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Artikel Tagged ‘Regensburger Kurzfilmwoche’

regionales Sonnenblumenfelder-, Bäcker- , Trachten- und Kneipensterben

27. März 2014 lweser Keine Kommentare

Regionalfenster, 20. Internationale Kurzfilmwoche Regensburg 2014

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Das Regionalfenster bei der Regensburger Kurzfilmwoche hat eine fast so lange Tradition wie das Festival selbst. Bereits seit der 2. Kurzfilmwoche, im Jahr 1995 bietet es regionalen Filmemachern die Möglichkeit ihre Filme einen größeren Publikum zu präsentieren.
Die Qualität, inhaltlich wie technisch, war selten so gut wie in diesem Jahr. Der abwechslungsvolle Filmreigen wurde mit „Boob Job“, einem Musikvideo der Band Kompoluzzer, von Regionalfensterneuling Kurt Liebhäuser eröffnet. Die Mischung aus buntem Krankenhausgogo und Christoph Malzs Puppenspiel macht einfach nur Spaß und besticht durch eine professionelle Maske und Choreographie. Mit „Zombi Nation“, augenzwinkernder Horrorhardcore von Sebastian Harrer, „Leichtflusswalzer“ Punk (Zwei Tage ohne Schnupftabak) mit Puppenspiel (Pupille Schief), „Digityl Vinyl“, Elektroswing von Karsten Vorbrueggen und „Rundummadum“, Mundarthiphop von Aggrar Niederhof ist das Genre des Musikclips noch vier weitere Male vertreten.
Das Nischen-Genre der 8-Bit-Animation ist ebenfalls gleich mit zwei Filmen vertreten. „Mussorgsky the game“ der Eschelkamer Filmschmiede widmet dem russischen Komponisten ein Film in Form eines Videospiels inspiriert von dessen Leben. Ein alter Hase in Sachen C 64 Animation ist Philip Singh, der mit „Load Hebbel, 8“ eine 180 Jahre alte Ballade von Friedrich Hebbel in die Welt von Bits und Bytes des 30 Jahre alten Computers überführt.
Wiederum zwei Filme beschäftigen sich mit den Folgen der Gentrifizierung in Regensburg. „Kneipensterben“ von Erik Grun setzt sich tänzerisch mit der Schließung der Banane auseinander. Besser hat sich aber Anja Lange des Themas angenommen. Sie dokumentiert in „Hartwurst oder Leberkäs“ das Ende der über 100jährigen Bäckereitradition der Familie Teufel in der Regensburger Ostengasse. Der berührendste Film des Regionalfensters.
Kurzfilmveteran Peter Kolross setzt sich mit „Drive in“ ebenfalls mit den negativen Folgen der Boom Town Entwicklung in Regensburg auseinander. Mit Lakonie und versteckter Kamera zeigt er ein befremdliches Phänomen: wo einst ein Sonnenblumenfeld vor der Haustür lag, finden sich jetzt nur Beton und Drive Ins.
Einem fiktiven Phänomen hingegen geht Georg Hahn auf die Spur. Sein etwas unkonzentrierter und viel zu langer Tarzan-Film, beherbergt jedoch einige wahre Trash-Perlen in seinen Doanauauen. Angenehm auch die Tatsache, dass eine mutmaßliche lokale Schafkopfrunde im besten Alter Filme zu diesem Format beitragen kann.
Der ungewöhnlichster Film des Regionalfensters hat ein Zitat aus Schuberts Wintereise zum Titel: „Sind denn in diesem Hause die Kammern all´ besetzt“ fragt Carl Klein. 12 Minuten fährt die Kamera ohne Ton langsam durch die Zimmer eines fast leeren Hauses. Der Film, der ursprünglich als Video-Installation einer Ausstellung konzipiert, entfaltet auch im Kino eine meditative, soghafte Wirkung.
Dass letztenendes Peter Kollross’ zweiter Beitrag „Ein Leben in Quadern“ - und eine Verlegenheitseinreichung, wie er selber zugab - das Rennen machte, lag wohl an den zwei Jury-Mitgliedern neben Turmtheaterimpressario Martin Hofer. Dieser schien offensichtlich auch „Sind denn in diesem Hause die Kammern all´ besetzt“ zu bevorzugen. Die größten Ehren kamen jedoch von der „Bayern“-Jury, die den Förderpreis des Film- und Fernsehfond Bayern vergibt. Die sichtlich beeindruckten Jury-Mitglieder aus München lobten die Regionalfensterfilme pauschal über den grünen Klee. Eine Anerkennung für die lokale Szene, die nach zwanzig Jahren überfällig war.

Begegnungen

25. März 2014 lweser Keine Kommentare

Begegnungen bei der 20. Regensburger Kurzfilmwoche

20 Jahre! Da kann man schon mal zurückschauen.
Die Regensburger Kurzfilmwoche wurde 1994 vom Arbeitskreis Film ins Leben gerufen. Das Programm entstand unter der Federführung von Max D. Well und Medard Kammermeier. Der Schwerpunkt lag damals auf Experimentalfilm und Videokunst. Es gab aber auch schon ein Kinderfilmprogramm. Seit der 2. Kurzfilmwoche 1995 gibt es das Regionalfenster (damals mit zwei Einreichungen), bei dem regionalen Filmemachern eine Plattform für die Präsentation ihrer Kurzfilme geboten wird. Erik Grun ist der Einzige der bisher jedes Jahr mindestens einen Film zu diesem Programm beiträgt. Seit 1996 gibt es die Wettbewerbsprogramme. Der Preis der Stadt Regensburg, vergeben von der Jury der Jungen, wurde ausgelobt und ist damit neben den Publikumslieblingen, die es ebenfalls 1996 das erste Mal gab, der älteste Preis des Festivals.
1997 übernahm Iris Bernhard die Leitung des Festivals und gab ihm seine heutige Struktur. Sie leitete die Kurzfilmwoche bis einschließlich 2000. Bei der 5. Regensburger Kurzfilmwoche im Jahr 1998, fand das erste Mal die mittlerweile legendäre Zündfunkparty statt, 1999 das erste Mal DJ die live an den Plattentellern Kurzfilme vertonten. Auch seit 1999 wurden die Wettbewerbe in deutschen und internationalen geteilt. Von 2001-2004 hatte Sandy Meyerhofer die Festivalleitung inne. Seit 2004 gibt es das Short United Fußballspiel gegen die Kosmos Ost-Damenfußballmannschaft der Kinokneipe. Markus Prasse übernahm das Amt 2005 und leitete das Festival bis 2008. 2009 gab es keine Kurzfilmwoche.
Seit 2010 ist Insa Wiese Festivalleitung. Sie ist die erste, die nicht aus dem KFW-Team oder dem AKF kam.

