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Artikel Tagged ‘Unikater’

Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag

25. März 2015 sgruen Keine Kommentare

Verzeckt und zugejuckt!

(Pep Schwarz-Weißflach)

Meeeeeaaaaau! In den letzten Tagen war ich viel im Gras und Unterholz unterwegs, katerklar, wer Mäuse pflücken will, muss sich dorthin begeben wo sie leben. Gestern habe ich dann wieder einmal die negativen Konsequenzen zu spüren bekommen: Juckreiz an den unmöglichsten Stellen! Mittlerweile weiß ich woran das liegt. Viele hundsgewöhnliche Tiere (wie etwa Popo-Poldi), machen sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine so fundierten Gedanken zur Ursache bestimmter Phänomene. Ich tue dies aber durchaus und daher weiß ich, dass mit der Sonne alle möglichen Geziefertiere kommen. Geziefertiere sind alle Lebewesen, die kleiner sind als eine Maus - Spitzmäuse ausgenommen, die sind nämlich giftig und eigentlich auch überhaupt keine Mäuse, aber eben auch keine Geziefertiere (GTs). GTs lassen sich jagen, schmecken allerdings nicht besonders. Es lohnt sich also nur die Spiel- und Spaßjagd, die ich gerne zum reinen Zeitvertreib unternehme. In aller Regel sind GTs harmlos. Manche wehren sich, wenn man sie jagt und sie sondern dann chemische Substanzen ab, die einen unangenehmen Juckreiz oder einen heftigen Schmerz auslösen können. Andere bleiben auch recht gefasst, wenn man sie angreift. Gestern traf ich beispielsweise eine Hummel, die weitaus friedlicher als ihre kleineren Verwandten ist. Solche Geziefertiere finde ich sympathisch, da sie mich nicht mit schmerzhaften Stichen belästigen. Am wenigsten mag ich übrigens all jene GTs, die mich angreifen obwohl ich sie in keiner Weise behelligt habe. Am allerallerallerwenigsten kann ich Zecken leiden. Sie setzen sich von mir unbemerkt in meinen Katerpelz und suchen sich die unmöglichsten Stellen aus um sich durch meine Haut zu bohren und dadurch einen äußerst lästigen Juckreiz auszulösen. Normalerweise sucht mein Frauchen mich zur Zeckenzeit immer ab, aber in meinem Uni-Revier tut das leider keiner! Und so muss ich diese lästigen Geziefertiere mit mir herumtragen, denn selbst kann ich sie nicht entfernen. Sie suchen sich ja absichtlich die entlegensten Stellen aus, um einen zu ärgern. Das Schlimme ist, dass der Juckreiz nach Entfernen des GTs nicht etwa abklingt, sondern noch lange anhält. Maaaaau, wenn dieser elende Juckreiz einen nicht so sehr von allen wichtigen Angelegenheit abhalten würde. Zum Beispiel vom Einschlafen! Es ist zum Mäusemelken! Meeeeeaaaaau!

Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag

23. März 2015 sgruen Keine Kommentare

Wenn alles schläft und einer spricht

(Pep Schwarz-Weißflach)

