Archiv

Artikel Tagged ‘Theater’

Der Vorname

19. November 2014 lweser Keine Kommentare

Premiere/Schauspiel: Der Vorname. Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière, Inszenierung: Constanze Kreusch; Theater am Bismarckplatz, Regensburg

dervorname

Wieder einmal eine französische Komödie. Ein Exportschlager wie Jasmin Rezas Kunst oder Der Gott des Gemetzels. Und wie die genannten, spielt Der Vorname im gleichen Milieu: gehobenen Mittelschicht oder mittlere Oberschicht.
Elisabeth (Ulrike Requadt) und ihr Mann Pierre (Michael Haake) laden Elisabeths Bruder Vincent (Frerk Brockmeyer) und dessen schwangere Frau Anna (Andine Pfrepper), sowie Elisabeths besten Freund Claude (Gunnar Blume) zum Essen ein. Vincent sprengt die Party indem er verrät, dass ihr Sohn Adolphe heißen soll. Als gegen Ende des Abends Elisabeths und Vincents Mutter anruft, fasst Elisabeth ihr den Abend folgendermaßen zusammen: „Sehr gute Stimmung. Das Essen war gut. - Die Trauben? Perfekt – jetzt sehen sie natürlich etwas zerknautscht aus auf dem Fußboden – Warum? Naja, ungefähr so: erst hat Vincent uns verraten, dass er seinen Sohn nach Hitler nennen will. Dann haben er und Anna – die eine Stunde zu spät kam – zugegeben, dass sie die Namen unserer Kinder lächerlich finden. Das ist natürlich keine große Sache verglichen mit Moka [ein ermordeter Hund] – aber immerhin … dein Lieblingssohn, der weder die Rozenthals noch Onkel Hektor leiden kann, möchte gern am Wochenende vom 36./37. nach La Castide kommen. Aber vielleicht hat er es ich jetzt anders überlegt, nachdem [Achtung, Spoiler:] er deinem Lover die Fresse eingeschlagen hat. – Claude, Maman. Oder hast du mehrere?“ Doch nach dem Telefongespräch schlägt die Stimmung nochmals um, denn Elisabeth hat ihrem Mann auch noch einiges zu sagen. Da bleibt dem Zuschauer dann doch das Lachen im Halse stecken - aber es kommt noch ein Epilog. Und so findet das Ganze doch noch ein versöhnliches Ende.
Die Dialoge sind bissig und geistreich. Die Schauspieler brillieren herrlich im Ensemblespiel. Die Regie hat mit leichter Hand und Gespür für das richtige Timing eine temporeiche Inszenierung geliefert. Bühne und Kostüm zeichnen deutlich das Milieu noch bevor ein Wort fällt. Kurz: ein kurzweiliger und unterhaltsamer Theaterabend, an dem es wirklich nichts Gravierendes auszusetzen gibt.

Der Vorname. Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière;
Inszenierung: Constanze Kreusch, Bühne und Kostüme: Petra Wilke
mit: Ulrike Requadt, Michael Haake, Gunnar Blume, Frerk Brockmeyer, Andine Pfrepper
Theater am Bismarckplatz, Regensburg
weiter Vorstellungen: Mo, 17./Mi, 19./Sa, 22. November, So, 07./Do, 11./Fr, 12./Di, 16./Fr, 19./So, 21./Fr, 26./Mo, 29. Dezember 2014, So, 04./Mi, 07./Sa, 10./Sa, 17./So, 25.Januar/Mi, 25.Februar/So, 01./Sa, 14.März, So, 05./Mo, 27. April 2015, So, 10.Mai, Mi, 24.Juni 2015, jeweils 19:30 Uhr
www.theaterregensburg.de

Die Familie als Metapher für die ungarische Gesellschaft

12. November 2014 lweser Keine Kommentare

Premiere/Schauspiel: Die Vaterlosen Familiengeschichte in sieben Bildern von Csaba Mikó (*1977), Inszenierung: Michael Lippold; mit: Franziska Sörensen, Thomas Birnstiel, Pina Kühr, Felix Steinhardt, Johanna Wieking u. Jacob Keller, Theater am Haidplatz, Regensburg

dievaterlosenb

Zwischen 1977 und 1987 werden in der ungarischen Familie der „Vaterlosen“ sechs Kinder geboren. Die Handlung auf der Bühne beginnt mit der Geburt des dritten Kindes Josha, Mutters Liebling, behindert, Kuckuckskind und Sinnbild für den politischen Wandel. Auf der Bühne bleibt er wie der titelgebende Vater abwesend. Sonst ist da noch: die Mutter (Franziska Sörensen), die ihre anderen Kinder ihrem geliebten Joscha zugunsten, vor allem emotional vernachlässigt, Tomi (Thomas Birnstiel), der älteste Sohn, der um die Familie, vor allem Joschas wegen, finanziell zu unterstützen, sein Studium abbrechen und arbeiten muss, Doda (Pina Kühr), die schöne Tochter, die in Budapest Künstlerin werden will, Laci (Felix Steinhardt) ein möchtegern-Selfmademan mit krimineller Neigung, Fester (Johanna Wieking), die zur Aktivistin wird und Simon (Jacob Keller), der jüngste: beobachtend und analysierend, mit autistischen/pychopathischen Zügen, der Tomis einstige Träume übernimmt und vielleicht verwirklichen wird.