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Zurückschauen lässt die Regensburger Kurzfilmwoche im Jubiläumsjahr langjährige und ehemalige Weggefährten. Diese blicken auf ihre eigene Kurzfilmzezeptionsgeschichte. Die heutige Haltwertzeit eines Kurzfilms ist kurz. Nach zwei Jahren verschwinden die meisten Filme für immer in der Vergessenheit. Mit diesem erweitertem „Cinema mi Amor - Warum ich das Kino liebe“ (ein Format, dass es seit 2000 bei der Kurzfilmwoche gibt), kann man also, neben den Liebeserklärenden auch ältere Kurzfilme entdecken oder wieder sehen.
Medard Kammermeier, der ehemalige Geschäftsführer des Arbeitskreises Film, der (also AKF) das Festival gegründet und bis heute ausrichtet und dessen (Kammermeiers) Kino dem Festival seit drei Jahren als Spielstätte unglaublich fehlt. (Seine Herzensfilme sind heute 21.00 Uhr im Theatersaal des W1 zu sehen). Glaudia Gladziejewski, Redakteurin des BR im Bereich „Kurzfilm und Debut“ und 15 Jahre lang Mitglied der internationalen Jury der regensburger Kurzfilmwoche, stellt ihre Herzensfilme unter das Motto „Wir und die anderen da draußen“ (ebenfalls im W1, allerdings schon 19.00 Uhr). Clermont Ferrand ist bekannter Weise nicht nur eine Partnerstadt Regensburgs, sondern beherbergt auch das bedeutendste Kurzfimfestival der Welt. Dessen Festivaldirektor Roger Gonin gab seinen Herzensfilmen den Arbeitstitel „Der Mensch, das Tier, die Technologie und der Verlust der Sinne des Menschen“.
greald-weberAxel Behrens von der KurzFilmAgentur Hamburg (die schon seit der ersten Ausgabe der Kurzfilmwoche in Regensburg dabei ist) und vom KurzFilmFestival Hamburg, das seinen 20. Geburtstag schon vor zehn Jahren feierte, widmet sein Programm neben dem Jubilar auch den Filmemachern und stellt es unter die Überschrift „No Buget Filme - wenige Geld, viel Kreativität“ und bietet damit auch die ideale Überleitung zum Regionalfenster (heute 18.00 und 20.00 Uhr in der Filmgalerie im Leeren Beutel), bekannter Weise mit vielen anwesenden Filmemachern, die dem Publikum Rede und Antwort stehen. Das Regionalfenster wird übrigens erst nächstes Jahr 20. Wir freuen uns also auf eine 20 Jahre-Regionalfester-Film-Auswahl im nächsten Jahr.
Aber noch mal zu den Herzensfilmen in diesem Jahr: Gerald Weber vom Six-Pack-Filmverleih aus Wien stellte seine All-Time-Favorites unter das Motto unseres Artikels „Begegnungen“. Und darum geht es ja schließlich bei der Kurzfilmwoche.

Kurzfilmfestivals

20. März 2014 lweser Keine Kommentare

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19-26. März 2014, Regensburg
20. Regensburger Kurzfilmwoche: Mitten ins Herz
Natürlich gibt es wie immer die Herzstücke des Festivals: die Wettbewerbs-Programme: acht internationale, vier deutsche, ein Bayernfenster- und zwei Regionalfenster-Programme. Der Libanon ist diesjäriges Gastland, das mit vier Programmen und Gästen vertreten ist. Zum Jubiläum gibt es aber auch viele Extras.
Hier eine kleine Auswahl an weiteren Programmpunkten:
Freitag, 21. März, 22.00 Uhr, Leerer Beutel: Zündfunkparty endlich wieder in heimischen Gefilden
Samstag, 22. März, 14.00 Uhr, Filmgalerie: Kinderfilmprogramm
Samstag, 22. März 15.00 Uhr, Workshop von Achim Dunker: Licht 1. Das Licht der Malerei im Film; Eintritt: frei
Samstag, 22. März, 19.00 Uhr, Neupfarrplatz: Zum Jubiläum wird eine der Veranstaltungen mit der größten Teilnehmerzahl nach Regensburg zurückkehren. A Wall is a Screen ist ein kostenloser Kurzfilmrundgang durch die Stadt. Ein Projekt der gleichnamigen Hamburger Künstlergruppe. Dauer: 1,5-2 Stunden.
Samstag, 22. März, 23.00 Uhr, Ostentorkino: Horror-Kurzfilmnacht zum Thema Heart Attack. Die jüngste Kult-Veranstaltung der Kurzfilmwoche und Publikumsmagnet geht in die 4. Runde
Sonntag, 23. März, 11.00 Uhr, Leerer Beutel/Saal: Kurzfilmbrunch; Eintritt: 15,00 €
Sonntag, 23. März, 14.00 Uhr, Workshop von Achim Dunker: Licht 2. Guerilla Lightening; Eintritt: frei
Sonntag, 23. März, 14.00 Uhr, Filmgalerie: Kinderfilmprogramm
Sonntag, 23. März, 14.00 Uhr, Sportplatz des Albrecht Altdorfer Gymnasiums (bei der königlichen Villa): Shorts United Fußballmatch; Eine der wenigen Gelegenheiten Kurzfilmwochenbeteiligte und Gäste bei Tageslicht zu sehen; wie immer gegen die Damenmannschaft Kosmos Ost.
Sonntag, 23. März, 20.00 Uhr, Filmgalerie: Cinema mi Vida: Rigoletti. (Kultur-Ostbayern-Tipp!)
Montag, 24. März, 23.30 Uhr, Foyer Filmgalerie im Leeren Beutel: Foyerparty mit Rock’N'Roll
Dienstag, 25. März, 22.00 Uhr, Ostentorkino: Die Plattenfilme muss man natürlich ebensowenig ankündigen, wie die Zündfunkparty, aus Tradition tun wir es natürlich dennoch. Acid Maria und maritim kehren an die Plattenteller der KFW zurück. Looneytunes, Tom Tiger und Markus Guentner bilden mittlerweile den festen Kern. Zum 20. Geburtstag gönnt sich und Ihnen die Kurzfilmwoche noch Mathias Schaffhäuser.
Mittwoch, 26. März, 19.00 Uhr, Ostentor-Kino: Preisverleihung, anschließend/ 22.00 Uhr: Preisträgerfilme und parallel Publikumslieblinge in der Filmgalerie; und weil die so beliebt sind steht nicht nur der Donnerstag ganz den beiden Sieger-Programmen zur Verfügung, sondern Sie haben sogar am Freitag 20.45 Uhr in der Filmgalerie nochmals die Möglichkeit die Publikumslieblingen zu sehen.
Außerdem gibt es nach den Vorstellungen am Mittwoch, Samstag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag die KuFiWo-After Hour mit wechselnden DJs in der Kinokneipe.
www.kurzfilmwoche.de

