Rezension: „Ein Hund namens Kominek“ von Antje Bones

Unterwegs mit einem musizierenden Postboten und einem tanzenden Hund

Kominek, das bedeutet Kamin und bezieht sich auf die Fellfarbe eines außergewöhnlichen Hundes, um den es in Antje Bones poetischer Geschichte geht.
Kominek lebt gemeinsam mit seinem Herrchen Tadeusz in Przemyśl, einem Städtchen am Fuße der Karpaten, ganz rechts unten in Polen, nahe der ukrainischen Grenze. Die beiden leben auf einem Schrottplatz, auf dem der alte Tadeusz an Autos herumschraubt und Musik hört. Es ist ein schönes Leben, das Hund und Herrchen führen, bis Tadeusz eines Tages stirbt. Der Postbote Janusz kümmert sich fortan um das Tier, das seinen vormaligen Besitzer schrecklich vermisst. Janusz findet schließlich durch die Musik einen Draht zum trauernden Kominek. Der ehemalige Konzertmusiker spielt am Lagerfeuer Klarinette – und der rußschwarze Hund fängt tatsächlich an zu tanzen! Daraufhin beschließt Janusz mit dem Wunderhund durchs Land zu ziehen. Als Straßenmusiker durchqueren sie Polen, übernachten bei Bauern, treten auf einem Kindergeburtstag auf und landen schließlich in Krakau, wo es die besten Jazzclubs des Landes geben soll. Ein Mann wird schließlich auf die beiden aufmerksam und sorgt dafür, dass sie sogar über den großen Ozean bis nach Amerika reisen…
Was für eine poetische und wunderschöne Geschichte Antje Bones hier mit leisen Tönen erzählt. Mal melancholisch, mal witzig, wird aus dem abenteuerlichen Hundeleben Komineks berichtet, der sein altes Herrchen Tadeusz nie vergisst, aber durch seinen Tanz trotzdem allen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
„Ein Hund namens Kominek“ ist eine bezaubernde Vorlesegeschichte, in der es um die Freundschaft zwischen Tier und Mensch geht. Und natürlich um die Kraft der Musik.

Antje Bones: Ein Hund namens Kominek
erschienen am 15. März 2018
www.knesebeck.de

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