Meeeeaaaaau! Gestern habe ich etwas Faszinierendes beobachtet. Obwohl nur wenige Streichler in meinem Revier unterwegs waren - es war wieder Hundetag - gab es doch einige, die sich in einem Hörsaal versammelten. Das hatte ich durchs Fenster beobachtet. Was mochte sich am Hundetag im Inneren der Uni abspielen? Auf einem Blatt, das an der Tür angebracht war konnte ich ablesen, dass es sich um eine sogenannte Tagung handelte. Die Buchstaben davor konnte ich nicht als sinnvolles Wort identifizieren, weshalb ich mich einfach überraschen lassen wollte. Eine Tagung musste wohl am Tag stattfinden, katerklar! Ich wartete ab bis die Streichler den Hörsaal verließen und schlüpfte durch die offenen Tür. In vielen Räumen gibt es unter den Wasserbecken hervorragende Verstecke. Dort rollte ich mich zusammen und wartete. Ich hatte soeben angefangen ein Nickerchen zu halten, als die Streichler sich alle wieder im Hörsaal einfanden. Bald trat einer von ihnen nach vorne und begann zu erzählen. Ich verstand nicht viel und es interessierte mich auch nicht. Die sinnlose Buchstabenkombination vor dem Wort Tagung hätte mich schon stutzig machen müssen. Um doch etwas zu lernen, versuchte ich die Streichler zu beobachten - und das war wirklich ausgesprochen interessant!
Ich stellte fest, dass ganz vorne Streichler saßen, die schon etwas älter sein mussten. Das erkennt man meist an der Kopfschopffärbung und am Faltenwurf im Gesicht, der einer Tigerung täuschend ähnlich sehen kann. Ältere Streichler sind auch nicht mehr so selbstverliebt wie jüngere Streichler und verfügen deshalb auch nur relativ selten über Handspiegel, zumindest benutzen sie sie nicht in der Öffentlichkeit. Die älteren Streichler taten also so, als würden sie dem Streichelmenschen vorne zuhören, was ich ihnen allerdings nicht abnahm. Zuhören sieht anders aus. Beim Zuhören sind die Ohren gespitzt, die Haltung ist aufmerksam, der Blick fixiert. Diese Streichler aber ließen den Blick schweifen, besonders oft blieb er an ihren Händen hängen. Einer förderte beharrlich Sekret aus seiner Nase, was ich offen gestanden seltsam fand, da er sich dabei scheinbar nicht verletzte. Ich beneide die Streichler ja um ihre Hände mit den langgliedrigen Fingern. Allerdings weiß ich mittlerweile, dass sie ihre Krallen nicht ein- und ausfahren können, was sicherlich sehr unpraktisch ist. Möglicherweise können sie es aber doch, denn weibliche Vertreterinnen der Gattung haben relativ häufig ausgefahrene Krallen, männliche Streichler jedoch so gut wie immer eingezogene. Dies legt nahe, dass weibliche Streichler sehr viel aggressiver als ihre männlichen Artgenossen sein müssten. Kämpfende Streichler konnte ich bisher aber leider noch nicht beobachten, was mich ziemlich verwundert.
Die Zeit verstrich, der Streichler sprach und die Altstreichler fielen abwechselnd in einen unruhigen Schlummer, aus dem sie hin und wieder aufschreckten. Ich machte mir bereits Sorgen, dass die Schläfer vom Stuhl fallen könnten - meine Bedenken erwiesen sich aber als haltlos. Auch die Jungstreichler wurden zusehends müder, wobei diese sich nicht in einer aufrechten Sitzposition hielten, sondern sich in eine stabilere Schlaflage begaben. Der Oberkörper wurde dabei auf dem Tisch abgelegt, der Kopf durch die Arme abgestützt. Bequem sah auch das nicht aus. Und gut auch nicht, da die Gesichter sich zu absurden Grimassen verzerrten - mit einseitig gedehnten Mundwinkeln, dicken Backen und teilweise sogar freigelegten Eckzähnen. Der Streichler sprach und sprach und als er fertig war trat der nächste nach vorne, nach ihm ein anderer. Zwischendurch hielt ich mehrere Nickerchen und als ich erwachte, sprach immer noch ein Streichler. Es war ein langer Jammer… Für mich war es aber auch eine interessante Erfahrung: Bei einer Tagung scheint es sich um eine am Tag stattfindendende rituelle Zeremonie zu handeln, bei der es darum geht am längsten an der Schwelle zwischen Schlaf und Wachsein zu verharren. Altstreichler und Jungstreichler haben unterschiedliche Techniken, wobei die der Jungstreichler zwar weniger ästhetisch aber doch wenigstens bequemer ist. Altstreichler sind geübter im Schwellenschlaf. Auch aus dem Einschlafen haben die Streichler also einen Wettbewerb und eine Kunst entwickelt. Leider muss ich sagen, dass sie nicht wirklich gut darin sind und auch nicht gut dabei aussehen. Das können wir Katzen deutlich besser! Und zwar ganz ohne Wettbewerb… Meeeeaaaaau!

Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag

22. März 2015 sgruen Keine Kommentare

Das richtige Nichts beim Falschen

(Pep Schwarz-Weißflach)