Sonntag, 23. März 2014, 11.00 Uhr, Theater am Haidplatz, Regensburg
Matinee: Alpenrauschen; Eintritt: frei
Premiere: Freitag, 28. März
www.theaterregensburg.de

Sonntag, den 23. März 2014, 19.30 Uhr, Theater am Bismarckplatz, Regensburg
Premiere/Gastspiel: VIDEOGAMES _in concert, guitar: Graeme Stephen, piano: Walter Lang, bass: Uli Zrenner-Wolkenstein, drums: Gerwin Eisenhauer, special guest: Markus Engelstädter, videoartists: Blink and Remove
www.theaterregensburg.de

26.-31. März, Landshut
Landshuter Kurzfilmfestival: Ostbayerns zweitwichtigstes Kurzfilmfestival
www.landshuterkurzfilmfestival.de

Mittwoch, 26. März 2014, 16.30 Uhr, Garbo, Regensburg
Film: Alice in den Städten, Regie: Wim Wenders, mit Rüdiger Vogler, D 1974; Innerhalb der Reihe vor 40 Jahren; Eintritt: frei
www.altstadtkinos.de

Donnerstag, 27. März 2014, 18.00 Uhr, Theater am Bismarckplatz, Regensburg
Öffentliche Probe: Die Katze auf dem heißen Blechdach; Schauspiel von Tennessee Williams; Eintritt: frei
Premiere: 05. April 2014
www.theaterregensburg.de

Die Kurzfilmwoche zum zwanzigsten

14. März 2014 ffranc Keine Kommentare

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Am Mittwoch, den 19. März 2014 um 19.00 Uhr startet im noch existierenden Ostentorkino die 20. Regensburger Kurzfilmwoche, die ab jetzt Internationale Kurzfilmwoche Regensburg heißt. Die Bedeutung liegt dabei auf INTERNATIONAL. Ist doch das Festival nach Meinung quasi aller antretenden Oberbürgermeisterkandidaten ein “Leuchtturm” in Regensburgs Kulturlandschaft.
Passend zur sonntäglichen Kommunalwahl hatte die Kurzfilmwoche alle neun OB-Kandidaten zur Pressekonferenz geladen. Es kamen drei: Die Herren Wolbergs, Huber und Spieß.
Die auf dem Podest der Filmgalerie anwesenden Stadträte bildeten kurzerhand eine rot-rot-grüne Koalition und befanden unisono die Internationale Kurzfilmwoche Regensburg für unersätzlich und noch stärker förderungswürdig. q.e.d.
Wolbergs hatte die konkreteste Vorstellung zur Zukunft der Kurzfilmwoche: Übernahme der Mietkosten für das Festivalbüro für einen Zeitraum von fünf Jahren durch die Stadt und die Schaffung von zwei offiziellen Arbeitsplätzen für die Festivalleitung und ihren Vize. Huber indes hatte die überraschendste, und forderte die Kurzfilmwochenmacher darüber nachzudenken, ob nicht weitere Selbstfinanzierungquellen ausfindig gemacht werden könnten.
So viel zur Lage der Filmwoche vor ihrem Beginn, und vor allem vor der anstehenden Oberbürgermeisterwahl.

Zum 20. Jubiläum erwarten die Besucher neben den üblichen Wettbewerbsprogrammen, der Zündfunk-Party und den Plattenfilmen auch wieder zahlreiche einmalige Sonderveranstaltungen. Filmgastland ist heuer der Libanon, hervorgegangen aus einer erneuten Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut. Hierzu stehen ganze vier Programme zur Auswahl mit Gästen aus dem Zedernland, sowie eine Fotoausstellung im W1.
Die Reihe “Cinema mi amor” wurde auch umbenannt und heißt jetzt “Herzensangelegenheiten”. Darin stellen internationale Cineasten, u.a. Roger Gonin (Festival Clermont-Ferrand), Axel Behrens (KFA Hamburg) und Gerald Weber (sixpack Wien), ihre Lieblingskurzfilme vor, aber auch regionale Größen wie Claudia Gladziejewski (BR München) und Medard Kammermeier (Kinos im Andreasstadel), der übrigens als einziger noch einen analogen 16mm-Film zeigen wird!
“Cinema mi Vida” bleibt was es ist. Die berliner Filmemacherin Rigoletti stellt Ihr Oeuvre vor, auf das die Beschreibung “entspezialisierte Medienartistik zwischen Agitation und Partizipation, History und Zukunft” zutreffen soll.
Nach dem Erfolg von vor zwei Jahren können wieder tausende Regensburger den Machern von “A wall is a screen” wie eine riesige Touri-Meute durch die Plätze dieser Stadt folgen, um auf Häuserwände projezierte Filme zu betrachten.
Zur Eröffnung am kommenden Mittwoch spielt das berliner Duo Sorry Gilberto, dazu werden einige aktuelle Kurzfilme gezeigt und im Anschluß gibt’s ‘ne Party in der Kinokneipe. Und das alles bei freiem Eintritt.
Es gibt sicher noch jede Menge mehr bei der 20. Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg zur entdecken. Darum hingehen und den eigenen Horizont erweitern!