Das Bühnenbild (Anna Schurau) besteht hauptsächlich aus einer Vielzahl an Einmachgläsern, die gefüllt sind mit Versatzstücken des Lebens. Natürlich darf da das obligatorische Letscho (ungarisches Schmorgericht aus Paprika) nicht fehlen (Ein paar Sterotypen müssen schon sein). Einen Tisch auf dem die Einweckgläser zum Weihnachtsbaum gestapelt werden, wird schnell mal zum Schlachttrog, Auto oder Gynäkologenstuhl verwendet. Und natürlich der Bühnenboden, der gleich von Beginn an zeigt, worauf alle Träume am Anfang des Stücks gebaut sind: Sand. – Gut, es wirkt eher wie Erde. Und Erde wird nun wieder mit Fruchtbarkeit assoziiert, was nur auf den Beginn des Stückes: die Geburten zutrifft.
Michael Lippold inszeniert Csaba Mikós Text reduziert und sachlich. Mit Einspielungen, inneren Monologen und erzählerischen Passagen schaffen Autor und Regisseur Distanz zum Geschehen auf der Bühne und hebt es in den eigenen geschichtlichen Kontext.

Bis ins Jahr 2010 kann man die Familie beim Zerbrechen beobachten. Man kann jeden Einzelnen scheitern sehen. Die beiden Abwesenden sterben. Die Mutter muss erkennen, daß ihre Kinder, denen sie ein Leben lang ihre Liebe verweigert hat, sie ebenfalls nicht lieben. Tomi ist geschieden und muss bemerken wie wenig verlässlich die Familie ist, für die er einst alles aufgegeben hat. Laci endet im Knast. Doda, ebenfalls geschieden und von Laci um ihr angeheirates Vermögen gebracht, muss statt Künstlerin zu sein, als Verkäuferin arbeiten. Fester, ist deshalb so politisch engagiert, damit sie nicht über ihr Unvermögen selbst zu leben, nachdenken muss. Und Simon? Der gibt wohl die meisten Rätsel auf: angepasst und bedrohlich, wird er zu einer Art Pate. Und dann ist La Familia oder eben das Vaterland, doch wieder wichtig.

Apropos: Die Regensburger Uraufführung wird am 28. November 2014 - im Vaterland des Autors - auf dem Festival für zeitgenössische Dramatik Budapest (Kortárs Drámafesztivál) zu sehen sein.

Die Vaterlosen. Familiengeschichte in sieben Bildern von Csaba Mikó (*1977), Inszenierung: Michael Lippold;
mit: Franziska Sörensen, Thomas Birnstiel, Pina Kühr, Felix Steinhardt, Johanna Wieking, Jacob Keller
weiter Vorstellungen: Di, 11./Mi, 12./So, 16./Do, 20./ Fr, 21./Sa, 22./ Mo, 24./Mi, 26.November 2014, Di, 02./Mi, 03./Sa, 06.Dezember 2014, jeweils 19:30
www.theaterregensburg.de

“Bibi Blocksberg” bei den Schlossfestspielen

27. Juli 2014 sgruen Keine Kommentare

Schloss Klunkerburg in Gefahr

(Sigrid Grün)

Eine bessere Kulisse als den Regensburger Schlosshof ist kaum denkbar, dreht sich doch beim Bibi Blocksberg Musical des Kölner COCOMICO Theaters alles um den Rosengarten des Schlosses Klunkerburg, der bedroht ist. Bibi und Schubia treffen sich genau dort am liebsten - doch das ist eigentlich ganz geheim.