Meeeeaaaaaaaau! Gestern waren wieder einmal weniger Steichelmenschen als sonst in meinem Revier unterwegs und ich bekam Sehnsucht nach Pica. Mittlerweile ist unser letztes Treffen schon länger her und ich begab mich tatsächlich auf die Suche nach ihr. Obwohl ich fast täglich an ihrem Nest vorbeikomme, war ich ihr in letzter Zeit nie dort begegnet. Und gerade gestern zog es mich wieder zu ihr.
Was soll ich sagen - sie war da! Es ist ja oft so, dass man an jemanden denkt und dann trifft man ihn kurz darauf. Pica saß also in ihrem Nest - alleine. Ich nahm an, dass ihr neuer Elstermann ausgeflogen sein müsste. Doch dann erklärte mir Pica was wirklich los war…
“Kaaaaterchen! Schäck, schäck, schäck, schäck! Lange nicht mehr gesehen! Schäck, schäck, schäck, schäck!”
“Maaaau, ich hab an dich gedacht. Gerade zuvor. Schön, dich wieder zu sehen! Hast du schon gelegt?”
“Schäck, schäck, schäck, schäck! Gelegt, gelegt, schäck, schäck, schäck! Frag nicht so blöd! Was soll ich denn gelegt haben? Schäck, schäck, schäck!”
“Eier! Du musst doch Eier legen. Du bist ein Vogel und Vögel legen Eier!”
“Schäck, schäck, schäck! Ich muss keine Eier legen! Ich will keine Eier legen! Ich will erst einen vernünftigen Elsterkerl! Schäck, schäck, schäck!”
“Aber du hast doch einen!”
“Schäck, schäck, schäck! Unsinn! Schäck, weg! Weg ist er, schäck, schäck, schäck!”
“Einfach davongeflogen?”
“Schäck, schäck, schäck, davongejagt! Schäck, schäck, schäck!”
“Maaaaaaauuu, aber warum hast du ihn denn verjagt?”
“War nicht der Richtige, schäck, schäck, schäck, schäck!”
“Und warum nicht?”
“War’s einfach nicht! Schäck, schäck, schäck!”
“Maaaaaaauuu, und wer ist der Richtige?”
“Schäck, schäck, schäck, ein anderer. Der Richtige eben! Schäck, schäck, schäck!”
“Was ist denn am Richtigen richtiger als am Falschen?”
“Schäck, schäck, schäck, alles!”
“Und was hat der Falsche gemacht?”
“Nichts! Schäck, schäck, schäck, schäck!”
“Und was hätte er machen sollen?”
“Nichts, schäck, schäck, schäck!”
“Maaaau, aber… Das hat er doch… Ich verstehe nicht…”
“Er hat das falsche Nichts gemacht! Schäck, schäck, schäck!”
“Und du?”
“Schäck, schäck, schäck, iiiiich?!?”
“Ja, was hast du gemacht?”
“Ich hab ihn fortgejagt! Schäck, schäck, schäck!”
“Und davor? Was hast du da gemacht?”
“Nichts, schäck, schäck, schäck!!”
“Das richtige oder das falsche Nichts?”
“Schäck, schäck, schäck, waaaas?”
“Hast du das richtige oder das falsche Nichts gemacht?!”
“Das Richtige natürlich! Schäck, schäck, schäck!”
“Und für ihn war es auch das richtige Nichts?”
“Schäck, schäck, waaaaaas??? Frag nicht so blöd, Katerchen, ich will jetzt alleine sein! Schäck, schäck, schäck!”
“Maaaaau, gut, dann leg ich mich jetzt in die Sonne!”
“Waaarte, schäck, schäck, schäck! Ich weiß nicht, ob es für ihn das richtige Nichts war…”
“Hast du ihn denn nicht gefragt?”
“Schäck, schäck, schäck, nein!! Hätte ich das tun sollen?!”
“Wahrscheinlich schon! Wer etwas wissen will, muss fragen!”
“Schäck, schäck, schäck, schäck! Unsinn, wenn ich etwas wissen möchte, weiß ich es schon vorher! Schäck, schäck, schäck!”
Und dann erklärte ich ihr lang und breit wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert… Es gab eine Menge Geschäcker und ich wollte es schon aufgeben, aber irgendwann begriff sie, was ich meinte. Gut fand sie es nicht. Macht aber nichts. Ich bin ja zum Glück nicht ihr Elster-Ex. Ja, so war das gestern und ich habe aber daraus gelernt, dass jeder eine andere Art zu denken hat. Bei Kerzenschein betrachtet, sieht die Ziege aus wie eine Dame…  Meeeeaaaaaaaau!

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21. März 2015 sgruen Keine Kommentare

Die Kunst, ein Nickerchen zu halten

(Pep Schwarz-Weißflach)