Alles zur Kurzfilmwoche unter: www.kurzfilmwoche.de

Kurzfilmwoche

13. März 2014 lweser Keine Kommentare

14. März 2014, Jazzclub Regensburg
Nachtdienst“ in Zusammenarbeit mit dem Theater Regensburg

Samstag, 15. März 2014, Tiki Beat, Regensburg
Burleske Spektakesl High Noon

Sonntag, 15. März 2014, 19.00 Uhr, Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg
Ausstellungseröffnung: Zeitspuren. Reisen in die Vergangenheit Susanne Hanus-Tatjana Utz
bis 18. Mai 2014
www.kunstforum.net

19. März 2014, 21.45 Uhr, Garbo, Regensburg
Film: Der große Gatsby, Regie: Jack Clayton, mit Robert Redford, Mia Farrow, USA 1973; Innerhalb der Reihe vor 40 Jahren; Eintritt: frei
www.altstadtkinos.de

19-26. März 2014, Regensburg
20. Regensburger Kurzfilmwoche unter dem Motto Mitten ins Herz
Diesmal aber nicht als eigenständiges Thema sondern als erweitertes Cinema mi amore oder auch die Antwort auf die Frage: Warum liegt uns der Kurzfilm bzw. die Kurzfilmwoche am Herzen?
Natürlich gibt es wie immer die Herzstücke des Festivals: die Wettbewerbs-Programme: acht internationale, vier deutsche, ein Bayernfenster- und zwei Regionalfenster-Programme.
Mittwoch, 19. März, 19.00 Uhr, Ostentorkino: Eröffnungsfeier mit Bürgermeisterkandidat und der Berliner Band Sorry Gilberto, anschließend 22.00 Uhr Eröffnungsfilmprogramm
Samstag, 22. März, 19.00 Uhr, Filmgalerie
Kinderfilmprogramm
Samstag, 22. März, 19.00 Uhr, Neupfarrplatz,
Zum Jubiläum wird eine der Veranstaltungen mit der größten Teilnehmerzahl nach Regensburg zurückkehren. „A Wall is a Screen“ ist ein kostenloser Kurzfilmrundgang durch die Stadt. Ein Projekt der gleichnamigen Hamburger Künstlergruppe. Dauer: 1,5-2 Stunden.
Samstag, 21. März,14.00 Uhr, Filmgalerie
Kinderfilmprogramm
Samstag, 22. März, 23.00 Uhr, Ostentorkino, Horror-Kurzfilmnacht zum Thema Heart Attac. Die jüngste Kult-Veranstaltung der Kurzfilmwoche und Publikumsmagnet geht in die 4. Runde
Sonntag, 23. März, 14.00 Uhr, Filmgalerie
Kinderfilmprogramm
Sonntag, 23. März, 14.00 Uhr, Sportplatz des Albrecht Altdorfer Gymnasiums (bei der königlichen Villa) Shorts United Fußballmatch; Eine der wenigen Gelegenheiten Kurzfilmwochenbeteiligte und Gäste bei Tageslicht zu sehen; wie immer gegen die Damenmannschaft Kosmos Ost.
Sonntag, 23. März, 20.00 Uhr, Filmgalerie
Cinema mi Vida: Rigoletti. Geheimtipp von Kultur-Ostbayern
Montag, 24. März 2014, 23.30 Uhr, Foyer Filmgalerie im Leeren Beutel
Foyerparty
Dienstag, 25. März, 22.00 Uhr, Ostentorkino, Die Plattenfilme muss man natürlich ebensowenig ankündigen, wie die Zündfunkparty, der Vollständigkeits halber tun wir es natürlich dennoch. Acid Maria und mariim kehren an die Plattenteller der KFW zurück. Looneytunes, Tom Tiger und Markus Guentner bilden mittlerweile den festen Kern. Zum 20.sten Geburtstag gönnt sich und Ihnen die Kurzfilmwoche noch Mathias Schaffhäuser.
Außerdem gibt es nach den Vorstellungen am Mittwoch, Samstag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag die KuFiWo-After Hourer mit wechselnden DJs in der Kinokneipe.
www.kurzfilmwoche.de

Hochgenuss für Film- und Musikliebhaber mit Lotte Reiniger

18. März 2013 lweser Keine Kommentare

Lotte Reiniger, die Kurzfilmwoche zu Gast in der Hochschule für katholische Kirchenmusik, Regensburg

kufi2013_lotte-reiniger1Mit großer Spannung wurde bei der diesjährigen Regensburger Kurzfilmwoche auf eine neue Zusammenarbeit der besonderen Art geblickt: die des Festivals mit der Hochschule für katholische Kirchenmusik und gleichzeitig mit der Regensburger Stummfilmwoche. Das mag nur auf den ersten Blick eine absolute Neuheit sein, denn mit den “Plattenfilmen” gibt es ja bereits eine Tradition der Live-Vertonung von Kurzfilmen bei der Kurzfilmwoche. Zugegeben, das ist nur halb-live, kommt doch die Musik, die aufgelegt wird, aus der “Konserve”.