Karla Kolumna überbringt die erschütternde Nachricht

Karla Kolumna überbringt die erschütternde Nachricht

Zu Beginn des Stückes ist die Aufregung groß, Bibi hat eine schlechte Note in Mathe bekommen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Schubia, die auf ihrem stylischen Staubsauger angedüst kommt, versucht sie durch Zauberei etwas zu tricksen. Durch einen raffinierten Bühnenumbau verwandelt sich die Szenerie in das Haus, in dem Bibi mit ihren Eltern lebt. Im Laber der Hexenmutter, Barbara Blocksberg, wird das Hexenbuch konsultiert und die Note im Nu von “mangelhaft” in “fabelhaft” verwandelt. Doch natürlich werden die beiden erwischt… Der Vater, der ohnehin kein großer Fan der Hexerein seiner Frauen ist, wird gerade mit Kuchen besänftigt, als Karla Kolumna, die rasende Reporterin, die Szene betritt. Sie hat mitbekommen, dass der Bürgermeister Schloss Klunkerburg abreißen möchte, um dort einen Hubschrauberlandeplatz bauen zu lassen. Was für ein Schreck! Selbstverständlich machen sich Bibi und ihre Mutter gemeinsam mit Karla Kolumna gleich auf, diesen Plan zu vereiteln. Wieder erfolgt ein schön inszenierter Umbau, diesmal verwandelt sich die Kulisse in das Büro des selbstherrlichen Bürgermeisters. Bibis Mutter Barbara und die Oberhexe Walpurgia können darüber hinaus davon berichten, dass im Rosengarten des Schlosses eine versteinerte Hexe namens Coronaria stehen soll. Kann eine Rückverwandlung von Coronaria vielleicht eine Lösung herbeiführen? Bibi und Schubia wollen nichts unversucht lassen und sind einfach viel zu neugierig, um es nicht auszuprobieren - obwohl die Oberhexe Walpurgia dringend davon abgeraten hat. Als die Hexenmädchen den Versteinerungszauber tatsächlich aufheben, passieren allerdings erstmal alle möglichen schrecklichen Dinge…

10536915_886432354720218_4861933842445109904_n

Die Inszenierung des COCOMICO Theaters aus Köln kam im fast vollbesetzten Schlosshof sehr gut an. Die Gesangs- und Tanzeinlagen begeisterten nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Fans, die oftmal ohne Kinder im Publikum anzutreffen waren. Sicher fand man am Sonntag Vormittag zahlreiche Fans der frechen Hexe in den Zuschauerrängen, die eine Heldin ihrer Kindheit live erleben wollten. Neben der darstellerischen Leistung muss dringend das raffinierte Bühnenbild hervorgehoben werden. Die Umbauten waren alle hervorragend in das Stück eingebaut und waren kein lästiges Übel, sondern eine schöne Abwechslung.

www.odeon-concerte.de

Tanz die Heimat

1. Juni 2014 lweser Keine Kommentare

Uraufführung/Tanztheater: Tanz.Farbrik!zwei Velodrom, Regensburg: Choreographie: Jungen Choreographen des Ensembles des Theater Regensburg; Künstlerische Leitung Yuki Mori; Gastchoreograf Taulant Shehu; Mitglieder des Ensembles des Theater Regensburg; Musiker: Taiko-Drums Leonard Eto

tanz-farbrik-zwei

Das Format „Jungen Choreographen“, indem Mitglieder der Sparte Ballett (bzw. Tanz) ihr Können als Choreographen unter Beweis stellen, wurde beim Theater Regensburg vom ehemaligen Ballettdirektor Olaf Schmidt etabliert. Sein Nachfolger Yuki Mori hat das Formalt glücklicherweise beibehalten. Für die sieben Choreographien ließen sich Tänzer und Choreographen von der Ausstellung „Heimat? Osteuropa in der zeitgenössischen Fotografie“ im Kunstforum Ostdeutsche Galerie inspirieren. Heimat, muss im Mikrokosmos Theater eine besondere Bedeutung haben. Denn im Theater ist man wie Schausteller, wie das fahrende Volk oder auch wie die einstigen Wandertheatergruppen, selten länger an einem Haus, in einer Stadt. Da darf man, um mit Hesse zu sprechen „an keinem [Raum] wie an einer Heimat hängen“ und muss stets „bereit zum Abschied sein und Neubeginne“. Was kann in diesem unsteten Leben der für Konstanz stehende Begriff der Heimat bedeuten?

Die aus Russland stammende Ljuba Avvakumova setzt sich mit ihrer Choreographie „Drückende Weite“ mit ihrem Heimatland auseinander. Sie tanzt zusammen mit Shota Inoue unter der alles dominierenden, roten Fahne.
Die Französin Pauline Torzuoli macht in „Adossée“ (Sich anlehnen) einen Einrichtungsgegenstand zur Heimat. Wie wunderbar eignet sich doch ein Schaukelstuhl für den Tanz. Andrea Vallescar, Harumi Takeuchi und Alessio Burani lehnen sich an, sinken dahin und umkreisen ihn.
Alessio Burani lässt in seiner Choreographie „Centolire“ Pauline Torzuoli, Andrea Vallescar und Ljuba Avvakumova wie in Tschechows „drei Schwester“ wehmutsvoll einen Sehnsuchtsort beschwören. Doch dieser ist vor allem eine Zeit, die der verlorenen Kindheit.
Gastchoreograph und gebürtiger Albaner Taulant Shehu lässt sein bereits im Staatstheater Wiesbaden aufgeführten Heimatlosen vor dem Erfrieren wieder erwachen.