Meeeeaaaaaauuu! Was war nur gestern mit den Streichlern los? Die waren schon in aller Frühe ganz aus dem Häuschen. Ich hatte in der Rechtswissenschaft übernachtet und am Morgen noch ein Nachnickerchen gehalten. Aber richtig gut konnte ich nicht schlafen, denn ich spürte, dass etwas in der Luft lag. Die Streichelmenschen waren wieder einmal aufgeregt. Kenne ich schon, ist ja nicht das erste Mal, dass ich sie so erlebe. Das Interessante ist, dass es scheinbar jedes Mal einen anderen Grund hat. Ich versuchte zunächst im Gebäude der Zentralbibliothek Ruhe zu finden, aber irgendetwas zog mich dann doch nach draußen. Achja, die Sonne! Ich wollte ein Sonnennickerchen halten. Und konnte ich das? Nein, da waren lauter Streichelmenschen, die sich wohl das Gleiche gedacht hatten - nur wussten die wohl nicht, wie Nickerchen halten geht… Also, wer’s noch nicht wissen sollte. Nickerchen halten geht so:
1. Man sucht sich ein schönes, warmes, ruhiges und kuscheliges Plätzchen.
2. Man rollt sich zusammen oder streckt sich schön lange aus - je nach Befinden und den Gegebenheiten vor Ort. Auf jeden Fall sollte das Ganze in einer liegenden Position stattfinden.
3. Man lässt sie Augendeckel gaaaanz weich werden, auf keinen Fall kneift man die Augen zusammen!
4. Man hört auf zu denken und fängt an Nickerchen zu halten.
Ist doch wirklich nicht schwer, oder? Und wie wollten die Streichler heute ein Sonnennickerchen halten?
1. Sie stellten sich mitten auf eine Wiese, an Stellen, die ganz und gar nicht ruhig waren und ausgesprochen unkuschelig.
2. Sie blieben dabei stehen! Keiner legte sich in die Sonne - kein einziger Streichler!
3. Sie rissen die Augen weit auf und jetzt kommt’s: Sie setzten sich alberne Pappkonstruktionen auf die Nase! Es handelte sich wohl um eine Art Einschlafhilfe, die zur Verdunkelung beitragen sollte. Typisch Streichler! Er denkt sich nicht etwa: Großartig, ich hab ja Augendeckel, die ich einfach zuklappen kann und - dunkel! Neeeein, er denkt sich: Oje, die Sonne scheint ja hell, da muss ich etwas bauen, das die Sonne verdunkelt. Und das muss dann auch noch möglichst seltsam aussehen - aus welchem Grund auch immer…
4. Sie hörten nicht auf zu denken, sondern plapperten aufgeregt vor sich hin!
Und, konnten sie dabei ein Nickerchen halten? Natürlich nicht! Ich leider auch nicht. Als mir das Verhalten der großen Streichelmenschen zu absurd wurde, schaute ich mal wieder bei den Kleinstreichlern rein. Da sah die Sache ganz anders aus. Die wollten gar kein Nickerchen halten! Und wenn die kein Nickerchen halten wollen, tun sie es auch nicht. Genau wie wir Katzen. Kluge Entscheidung.
Ich aber suchte immer noch ein schönes Plätzchen und hätte auch beinahe eins gefunden. Schön kuschelig, versteckt und dunkel unter einer Art Streichelkinderbett auf Rollen. Das war mir dann aber doch zu bewegt… Sogar ihre Betten müssen sich bewegen. Die armen Streichler kommen wirklich kaum zur Ruhe. Nicht einmal, wenn die Sonne scheint. Meeeeaaaaaauuu!

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20. März 2015 sgruen Keine Kommentare

Warum Katzen nicht Karussell fahren

(Pep Schwarz-Weißflach)

Meeeeeaaaaau! Gestern verbrachte ich wieder viel Zeit in der Bibliothek und drumherum. Ich versuchte durch vertiefte Lektüren und Überlegungen weitere Fakten über die Streichelmenschen herauszufinden. Ich muss sagen, dass mich das Ganze nur zusätzlich verwirrt hat. Warum?
Ich las verschiedene Artikel, die den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhoben. Und um was ging es dabei? Um andere Artikel, die den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhoben, die wiederum Artikel zitierten, die den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhoben, in denen es um Artikel ging, die den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhoben usw. Da biss sich der Kater in den Schwanz… Woher rührte eigentlich dieser Anspruch auf Wissenschaftlichkeit? Daher, dass aus anderen Artikeln mit wissenschaftlichem Anspruch zitiert wurde! Ich würde zu gerne einmal den ersten, also den urwissenschaftlichen Aufsatz finden, in dem alles drinsteht, was jemals zitiert wurde und werden wird. Wäre das nicht großartig? Nein, wäre es nicht. Nur weil es irgendwo schwarz auf weiß gedruckt steht, muss es doch noch lange nicht wahr sein, oder?
Die Streichelmenschen haben sich aber offensichtlich darauf geeinigt, dass es doch so ist. Sie halten alles Gedruckte für sehr richtig und wichtig. Wir Katzen würden so einer Angelegenheit niemals trauen. Wir würden fragen: Was steckt dahinter?
Und vor allem: Ist das jetzt überhaupt wichtig?
Also:
1. Erfahre ich dadurch wo es die köstlichsten und gleichzeitig dümmsten Mäuse gibt?
2. Oder das sonnigste Fleckchen in meinem Revier?
3. Die interessantesten Erkenntnisse?
4. Den feinsten Baldrian?
5. Die schnurrigsten Streicheleinheiten?
6. Die bequemste Heizung?
Kann keine einzige dieser Fragen mit “ja” beantwortet werden, so ist es nicht wichtig für uns und wir hören auf uns mit der Sache zu beschäftigen. So einfach ist das. Wenn ich Streichelmenschenbücher lese oder Streichler belausche merke ich oft, dass sie sich diese Fragen überhaupt nicht stellen. Sie beschäftigen sich scheinbar mit allem und nichts und wundern sich dann darüber, dass sie so vieles aufregt. Wir Katzen würden in dieses Karussell wirrer Wirklichkeiten erst gar nicht einsteigen. Oder habt ihr schon mal eine Katze in einem Karussell gesehen? Streichler fahren aber offensichtlich gerne Karussell. Warum eigentlich? Es ist ja auch in Ordnung. Aber dann sollen sie sich auch nicht darüber beschweren, dass ihnen schlecht wird… Ich würde Streichlern, die sich öfter mal aufregen folgende Sache empfehlen: Beim nächsten Aufreger erstmal fragen ob das jetzt überhaupt wichtig ist - und wenn nicht, einfach aus dem Karussell aussteigen. Meeeeeaaaaau!