Die Studenten der Hochschule für Kirchenmusik vertonten einige der liebevoll gestalteten Silhouettenfilme von Lotte Reiniger aus den Jahren 1921 bis 1954, die sich neben der Detailgenauigkeit auch durch viel Witz auszeichnen. Dabei offenbarte sich eine musikalische Bandbreite, die von Kirchenmusikstudenten nicht unbedingt erwartet wurde. Da gab es zarte Einzelbegleitung mit Orgel (Max Pöllner) zu Carmen oder Cello (Stefan Shen) zu Galathea, eine Adaption der Pygmalionsage. Ein klassisches Ensemblespiel mit zwei Violinen, Kontrabass, Klavier, Klarinette und Cello kam bei einer Adaption des Rattenfängers von Hameln zum Einsatz. In der Auftragsarbeit, die Reinigner zum Tag der Hausmusik produzierte, werden statt Kinder Musikinstrumente entführt. Zum Kleinen Schornsteinfeger waren jazziger Clubsound und bekannte Filmmusikmotive von James Bond bis zum Rosaroten Panther zu hören. Henriette Olbertz, Katrin Schmidmayr und Armin Weinfurter sind ein eingespieltes Trio mit Astor-Piazzolla-Vorliebe, die mit Cello, Klavier und Geige, Reinigers Dornröschen in Tangoflair versetzten. Der fliegende Koffer von 1921, nach einem Märchen von Hans Christian Andersen, das im fernen China spielt, wurde von Franzi Kießl und Kristin Schorr mit Geige und einer Vielzahl Percussioninstrumenten zauberhaft akzentuiert. Georg Zeller (Klavier, Akkordeon und Kazoo) und Stefan Shen (Cello, Geige) unterstrichen den Witz von Reinigers expressionistischem Aschenputtel aus dem Jahr 1922 sogar mit Gesang und mit Hilfe eines Luftballons.
Dass die Kirchenmusikstudenten dabei nicht hinter den routinierten Vertonungen der Stummfilmwoche zurückstehen müssen, bestätigten neben einigen Gästen auch Nicole Litzl, die Leiterin der Regensburger Stummfilmwoche, die mit viel Hindergrundwissen zum Stummfilm im Allgemeinen und dem Silhouettenfilm im Besonderen, sowie mit einigen Anekdoten aus Lotte Reinigers Leben, durch den Abend führte.
Die Zuschauer der knapp dreistündigen Veranstaltung hätten gut eine kleine Pause vertragen können. Insgesamt war der Abend ein Hochgenuss für Film- und Musikliebhaber.
Mit einigen kleinen Verbesserungen (z.B. einer etwas größeren Projektion, einem geheizten Konzertsaal und einer professionelleren Vorstellung der Musiker) wäre es wünschenswert, wenn diese Art der Zusammenarbeit weitergeführt und ausgebaut würde.

Alle, die Lust auf mehr Lotte Reiniger bekommen haben, können bei der 31. Regensburger Stummfilmwoche im August 2013, ihren Langfilm, und den ersten Lang-Trickfilm der Filmgeschichte überhaupt (1923-1926), Die Abenteuer des Prinzen Achmed sehen. Vertont wird er von den Gebrüdern Teichmann und Leo Hurt.
Bei der Kurzfilmwoche, die noch bis zum 20 März geht, kann man morgen, am Dienstag 21.00 Uhr im Ostentor-Kino die Plattenfilme sehen und hören. Es soll noch Karten geben.
www.kurzfilmwoche.de | www.filmgalerie.de | www.hfkm-regensburg.de
Mit Dank an www.photographie-fischer.de

Auf das Timing kommt es an, auch in Bayern

15. März 2013 ffranc Keine Kommentare

Bavarian MuVis bei der 19. Regensburger Kurzfilmwoche am 15.03.2013 @ Filmgalerie im Leeren Beutel

Das einzige Programm der Reihe The World of Shorts - The World of Music bei der diesjärigen Kurzfilmwoche in dem ausschließlich Musikvideos gezeigt werden, nennt sich Bavarian MuVis. Kurator Stefan Grunwald-Wiese hat darin ganze 26 Beiträge von ausschließlich bayerischen Interpreten versammlet, daher auch der Programmname. Ein gewagtes Unterfangen. Weniger durch die eingeschränkte geografische Auswahl, als darin begündet, A) eine möglichst große Bandbreite sowohl in musikalischer als auch in filmischer Hinsicht zu zeigen, und B) dass Musikvideos allzu oft aus cineastischem Blickwinkel nach unten ausschlagen, weil das Hauptanliegen vieler Musiker darin besteht, als Person einen möglichst guten Eindruck zu machen. Andererseits bot das “Genre” des Musikvideos Filmemachern schon immer die Möglichkeit sich möglichst frei und experimentell auszutoben.
Dass die Bavarian MuVis sowohl das eine als auch das andere unter Beweis stellt ist selbstredend. Auffallend jedoch ist, dass weder ein fränkischer Beitrag, noch einer aus früheren Regionalfenstern, wie die eines Säm Wagners oder Blink & Remove, den Weg ins Programm fanden.

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Zwei Videos waren eigentlich total überflüssig: ein Live-Mitschnitt mit animiertem Intro von Hans Söllner und eine Studio-Session von Nixon In China - beides filmisches Nichts! Zwei andere fielen aus unterschiedlicher Sicht aus dem Rahmen. Die United Balls als einzige Vertreter aus der Musikvideo-Steinzeit (1981) und das Ost Hafen Duo mit einer Musik jenseits aller Kategorien und einem Bild als stilllebenhafte Homage an den Gäuboden.
Besonders beliebt im Musikvideo-Biz scheint die Stop-Motion-Technik zu sein. Egal ob als Realfilm (Slut), Puppenanimation (The Notwist) oder Zeichentrick (Missent to Denmark), die Ergebnisse darin erübrigen nicht einer gewissen Niedlichkeit, sind ansonsten sehr durchschnittlich, wenig originell und meist mies bis gar nicht choreografiert.
Wie wichtig Timing bei Musikvideos ist zeigen die Höhepunkte dieses Programms. Blumentopf aus München haben zu einem der wahrscheinlich bescheuertsten Deutsch-Hip-Hop-Nummern ein Zu-Fuß-Roadmovie ohne Schnitt realisiert, nicht besonders originell, aber eben perfekt getimt und schlüssig. Ebenso Ebow mit einem reinen “Tanzfilm” im Eighties-Look, beige GT mit einer eher grafischen Optik und anheimelnden Szenen aus einem Nordoberpfälzischen Auto-Tuning-Treffen, und der Fast-Oldie der Sportfreunde Stiller Wellenreiten ‘54, mit simplen Aufnahmen aus einem Freibad mit Dreifach-Sprungturm.