Der Zweite Teil beschäftigt sich zwar noch immer mit dem Begriff Heimat, wird aber vor allem durch den japanischen Trommler Leonard Eto dominiert.
Yuko Mori und Harumi Takeuchis Choregraphie erinnert nicht von ungefähr an eine japanische Teezeremonie.
Andrea Vallescars „Rootless“ weckt eher Assoziationen an eine Vampir-/Weerwolfszene aus einem Film aus den 80er Jahren. Der Heimatbezug bleibt vordergründig verborgen.
Der Abend gipfelt schlussendlich in Allsio Buranis Choreographie „Verlohrene Heimat“ , die an einen archaisch rituelles Bachanal oder auch an einen Veitstanz erinnert.

Eine Foto-Ausstellung von Ljuba Avvakumova, die mit der Kamera ihre Tanzkollegen die Frage nach ihrer Heimat stellte, ist im Foyer des Obergeschosses des Velodroms zu sehen.

Die Jungen Choreographen
Tanz.Farbrik!zwei
Choreographie: Ljuba Avvakumova, Alessio Burani, Yuki Mori, Taulant Shehu (Gastchoreograph), Harumi Takeuchi, Pauline Torzuoli, Andrea Vallescar und Claudio Costantin; Künstlerische Leitung Yuki Mori; Musiker/ Taiko-Drums Leonard Eto
mit: Claudio Costantino, Caroline Fabre Andrea Vallescar Ina Brütting, Riccardo Zandoná, Ljuba Avvakumova, Shota Inoue, Harumi Takeuchi, Alessio Burani, Fabian Moreira Costa, Pauline Torzuoli, Riccardo Zandonà, Riccardo Zandonà
Musiker/Taiko-Drums: Leonard Eto
weitere Vorstellungen:
12.06.2014 19:30 Uhr, ORT: Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Preis 12 €
14./17./29. Juni 2014; je 19:30 Uhr, jeweils 19.30 Uhr, Velodrom
www.theaterregensburg.de

Categories: Filippo Franco Tags: ,

“Verrücktes Blut” im Akademietheater Regensburg

6. Mai 2014 sgruen Keine Kommentare

Dann eben mit Gewalt…

(Sigrid Grün; Fotos: ADK)

Migration und Bildung sind nicht erst seit Thilo Sarrazins stark populistischen Thesen ein heißes Eisen. In Frankreich erschien zwei Jahre vor Sarrazins umstrittenem Bestseller ein Film von Jean-Paul Lilienfeld mit Isabelle Adjani in der Hauptrolle. Der Titel: “La journée de la jupe” (dtsch. “Heute trage ich Rock”). Ort der Handlung ist eine Brennpunktschule in einem Pariser Banlieu, einem der Vororte, die durch gewalttätige Ausschreitungen im Jahr 2005 zu traurigem Ruhm gelangten. Isabelle Adjani verkörpert in diesem Film eine Lehrerin namens Sonia, die mit ihrer Klasse Moliére durchnehmen will. Doch der unmotivierte und gewaltbereite Haufen hat darauf überhaupt keine Lust. Durch Zufall gelangt Sonia in den Besitz einer Feuerwaffe, die einem Schüler aus der Tasche fällt. Sie bringt ihre Zöglinge damit in ihre Gewalt und fängt endlich mit dem Unterricht an. Im Verlauf dieser Stunde kommen immer tragischere Zusammenhänge ans Licht - während draußen die Polizei versucht eine Stürmung des Klassenzimmers vorzubereiten, finden im Raum dramatische Dialoge und Auseinandersetzungen statt, die offenbaren, in welch aussichtslosen Situationen die Jugendlichen leben. In “Heute trage ich Rock” eskaliert die Lage schließlich - ein Schüler und die Lehrerin verlieren ihr Leben. Die Geschichte ist durchweg tragisch und endet, wie es sich für eine richtige Tragödie auch gehört mit dem Tod. Solche Geschichten rütteln auf, sie machen betroffen, gelacht wird nicht. Irgendwann mag man sich solche Geschichten nicht mehr anhören. Das ist schlimm, aber eben eine häufige Reaktion. “Kenn ich schon!”, denkt sich mancher und zappt weiter, wenn sowas auf Arte oder 3Sat kommt.

vb2
Der Dramaturg Jens Hillje und der Regisseur Nurkan Erpulat haben aus der höchst dramatischen französischen Vorlage eine Geschichte gemacht, der sie einen mehr als passenden Titel verpasst haben: “Verrücktes Blut” - denn verrückt und aberwitzig, das ist die Adaption für die deutsche Bühne auf alle Fälle. Das Spiel mit Klischees, die ironische Verfremdung, die sich durch das ganze Stück zieht und die darin gipfelt, dass die Figuren aus ihren Rollen treten und deutsche Volkslieder über die schöne Heimat singen, machen aus “Verrücktes Blut” ein Stück, das einem den Atem nimmt. Momente absoluter Anspannung werden entweder durch Schüsse, die die Amok-Pädagogin abfeuert oder durch groteske Pointen, die das Publikum eigentlich zwangsweise mit Lachsalven beantworten muss, gelöst. Lachen und Gewalt gehören oft zusammen und in “Verrücktes Blut” wird diese Gewaltkomik in Vollendung aufs Tapet gebracht.