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19. März 2015 sgruen Keine Kommentare

Meine Vibrissen möchte ich nicht missen

(Pep Schwarz-Weißflach)

Schnurrrrr… Gestern wärmte die Sonne schon richtig schön. Ich liebe es, ihre warmen Strahlen auf dem Pelz zu spüren. Die Frühlingssonne ist mir am liebsten, denn sie wärmt ohne zu überhitzen. Meine schwarzen Fellteile absorbieren das Sonnenlicht fast vollstänndig - fast, weil ich überall auch noch einige hellere Farbeinsprengsel in der Unterwolle habe - kann man aber nur entdecken, wenn man genau hinsieht.
Ich investiere relativ viel Zeit in meine Fellpflege - katerklar, schließlich habe ich nur ein Fell. Streichelmenschen sind da ganz anders. Bisher konnte ich sie noch nie bei der ausgiebigen Pflege ihres Felles beobachten. Kein Wunder, sie haben ja auch keins! Naja, Reste davon gibt es schon. Sie tragen einen Schopf auf dem Kopf, den sie unterschiedlich arrangieren. Besonders interessant bei den Streichlern ist der ausgeprägte Sexualdimorphismus, den sie aufweisen. Im Gegensatz zu uns Katzen, die wir mit unserem Geschlecht nicht hausieren gehen, sieht man bei den meisten Streichlern ziemlich schnell, ob es sich um ein Weibchen oder ein Männchen handelt.
In puncto Fell kann festgestellt werden, dass die männlichen Vertreter der Spezies zusätzlich zum Kopfschopf auch häufig über eine ausgeprägte Gesichtsbepelzung verfügen. Nun frage ich mich natürlich, wie die anderen Streichler ohne Tasthaare taktile Reize wahrnehmen wollen. Wie kommen sie ohne Vibrissen nur im Dunkeln zurecht? Wie nehmen sie ohne diese Gefahren wahr? Und wie kann es sein, dass die so stark mit Tasthaaren ausgestatteten Streichler in der Minderzahl sind, obwohl sie doch eindeutig einen Evolutionsvorteil haben?
Ich zerbrach mir den Katerkopf über dieses paradoxe Phänomen und konnte bereits einige Lösungsansätze ausmachen. Die mangelnde Tastbehaarung muss eine Art Mutation sein, die u.a. dazu geführt hat, dass Streichler weitgehend tagaktiv sind - in meinem Revier bekomme ich nachts kaum etwas von ihnen mit. Um aber doch auch bei Dunkelheit ein bisschen von ihrer Umwelt wahrzunehmen, beleuchten sie die Bereiche, in denen sie sich aufhalten. Verrückt! So ist das nun mal, wenn die Tastbehaarung fehlt. Ich werde versuchen herauszufinden, wie es zu dieser evolutionären Panne kommen konnte.
Auch die feinen Schwingungen, das Flirren wenn Gefahr in der Luft liegt können ja nur die Gesichtsbepelzten wahrnehmen. Was für eine Ungerechtigkeit! Aber eine Sache wundert mich doch sehr: Warum bringen die Gesichtspelzträger ihren fellgewordenen Evolutionsvorteil nicht in Form? Kann man denn mit so dichter Tastbehaarung überhaupt noch etwas außer dem Nachbartasthaar erfassen? Ja, die Streichler tendieren auch hier wieder zur Extreme. Zu viel oder nichts - ein Dazwischen habe ich in puncto Tasthaartracht jedenfalls noch nicht zu Gesicht bekommen. Schnurrrrr…

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18. März 2015 sgruen Keine Kommentare

Mitleid mit Dingen

(Pep Schwarz-Weißflach)