Drei Videos, die besonders herausstachen, waren zum einen Fittenbudes Wings. Der einzige Teilnehmer, der einem kleinen Spielfilm glich und völlig vom musikalischen Takt losgelöst, das Coming-Out eines Lehrers thematisiert. ZiehGäuner aus dem Bayerischen Wald haben mit Ihrem Film zu Mamabua nicht nur einen Mitreißer erster Güte, sondern auch ein traumhaftes Video aus 50er-Jahre-Found-Footage und darin integrierten und nicht merkbaren Aufnahmen der Band geschaffen. Ein perfekter Spaß auf ganzer Linie und ein positiver Beitrag aus der ON3-Werkstatt des Bayerischen Rundfunks, die ansonsten eher aufgeblasene Teenie-Selbstdarstellung unterstützt. Und zu Guter Letzt sei noch Zombie Nations Gizmode erwähnt, ein perfekt choreografierter, klassischer Musikclip mit optimal ins Bild gesetzten Aufnahmen aus Tokyo. Einfach, gut, stimmig.

Die anschließend im Foajee der Filmgalerie stattfindende Foyerstelle-Party war ebenso stimmungvoll wie schlecht besucht. Um so mehr konnten die Anwesenden beinahe schulterzuckend über die sich viral mündlich verbreitenden Neuigkeit des Ausfalls der morgigen “großen” Zündfunk-Party hinwegsehen. Ihren Spass hatten sie ja schon gehabt, egal ob flätzend im Fatboy oder aktiv auf den Tanzplanken des Leeren Beutels. Wer die Feuerstelle nicht ehrt, ist des Zündfunkes nicht wert.

Alle, die sich einen Überblick über bayerische Musikvideoproduktionen verschaffen möchten und über einen breitgefächerten Musikgeschmack verfügen, können sich noch heute und am Dienstag den 19.03.2013 im W1, jeweils um 21.00 Uhr die “Bavarian MuVis” anschauen.
www.kurzfilmwoche.de | www.filmgalerie.de

Ansonsten sind alle Videos auch im Web zufinden, wie zum Beispiel aus Sympathie-Gründen:

(Nicht)Veranstaltungen vom 15. - 21.03.2013

14. März 2013 lweser Keine Kommentare

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13.-20. März 2013, Regenburg
19. Regensburger Kurzfilmwoche
Neben acht internationalen, vier deutschen Wettbewerbs-Programmen, einem Bayernfenster- und zwei Regionalfenster-Programmen gibt es dieses Jahr viel zum Thema Musik und ein bisschen Griechenland. Hier noch ein paar ausgesuchte Tipps von uns:
Donnerstag, 14. März, 00.00 Uhr, Foyer Filmgalerie, Foyerparty: eine einst beliebte Veranstaltung, die nun wieder belebt und erstmals in die Kurzfilmwoche integriert wird; das könnte schön werden
Freitag, 15. März, 20.00 Uhr, Kunstverein GRAZ, MA Julia Bayerl kuratiert die digitale Installation “The Rhythm of Polizeiruf 110
Freitag, 15. März, 21.00 Uhr, (neue) Heimat (nicht zu verwechseln mit der ehemaligen Neuen Heimat, nicht dass noch jemand in ein Bauloch fällt), Zündfunkparty; schon immer völlig überlaufen, jetzt auf noch begrenzterem Raum
ACHTUNG KEIN WITZ: DIE ZÜNDFUNK-PARTY FÄLLT AUS!
Samstag, 16. März, 21.00 Uhr, Hochschule für kath. Kirchenmusik (Andreasstr./Stadtamhof), Lotte Reininger; die liebevoll gestalteten Scherenschnitt-Filme werden live vertont von Studenten der Kirchenmusikhochschule;
Samstag, 16. März, 23.00 Uhr, Ostentorkino, Horror-Kurzfilmnacht; die jüngste Kult-Veranstaltung der Kurzfilmwoche und Publikumsmagnet geht in die 3. Runde
Sonntag, 17. März, 14.00 Uhr, Sportplatz des Albrecht Altdorfer Gymnasiums (bei der königlichen Villa) Shorts United Fußballmatch; Eine der wenigen Gelegenheiten Kurzfimwochenbeteiligte und Gäste bei Tageslicht zu sehen; wie immer gegen die Damenmannschaft Kosmos Ost.
Dienstag, 19. März, 20.00 Uhr, W1, Der Journalist Matthias Dell liest aus seinem Buch “Herrlich inkorrekt“: Die Thiel-Boerne-TATORTE.
Dienstag, 19. März, 21.00 Uhr, Ostentorkino, Die Plattenfilme muss man natürlich ebensowenig ankündigen, wie die Zündfunkparty, der Vollständigkeitshalber tun wir es natürlich dennoch. Es vertonen live Looney Tune, Tom Tiger, Linus Quick, Markus Guentner und weitere.
Außerdem gibt es nach den Vorstellungen am Mittwoch, Samstag, Dienstag und Donnerstag die KuFiWo-After Hour mit wechselnden DJs in der Kinokneipe. Ein paar mal weniger als sonst.
www.kurzfilmwoche.de

Freitag, 15. März 2013, 19.00 Uhr, Kunst- und Gewerbeverein Regensburg
Ausstellungseröffnung: Manfred Hamm: „Konzerthäuser und andere Räume“; Einführung: Hubert Schwarz (Galerist, Greifswald) und Reiner R. Schmidt (3. Vorsitzender Kunst- und Gewerbeverein); bis 14. April 2013

Freitag, 15. März 2013, 19.00 Uhr, galerie konstantin b. (Brixner Hof) Regensburg
Lesung: Gerd Burger liest im Rahmen der aktuellen Ausstelleung Entstauner – Bilder von Thomas Hart aus Eugen Okers “Der Kuckuck von Timbuktu” - Oder Tiere sind auch Menschen. Ein Bilderbuch über Vögel und andere Viecher. Für die Neuausgabe dieses Buches - im Lichtung Verlag erschienen - hat Thomas Hart schräge Szenarien mit Tieren kongenial passend zu Okers Texten ins Bild gesetzt. Thomas Hart wird ebenfalls anwesend sein.