In der deutschen Brennpunktschule steht nicht Moliére auf dem Stundenplan, sondern Schiller - ein Projekt steht an und die überforderte Lehrerin Frau Kehling schafft es nicht einmal, sich bei ihrer disziplinlosen Horde einigermaßen Gehör zu verschaffen. Die Aggro-Affen in Trainingsklamotten tanzen um das Alpha-Männchen Musa, dessen Herrschaft auf Angst und Gewalt beruht. Der Kurde Hasan hält sich ganz abseits, der ist in der Hackordnung ganz unten, noch unter den Mädchen, die sich hier zunächst als genau das gebärden, als was sie von ihren durchweg patriarchalisch sozilisierten männlichen Mitschülern bezeichnet werden: Schlampen.
Wo ist da Platz für den Schiller’schen Idealismus? Wie kann ein spielender Mensch da frei sein, wo man für alles, was dem Wort des Babo widerspricht auf die Fresse kriegt? Wie vermittelt man die Klassik einem respekt- und disziplinlosen Haufen? In der Realität müsste die Antwort natürlich lauten: Gar nicht! Im Stück geht es aber eben doch, weil der Babo das Pech hat, seine Pistole zu verlieren. Und die kriegt dann die Lehrerin in die Finger und die erkennt schnell, dass es eben doch ein einziges Mittel gibt: Dann eben mit Gewalt! Bildung, Frieden und Freiheit werden hier mit vorgehaltener Waffe vermittelt - und “Es funktioniert!”, freut sich Frau Kehlig, die plötzlich Zuhörer hat und endlich ihren Unterricht durchziehen kann. Natürlich ist das keine “How-to-Anleitung”, hier plädieren die Macher freilich nicht für Gewalt als adäquates Mittel der Wissensvermittlung - aber sie deuten durch diesen ironischen Wink auf die gesellschaftliche Situation hin, die nun mal in unserem Lande herrscht.

vb6
Bei Anika Kühls Inszenierung im Regensburger Akademietheater stimmt einfach alles. Zunächst natürlich die Besetzung - Meike Fabian als Lehrerin Frau Kehlig spielt sich durch fast die ganze Palette an Emotionen, die einen Menschen so befallen können. Todesangst und Trauer wechseln sich mit Begeisterung und Verzweiflung ab. Mal hebt sie im pädagogischen Flow ab, um sich dann mit einem bedrohlichen Pistolenschuss wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Was sie leistet ist einfach nur atemberaubend. Und unglaublich ist auch das Ensemble, das sich aus Schauspielstudenten des 1. und 2. Ausbildungsjahres und - man höre und staune! - zwei Externen (einem türkischen Politikstudenten und einem jungen Mann aus Afghanistan) rekrutiert. Hier hat man tatsächlich das Gefühl eine Klasse vor sich zu haben. Es schiebt kein trotziger Mittdreißiger das Becken nach vorne um den Macho-Türken zu mimen. Die Schauspieler sind wirklich jung und authentisch. Das Kopftuchmädchen, verkörpert von Gamze Uguzcan, überzeugt ebenso durch starkes Spiel wie der aggressive Obermacker Musa (Julian Kühndel). Philipp Adam gibt den arroganten Deutschen, der Musa aber auch nichts entgegenzusetzen hat und sich eben unterordnet. Mona Fischer und Barbara Trottmann sind die Tussis, zu denen sie von ihren Mitschülern gemacht werden - und die es schließlich - Schiller und Kehlig sei Dank - schaffen, sich aus dieser Rollenzuschreibung zu befreien. Ferdinand Reitenspies ist trotz seiner alles überragenden Größe der Underdog, der sogar von der Lehrerin auf die Fresse kriegt und als Karl Mohr beweisen muss, was er als Hasan eigentlich nicht kann: Dass er Eier in der Hose hat. Die beiden Externen überzeugen durch Präsenz und Authentizität.
Das starke Schauspiel wird auch noch durch Gesangs- und Tanzeinlagen (deutsche Volkslieder und orientalische Tänze) ergänzt. Die musikalische Leitung hatte Esther Baar, die auch die Liedeinlagen am Klavier begleitete. Reinhold Bauer sorgte mit seinen Percussioninstrumenten für zusätzliche Spannung. Für die Choreographie zeichnete Wolfgang Maas verantwortlich. Abendspielleitung hatte die Regieassistentin Marie-Claire Nickl.
Die Premiere war ein großer Erfolg, den sich auch der frischgebackene Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs nicht entgehen ließ. Man kann dem Team um Anika Kühn zu dieser Inszenierung nur gratulieren!