Meeeeaaaaau! Gestern erlebte ich bei einem Spaziergang durch mein Revier etwas Unglaubliches. Ich saß gerade in der Sonne und putzte mich, als zwei Streichelfrauen sich näherten, die ein Gespräch führten und dabei gleichzeitig in ihre Handspiegel blickten. Alleine das fand ich schon so seltsam, dass ich in meiner Meinung, Streichelmenschen wären die rätselhafteste Spezies in meinem gesamten Revier, nur noch bestärkt wurde.
Noch verwunderter war ich, als Streichelfrau 1 Streichelfrau 2 anstieß, weil sie ihr offenbar etwas in ihrem Handspiegel zeigen wollte - möglicherweise eine Veränderung in ihrem Gesicht, die sie gerade bemerkt hatte - und Streichelfrau 2 dabei der Spiegel aus der Hand glitt und auf dem Boden zersplitterte. Er zerbrach nicht richtig, denn die Scherben verteilten sich nicht überall, so dass ich auf meine empfindlichen Pfötchen hätte aufpassen müssen. Eigentlich hätte man den Spiegel sogar noch benutzen können. Schön war er zwar nicht mehr, aber richtig zerbrochen auch nicht. Und trotzdem hob die Streichelfrau, der das Missgeschick widerfahren war ein entsetzliches Wehgeschrei an. Unflätige Worte und Tränen wechselten sich ab. Sie überprüfte den Spiegel gleich und war ganz und gar nicht zufrieden mit dem, was sie da sah. Sie redete dem Spiegel gut zu und bedachte ihn sogar mit Zärtlicheiten. Als das nichts halt, wuchs ihre Verzweiflung ins Unermessliche. Die andere Streichelfrau versuchte sie zu beruhigen, woraufhin sie jedoch wüst beschimpft wurde. Ein Gezeter ging los, das ich mir nicht erklären konnte. Die Streichelfrau mit dem intakten Spiegel verabschiedete sich dann auch bald, aber nicht freundlich, sondern zutiefst beleidigt! Und die Streichlerin mit dem zerbrochenen Spiegel weinte so sehr um den Spiegel, dass ich plötzlich erkannte, warum diese Spezies so gefühlsgeplagt war. Diese Wesen verfügen offensichtlich über sehr hohe moralische Maßstäbe, die ihnen nicht nur die Fähigkeit zum Mitleid mit Artgenossen oder anderen Lebewesen verleiht, sondern auch das extreme Mitleid mit Dingen, das offensichtlich sogar über dem Mitgefühl für Mitstreichler steht! Was für eine Erkenntnis! Bei so vielen Dingen, mit denen sich jeder umgab bedeutete dies natürlich eine enorme Belastung. Was für eine leidensfähige Gattung die Streichler doch sind… Dafür tun sie mir ja schon ein bisschen leid. Ihre Qualen könnten sie aber einfach dadurch mindern, dass sie die Anzahl der bemitleidenswerten Dinge um sich reduzierten oder durch systematisches Abtrainieren moralischer Maßstäbe im Hinblick auf das Mitleid mit Dingen. Allemal ein faszinierendes Phänomen… Meeeeaaaaau!

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17. März 2015 sgruen Keine Kommentare

Das Glück kommt auf Sandpfoten

(Pep Schwarz-Weißflach)

