat sie auch optisch aufgearbeitet, hat Zeichnungen und Skizzen angefertigt und mit verschiedenen Typografien gearbeitet.
Ein inhaltlich, wie optisch wirklich schönes Büchlein (gebunden mit Lesebändchen und Prägedruck), das, um Boris Kasbauer, den Moderator bei der Buchpräsentation, zu zitieren, neben das Regensburger Kochbuch von Marie Schandri , den “Karl Bauer”, Ludwig Zehtners Basst scho und Jürgen Teipels Verschwende deine Jugend gehört, also in das Buchregal eines jeden engagierten Regensburgers. Genau!

Regensburg Sammelsurium
Geheimnisse, Kuriositäten und Wissenswertes über Regensburg.
von Philipp Starzinger
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Bart Verlag, 2010
138 Seiten, gebunden
14,95 €
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erhältlich in zahlreichen regensburger Läden
und unter www.phista.de