Weitere Vorstellungen gibt es noch am Donnerstag, 15., Freitag, 16. und Samstag, den 17. Mai jeweils um 19.30 Uhr im Akademietheater im Schenkerturm.

www.adk-regensburg.de

Gunnar Blume ist der bessere Allen

22. Januar 2014 lweser Keine Kommentare

Premiere/Schauspiel: Spiel´s noch einmal Sam, Komödie von Woody Allen, Inszenierung: Michael Lippold

Woody Allens Theaterstück Spiel’s nochmal, Sam führt uns ins New York der 70er Jahre. (im Gegensatz zur Verfilmung Mach’s noch einmal, Sam von Herbert Ross, welche in San Francisco spielt.) Die Regensburger Inszenierung von Michael Lippold hält sich sowohl an die Bühnenvorlage, als auch an die Verfilmung und lässt sich außerdem von Allens anderen beiden großen Beziehungskomödien der 70er Jahre inspirieren, von Manhattan und Der Stadtneurotiker .

spielsnochmalsam-theater-regensburg

Allan (Gunnar Blume), frisch verlassen von seiner Frau, lässt sich von seinem besten Freund Dick (Frerk Brockmeyer) und dessen Frau Linda (Silke Heise) trösten. Da Dick jedoch meist beruflich beschäftigt ist, widmet sich Linda vorrangig der Aufgabe, Allan abzulenken und ihm neue Frauen vorzustellen. Leider lässt sich Allan von seinem imaginierten Freund und Vorbild dem Filmstar Bogey (Michael Heuberger) Tipps zum Umgang mit Frauen geben, die bei Allan allerdings nur aufgesetzt wirken und nicht zu sonderlichen Erfolgen führen. Nur bei Linda kann Allan sein wie er wirklich ist und es kommt was kommen muss…

Schon die Perücke von Frerk Brockmeyer erinnert an Tony Roberts Frisur aus eben jener Verfilmung. Und Gunnar Blume erst. Er ist sofort als Woody Allen zu erkennen und ist doch um Längen besser. Allens Schauspielkünste sind ja doch recht bescheiden. Seine Stärke liegt eindeutig in den Dialogen. Und die waren da und wirkten. Nur ist das Theaterstück eben viel unterhaltsamer und bunter als der Film. Die Charaktere sind lebhafter und schriller. Wunderbar 70er zeigen sich Bühne und Kostüme (Monika Frenz). Es wird gesungen, getanzt und geräkelt. Aus der Beatparty im Film macht Lippold eine wunderbar choreographierte Rollschuhdisco mit Top-Annäherungsversuch und toller Musik. Die Musik der Inszenierung ist überhaupt unbedingt erwähnenswert. Der immer passende und stimmungsvolle „Soundrack“, oder besser die Playlist, in der Regensburger Aufführung, die sich von Brian Ferry bis Manfred Krug erstreckt, hat sich wirklich gewaschen.

Eine schöne Regieidee ist es auch in ein Theaterstück, das hauptsächlich als Film bekannt ist, dessen Titel ein Filmzitat ist, und dessen vierte Hauptrolle ein bekannter aber imaginärer Filmschauspieler ist, weitere Filmzitate einzubinden. Immer wenn Allan sich erinnert oder mögliche Lebensverläufe imaginiert wird dies mit Filmzitaten verbunden. Da wird eine neue Frauenbekanntschaft schon mal zu Marylin Monroe oder Rita Hayworth (beide singend dargestellt von Linda Foerster) oder die Entdeckung der Affäre durch Dick gerät zur Vendetta aus Dem Paten.

Perfektes Timing, rasantes Tempo und das stimmige Zeitkolorit sollten mindestens drei gute Gründe sein, warum diese durchwegs unterhaltsame Komödie auch den letzten Theatermuffel ins Velodrom locken wird. Und wem das nicht ausreicht, soll einfach wegen Gunnar Blume kommen.

Spiel´s nochmal, Sam,
Komödie von Woody Allen,
Inszenierung: Michael Lippold
mit: Gunnar Blume, Silke Heise, Frerk Brockmeyer, Michael Heuberger, Josephine Raschke, u.a.
Weitere Vorstellungen: 28./29./30. Januar, 07./08./09./11./12./13./14./16. (15.00 Uhr)/17./18./23./24./25./26. Februar 2014; jeweils 19.30 Uhr, außer 16.02.
www.theaterregensburg.de

Die Regensburger Schauspielerin Renate Hünlich hat die Bühne des Lebens verlassen