Meeeeaaaaauu! Gestern habe ich mich vom aufregenden Vortag erholt. Am Morgen schaffte ich es eine renitente Maus auszugraben, die sich wohl für besonders schlau gehalten hatte. Natürlich erwischte ich sie trotzdem. Normalerweise grabe ich ja nicht, weil ich mich ungerne schmutzig mache, aber manchmal muss es einfach sein. Nach dem Frühstück sah ich wieder im Sammelgebäude nach dem Rechten und ruhte mich anschließend von der Graberei aus. Als ich zwischendurch erwachte konnte ich einige Streichler belauschen, die sich über die Zeit außerhalb der Uni unterhielten. Ich versuche nun das Gehörte wiederzugeben.
Streichelmann 1: “Alter, wenn ich hier erstmal durch bin, bin ich sowas von weg!”
Streichelmann 2: “Ich auch!”
Streichelfrau 1: “Ich bin da sofort dabei!”
Streichelfrau 2: “Bei mir dauert’s leider noch…”
Ich wunderte mich darüber, dass sie den Aufenthalt in meinem Revier nicht genossen. Hier gibt es schließlich alles, was man sich nur wünschen kann. Licht und Bildung, Frischluft und Mäuse! Wie konnten sie nur so abfällig über dieses Paradies sprechen? Ich wollte wissen, welcher Ort schöner als dieses Revier sein könnte und folgte den Streichlern unauffällig.
Streichelfrau 2: “Im Sommer war ich in Thailand. Das war vielleicht geil! Weiße Sandstrände, saugutes Essen, voll die netten Leute!”
Streichelmann 1: “Und saubillig, oder?”
Streichelfrau 1: “Meeeeei, die Palmen und das Meer! Da hätte ich jetzt auch voll Bock drauf.”
Streichelmann 2: “Ja, geil! Mit dem Bumsbomber, he?”
Streichelfrau 2: “Du Sau, du!”
Dieses Gespräch verwirrte mich vollkommen. Und zwar aus mehreren Gründen:
1. Warum spielten Schweine und Böcke eine derart wichtige Rolle in dieser Vorstellung eines Paradieses? Ich finde es gut, dass mein Revier schweine- und bockfrei ist, da Schweine alles schrecklich aufwühlen und Böcke abartig stinken, permanent meckern und mit ihren Hörnern stoßen - kenn ich noch vom Bauernhof!
2. Was sollte an Sandstränden schön sein? Ein riesiges Katzenklo ist ja schön und gut, aber in einem leben? Nein, danke!
3. “Voll die netten Leute” gab es doch auch hier!
4. Was war, verzeckt nochmal, ein Bumsbomber? Es hörte sich ausgesprochen lärmintensiv an und stieß mich alleine schon aus diesem Grund ab.
Vollkommen ratlos verließ ich die Gruppe und versuchte im Schlaf zur Ruhe zu kommen. Zwischendurch döste ich im Halbschlaf dahin und in dieser Phase zwischen Schlafen und Wachen kam mir in den Sinn, wie seltsam Streichelmenschen doch waren. Sie wünschten sich so oft an einem anderen Ort zu sein und dabei dachten sie fast immer nur an das, was sie vor Augen hatten: Palmen (die gibt es doch auch im Audimax!), Sand (jede Unibaustelle verfügt über einen riesigen Sandhaufen) und Meer (das kenne ich bisher nur aus Büchern, stelle es mir aber in etwa wie den Uniteich vor, nur größer). Wirklich seltsam ist, dass ich noch nie einen Streichelmenschen sagen gehört habe: “Ich möchte Sand zwischen meinen Fingern spüren!” oder “Ich möchte diesen schönen Blumenduft erschnuppern!”
Streichelmenschen sind Augentiere und vergessen alles andere! Deshalb sind sie auch oft unzufrieden. Wenn ich aber über die Uniwiese laufe, spüre ich unter meinen Pfoten das Gras, ich rieche Blumen und Mäuse, ich höre Vogelgezwitscher und Hundegebell - gut, schön ist das nicht, aber ich nehme es wahr und es gehört nun mal in mein Revier. Und wenn die Streichler nicht nur auf das Augenglück sehen würden, sondern das Glück mal selbst in die Hand nehmen würden, um es zwischen den Fingern zu spüren, dann säßen viel mehr Streichelmenschen auf den Sandhaufen in meinem Revier. Die kleinen Streichler, die können das noch. Ich beobachte sie oft dabei, wie sie den Sand zwischen den Fingern aus ihrer Hand rinnen lassen. Schade, dass alle Sinne - bis auf den Sehsinn - mit zunehmendem Alter der Streichler so verkümmern. Arme Streichelmenschen! Meeeeaaaaauu!

Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag

16. März 2015 sgruen Keine Kommentare

Zur falschen Zeit am falschen Mord

(Pep Schwarz-Weißflach)

Meeeeaaaauuu! Gestern begann der Tag ruhig und wurde immer aufregender. Zunächst durchstreifte ich mein Revier rund um das Sammelgebäude, um nachzusehen ob auch hier noch alles in Ordnung wäre. Aus dem schönen Grau des Himmels wurde ein strahlendes Blau und ich genoss die Wärme auf meinem Pelz. Es waren erstaunlich wenige Streichler und erschreckend viele Hunde unterwegs. Diese Konstellation kehrt regelmäßig wieder, was ich irgendwann noch aufklären werde. Möglicherweise findet turnusgemäß eine Art Hundetag an der Uni statt. Allerdings konnte ich bisher nicht feststellen, dass auch nur eine einzige passende Veranstaltung angeboten wird. Der Hundetag spielt sich ausschließlich im Freien ab. Dort trainieren die Hunde ihre Streichelmenschen in verschiedenen Disziplinen, etwa in  Stöckchenweitwurf. Damit die Streichler ihr Wurfgerät nicht immer selbst zurückholen müssen, sind die zuständigen Hunde so nett und bringen es ihnen, damit gleich weitertrainiert werden kann. Ich musste auch gestern feststellen, dass die Streichelmenschen recht unkoordiniert wirkten, wenn sie Stöckchen oder andere Gegenstände warfen. Nun ja, sie müssen eben noch üben.
Gegen Abend sah ich wieder beim Sammelgebäude nach dem Rechten. Meine empfindliche Nase erschnupperte frisches Blut und natürlich folgte ich meinem Instinkt und dem starken Geruch, der von einem erlegten Kaninchen ausging. Wer wagte es in meinem Revier zu wildern? Und dann auch noch ein Kaninchen! Das musste ein größeres Tier sein. Ich versuchte dem Täter durch eine Geschmacksprobe auf die Spur zu kommen, schmeckte aber nur Kaninchen. Der Hauch von Hund, der in meiner Nase hing, rührte bestimmt von den vielen Hunden, die ich heute auf der Wiese beobachtet hatte, oder von dem respektablen, vertrockneten Hundehaufen, der in unmittelbarer Nähe des frisch getöteten Kaninchens lag. Ich gebe zu, dass ich länger an dem Kaninchen kaute als ich ursprünglich wollte. Schließlich will man sich nicht mit fremden Fellen schmücken… Ja, ich kam auf den Geschmack. Selbst erlegt hatte ich das Tier aber nicht. Kaninchen scheuche ich nur gerne. Gut, wenn sie tot vor mir liegen, nehme ich mich auch ihrer an, mehr aber nicht. Etwas Katerkopfzerbrechen bereitete mir allerdings weiterhin die Frage, wer der Täter war. Wäre ich etwas früher gekommen, hätte ich ihn gesehen und dann hätte ich ihn wiederum aus meinem Revier vertreiben können. Hätte, hätte, Katzentoilette… Es hatte sich nun mal so ergeben, dass ich zur falschen Zeit am falschen (weil nicht von mir begangenen) Mord befunden habe. Vermaust nochmal!
Und jetzt kommt’s: Das tote Kaninchen war noch nicht das Spannendste, das mir gestern begegnet ist. Als ich am Abend durch die Dunkelheit lief und wieder einmal in den Himmel blickte, zog eine riesige weiße Feuerkugel über den Horizont. Ich habe keine Ahnung, was das schon wieder war und ob es möglicherweise mit dem Kaninchen zu tun hat. Was für ein Tag! Meeeeaaaauuu!