Freitag, 15. März 2013, 20.00 Uhr, Jazzclub im Leeren Beutel, Regensburg
Konzert: Rebecca Bakken, Eintritt: 27/29 €
www. jazzclub-regensburg.de

Mittwoch, 20. März 2013, Bücher Pustet, Regensburg
Lesung: Barbara Krohn: Regensburger Requiem. Kurzkrimis von der Donau; Eintritt: 9/7 €
www.verlag-pustet.de

Donnerstag, 21. März 2013, 20.30 Uhr, Kinos im Andreasstadel, Regensburg
Party: Pecha Kucha Vol. 12, Eintritt: 3 €
www.hotel-des-artistes.org

21. März - 6. August 2013, div., Regensburg
Schleudertraum 9. Festival für aktuellen Tanz in Bayern
Veranstaltungsorte: Städtischen Galerie im Leeren Beutel, Kunstverein Graz, Theater an der Universität, Wintergarten, Kino im Andreasstadel und im Künstlerhaus am selben Ort, Ballett in der Altstadt
das komplette Programm finden Sie unter:
www.tanzstelle-R.de

19. Regensburger Kurzfilmwoche mit noch mehr Musik als sonst

7. März 2013 lweser Keine Kommentare

regensburger-kurzfilmwoche-2013
13.-20. März 2013, Regenburg
19. Regensburger Kurzfilmwoche steht diesmal ganz unter dem Thema Musik. 7 Programme zum Thema (von Metal Heavy über Punk bis Bavarian MuVis) werden zu sehen sein. Gastland wird das stark gebeutelte Griechenland sein, dessen Kurzfilmschaffen in drei Programmen vorgestellt wird.
Weiterhin gibt es natürlich die Wettbewerbs-Programme: acht internationale, vier deutsche, ein Bayernfenster- und zwei Regionalfenster-Programme.
Mittwoch, 13. März, 19.00 Uhr, Eröffnungsfeier mit der Band Missent to Denmark, anschließend 22.00 Uhr Eröffnungsfilmprogramm
Donnerstag, 14. März, 00.00 Uhr, Foyer Filmgalerie, Foyerparty: eine einst beliebte Veranstaltung, die nun wieder belebt und erstmals in die Kurzfilmwoche integriert wird; das könnte schön werden
Freitag, 15. März, 20.00 Uhr, Kunstverein GRAZ, MA Julia Bayerl kuratiert die digitale Installation “The Rhythm of Polizeiruf 110
Freitag, 15. März, 21.00 Uhr, (neue) Heimat (nicht zu verwechseln mit der ehemaligen Neuen Heimat, nicht dass noch jemand in ein Bauloch fällt), Zündfunkparty; schon immer völlig überlaufen, jetzt auf noch begrenzterem Raum
Samstag, 16. März, 21.00 Uhr, Hochschule für kath. Kirchenmusik (Andreasstr./Stadtamhof), Lotte Reininger; die liebevoll gestalteten Scherenschnitt-Filme werden live vertont von Studenten der Kirchenmusikhochschule;
Samstag, 16. März, 23.00 Uhr, Ostentorkino, Horror-Kurzfilmnacht; die jüngste Kult-Veranstaltung der Kurzfilmwoche und Publikumsmagnet geht in die 3. Runde
Sonntag, 17. März, 14.00 Uhr, Sportplatz des Albrecht Altdorfer Gymnasiums (bei der königlichen Villa) Shorts United Fußballmatch; Eine der wenigen Gelegenheiten Kurzfimwochenbeteiligte und Gäste bei Tageslicht zu sehen; wie immer gegen die Damenmannschaft Kosmos Ost.
Dienstag, 19. März, 20.00 Uhr, W1, Der Journalist Matthias Dell liest aus seinem Buch “Herrlich inkorrekt“: Die Thiel-Boerne-TATORTE.
Dienstag, 19. März, 21.00 Uhr, Ostentorkino, Die Plattenfilme muss man natürlich ebensowenig ankündigen, wie die Zündfunkparty, der Vollständigkeitshalber tun wir es natürlich dennoch. Es vertonen live Looney Tune, Tom Tiger, Linus Quick, Markus Guentner und weitere.
Außerdem gibt es nach den Vorstellungen am Mittwoch, Samstag, Dienstag und Donnerstag die KuFiWo-After Hour mit wechselnden DJs in der Kinokneipe. Ein paar mal weniger als sonst.
www.kurzfilmwoche.de

13. - 18. März, 14. Landshuter Kurzfilmfestival
Das zweitgrößte ostbayerische Kurzfilmfestival soll natürlich auch nicht vergessen werden. Dumm dass seit der Terminverschiebung des Regensburger Festivals beide wirklich zeitgleich laufen müssen. Neben den normalen Kurzfilmpreisen gibt es in Landshut auch einen einem Horrorfilmpreis, den Deadline Award.
www.landshuterkurzfilmfestival.de

Donnerstag, 14. März 2013, 20.30 Uhr, Bücher Pustet, Gesandtenstr., Regensburg
Lesung: Stephan Thome: Fliehkräfte; Roman über einen Spätaussteiger mit „atemberaubendem Gespür für die Niederlage“; Eintritt: 9/7 €
www.pustet.de | www.suhrkamp.de