17. Januar 2014 lweser Keine Kommentare

1927 wurde Renate Hünlich in Schlesien geboren. Die Wirren des Krieges führten sie als junge Frau zusammen mit tausenden anderen Flüchtlingen aber ohne ihre Familie, ausgerechnet in der Bombennacht des 13./14. Februar 1945 nach Dresden. Sie überlebte das Inferno und wurde zuerst Schauspielschülerin in Dresden, dann Schauspielerin am dortigen Staatstheater. Es folgten Engagements in Bautzen, Zwickau und Halle. 1953 folgte die Flucht in den Westen. Ein Besuch bei Freunden in Regensburg brachten ihr ein Vorsprechen für die Rolle der Gräfin Orsina in Lessings Emilia Galotti ein. Sie erhielt eine Gastrolle. Intendant Walter Storz bot ihr daraufhin ein Festengagement an, das sie nach einer kurzen Verzögerung 1966 unter der Intendanz von Volker von Collande auch annahm.
Renate Hünlich hatte alle großen Rollen gespielt. Sie war Vollblutschauspielerin durch und durch, auch dann noch als sie nicht mehr selbst auf der Bühne stehen konnte.
Als ihre liebste und wichtigste Rolle nannte Hünlich die der Isobell Campell in Jerom Kiltys Gelieber Lügner. Sie spielte sie 1971 am Stadttheater Regensburg in der Inszenierung von Volkmar Kamm, an der Seite des Schauspielers Ernst von Kraus als Bernhard Shaw.
Und auch nach ihrer Pensionierung blieb sie in Gastrollen ihrem Publikum bis 2003 erhalten. Michael Bleiziffer (Oberspielleiter von 1996 bis 2012) hätte sie gern weiterhin besetzt, doch die gesundheitliche Probleme erzwangen ihr die Abstinenz von der Bühnen auf. Dennoch behielt sie das Regensburger Theatergeschehen weiter im Auge. Selten findet man heute eine so lange Bindung an ein und dasselbe Haus. 2007 erhielt sie für ihr Lebenswerk den Kulturpreis der Stadt Regensburg.
Am 06. Januar 2014 starb Renate Hünlich.

Categories: Lysann Weser Tags: ,

Horvaths Theaterstück „Der jüngste Tag“ erstmals auf Regensburger Bühne

19. November 2013 lweser Keine Kommentare

Premiere/Schauspiel: Ödön von Horvath: Der jüngste Tag, Theater am Bismarckplatz, Regensburg

jungstetag_forweb1

Ödön von Horvath: Der jüngste Tag
Inszenierung: Dominik von Gunten;
mit: Frerk Brockmeyer, Franziska Sörensen, Michael Heuberger, Janina Schauer, Pina Kühr, Sebastian Ganzert, Michael Lämmermann, Doris Dubiel, Gunnar Blume, Stefan Maschek, …
Weitere Vorstellungen: 19./20./23. November, 08./16./19./21./27. Dezember 2013, 03./07./11./26. Januar, 02. Februar, 15. März 2014, jeweils 19:30 Uhr
www.theaterregensburg.de

The King’s Speech am Theater Regensburg

12. November 2013 lweser Keine Kommentare

Premiere/Schauspiel: The King’s Speech (Die Rede des Königs) ein Schauspiel von David Seidler; Inszenierung von Charlotte Koppenhöfer; Theater am Haidplatz, Regensburg

thekingsspeech_gerhardhermann_thomasbirnstiel_ulrikerequadt_michaelhaake__c_sarah_rubensdoerffer-kopie1

Den meisten dürften die Geschichte um den stotternden König, durch die oscarprämierte Verfilmung aus dem Jahr 2010 bekannt sein. Dabei gab es die Bühnenfassung sogar zuerst. Auf Bitten der Gattin König Georges VI., der „Queen Mum“, wurde das Stück von David Seidler erst nach ihrem Tod (im Jahr 2002) veröffentlicht. Zu einer Bühnen-Erstaufführung kam es jedoch erst nach dem Kinofilm.

Das entstandene Stück um den späteren König George und seinen, zur damaligen Zeit eher unkonventionellen Sprachtherapeuten, ist sehr konventionell. Da ist einerseits der verklemmte Berti (Thomas Birnstiel), der angesichts seines zur persona non grata gewordenen Bruders, des abgedankten Königs Edward VIII., eindeutiger Sympathieträger ist und sein unangepasster, eigensinniger australischer Sprachtherapeut und gescheiterter Schauspieler Lionel Logue (Gerhard Hermann). Die Frauen der beiden werden als Nebenrollen zur Auflockerung des Bühnengeschehens gebraucht. Der Erzähler (Michael Hacke) schlüpft auch in verschiedene Figuren der Geschichte: König Edward, Vincent Churchill, Erzbischof von Canterbury Cosmo Lang und Premierminister Stanley Baldwin. Das Stück befriedigt das voyeuristische Bedürfnis eines Teils der Bevölkerung, Einblick in intime Momente von königlichen Familien zu erhalten. Die Charaktere des Stücks sind Sterotypen: David (später King Edward VIII.) wird als Enfant Terrible gezeichnet, Berti (später George VI.) als Opfer seiner Erziehung, aber immer als der bessere König. Der Erzbischof ist hinterlistig, verschlagen. Beide Ehefrauen sind natürlich aufopferungsbereit und stellen ihre eigenen Interessen den größeren ihrer Männer unter. Gähn… Zwar hat die regensburger Inszenierung dank der Darsteller, der Doppelbesetzung und der Reduktion des Bühnenbilds, das beste aus dem lahmen Stück gemacht, das natürlich seinen Reiz aus der Konfrontation der zwei ungleichen Charaktere aus unterschiedlichen Schichten zieht. Doch letztlich ist Churchill auch nur dick und raucht Zigarre…