Studium mit Pep - Schnurren aus dem Katzenalltag

14. März 2015 sgruen Keine Kommentare

Soll’s dir was gelten, mach es selten

(Pep Schwarz-Weißflach)

Schnurrrr… Gestern verbrachte ich einen genussvollen Tag zuhause. Ich hatte in meiner kuscheligen Hängematte geschlafen und wollte eigentlich am frühen Morgen wieder los, aber mein Frauchen überzeugte mich mit einer ordentlichen Portion Frischfutter. Nach der recht schmalen Mausekost der letzten Tage hatte es durchaus etwas für sich, etwas gänzlich Fellbefreites zu genießen. Natürlich liebe ich Maus, aber wenn ich mir ab und an mal das Jagen spare, sage ich auch nicht nein. Nach dem Fressen gab’s mein Baldriankissen und ein weiteres Nickerchen. Solche Tage sind selten - und genau das macht sie zu einem besonderen Genuss. Genießen kann man nur Dinge, die man nicht im Übermaß hat. Würde ich immer eine volle Futterschüssel vor der Nase haben, wäre es bald keine große Freude mehr und ich würde dick davon. So kann ich mich aber immer auf die schöne, aber begrenzte Zeit zuhause freuen. Ich gehe davon aus, dass ich an der Uni auch nicht viel verpasst habe. Die Sonne ließ sich immer noch nicht wirklich blicken und auch in puncto Veranstaltungen ist eher wenig los.
Und dann gab es da auch noch die Sache mit dem Buch, das es noch nicht gibt. Ich soll tatsächlich ein Buch schreiben - und zwar keins für Katzen, sondern eins für Streichelmenschen! Ist das nicht ganz schnurrig? Darin soll es um mein Leben gehen. Ich weiß ja nicht, was daran so besonders sein soll. Ich bin ein Kater, ich fresse Mäuse, ich liebe Literatur. Na und? Das tun fast alle Katzen! In der Buchhandlung, in der ich mich sehr gerne aufhalte - kürzlich ja leider länger als mir lieb war - habe ich schon gesehen, dass es bereits einiges an Katzenliteratur gibt. Darin fand ich allerdings auch viele gravierende Fehler. Wie oft werden wir doch missverstanden! Und das ist für mich eigentlich der Hauptgrund gewesen einzuwilligen. Ich verspreche nur ungerne etwas, aber um mal für katerklare Verhältnisse zu sorgen versuche ich das mit dem Buch jetzt doch durchzuziehen. Vielleicht gelingt es mir ja, mich selbst zu überraschen! Man sollte immer davon ausgehen, dass man in der Lage dazu ist. Andere zu überraschen ist einfach. Du setzt dich auf den Schrank, wartest, dass die Tür aufgeht und zack - gezielter Sprung auf die Schulter. Der Überraschungseffekt ist garantiert. Na gut, es ist hier auch ein bisschen wie beim Genuss - zu oft sollte man es nicht machen, sonst ist es keine Überraschung mehr, sondern ein “schrecklicher Kater!”… Aber sich selbst zu überraschen - das ist die wirkliche Kunst! Probiert es doch mal aus. Ich versuche es ja auch. Schnurrrr…