Out of Ostbayern - Veranstaltungstip

bis 26.05.2013; ZEPHYR, Mannheim
Fotoausstelltung: Miroslav Tichý: DIE STADT DER FRAUEN
der Tscheche Miroslav Tichý (1926-2011) hat klassische Malerei an der Prager Akademie studiert. Wurde vom kommunistischen Regime mit Arbeitsverbot belegt, verbrachte 8 Jahre im Gefängnis und schuf unzählige Fotos mit selbstgebauten Kameras von Frauen aus seinem Heimatort. Trotz seiner späten Berühmtheit lebte er bis zu seinem Tod im Jahr 2011 in selbst gewählter Askese und bitterer Armut. Seine meist schemenhaften Fotos wirken wie aus einer anderen Welt.
ZEPHYR - Raum für Fotografie / C4.9b / 68159 Mannheim /
Öffnungszeiten täglich außer Montag 11 bis 18 Uhr
www.zephyr-mannheim.de | www.tichyfotograf.cz

18. Regensburger Kurzfilmwoche - Regionalfenster 1

20. März 2012 sgruen Keine Kommentare

Recht durchwachsen

(Sigrid Grün)

Eine herbe Enttäuschung konnte der Zuschauer beim Regionalfenster 1 der diesjährigen Regensburger Kurzfilmwoche erleben. Die Moderatorin wirkte unvorbereitet, die Filme lieblos zusammengestellt und erst während (!) des dritten Films wurden die drei Sofas zur Seite geschoben, die die Sicht auf die Leinwand behinderten. Die meisten Filme wurden im falschen Format gezeigt und alle Filme wurden ohne Pause abgespielt, so dass man die Übergänge zwischen manchen Streifen überhaupt nicht richtig bemerkte und das soeben Gesehene kaum auf sich wirken lassen konnte.
Bei der Auswahl der Filme musste man sich unweigerlich die Frage stellen, nach welchen Kriterien ausgewählt wurde. Einige wenige Filme konnten überzeugen - und gingen leider in der scheinbar sehr beliebigen Auswahl unter.

Den Auftakt machte ein netter kleiner Animationsfilm von Tim Schwaiger und Katharina Klier. Ein Kamel ist in LUCKY STRIKES der lachende Dritte.
KLAPPENTEXT von David Liese wirkte stark aufgesetzt. Die dramatisch intendierte Handlung rutsche schon nach wenigen Sekunden ins banale Befindlichkeitskino ab und wurde so leider auch unfreiwillig komisch.
Lysann Wesers Geschichten vom Fluss waren dann wiederum eine runde Sache. Eine berührende Dokumentation, in der das Leben der vier Mattinger Fährmänner reflektiert wird. Hier konnte man einen Film der leisen Töne sehen, der den Donaufährverkehr auf wunderbare Weise einfängt und die Fährleute selbst zu Wort kommen lässt. Der Schluss des Films stimmt nachdenklich - der Fährverkehr in Matting wird wohl über kurz oder lang eingestellt werden. Einer der mitwirkenden Fährmänner war bei der Premiere von Wesers Dokumentarfilm auch anwesend. Leider beeinträchtigte das Sofagerücke zu Beginn des Films die meditative Atmosphäre sehr stark - und auch das Format, in dem die Geschichten vom Fluss abgespielt wurden, entsprach nicht dem Originalformat (16:9). Ein weiterer ärgerlicher Fauxpas, der bei einem professionellen Filmfestival nichts verloren hat.
Murphy’s Snow. Murphy’s Gesetz erklärt an sieben Beispielen von Christopher Baumann entbehrte nicht einer gewissen Komik - aber nicht an den Stellen, an denen er es wohl sein sollte. Schade!
Auch Blasenfrei zapfen sollte das Publikum zum Lachen reizen - aber auf eine Pointe wartete man vergeblich und für einen “Anti-Humor-Streifen” war er einfach zu bemüht.
Wolfgang Wrobleskis Einer weint immer greift das Konzept von letztem Jahr wieder auf: Eine Handlung wird nicht im Film dargestellt, sondern nur erzählt. Was einmal vielleicht lustig ist, ist es in den seltensten Fällen beim zweiten Mal wieder.
Decks an the City war wiederum ein Musikvideo - oder viele eher Visuals - die in einem soliden Kurzfilmprogramm eine schöne Abwechslung inmitten von handlungsreichen Filmen gewesen wäre - in einem derart schwachen Programm ging er leider unter.
Auch die 1000 Augen des Klaus Kinski wäre im Prinzip eine tolle Idee gewesen. Leider wirkte das zusammengeschnittene Material, das Klaus Kinski in den typischen Posen mit weit aufgerissenen Augen zeigt, eher konzept- und lieblos.
Alles Bürste, oder was? - wiederum eine Dokumentation, diesmal über das Bürstengeschäft in der Regensburger Innenstadt, hätte eigentlich aufgehen müssen. Die Bürstenmacherin ist einfach ein Original. Da hätte man einfach nur die Kamera draufhalten müssen. Die unbeholfenen Fragen des Interviewers wirkten leider unfreiwillig komisch, die Kamera zeigte vieles, nur allzu oft nicht den Bildausschnitt, der von Interesse gewesen wäre und ein falsch gesetzter Schnitt unterbrach die Bürstenmacherin mitten im Wort! Kann man so etwas - Regionalfenster hin oder her - wirklich im Rahmen eines professionell aufgezogenen Kurzfilmfestivals zeigen?
Ganz schön war wiederum das Musikvideo von Zarate - Felizidad Zarate, ein “kleines Musikvideo mit Eseln und Autos”. Die Musik war einfach nett und die Band ist sympathisch. Wenigstens zum Schluss bekam der Zuschauer noch einen kleinen Glanzpunkt zu sehen.

Nach diesem Programm muss man sich als Zuschauer die Frage stellen, ob es nicht besser wäre mangels genügend geeignet erscheindener Filme das Regionalfensterprogramm bei Bedarf auf ein einziges Programm einzudampfen und dafür auf Qualität zu setzen. Das Publikum würde es danken!