The King’s Speech
Regie: Charlotte Koppenhöfer;
Darsteller: Thomas Birnstiel, Gerhard Hermann, Michael Haake, Ulrike Requadt, Silke Heise
Weitere Vorstellungen: 11./15.(ENTFÄLLT)/16.(ENTFÄLLT)/17./19./20./21./23./24. November, 12./14./15./18./20./21./22./31.(15:00 und 19.30 Uhr) Dezember 2013, 03./04./05. Januar 2014, jeweils 19:30 Uhr
www.theaterregensburg.de

Leerstellen zwischen den Welten

10. November 2013 lweser Keine Kommentare

Uraufführung/Tanztheater: Zwischen.Welten! Velodrom, Regensburg: Choreographie: Yuko Mori, Shumpei Nemoto

Wer die Romane und Erzählungen des japanischen Schriftstellers Haruki Murakami kennt, wird seine literarischen Figuren in Yuko Moris neuem Tanzstück „Am Rand der Stille“ unzweifelhaft wieder finden. Murakamis Geschichten beschäftigen sich hauptsächlich mit Leerstellen. Leerstellen, die durch das Verschwinden eines Menschen (und einmal auch eines Elefanten) im Leben der Zurückgegelassenen entstehen. Die Zurückbleibenden, die das Fehlen der geliebten Person meist unvorbereitet trifft, machen sich auf die Suche nach den Verschwundenen, oder auch nur nach Spuren von Ihnen. Nach Spuren, die sie vor Ihrem Verschwinden hinterlassen haben. Während dieser Suche lernt der Protagonist dann nicht nur die entschwundene Person, sondern auch sich selbst neu und anders kennen. Realität und Traum vermischen sich dabei nicht selten.
Mori stellt seinen Protagonisten, einem Mann und einer Frau, Schatten zur Seite und spaltet ihr Ich in weitere Bestandteile: die andere Frau, Alter Ego und die Frau im blauen Regenmantel. Meisterhaft gelingt es Mori und dem Ensemble die Zerrissenheit, Unsicherheit und Hoffnung der Protagonisten darzustellen.

zwischenwelten_ards_riccardozandona_alessioburani__c_juliane_zitzlsperger

Im zweiten Stück des Abends „sama: zama“ choreographiert Shumpei Nemoto ein babylonisches Sprachgewirr. Dass er sich dabei neben der Ausdrucksform des Tanzes auch der der Sprache bedient, ist dem Stück nicht abträglich. Die Sprache wird hier zu einer Art Klangteppich. Nicht ihr Inhalt zählt, sondern ihr Rhythmus. Dabei geht er weitaus abstrakter vor, als sein Landsmann Mori. Die Leerstellen auf der Bühne sind hier deutlicher und länger und geben dem Publikum noch mehr Raum für Interpretation, noch mehr Raum sie mit eigenen Empfindungen und Assoziationen zu füllen.
sama: zama“ wird im Programmheft mit „Gefühl“ und „Raum“ übersetzt und auf die Tradition des japanischen No-(Ma-) Theaters, eine Theaterform aus dem 14. Jahrhundert, zurückgeführt. Wobei „No“ wiederum mit „Raum für Assoziation“ und „Ma“ mit „Kunst des Überganges“ übersetzt werden. Und damit geht es in beiden Stücken, neben den Leerstellen, am Rande auch um die Gegensätze von westlicher und östlicher Lebens- und Erlebenswelt. Es geht um das Dazwischen. Das Dazwischen zwischen den Welten: der realen und der imaginären, der östlichen und der westlichen. Das Dazwischen zwischen den Worten, zwischen den Gesten oder zwischen Sehen und Fühlen.

Zwischen.Welten!
Choreographie/Inszenierung: Rand der Stille: Yuki Mori; sama:zama: Shumpei Nemoto
mit: Claudio Costantino, Caroline Fabre, Andrea Vallescar, Ina Brütting, Riccardo Zandoná, Ljuba Avvakumova, Shota Inoue, Harumi Takeuchi, Alessio Burani, Fabian Moreira Costa, Pauline Torzuoli.
weitere Vorstellungen: 12./13./19. (Einführung 19:00)/20./21. November, 02./03./04./22./23./24./26. Januar 2014, jeweils 19.30 Uhr
www.theaterregensburg.de